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Die Bruderschaft Taschenbuch – 1. September 2002

3.6 von 5 Sternen 130 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

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Die Romane von John Grisham sind alle auf so geradezu systematische Weise erfolgreich gewesen, dass man leicht vergisst, dass er auch nur ein Schriftsteller ist, der sich still mit seinem Kugelschreiber abmüht, herumexperimentiert und mit jedem Buch besser wird. Wenn er als Prosa-Stilist auch nicht so begabt ist wie ein Scott Turow, so ist Grisham doch einer der besten Storyschreiber im Krimigeschäft. Seine Bücher sind von einer moralischen Anziehungskraft und einer kreativen Vision, die sie deutlich von denen seiner Kollegen abheben.

Die Bruderschaft ist in vielerlei Hinsicht sein bisher kühnstes Werk. Die Geschichte entwickelt sich aus zwei unterschiedlichen Nebenhandlungen heraus. In der ersten hecken drei inhaftierte ehemalige Richter (die im Titel erwähnte "Bruderschaft"), frustriert von ihrem Verlust von Macht und Einfluss, einen ausgeklügelten Erpressungsplan aus, der wohlhabende, verdeckt homosexuelle Männer zum Opfer haben soll. Die zweite Geschichte zeichnet den Aufstieg des Präsidentschaftskandidaten Aaron Lake nach, einer Marionette des machtgierigen CIA-Chefs Teddy Maynard.

Beide Erzählstränge werden im im Laufe der Handlung zusammengeführt. Grishams sorgfältige Personenbeschreibungen sind besonders beeindruckend. Ex-Richter Hatlee Beech beispielsweise ist ein faszinierender, tragischer Antiheld: ein Millionär mit lebenslanger Berufung auf sein Richteramt, der sich nach seiner Verurteilung wegen Trunkenheit am Steuer mit Todesfolge als einsamer, von Ehefrau und Freunden verlassener Mann wieder findet und obendrein noch pleite ist.

Die zynische Betrachtung der präsidialen Politik und des Strafrechts Amerikas wirft einen düsteren Schatten auf die Geschichte. CIA-Direktor Maynard ist ein allmächtiger Dämon, der sich bestens mit dem öffentlichen Willen und den öffentlichen Geldern auskennt und auch Macht über sie ausübt. Sogar sein Präsidentschaftskandidat, der Kongressabgeordnete Lake, ist eine Schachfigur in Maynards egomanischem Spiel um Anzeigenkampagnen, illegale Spenden und internationale Intrigen. Spannung bis zum Schluss! --Patrick O'Kelley -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein geradezu diebisches Vergnügen – der spannendste Grisham seit Der Partner.« (Entertainment Weekly)

