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am 28. Mai 2011
Inhaltlich ist dieses Buch sehr spannend, es geht um eine Mordserie, allerdings tummeln sich schon auf den ersten 20 Seiten mehr Leichen als in so manchen klassischen Krimi, nur ein Mörder ist weit und breit noch nicht in Sicht. Die Geschichte spielt zum einen in Jerusalem bei einer Ausgrabung, die andere Hälfte in Süddeutschland, wie dies beides zusammenhängt kommt langsam aber sicher während des Lesens zum Vorschein. Ulrich Hefner hat es geschafft den Spannungsbogen wirklich vom ersten Mord bis zur Aufklärung zu halten und das ganze in eine unglaubliche Geschichte zu verpacken. Leider ist dies aber auch ein Buch dessen Inhalt nicht lange nachwirkt, ich musste mich jetzt wo ich die Rezension schreibe, wirklich anstrengen um die wichtigsten Ereignisse mir nochmals zurück holen. Dabei ist mir aber auch aufgefallen das es sonst ein sehr gutes und spannendes Buch ist, aber leider auch wieder schnell aus dem Kopf ist.
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HÖRBUCH-Rezension: DIE BRUDERSCHAFT CHRISTI, von Ulrich Hefner, gelesen von Jürgen Holdorf
2mp3-CDs im Doppel-Jewel-Case | ungekürzte Lesung | Gesamtlaufzeit ca. 17 h (1000 min.!) | erschienen bei RADIOROPA Hörbuch, Technisat Digital (DAISY-MP3-CDs)
Dieses Hörbuch gibt es auch im Format Audio-CD (14 CDs)-> Die Bruderschaft Christi

Das Fazit zuerst: Insgesamt ein spannendes und extrem lange anhaltendes Hörvergnügen. Dabei ist die nicht völlig taufrische Kirchen- und Bruderschafts-Verschwörung nicht ausschlaggebend für meine Gesamtbewertung, nein, vor allem dem hervorragenden Vortrag von Jürgen Holdorf ist es zu verdanken, dass ich der Geschichte über die Gesamtlänge von 17 Stunden mühelos folgen konnte - der mir mit seinem Interpretation dieses Thrillers etliche Stunden spannend untermalt hat.

Rätselhafte Morde an Kirchenmännern beschäftigen den bayrischen Kriminalbeamten Stefan Bukowski und seine junge Kollegin Lisa Herrmann. Ein faszinierender Fund beschäftigt ein Team von Ausgrabungsexperten in der Nähe von Jerusalem: Die Gebeine eines Kreuzritters - mitsamt einer (vermutlich hochbrisanten!) Grabbeigabe. Das alles ruft nicht zuletzt den Vatikan sondern vor allen Dingen eine mysteriöse Bruderschaft auf den Plan!
Neben den Morden in Oberbayern, passieren auch in Jerusalem, merkwürdig viele Unfälle und dann verschwindet der Professor Chaim Raful, mitsamt der erwähnten Grabbeigabe, spurlos. Nicht völlig spurlos, nein, denn seine Kollegen, allen voran Tom und Moshe, folgen den vagen Spuren nach Deutschland; wo sich letzten Endes die Fäden der Handlung verknüpfen. Man darf gespannt sein, was das gefundene Manuskript zu offenbaren in der Lage ist, um - nichts Geringeres als der Weltfrieden ist schließlich (laut Klappentext am Hörbuch-Cover!) in Gefahr.
Nun ja. Ganz so brisant wirk Ulrich Hefners Konstrukt nun nicht auf mich. Die Parallelen zu Martina Andres Gegenpäpstin oder gar Dan Browns Sakrileg sind nicht von der Hand zu weisen, doch weder findet sich in DIE BRUDERSCHAFT CHRISTI ein direkter Blutsverwandter von Jesus von Nazareth, noch ein überzeichnet-abstraktes Genie als Ermittler, der mit Überschall zwischen den Handlungsorten herum düst. Dafür spielt der Orden der Templer und, wie der Titel schon sagt, eine geheime Bruderschaft, eine Rolle. Die tragende Rolle der Story übernehmen der bodenständige bayrische Ermittler Stefan Bukowski und die beiden Ausgrabungsexperten, mit Tom Stein noch einer davon Deutscher, die den verschwundenen Professor und die brisanten Schriften suchen. Die Brisanz des Fundes blieb leider etwas auf der Strecke, weil etwas zu spät in die Handlung eingeflochten, dafür dann gegen Ende der Handlung noch eine kleine Wendung/ Überraschung.
Dem Hörbuch hätte wohl auch eine verkürzte Version gut gestanden, doch wer auf der Suche nach einem lange anhaltenden Hörvergnügen ist und seine Freude an einer ordentlich konstruierten Verschwörungs-Geschichte hat, der sollte sich durchaus selbst überzeugen.

