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Die Dagoberts: Eine Weltgeschichte des Reichtums - von Krösus bis Bill Gates Hardcover – 13 Dec. 2005
- Print length320 pages
- LanguageGerman
- PublisherEichborn Verlag
- Publication date13 Dec. 2005
- Dimensions15.8 x 2.9 x 22.6 cm
- ISBN-103821855851
- ISBN-13978-3821855851
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Product description
Excerpt. © Reprinted by permission. All rights reserved.
man sich das, was man haben will, auch leisten kann. All die Last des Lebens von
den Schultern gleiten lassen.
Reicher sein! Immer noch reicher sein! Ein Alptraum! Rund um die Uhr arbeiten,
immer nachdenken, wie man das, was man haben will, auch bekommen kann. Niemals
loslassen können.
Am reichsten sein! Der reichste Mensch der Welt sein! Eine Katastrophe! Denn von
nun an kann es nur noch bergab gehen ...
Einfach nur reiche Menschen sind langweilig. Sie haben ihr Vermögen in der Regel
damit gemacht, den Leuten das zu bieten, was sie haben wollen. Deshalb lassen
sich die Erfolgsgeschichten unserer heutigen Mittelständler genauso austauschen
wie die hansischer Kaufleute vor 600 oder römischer Großgrundbesitzer vor 2000
Jahren.
Die reichsten Menschen aber sind spannend wobei es sich bisher immer um Männer
gehandelt hat. Denn sie hatten oder haben ihr Vermögen nicht gemacht, indem sie
sich mitten in den Mainstream hineinbegaben, sondern indem sie unbemerkt von
ihren Zeitgenossen eine neue Chance, eine neue Technologie, einen neuen Markt
erkannten und erschlossen. Wer braucht Herrn Krupps superharten Stahl, wo doch
sogar Kanonen seit eh und je aus Bronze gegossen werden? Wie will Mr. Ford mit
einem Auto Profit machen, das so billig ist, dass es sich sogar ein
Fabrikarbeiter leisten kann? Und wie kann Mr. Murdoch auch nur eine Sekunde
daran denken, in London eine Zeitungsdruckerei ohne Gewerkschaften einzurichten?
Sie haben es trotzdem versucht und hatten, aus teilweise ganz unterschiedlichen
Gründen, Erfolg. Und sie veränderten damit die Welt, in der sie lebten. Jeder,
der sich durch eigene Leistung zu den reichsten Menschen seiner Zeit
emporschwang, konnte gar nicht anders, als dabei die Welt zu verändern. Denn er
musste etwas besitzen, was außer ihm keiner besaß - und das genau zum richtigen
Zeitpunkt. Ein Schriftsteller darf sich damit trösten, dass erst die Nachwelt
seine Qualitäten zu würdigen weiß; ein Philosoph muss es wahrscheinlich. Sogar
ein erfolgloser Erfinder kann auf die Genialität eines Leonardo da Vinci
verweisen, der den Helikopter schon Jahrhunderte vor der Erfindung des dafür
nötigen Motors erfand. Wer reich werden will, hat diese Chance nicht: Er muss es
zu Lebzeiten schaffen. Ökonomischer Erfolg kann seiner Zeit nicht um Jahrzehnte
voraus sein - er muss genau ihren Nerv treffen.
Es drängt sich deshalb geradezu auf, eine ökonomische Weltgeschichte aus der
Perspektive der jeweils größten Vermögen einer Epoche zu schreiben - als
»Wirtschaftsgeschichte von oben«. Man kann die Entwicklung des ökonomischen und
gesellschaftlichen Fortschritts wohl kaum besser erzählen als durch die
Geschichten der reichsten Männer aller Zeiten.
Umso erstaunlicher ist es, dass bislang noch niemand diesen Versuch gemacht hat.
Aber irgendwann ist immer das erste Mal.
Detlef Gürtler
Marbella, im Juni2004
Product details
- Publisher : Eichborn Verlag; 4th edition (13 Dec. 2005)
- Language : German
- Hardcover : 320 pages
- ISBN-10 : 3821855851
- ISBN-13 : 978-3821855851
- Dimensions : 15.8 x 2.9 x 22.6 cm
- Best Sellers Rank: 982,959 in Books (See Top 100 in Books)
- Customer reviews:
About the author

Detlef Gürtler, Jahrgang 1964, lebt und arbeitet in Berlin, Marbella und Rüschlikon bei Zürich. Er ist Senior Researcher des Schweizer Zukunfts-Thinktanks GDI Gottlieb Duttweiler Institute, Leiter Business Development der Berliner Projektwerkstatt GmbH sowie Autor erfolgreicher Wirtschaftssachbücher (u.a. »Die Dagoberts«; »Die Tagesschau erklärt die Wirtschaft«).