»Meisterhaft komponiert.« (Publisher's Weekly)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Jedes gute Buch, insbesondere ein Roman aus der Kategorie (Polit-)Thriller zeichnet sich dadurch aus, dass man es so wenig wie möglich aus der Hand legt, da man von der Handlung gefesselt ist. Diesem Anspruch ist- soweit es mich betrifft- auch Grishams Bruderschaft gerecht geworden. Dennoch muß ich als Grisham-Fan eingestehen, dass die zunächst vielversprechende und spannungsaufbauende Handlung im letzten Viertel zu rasch abflacht,viele Fragen offen bleiben und der Ausgang keine echten Überraschungen mehr bietet. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Grisham gegen Ende des Romans die Sache schnellstmöglichst zum Abschluß bringen wollte, zumal dieser Roman ja auch vom Umfang her im Vergleich zu seinen anderen Werken eher kurz geraten ist. Dennoch: für 4 Sterne reicht es allemal ! Trotz des etwas verunglückten Schlusses ist das Buch spannend und lesenswert ! Auch einem Grisham, der nach wie vor Meister seines Faches ist, müssen kleine Schwächen zugestanden werden.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe mir den neuen, bereits elften (!) Roman von John Grisham vergangenen Herbst im englischen Original gekauft. Und siehe da: "Die Bruderschaft" ist nach zwei schwächeren Werken wieder eine gelungene Sache.
Zum Inhalt: Drei verurteilte Richter (auch genannt: "Die Bruderschaft") verbringen ihren Gefängnisalltag mit dem Verfassen von Erpresserbriefen. Über Kontaktanzeigen ködern sie angesehene Geschäftsleute, Anwälte, Politiker, die so versuchen, ihre homosexuellen Neigungen auszuleben, um sie dann zu erpressen. Ihr System funktioniert - bis sie den Falschen auswählen: den Politker Aaron Lake. Das CIA - nach Ende des Kalten Krieges in Angst, seine Bedeutung verloren zu haben - hat Lake auserkoren, ihn zum nächsten Präsidenten der USA zu machen. Ein paar terroristische Anschläge gegen die Vereinigten Staaten (ausgeübt vom CIA) sollen Lake, der die nationale Sicherheit zu seinem Wahlkampfthema erklärt, zum Erfolg an den Wahlurnen verhelfen. Lake ist der ideale Kandidat: er hat eine weiße Weste - bis das CIA seine homosexuellen Interessen und seinen Briefwechsel mit der "Bruderschaft" entdeckt.
Die sich dann entwickelnde Jagd - wie die drei inhaftierten Richter versuchen, das mächtige CIA auszutricksen - zeichnet die Spannung dieses Romans aus. Am Ende ist nicht ganz klar, wer die Guten und wer die Bösen sind. Dass die kriminellen Richter dem auch nicht weniger kriminellen CIA zumindest eine Niederlage zufügen, erinnert an den Kampf David gegen Goliath. Des Lesers Sympathie gehört selbstverständlich den Schwächeren.
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Format: Gebundene Ausgabe
Wie jedes Buch bisher von John Grisham habe ich auch dieses mit Spannung erwartet und das Warten hat sich in vollem Umfang gelohnt. Die schnell wechselnden, verschiedenen Schauplätze und Szenarien haben zur Folge, daß man gar nicht anders kann, als sich mit diesem Buch in einige ruhige Ecke zu begeben, um es nach Möglichkeit komplett durchzulesen. Es gibt Einblicke in die Wahlkampfmethoden der USA und die Möglichkeiten der Manipulation sowie über die Machenschaften des CIA. Die Charaktere sind so gut beschrieben, daß man sie sich bildlich vorstellen und verstehen kann. Kurzum - ohne hier zuviel von der gesamten Story zu verraten - ein wirklich gut gelunger Roman in der schon langen Liste von Bestsellern. Ich persönlich kann den nächsten schon gar nicht mehr erwarten.
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Von Ein Kunde am 20. November 2003
Format: Taschenbuch
Die Bruderschaft sollte mein Einstiegsbuch zu diesem Autor sein - doch ich wurde größtenteils enttäuscht.
Es beginnt recht vielversprechend mit mehreren Handlungssträngen und Personen, die nach und nach miteinander verbunden werden (wie ich es aus einigen Filmen gewohnt war und wie ich es auch mag). In einem Handlungsstrang die 3 Richter und deren Gehilfen innerhalb und außerhalb der Gefängnisses - durchaus interessant beschriebene Personen und Ereignisse um sie herum.
Auf der anderen Seite ein aufstrebender Politiker und dessen stillen Gehilfen in einem Sumpf aus Korruption und Macht. Bis dahin interessante Zutaten für eine faszinierende Story, die von Beginn an Fahrt aufnimmt.
Doch dann in der Mitte des Buches plötzlich der Bruch - alles wird durchsichtig und für den Leser vorhersehbar, was gut wäre, wenn Grisham dann ein anderes spektakuläres Ende gefunden hätte. Aber nein - das Ende kommt wie es kommen muss und wie es der Leser ahnte! Ironisch gut nur der Schluss im letzten Kapitel - ich sag nur: Sie können es nicht lassen.
Meine Bewertung entspricht Schulnoten: Eine 3 minus für ein Buch, das man sich auf einem langen Flug antun kann aber nicht gelesen haben muss.
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Von Ein Kunde am 18. März 2003
Format: Taschenbuch
leider muss ich als leidenschaftlicher griham leser sagen, das grisham immer stärker nachlässt.
die bruderschaft ist nicht im geringsten spannend, spiegelt aber das amerika wieder wie man es sich momentan vorstellt.
getürkte wahlen, ein künstlicher präsident und ein mächtiger geheimdienst.
die drei richter im gefängnis welche eigentlich die hauptakteure sein sollten, sind derartig in den hintergrund geraten, das man manchmal nachdenken muss was die drei überhaupt machen wollem.
erst gegen ende im dritten teil kommt etwas leben in die sache, wobei man sagen muss, der schluss ist auch alles andere als spektakulär.
ich hoffe "die schuld" wird jetzt im gegensatz zu den letzten 3-4 grishams wieder für einiges entschädigen.
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