Facebook Twitter Pinterest
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Die Catilina-Verschwörung: Ein Krimi aus dem alten Rom - SPQR Taschenbuch – 1. Januar 2003

4.4 von 5 Sternen 30 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Taschenbuch
"Bitte wiederholen"
EUR 38,00 EUR 1,79
1 neu ab EUR 38,00 13 gebraucht ab EUR 1,79

Geschenkideen zu Weihnachten
Entdecken Sie die schönsten Buchgeschenke für Weihnachten und Bücher für die kalte Jahreszeit. Hier klicken.
click to open popover

Hinweise und Aktionen

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

John Maddox Roberts, 1947 in Ohio geboren, machte sich zunächst als Autor zahlreicher Science-Fiction-Romane einen Namen. Sein erster historischer Kriminalroman "SPQR" wurde 1991 für den Edgar Allan Poe Award nominiert und war der Beginn einer Serie ausgesprochen erfolgreicher Romane mit dem Helden Decius Caecilius Metellus.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

In jenem Sommer ereilte uns die Nachricht, daß Mithridates gestorben sei. Zunächst fiel es schwer, das zu glauben. Mithridates war uns schon so lange ein Stachel im Fleisch gewesen, daß er einem wie eine Naturgewalt vorkam, so unabänderlich wie der Sonnenuntergang. Nur die ältesten Bürger konnten sich noch an die Zeit erinnern, als wir uns noch nicht mit ihm herumplagen mußten. Er starb alt und einsam, irgendwo auf dem kimmerischen Bosporus, wo er gerade einen weiteren Angriff auf Rom plante, diesmal eine Invasion Italiens über die Donau. Er war unser zuverlässigster Feind gewesen, und wir würden ihn vermissen.
Die Nachricht kam mitten in einem wunderbaren Sommer, einem der schönsten seit Menschengedenken. Es war eine Zeit des Friedens und des Wohlstands. Die von Marius und Sulla angezettelten Bürgerkriege verblaßten in der Erinnerung. Rom war überall auf der Welt siegreich. Im Osten war Pompeius der überwältigende Sieger. Er hatte die Mittelmeerpiraten vernichtet und war dann weitergezogen, Asien, Pontus und Armenien zu unterwerfen, wobei er Lucullus um den endgültigen Triumph betrog, um den jener so lange und ehrenvoll gekämpft hatte. Kreta war nach einem langwierigen Feldzug unterjocht worden. Wer also blieb übrig, Rom zu bedrohen? Karthago war schon vor Generationen ausgelöscht worden, seine Ruinen untergepflügt und mit Salz bestreut, auf daß dort nie wieder etwas wachsen solle. Der gesamte Orient von Cilicien bis Palästina stand unter römischer Herrschaft, nur das entlegene Parthien hatte sich seine Unabhän
gigkeit bewahrt. Im Süden war Ägypten zu einem Witz reduziert, fett und träge wie ein überfüttertes Krokodil. Afrika und Numidien waren geknebelt. Im Westen war Spanien eine steuerzahlende Provinz. Nur im Norden waren ein paar gallische Stämme noch nicht zivilisiert worden, deren Männer lange Haare und Hosen trugen und unsere Komödienschreiber mit Material für ihre Pointen versorgten.
Aber wir Römer würden selbst für neue Feinde sorgen. Wir standen auf der Schwelle weiterer Bürgerkriege und Erschütterungen. Sie lagen damals noch in der Zukunft, aber jetzt war der letzte Sommer der alten Republik. Sie starb im Herbst.
Damals war jedoch noch nichts von alledem offenkundig. Es gibt Menschen, die behaupten, die Republik sei nie wirklich gestorben, sondern unser geschätzter Erster Bürger habe sie in Wirklichkeit erst wiederhergestellt. Das ist das Gerede von Narren und Kriechern. Ich bin inzwischen zu alt, um mich darum zu scheren, was der Erste Bürger von mir denkt, also werde ich die Ereignisse so beschreiben, wie ich sie erlebt habe. Wenn sein Vorfahre, der göttliche Julius, dabei etwas weniger als gottgleich erscheint, liegt das daran, daß ich Gaius Julius damals schon kannte und unser Erster Bürger nicht. Das ist nicht weiter überraschend, wenn man bedenkt, daß der Erste Bürger in jenem Jahr erst geboren wurde, was wiederum irgendwie passend ist.