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Was hat Detlef Gürtler unter spanischer Sonne verfasst? Einen Tour d'Horizont ökonomischer Begebenheiten in Form biografischer Erzählungen. Und da jeder Reiche auf der Bühne Gürtlers ein bisschen anders tickt, erfährt sein Publikum, wie konstruiert und einförmig universitäres Wissen verabreicht wird. Nicht dass ich die Gürtler-Show völlig unkritisch über mich ergehen liess und jedes Detail als letzte Wahrheit frass. Aber die Sache mit der wissenschaftlichen Wahrheit ist eh ein Auslaufmodell für Faktengläubige. Dort wo meine eigenen Kenntnisse etwas profunder waren, kam ich jedenfalls zum Schluss, dass der pfiffige Autor sauber recherchierte und die im Verzeichnis aufgeführten Bücher auch gelesen hat.
Und wie hat es Gürtler mit der Ideologie? Macht Geld dumm? Ist Geld verdienen unmoralisch? Sind alle Reichen Ausbeuter? Klebt an riesigen Vermögen immer Blut? Der Autor widmet der Moral von der Geschicht' dreieinhalb Seiten, hält sich mit seinem persönlichen Urteil zurück, erinnert aber daran, dass mit dem Blick zurück fasst jede Methode der Reichtumanhäufung fraglich ist. Nur in der Gegenwart haben wir die Möglichkeit, Leitplanken zu setzen. Doch das braucht Einsatz und nicht nur schöne Worte. Offiziell wird sich Detlef Gürtler mit seinem Buch nicht viele Freunde in der linken Szene machen. Aber seine Geschichtensammlung ist alles andere als Wirtschaftsporno. Sie ist meiner Ansicht nach der geglückte Versuch, die Verstrickungen von Zufall, Macht und menschlichen Trieben aufzuzeigen. Nicht als Anweisung „Wie werde ich Millionär?", sondern als Spiegel von uns allen.
- diesen Spruch kennen wir, doch hören (lesen) wir selten von entsprechenden Fakten.
Akribisch arbeitet sich Gürtler durch die Geschichte und orientiert sich am Reichtum der Reichsten". Beginnend bei dem uns heute bekannten Bill Gates zählt er sehr weit zurück. Ob Caesar, Cicero, Krösus... Da eine Dollarmillion vor 2000 Jahren nicht existierte muss umgerechnet und die damalige Welt beschrieben werden.
Dies alles gelingt dem Autor und dem Sprecher in einer Form, so dass Geschichte mehr Spaß macht. Man bekommt "Bilder" zu bisher inhaltslosen Faktenwissen der Geschichtsbücher. Wer dann noch Interesse an Geld und Macht vergangener Zeiten hat, wird hier richtig glücklich.
Doch auch die Neuzeit wird detailliert beleuchtet. Noch heute bekannte Namen Europäischer Bankhäuser, große Stahlkonzernnamen, ihre Interessen und Probleme. Selbst Bill Gates bekommt sein Fett weg". Ein kleines Lehrstück zum Kapitalismus.
Dagobert Duck kommt hierbei ebenfalls schlecht weg. Vielleicht sollte jeder, der Dagobert einst toll fand dieses Werk hören - einfach um mal zu verstehen, dass man einst auf eine Karikatur reingefallen war. Wahrer Reichtum wird anders erworben und verteidigt.
Insgesamt ein hörenswertes Stück aus der Geschichte, wie man es sonst nie hören/lesen wird. Niemand der heutigen "Big Player" hat ein Interesse die gelisteten Mechanismen und Zusammenhänge offen zu verbreiten. Es kommen Fragen auf, die auch dieses Hörbuch nicht beantworten will.
Doch bleibt auch Hoffnung aus sozialer Sicht: Aller einstiger Reichtum ist letztendlich in der Breite dissoziiert.
Es verbleibt bei mir die Frage, in wie weit die "offizielle" Geschichte hier abgebildet ist und ob wirklich alles so war. Daher fehlt der fünfte Punkt.
Doch der offene Punkt macht eigentlich den Reiz des Werkes aus.
Viel Spaß beim Hören!
Ich hätte vorher nicht gedacht, dass Caesar nicht nur Feldherr, sondern auch stinkreich war, bevor er Imperator wurde, dass man im alten Rom mit "Feuerversicherungen" ein riesiges vermögen angehäuft hat oder dass auch schon in fernerer Vergangenheit enge Verflechtungen zwischen den verschiedenen Weltreichen (Europa, Indien, China, ...) bestanden haben und massiven Einfluss hatten.
Das war spannend zu hören und hat neue Einblicke gegeben.
Der Sprecher hat den Text klar rübergebracht.
Gesamturteil: Hörenswert.