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auf meiner persönlichen Horchlatte: ****
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am 12. September 2009
Okay, die Geschichte ist teilweise spannend, deshalb zwei Punkte. Die Kriminalgeschichte mag gefallen, die Charaktere bei der Polizei mögen realistisch sein, doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist der Handlungsstrang um ein Team an Geschichtswissenschaftlern und diese Seite ist eine finstere.

Der Plot der Geschichte um Ausgrabungen in Jerusalem offenbaren ein erstaunlich naives Verständins für Geschichte. Natürlich ist die Handlung fiktiv und der Autor macht das auch deutlich, aber neben den Ungenauigkeiten und Recherchefehlern, ist eine derartige Behandlung von Geschichte im Ganzen fahrlässig und führt zu Unglaubwürdigkeit. Die Kunst, eine spannende Geschichte einigermaßen realistisch in einen historischen Kontext einzubinden, ist keine einfache und bedarf in diesem Fall noch der Übung.

Zudem offenbaren die entworfenen Charaktere selbst eine erstaunliche Unkenntnis. "Ein Kreuzfahrer aus dem frühen 11. Jahrhundert" (Kapitel 14), sagt einer der vielen Geschichtswissenschaftler. Frühes 11. Jahrhundert und Kreuzfahrer? Geschichte muss in Romanen nicht immer mit Samthandschuhen angefasst werden, aber ein Gelehrter sollte etwas von seinem Fach verstehen, im wirklichen Leben wie in einem Roman. Das vom Autor für das Buch erfundene Team von Geschichtswissenschaftler hat leider von Wissenschaft und Geschichte keine Ahnung - wie wahrscheinlich der Autor selbst. Auch das Bild der Kirche wird mal wieder in einer derart stereotypen Weise entworfen, dass es kaum noch zu einem Gähnen reicht. Die Furcht der Römer vor dem Einfluss Jesu (Prolog) vor und auch nach seinem Tod ist ein weiterer - vielleicht der erste - Hinweis auf ein teilweise anachronistisches Geschichtsdenken.

Und natürlich fehlen die Templer nicht. Ich kann es verstehen, eine faszinierende Geschichte, die leider inzwischen vollkommen totgeschrieben wurde. Der Autor hier geizt nicht mit Informationen, übertreibt es aber. "Es handelte sich [bei den Templern] um einen geheimen Orden, der selbst in der Kirche umstritten war" (Kapitel 8), erklärt an anderer Stelle eine weiterer Wissenschaftler. Der hat also auch keine Ahnung, von wegen geheim, die ganze Welt kannte die Templer. Zudem war die treibende Kraft hinter der Vernichtung der Templer keineswegs der damalige Papst - wie mehrfach suggeriert -, sondern ohne Zweifel der französische König und dessen Vertrauter Nogaret. Und warum in aller Welt erzählen diese scheinbaren Wissenschaftler als erstes irgendwelche Legenden und Mythen um den Templerorden, statt sich an Fakten zu halten? Da fehlt es an allen Ecken und Enden an Authentizität.

Wer ein gutes Buch über die Templer, über das Mittelalter oder auch einen spannenden Krimi lesen möchte, der greife einfach mal wieder zum alten Umberto Eco, der hat gleich drei Bücher dieses Genres geschrieben, die dieses hier weit weit weit überstrahlen. Wer es nicht so genau mit der Geschichte nimmt, bitte, lest dieses Buch, aber nehmt es nicht ernst.
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am 20. September 2010
"Nahe Jerusalem stößt ein Archäologenteam um Prof. Chaim Raful auf einen sensationellen Fund: Eine alte Grabstätte enthält Zeugnisse aus dem Leben Jesu, unter anderem mysteriöse Schriftrollen. Eine Entdeckung, so ahnt Raful, deren wahre Bedeutung das gesamte Fundament der modernen Kirche ins Wanken geraten lassen könnte. Fortan ist sein Leben und das seiner jungen Kollegen in größter Gefahr, und noch während der Archäologe die Schriftrollen endgültig zu enträtseln versucht, beginnt eine wilde Hetzjagd quer durch Europa ..."

Der oben anstehende Klappentext liest sich ja noch sehr spannend und auch die ersten Seiten haben mir im Probekapitel so viel Spaß gemacht, dass ich mir das Buch gekauft habe. Leider aber löst sich die Spannung nach den ersten Kapiteln genauso in Luft auf, wie der auf dem Klappentext unverständlicherweise in den Mittelpunkt gestellte Professor.

Den Rest des Buches hetzen die Protgonisten quer durch Europa auf der Jagd nach dem großen Geheimnis. Nach welchem, war wohl auch dem Autor nicht wirklich klar, so dass sich dieses Buch in die lange Reihe der Bücher einreiht, die ohne wirkliches Ende auskommen müssen. Stattdessen gibt es das altbekannte ambivalente Geschwafel, aus dem sich der Leser selbst seinen Reim machen kann, oder auch nicht. Und was die völlig sinnfreie Beziehung der beiden ermittelnden Beamten samt Schwangerschaft sollte - auch das wird auf ewig ein Geheimnis bleiben.

Zwei Sterne dafür, dass das Buch zumindest anfangs so gut geschrieben ist, dass es mich zum Kauf verleitet hat und die unzweifelhaft große Recherchearbeit, die der Autor geleistet hat. Im Gegensatz zu anderen Machwerken dieses Genre strotzt es zumindest nicht vor wissenschaftlichen Fehlern und Grammatiksünden.
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am 31. Juli 2010
...lässt Ulrich Hefner seine Protagonisten in -Die Bruderschaft Christi- agieren. In einer ungekürzten Lesung von 17:12 Stunden bringt uns der versierte Hörbuchsprecher Jürgen Holdorf die Geschichte von Archäologen, Ermittlern, Kirchenmännern und Killern gekonnt näher. Die beiden MP3-CDs sind dabei ein wirklich praktisches Medium, um sich die Story per Anlage oder MP3-Player anzuhören.

Im Heiligen Land findet, unter Leitung von Professor Raful, eine Grabung nach einer römischen Garnison statt. Die Archäologen, darunter auch der Deutsche Tom Stein, sind nicht schlecht erstaunt, als sie dabei das Grab eines Tempelritters aus dem 12. Jahrhundert finden. Noch mehr erstaunt es Tom, als er feststellen muss, dass Raful vermutlich genau diesen Ritter gesucht hat. Mit einer unbekannten Grabbeigabe verschwindet Raful und kurze Zeit später geschehen seltsame Unfälle und Morde an der Grabungsstätte. Als auch Toms Leben bedroht ist, macht er sich, zusammen mit seiner Freundin Jara auf die Suche nach Raful.
Zur gleichen Zeit geschehen in Bayern seltsame Morde. Ein Priester, ein Kirchendiener und ein Pfarrer sterben unter mysteriösen Umständen. Alles deutet auf Ritualmorde hin. Kriminaloberrat Stefan Bukowski und seine Mitarbeiterin Lisa Herrmann nehmen die Ermittlungen auf. Dabei stoßen sie auf Zusammenhänge zwischen der Grabung in Israel, der katholischen Kirche und Killern, die augenscheinlich aus Italien stammen. Aber nicht nur Bukowski und Stein versuchen das Geheimnis um Professor Raful zu lösen. Auch der Vatikan scheint seine Finger mit im Spiel zu haben. Einem Spiel, dass mit jeder neuen Entdeckung immer undurchsichtiger wird...

-Die Bruderschaft Christi- ist ein gut konzipierter Kriminalroman mit geschichtlichem Hintergrund. Ulrich Hefner hat den Stoff in altbewährter Manier gut zu Papier(oder hier besser zu MP3?) gebracht. Jürgen Holdorf als Vorleser ist immer wieder eine Ohrenfreude. So sind über 17 Stunden gute Unterhaltung garantiert. Einziges kleines Manko, jedenfalls meiner Ansicht nach: Hefners Background zum Thema Tempelritter, Freimaurer, Logen und Rosenkreuzer ist alles andere als neu. Wer verschiedene Romane von Dan Brown bis Martina Andre zu diesem Thema gelesen hat, der wird das gehörte in- und auswendig kennen, da alle üblichen Klischees zum Stoff "abgearbeitet" werden. Das war es dann aber auch schon, was ich persönlich zu "meckern" hätte. Der positvie Aspekt der -Bruderschaft Christi- überwiegt jedoch eindeutig. Vor allem der Charakter Stefan Bukowski ist hervorragend gelungen. Ich kann ihnen Ulrich Hefners -Die Bruderschaft Christi- in jedem Fall empfehlen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. September 2009
Bei einer Ausgrabung einer römischen Siedlung im Israelischen Kidron-Tal machen die Archäologen um Professor Jonathan Hawke einen sensationellen Fund: Unter einer 2000 Jahre alten Erdschicht finden sie eine Höhle, die das Grab eines der Kreuzritter enthält, die mit Hugo de Payens nach Jerusalem gekommen waren. Als der Sarkophag geöffnet wird, finden sie neben der mumifizierten Leiche des Kreuzritters einen Tonteller, der eine bis dato unbekannte Szene aus dem Leben Christi enthält. Die Archäologen sind sich sicher, dass sie eine brisante Entdeckung gemacht haben und bald wird klar, dass sie um ihr Leben fürchten müssen.

Schon wieder ein Thriller mit einer im Vatikan beheimateten Bruderschaft, mag sich so mancher denken, der das Buch in die Hand nimmt und das Buch aufgrund dieser Tatsache gleich wieder beiseite legt. Nachvollziehbar, wenn man sich die Menge der Romane mit ähnlichem Thema anschaut, die Dank Dan Brown in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind. Nun, wer bei diesem Roman so denkt, der tut dem Buch und dem Autor Ulrich Hefner unrecht. Es ist zwar keine wirklich neue Variante, die hier erzählt wird, aber eine, die sauspannend ist. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen, das Buch aus der Hand zu legen. In kurzen Abschnitten mit permanenten Wechseln der Schauplätze - Israel, verschiedene Orte in Deutschland, Italien und Frankreich - nimmt der Autor den Leser mit auf eine rasante Verfolgungsjagd. Wer steckt hinter den Unfällen, die sich auf der Ausgrabungsstätte ereignen? Wer hat ein Interesse daran, den Fund unter Verschluss zu halten? Wer ist der Gegenspieler des Vatikans, der hier eigentlich einen größeren Part hat als die titelgebende Bruderschaft? Gibt es vielleicht noch eine dritte Seite, die Interesse an dem Fund hat?
All diese Fragen stellt man sich, wenn man die beiden Kommissare bei ihren Ermittlungen der Mordfälle in Deutschland begleitet - den kauzigen und kurz vor der Pensionierung stehenden Stefan Bukowski und seine ehrgeizige Kollegin Lisa Herrmann, ein Team wie Katz und Maus und eigentlich doch auf einer Wellenlänge, sowie die Gruppe der Archäologen um Tom Stein, der zunächst einfach nur das Rätsel um den Fund lösen möchte, für den die Suche nach der Wahrheit aber im Laufe der Geschichte zur Suche nach dem inneren Frieden wird. Auch die Institution Kirche kommt hier nicht so stereotyp weg wie in so manch anderem Roman. Es ist auch hier nicht alles Gold was glänzt aber Ulrich Hefner schafft im Gegenzug Figuren, die dort nicht nach Macht streben sondern an das Wohlergehen und den Weiterbestand glauben und dieses Ziel ohne Gewalt erreichen wollen.

Schritt für Schritt löst Ulrich Hefner das Rätsel um den Kreuzritter und sein Vermächtnis lässt die Fäden zusammenfinden und verblüfft den Leser dann doch kurz vor Ende der Geschichte noch mit einer Wendung, die man so nicht erwartet hat.

In Ulrich Hefners Buch spielt auch der Glauben eine Rolle, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Auch hier stellt sich die Frage, was wäre, wenn sich beweisen ließe, dass es den Christus, wie ihn die Kirche darstellt, so nie gegeben hat. Kurz vor Ende des Buches gibt es eine Passage, in der Ulrich Hefner einem der Protagonisten einen Denkanreiz gibt und gleichzeitig hat man das Gefühl, der Autor spricht in diesem Moment auch den Leser selbst an. Mir hat das sehr gut gefallen, weil ich hier als Leser selbst gefordert war, mir meine Gedanken zu machen und mich dem "Was wäre wenn" zu stellen, anstatt eine fertige Antwort geliefert zu bekommen.

Für mich ist dies definitiv eines der wirklich guten Bücher unter den Verschwörungs-Thrillern und eine klare Empfehlung für den Autor Ulrich Hefner.
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HÖRBUCH-Rezension: DIE BRUDERSCHAFT CHRISTI, von Ulrich Hefner, gelesen von Jürgen Holdorf
Hörbuch-Download ungekürzte Lesung Gesamtlaufzeit ca. 17 h (1000 min.!) erschienen bei RADIOROPA Hörbuch,
Dieses Hörbuch gibt es auch im Format Audio-CD (14 CDs)-> Die Bruderschaft Christi und im mp3-Format (2 mp3-CDs)-> Die Bruderschaft Christi (2 MP3-CDs)

Das Fazit zuerst: Insgesamt ein spannendes und extrem lange anhaltendes Hörvergnügen. Dabei ist die nicht völlig taufrische Kirchen- und Bruderschafts-Verschwörung nicht ausschlaggebend für meine Gesamtbewertung, nein, vor allem dem hervorragenden Vortrag von Jürgen Holdorf ist es zu verdanken, dass ich der Geschichte über die Gesamtlänge von 17 Stunden mühelos folgen konnte - der mir mit seinem Interpretation dieses Thrillers etliche Stunden spannend untermalt hat.

Rätselhafte Morde an Kirchenmännern beschäftigen den bayrischen Kriminalbeamten Stefan Bukowski und seine junge Kollegin Lisa Herrmann. Ein faszinierender Fund beschäftigt ein Team von Ausgrabungsexperten in der Nähe von Jerusalem: Die Gebeine eines Kreuzritters - mitsamt einer (vermutlich hochbrisanten!) Grabbeigabe. Das alles ruft nicht zuletzt den Vatikan sondern vor allen Dingen eine mysteriöse Bruderschaft auf den Plan!
Neben den Morden in Oberbayern, passieren auch in Jerusalem, merkwürdig viele Unfälle und dann verschwindet der Professor Chaim Raful, mitsamt der erwähnten Grabbeigabe, spurlos. Nicht völlig spurlos, nein, denn seine Kollegen, allen voran Tom und Moshe, folgen den vagen Spuren nach Deutschland; wo sich letzten Endes die Fäden der Handlung verknüpfen. Man darf gespannt sein, was das gefundene Manuskript zu offenbaren in der Lage ist, um - nichts Geringeres als der Weltfrieden ist schließlich (laut Klappentext am Hörbuch-Cover!) in Gefahr.
Nun ja. Ganz so brisant wirk Ulrich Hefners Konstrukt nun nicht auf mich. Die Parallelen zu Martina Andres Gegenpäpstin oder gar Dan Browns Sakrileg sind nicht von der Hand zu weisen, doch weder findet sich in DIE BRUDERSCHAFT CHRISTI ein direkter Blutsverwandter von Jesus von Nazareth, noch ein überzeichnet-abstraktes Genie als Ermittler, der mit Überschall zwischen den Handlungsorten herum düst. Dafür spielt der Orden der Templer und, wie der Titel schon sagt, eine geheime Bruderschaft, eine Rolle. Die tragende Rolle der Story übernehmen der bodenständige bayrische Ermittler Stefan Bukowski und die beiden Ausgrabungsexperten, mit Tom Stein noch einer davon Deutscher, die den verschwundenen Professor und die brisanten Schriften suchen. Die Brisanz des Fundes blieb leider etwas auf der Strecke, weil etwas zu spät in die Handlung eingeflochten, dafür dann gegen Ende der Handlung noch eine kleine Wendung/ Überraschung.
Dem Hörbuch hätte wohl auch eine verkürzte Version gut gestanden, doch wer auf der Suche nach einem lange anhaltenden Hörvergnügen ist und seine Freude an einer ordentlich konstruierten Verschwörungs-Geschichte hat, der sollte sich durchaus selbst überzeugen.

Wenn Ihnen die Rezension gefallen hat, oder geholfen hat, würde ich mich über eine Bewertung sehr freuen.
Nur auf diese Art kann der Rezensent erfahren, ob die Mühe sich gelohnt hat. - Dankeschön!
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am 8. März 2011
Bei Ausgrabungen in Jerusalem findet das Team um den exzentrischen Chaim Raful, seit Jahren als erbitterter Gegner der katholischen Kirche bekannt, nicht nur einen antiken Teller, auf dem etwas dargestellt ist, das die Geschichte von Jesus Christus, wie sie die Kirche lehrt, widerlegen könnte, sondern auch das Grab eines Tempelritters und darin eine alte Schriftrolle. Wenig später verschwindet Chaim und die Rolle mit ihm, während es im Umfeld des Archäologenteams zu mysteriösen Unfällen kommt.

Ungefähr zeitgleich in Bayern: der grummelige, zynische Kommissar Stefan Bukowski und seine junge Kollegin Lisa Herrmann ermitteln in zwei Fällen, bei denen ein alter Mönch in Ettal und der Küster der Wieskirche brutal getötet wurden. Auch der Pfarrer der Wieskirche ist kurz zuvor gestorben, offiziell bei einem Unfall, doch bei näherem Hinsehen finden sich dort einige Ungereimtheiten.

Während Bukowski und Lisa auf internationale Verwicklungen stoßen, lassen die Unglücksfälle in Israel Tom Stein aus der Grabungsmannschaft keine Ruhe, und er versucht, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. In Rom läuten derweil die Alarmglocken auf den höchsten Ebenen im Vatikan, denn das, was Rafuls Team entdeckt hat, könnte die Daseinsberechtigung der Kirche vollkommen in Frage stellen.

Mal wieder ein Kirchenthriller. Man gibt die Hoffnung ja nicht auf, irgendwann mal wieder auf einen wirklich spannenden zu stoßen, wenn die Verschwörungstheorie darin auch abstrus sein mag. Leider hat Ulrich Hefner diese Hoffnung für mich nicht erfüllen können.

Der Ansatz ist nicht schlecht, wenn auch nicht direkt neu. Alte Dokumente mit brisantem Inhalt, der geheimnisumwobene Vatikan, die Tempelritter und ein sympathischer Archäologe, der die seltsamen Vorfälle nicht auf sich beruhen lassen will, sind schon die richtigen Zutaten, doch die Figuren bleiben weitgehend hölzern, die Dialoge steif und so richtige Spannung kam für mich auch nicht auf. Das Buch wirkt wie der krampfhafte Versuch, ein deutscher Dan Brown zu werden, was aber nicht gelingt. Brown mag kein großer Literat sein und seine Bücher inhaltlich Blödsinn, aber immerhin konnte er mich fesseln. Hefner kriegt das nicht hin. Die einschlägigen Versatzstücke eines Verschwörungsthrillers werden zwar aneinandergereiht, die üblichen Cliffhanger und Ortssprünge sind auch zu finden, aber der Funke springt nicht wirklich über, vieles ist vorhersehbar. Hinzu kommt, dass Bukowski mir ziemlich unsympathisch war (und dann auch noch diese dämliche Affäre mit seiner Kollegin und ein ziemlich schmalziger Schluss).
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Mein Interesse an diesem Buch wurde durch die erwähnng der "Tempelritter" geweckt - und ich wurde nicht enttäuscht!
Durch die sehr schnellen Schnitte, mit denen U.Hefner die zu Anfang des Buches vorhandenen 4-5 Storylines langsam miteinander verbindet, reißt der Spannungsbogen eigendlich nie ab.
Das Gesamtwerk erinnert stark an Dan Browns "Illuminati".
Besonders auffällig ist die liebevolle Zeichnung des Ermittlerduos, in denen man sich zum Teil wiederfinden kann.
Sehr erfreut war ich über Hefners Idee zum Thema "das Große Geheimnis der Templer". Seine Interpretation ist für mich die bisher schlüssigste These, die ich bisher zu diesem Thema gelesen habe.
Selbst der Plot ist so gut gelungen, das ich mir einfach vorstellen will- sollte es jemals zu solchen Funden kommen, bzw. sollten Diese wirklich einmal vollständig an die Öffentlichkeit gelangen- dass die Gesamtgeschichte so ablaufen würde.
Negativum ist für mich die (langsam sehr ausgezehrte), Geschichte vom Geheimbund innerhalb der Kirche (sicher mag es möglich sein, aber traurig genug ist diese Behauptung schon, gerade für die Kirche selbst).
Kurzum, ein sehr guter Spannungsroman, der interessante Geschichtsbezüge beinhaltet!
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am 28. Juli 2015
Hervorragend erzählt. Gute Stimme und ein unglaublich guter Krimi. In dieser Erzählungfiebert man mit. Es läuft ab wie im Film.
Sehr empfehlenswert! Wäre auch gut als Filmvorlage!
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