Aber keine dieser gewichtigen Angelegenheiten beschäftigte uns in jenem Sommer. Was für Meinungsstreit sorgte, war die Maßnahme des Praetors Otho. Er hatte vier Jahre zuvor als Volkstribun ein Gesetz eingebracht, das vierzehn Sitzreihen des Theaters für die Equites reservierte, den nicht aristokratischen Geldadel. Als Praetor hatte er dieses Gesetz jetzt in Kraft gelassen. Es gab keine Aufstände, aber jedesmal, wenn Otho ins Theater kam, erhob sich ein allgemeines Zischen.
Das große Ereignis der Saison war der Triumphzug des Lucullus. Er war nach Italien zurückgekehrt und hatte den Senat um die Genehmigung eines Triumphzuges in Anerkennung seiner Siege über Mithridates und Tigranes ersucht. Pompeius hatte die Tribunen manipuliert, dieses Ansinnen zu blockieren, aber schließlich hatte man Lucullus doch eine Genehmigung erteilt. Bis dahin war er nach uralter Sitte gezwungen gewesen, sich außerhalb der Stadtmauern Roms aufzuhalten, wo er allerdings Gesellschaft hatte. Quintus Marcius Rex, der Bezwinger Ciliciens, und ein Verwandter von mir, Quintus Caecilius Metellus Creticus, der Sieger über Kreta, waren von Pompeius' Anhängern genauso gehindert worden, ihre sauer verdienten Triumphzüge abzuhalten. Pompeius' Ansicht war, daß aller Ruhm der Welt ihm gehörte und daß jeder, der etwas davon abbekam, des Diebstahls schuldig war.
Der Triumphzug war großartig, weil Lucullus gewaltige Armeen vernichtet und in Tigranocerta, Artaxata und Nisibis gewaltige Beute gemacht hatte. Ich sah von meinem Platz auf den Rostra zu, wie seine Truppen ins Forum einzogen. Zuerst kamen die Trompeter. Ihnen folgten die Standartenträger. Sie trugen wie alle Soldaten des Zuges nur ihre Militärstiefel und ihren Gürtel. Ein uraltes Gesetz verbot das Tragen von Waffen innerhalb der Stadtmauern. Nach den Standartenträgern kamen ein Wagen, der eine gigantische Juppiter-Statue trug, und weiße Opferstiere. Es folgten von Soldaten gezogene Wagen mit riesigen Schlachtengemälden. Dahinter marschierten weitere Soldaten, alle in neuen, schneeweißen Tuniken, vergoldete Kränze auf den Häuptern, Siegespalmen in den Händen, mit Blumenkränzen behängt, von hübschen Sklavinnen in einen Blütenregen getaucht und von Trommlern und Flötenspielern begleitet, die einen ohrenbetäubenden Lärm veranstalteten.
Dann kamen die Wagen mit den erbeuteten Waffen des besiegten Feindes. Sie waren kunstvoll arrangiert, um an die improvisierten Siegeszeichen zu erinnern, die auf den Schlachtfeldern vergangener Tage aufgestellt wurden. Jeder der Wagen trug einen Baum, der von erbeuteten Schwertern und Speerspitzen, polierten Rüstungen und farbenprächtig bemalten Schilden glitzerte. Federgeschmückte Helme waren auf Bündel aus Pfeilen gesteckt. Um die Trophäenbäume saßen Gefangene. Wenn man die Zeitspanne in Betracht zog, die zwischen den Siegen und dem Triumphzug verstrichen war, konnte es sich genauso gut um angeheuerte Ersatzmänner handeln. Nach den Wagen kamen weitere Gefangene, Opfertiere, ein ganzer Spielmannszug und dann das, worauf alle gewartet hatten: die Kriegsbeute.
Das Aufstöhnen und die Jubelrufe, die die Schätze von Tigranocerta hervorriefen, übertönten sogar das Gelärm der Musikanten. Es gab Teller aus massivem Gold, juwelenbesetzte Krüge, Silberketten, Elfenbeinschnitzereien, mit Bernstein verzierte Truhen, kostbare Vasen, Kronen, Szepter, sagenumwobene Kunstschätze, die die orientalischen Monarchen aus den griechischen Kolonien geraubt hatten. Es wurden sogar weiße Holzschilder getragen, auf denen die Summen der Lösegeldzahlungen und der Erlös aus dem Verkauf von Gefangenen auf dem Sklavenmarkt verkündet wurden. Es gab Ballen hell gefärbter Seide, eines Stoffes, der weit wertvoller war als sein in Gold aufgewogenes Gewicht. Es gab backsteingroße Barren aus reinem Gold und Silber, genug, um damit einen mittelgroßen Tempel zu errichten. All das wurde mit Aufschreien begrüßt.
Schließlich kam, am Ende des Zuges, der Mann der Stunde, Lucius Licinius Lucullus Ponticus höchstpersönlich.

Alle Produktbeschreibungen

Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Top-Kundenrezensionen

Von Lilian Grobis TOP 500 REZENSENT am 6. Januar 2004
Format: Taschenbuch
Decius Caecilius Metellus ist inzwischen Quaestor in Rom, der rangniedrigste der gewählten Beamten. Verantwortlich für den Staatsschatz, überwacht er auch, wie die Kriegsbeute aus Lucullus' Feldzügen in die Stadt gebracht wird. Zufällig entdeckt er dabei ein geheimes Waffenarsenal. Wenn dies nicht schon wieder auf eine Verschwörung hindeutet...
Decius erzählt die SPQR-Geschichten aus der Ich-Perspektive. Wie schon im ersten Band berichtet er augenzwinkernd von seinen Begegnungen mit prominenten römischen Bürgern. Caesar, Cicero, Lucullus - alles Namen, die man schon irgendwann im Latein- oder Geschichtsunterricht gehört hat. Wer damals besonders gut aufgepasst hat, kennt den Ausgang der Geschichte, das tut diesem interessanten Krimi jedoch keinen Abbruch.
Wer schon immer mehr über das alte Rom wissen wollte, vor trockenen Geschichtsbüchern jedoch zurückschreckt, der sollte es mal mit der SPQR-Reihe versuchen. So machen Geschichtslektionen Spaß!
1. SPQR
2. Die Catilina-Verschwörung
3. Der Frevel des Clodius
4. Der Musentempel
5. Tödliche Saturnalien
6. Tod eines Centurios
7. Der Fluch des Volkstribun
8. Die Rache der Flussgötter
9. Die Schiffe der Kleopatra
Kommentar 46 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ich habe den ersten Teil der Reihe gelesen und fand ihn wirklich nett, unterhaltsam und sogar recht informativ. Da wollte ich natürlich auch den zweiten Teil dieser Serie lesen. Offen gesagt: ich war doch enttäuscht. Die Hintergrundgeschichte, um die herum das Buch aufgebaut ist, ist ja aus dem Geschichts- und/oder Lateinunterricht bekannt. An Informationen über das antike Rom erfährt man auch kaum etwas neues. Das wäre aber natürlich nicht so schlimm, wenn denn die Story gut wäre, aber gerade hier wurde ich sehr enttäuscht. Es wirkt teilweise, als hätte der Autor große Passagen aus seinem ersten Buch einfach abgeschrieben und die Namen geändert. Der Plot ist ziemlich genau gleich aufgebaut wie im ersten Teil, inklusive dem Verliebtsein des Helden mit dazugehöriger Unzurechnungsfähigkeit was seine Ermittlungen anbelangt. Alles wirkt bekannt aus Teil 1, neu eingeführte Charaktere ersetzen zumeist nur andere aus Teil 1. Die Personen weisen auch keinerlei Entwicklung auf. Sie bleiben plump und sehr leicht auszurechnen.
Zu allem Überfluss werden auch sprachlich oft die selben Phrasen verwendet, was das Leseerlebnis noch monotoner wirken lässt.
Trotz allem ist das Buch wahrlich nicht schlecht! Es bleibt leicht zu lesen und wartet mit vielen netten, teilweise lustigen Ideen auf. Hätte ich den ersten Teil nicht gekannt, wäre ich wohl relativ begeistert von diesem Buch; so kommt leider immer wieder mal ein fader Nachgeschmack auf. Aber seis drum, ich habe das Buch trotzdem gerne gelesen.
Kommentar 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch
Decius Caecilius Metellus der Jüngere, diesmal Quaestor, ermittelt wieder einmal aufgrund einer Mordserie. Dabei bekommt er immer mehr das Gefühl, dass sich eine Verschwörung gegen den Staat zusammenbraut und er wird aufs neue in ein Netz aus Intrigen verwoben...
Der zweite SPQR-Krimi aus der Reihe von J.M.Roberts, gewürzt mit vielen Informationen zum Leben und der Kultur der alten Römer, mit Auftritten einiger bekannter Persönlichkeiten und einem Schuss Humor. In der ersten Hälfte des Buches hatte ich noch das Gefühl, das Buch käme weder an seinen Vorgänger „SPQR" noch an seinen Nachfolger „Der Frevel des Clodius" heran, doch die zweite Hälfte wurde dann schlagartig fesselnder.
Ein spannender Krimi + eine gehörige Prise Geschichtsunterricht = ein wunderbares Buch.
Vorsicht sei allerdings denen geboten, die das Buch nur wegen des Krimis lesen wollen: solche mögen vielleicht die Einblicke in das römische Leben, speziell in die Politik, recht störend und langatmig finden.
Kommentar 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
John Maddox Roberts porträtiert in diesem Roman das Bild eines Imperiums, das keine nennenswerten Feinde von außen hat und in der sich die politische Kaste bei jeder Gelegenheit gegenseitig an die Kehle geht. Heimkehrende Generäle müssen gegeneinander ausgespielt werden, um zu verhindern daß sie mit ihren Legionen in Rom einmarschieren um die Macht an sich zu reißen. Die Stadt Rom selbst ist ein mehr als unsicheres Pflaster. Banden dominieren die Straßen und politische Morde stehen auf der Tagesordnung.
Vor dieser Kulisse hilft die Hauptperson der Erzählung, Decius Caecilius Metellus, die historisch belegte Verschwörung des Catilina aufzudecken, indem er sich in den Kreis der Verschwörer einschleicht. Er kann nicht glauben daß die plumpen Schläger, die den sichtbaren Kreis der Verschwörer bilden, ohne mächtige Verbündete ein gewagtes Unterfangen wie den geplanten Staatsstreich wagen würden. Es gelingt ihm das Vertrauen Catilinas zu erlangen und er treibt seine Nachforschungen immer weiter um auch die Hintermänner zu identifizieren.
Wie bereits das erste Buch dieser Serie besticht auch die Catilina-Verschwörung durch plastische Schilderungen der Stadt Rom und historische Authentizität. Der Ich-Erzähler Metellus ist kein moderner, aufgeklärter Mensch, sondern ein Kind seiner Zeit. Humanistische Ideale liegen ihm genauso fern wie seinen politischen Gegnern. Doch gerade das verleiht seinen Erzählungen Glaubwürdigkeit. Geschickt setzt der Autor die Vergangenheitsform ein um auf später folgende historische Ereignisse Bezug zu nehmen.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen