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am 14. Mai 2017
Toller Film! Hatte ihn noch auf Video und habe ihn jetzt noch einmal auf DVD bestellt. Ich schaue ihn immer wieder gerne, sehr gute Schauspieler, spannend vom Anfang bis zum Ende.
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am 6. August 2017
Nach wie vor ,super.
Das Ende ist die Pointe.
Alec Guinness vermittelt Glaubhaft die Britische Mentalität.
Zwischendurch sind sehr strake Carakterszenen.
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am 25. Januar 2016
guter Film, Klassiker! Man muss dem Film halt mögen oder sich darauf einlassen können. Mit heutigen Filmen nicht vergleichbar, eben ein Klassiker!
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am 14. September 2013
Ein weiterer Beweis für die Erkenntnis: Bei Übertragungen auf Blu-ray, sind oftmals ältere Filme die besten.

"Die Brücke am Kwai" kam 1957 in die Kinos. Manchmal liest man in HD-Blu-ray-Foren, ein Film sähe billig oder körnig aus, nur weil er aus Zeiten vor HD stamme. Man schaue sich nun die Blu-ray von "the Bridge on River Kwai" an, um sofort zu erkennen, dass eine solche Aussage blanker Unsinn ist. David Leans Film kommt in einer grandiosen Auflösung daher, dank einem originalen Master in perfekter Qualität. Ja, man kann sogar sagen, dass die Blu-ray - dank modernster Restaurierungs-Techniken - bisweilen das Original noch übertrifft. Oder anders gesagt: der damalige Kinogänger hatte nur bei wirklich hervorragender Projektionsqualität in einem Kino den optischen Genuss, den die Blu-ray-Disc vermittelt.

Einzig in den Anfangssequenzen konnte offenbar nicht auf optimales Ausgangsmaterial zurückgegriffen werden. Hier erscheint das Bild manchmal etwas körniger als bei späteren Szenen. Aber man lasse sich davon nicht abhalten. Sobald die Truppe im Lager einmarschiert ist, gibt es nichts mehr zu kritisieren: man kann nur noch staunen.

Auch der Ton wurde hervorragend restauriert. Surround-Effekte werden geschmackvoll und sparsam eingesetzt und nur dort, wo sie auch wirklich passen.
Kaufempfehlung!
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TOP 1000 REZENSENTam 30. November 2008
Mit "Bridge on River Kwai" legte David Lean den Grundstein zu seinem legendären Ruf als erfolgreichster Regisseur aller Zeiten, erst in den 70ern wurde er durch das Wunderkind Spielberg in Sachen Kommerz abgelöst.
Lange vor diesem legendären epischen Kriegsfilm war Lean bereits etablierter britischer Filmemacher, der sich mit wunderbaren Filmen wie "Begegnung", "Geheimnisvolle Erbschaft" und "Oliver Twist" einen exzellenten Ruf erarbeiten konnte.
Im "Making of" wird darauf hingewiesen, dass Lean vor allem des Geldes wegen sich den amerikanischen Grossproduktionen zuwandte und "Bridge on River Kwai" war der Auftakt.
Ein Welterfolg, sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik - Oscar als Bester Film, Regieoscar für Lean, Alec Guinness als bester Hauptdarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Schnitt, Beste Musik...der Colonel Bogey Marsch, den die britischen Soldaten beim Einmarsch ins Lager pfiffen, wurde ein Welterfolg in den Hitparaden.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Pierre Boulle. Gedreht wurde in Sri Lanka und Lean zeigt den Horror des Krieges, ähnlich wie Terence Malick Jahrzehnte später in "Der schmale Grat" in einer paradiesisch wirkenden Umgebung. Sein Filme sind vor allem durch wunderbare Bilder für die Ewigkeit gekennzeichnet.
Porträtiert wird eine Gruppe britischer Inhaftierter in einem japanischen Kriegsgefangenenlagers in Thailand, die dazu gezwungen werden, eine Eisenbahnbrücke aus Holz zu errichten.
Diese Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, die Brücke war der geplante Teil einer Eisenbahnstrecke, um die thailändische und birmanische Eisenbahnlinie von Bangkok nach Rangun zu verbinden, Birma war von den Japanern besetzt.
Der erste Teil des Films handelt von dem Konflikt des britischen Offiziers Nicholson (Alec Guinness) mit dem Lagerkommandanten Saito (Sessue Hayakawa), der den Bau der Brücke mit aller Macht und Brutalität vorantreiben möchte und entgegen den Genfer Konventionen auch die britischen Offiziere zur Zwangsarbeit heranziehen möchte. Diesem Ansinnen widersetzt sich Nicholson, der Zeitplan für die Fertigstellung der Brücke gerät immer mehr in Gefahr, der Konflikt eskaliert immer mehr. Nicholson ist stur und nimmt selbst persönliche Repressalien in Kauf, um die Würde und Stolz der britischen Armee zu wahren.
Im Machtkampf hat Nicholson den längeren Atem, setzt sich schließlich durch und die Offiziere werden von der schweren körperlichen Arbeit befreit - arbeiten allerdings fortan als Macher der Brücke mit. Nicholson und seine Männer werden von dieser Arbeit an der Brücke aber so stark inspiriert, der Mannschaftsgeist so stark gefördert, dass die Aufgabe zu Höchstleistungen führt und das logistisch und strategisch zum Kriegsgewinn geschaffene Werk des Feindes auch bei den Erbauern einen berauschenden Stolz auslöst.
Der amerikanische Kriegsgefangene Shears (William Holden), dem Wochen vorher als einem der wenigen der Ausbruch aus diesem Gefangenenlanger im Dschungel gelang, wird fast zeitgleich von einem Major Warden (Jack Hawkins) angeheuert diese Brücke zu sprengen. Gemeinsam mit dem jungen unerfahrenen Leutnant Joyce (Geoffey Horne) und einigen burmesischen Trägerinnen brechen sie zum Himmelfahrtskommando auf...
David Lean ist ein grosser Film über den Dschungelkrieg geglückt, der noch heute überzeugen kann. Überwältigende Dschungelbilder in herrlichen Farben und eine facettenreiche, bravouröse Leistung von Alec Guinness als Sonderling, hin- und hergerrissen zwischen Held, Märtyrer und Narr, stur beim Einhalten von militärischer Disziplin, aber auch hart und zäh in Ausdauer, selbst die härteste Folter aus Prinzip auf sich nehmend und der am Ende für seine Männer eine Art "Sieg" erzielen kann. Am Ende ein Besessener, zu fast allem fähig....selten war ein Oscar als bester Schauspieler des Jahres so gerechtfertigt wie hier.
Ganz grosses Kino.
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am 16. November 2010
Davon ausgehend, dass der Leser den Film kennt, möchte ich mich nur kurz zur Umsetzung der Bildqualität äußern.
Leans Meisterwerk(e) sind, wie William Wylers Filme, für Blu ray prädestiniert, wie kaum andere Werke aus dieser Zeitspanne des Breitwandfilms.

Ein wenig war ich doch von der Optimierung des Bildes enttäuscht. Natürlich, die Beste "Brücke am Kwai" die es bisher gab und das keine Avatar-Glatt-Kopie über den 50Zöller flimmerte, dies war mir schon vor dem Einlegen der Disk bewusst. Das typische Filmkinokorn mit einer knisterfreien -zum Glück- Altsynchro, wurde da mit allerhand Extras für den verhältnismäßig kleinen Preis auf dem boomenden Blu ray-Markt veröffentlicht. Der DTS-Ton ist zwar auf den Spuren vorhanden, erbringt aber (natürlich wegen des Alters) keinen Wow-Effekt. Soll heißen, der Subwoofer bleibt stehen, wenns Brückerl gesprengt. Und von digitaler Soundabmischung über die einzelnen DTS-Kanäle kann kaum die Rede sein. Also, da sollte keiner ein King-Kong-Dschungel-Effektfeuerwerk erwarten; hat der Film auch gar nicht nötig. Hier ist also "nur" ein sauberer (Alt)Ton zu hören, ohne großen Vorne-links-hinten-rechts-Schnickschnack.
Nochmals zurück zum Bild. Hab' da doch einen Tick mehr Brillanz erwartet.

Alles in allem jedoch Kritik auf hohen Niveau, für den 1957 gedrehten Ausnahmefilm. Mehr lässt sich -vielleicht- aus einer 35 mm Kopie (die damals kursierenden 70 mm Kopien wurden im "Blow Up-Verfahren" aufgezogen; Originalnegativ war 35 mm) dieser Zeit nicht herausholen.
Warte ich natürlich gespannt auf den nächsten Highlight, die Lawrence-Umsetzung, da Lean diesen Film ja im echten 70mm (65mm) abgedreht hat. Da müsste einem dann auf Blu ray wirklich die Spucke wegbleiben.

Fazit:
Für alle Lean- und Brücke-am-Kwai-Fans natürlich absoluter Blu-ray-Kaufzwang. Nie war Alec Guinness hübscher und William Holdens Schweißperlen glitzernder.(-:
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am 28. März 2014
Zwei Worte, mit denen Dr. Clipton (James Donald) die Sinnlosigkeit des Krieges beschreibt und die "Brücke am Kwai" von David Lean endet. Der sein Meisterstück nach dem Roman von Pierre Boulle inszenierte.

Im Gefangenenlager ist Commander Shears (William Holden), eigentlich ein gewöhnlicher Matrose, zum Zyniker geworden, der Mitgefangene mit den Worten - "Er krepierte an Beri-Beri im Jahre des Herrn 1943, zum höheren Ruhm ...." - begräbt. Um den Arbeitsalltag im Lager zu entgehen, hat er sich einen Platz im Krankenlager erschlichen. Wo er beobachtet, wie Colonel Nicholson (Alec Guinnes) mit seiner Truppe, unter den Klängen des "Colonel-Bogey-March", ins Camp marschiert und vor der Hütte von Saito (Sessue Hayakawa) Aufstellung nimmt. Als Saito aus seiner Hütte tritt, wird Shears klar, dass hier zwei Welten aufeinander prallen. Saito - ein Soldat alter japanischer Schule und Nicholson - ein pflichtbewusster Brite. Was zu einem Machtkampf zwischen Saito und Nicholson führt, der sich auf die Genfer Konvention bezieht, das Offiziere nicht zu Arbeiten herangezogen werden dürfen. Worauf die Offiziere von Saito eingesperrt werden und Nicholson in einem Blechverschlag gesteckt wird, wo er in brütender Hitze gebrochen werden soll. Als die britischen Soldaten den Bau der Brücke sabotieren, muss sich Saito eingestehen, dass er den Termin nicht einhalten kann und lässt Nicholson wieder frei. Nach seinem Sieg über Saito, fasst dieser den Entschluss, den Japanern die Überlegenheit der britischen Armee zu zeigen.

Der Film gehört mit seinen sieben Oscars zu den absoluten Sternstunden des Kinos und erzählt eine wahre Geschichte. Während des WWII wurden Kriegsgefangene im asiatischen Raum von Japanern zum Bau zweier Brücken über den Kwai gezwungen, mit denen man Thailand und Burma verbinden wollte, um Material und Truppen transportieren zu können. Es waren eine Holz und eine stählerne Brücke, die während des Krieges von den Alliierten zerstört wurden. Die Stahlbrücke wurde wieder aufgebaut und ist heute noch in Betrieb. Der Bau der Holzbrücke im Film, dürfte in ähnlicher Form wie damals abgelaufen sein.
Nachdem Michael Wilson und Carl Foreman das Drehbuch verfasst hatten und Produzent Sam Spiegel mit Alec Guinnes, William Holden und Sessue Hayakawa die ideale Besetzung gefunden hatte, begannen im damaligen Ceylon (Sri Lanka) die Dreharbeiten. Geschichten leben von ihren Figuren und mit Nicholson und Saito treffen zwei Giganten aufeinander. Der sture, pflichtbewusste und sich überlegen fühlende Brite gegen den traditionsbewussten Saito, für den die Ehre über allen steht. Ein Machtkampf zwischen Britannien und Japan, bei dem Nicholson über seine Soldatenpflicht geht. Indem es für ihn keine Flucht gibt und vor lauter Ehrgeiz, weil er seine Überlegenheit beweisen will, dem Feind eine bessere Brücke bauen will, als dieser es könnte. Saito dagegen, steht seit seiner Niederlage dem Tod des Helden näher als dem Leben. Während Shears nur auf seinen Vorteil bedacht ist, der ihm aber zum Verhängnis wird.

David Lean musste sich einige Kritiken an seinem Werk gefallen lassen, wegen seiner Darstellung von unbedingter militärischer Pflichterfüllung, denen ich mich nicht anschließen kann. Denn die Tragödie beginnt bereits mit Shears, der seine Freiheit aufgeben muss und zum Todeskommando gezwungen wird. Wer das Ende sieht, muss erkennen, dass die Überheblichkeit von Nicholson, der Auftrag von Saito und die Freiheit von Shears mit Tod und Zerstörung endet. Im Krieg gibt es keine Gewinner - nur Verlierer und alles war vergebens. Dies ist die Botschaft des Films und nicht des Romans, dort wird die Brücke nicht zerstört.

Anmerkungen:
Alec Guinnes erhielt den Oscar als bester Darsteller.
William Holden wurde zu einem wohlhabenden Mann, neben seiner Gage war er mit 10% am Gewinn des Films beteiligt.
David Lean wollte den "Bogey-March" mit dem Text "Hitler Has Only Got One Ball" singen lassen, was Sam Spiegel zu derbe fand.
Die Sprengung der Brücke klappte erst beim zweiten Versuch.

Die veröffentliche Blu-ray wurde mit einem klaren und sehr sauberen Bild sowie einem besseren Ton überarbeitet, so sollten alle Klassiker aussehen.
Bild: 2.55:1 16:9
Audio: Deutsch, Englisch, Französisch alle in 5.1 DTS-HD
Extras: Neu entdecktes Archivmaterial.
William Holden und Alec Guinnes in The Steve Allen Show.
Überquerung der Brücke und vieles mehr.
Kein Wendecover

Fazit: Ein Jahrhundertwerk.
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am 5. Januar 2015
[Vorsicht, Spoiler! Hier geht es zudem nur um den Film selbst.]

Ein stolzes Alter für eine Brücke, aber es sind zeitliche Dimensionen von diesem Ausmaß, in denen Colonel Nicholson (Alec Guinness) mehr und mehr denken wird, wenn es um „seine“ Brücke – oder ist es nicht doch die der Japaner? – geht. Und 600 Jahre sind zudem eine Zeitspanne, die man einem so großartigen Klassiker wie David Leans „The Bridge on the River Kwai“ aus dem Jahre 1957 nur wünschen kann.

Wir schreiben das Jahr 1943, als in einem japanischen Gefangenenlager im Dschungel Burmas ein gesamtes gefangengenommenes britisches Bataillon unter dem Befehl Colonel Nicholsons ankommt, dessen Mitglieder zwar oftmals keine Stiefel mehr haben, die aber ungebrochen den Colonel Bogey March pfeifen – der damals gebräuchliche Text, in dem man Vermutungen über den Zustand der Gemächte Hitlers und anderer Naziführer aufstellte, wäre seinerzeit wohl kaum an der Zensur vorbeigekommen. Der amerikanische Kriegsgefangene Shears (William Holden), der vom Lazarett aus, in das er sich durch Bestechung retten konnte, prophezeit, daß es diesen übermütigen Kerlen bald schlecht ergehen werde, ist gleichermaßen belustigt wie erstaunt über dieses Schauspiel. Lagerkommandant Oberst Saito (Sessue Hayakawa) hingegen freut sich über die Ankunft der britischen Gefangenen, denn er hat den beinahe unmöglichen Auftrag zu erfüllen, eine strategisch wichtige Bahnlinie zu komplettieren, indem er eine Brücke über den Kwai baut – ein Unterfangen, bei dem er schon arg in zeitlichem Verzug ist, so daß er entgegen der Genfer Konvention, die körperliche Arbeit für gefangengenommene Offiziere untersagt, auch die britischen Offiziere zum Arbeitsdienst an der Brücke verpflichtet. Hiergegen verwahrt sich Nicholson vehement, und auch nach mehrwöchiger Folter – man sperrt ihn und die anderen Offiziere in kleine von der unbarmherzigen Sonne beschienene Verhaue – ist er nicht bereit, klein beizugeben. Schließlich macht sich der in die Enge getriebene Saito den Jahrestag des japanischen Sieges im Krieg gegen Rußland 1905 zunutze, um ohne Gesichtsverlust eine Generalamnestie auszusprechen, unter die er auch seine Forderung nach Arbeitsdienst für die Offiziere fallen läßt. Nicholson inspiziert nun die Baustelle und bemerkt, daß sich die Moral der britischen Soldaten während der halbherzigen Arbeit stark aufgelöst hat. Er weiß zwar, daß die fertiggestellte Brücke die Kriegsbemühungen der Japaner unterstützen würde, doch er sieht in dem Bau auch eine Gelegenheit, seinen Männern eine Aufgabe zu geben, sie von bloßen Gefangenen wieder zu disziplinierten Soldaten zu machen und gleichzeitig einen Beweis für die zivilisatorische Überlegenheit der Briten über die Japaner abzulegen. Also macht er sich daran, die Brücke besser zu bauen, als es die Japaner seiner Ansicht nach je vermocht hätten und, wenn möglich, auch den Zeitplan Saitos dabei einzuhalten.

Unterdessen ist es Shears gelungen, aus dem Gefangenenlager zu entfliehen und auch – wider alle Wahrscheinlichkeit – den Weg aus dem Dschungel zu finden. Aufgrund seiner Kenntnisse der geographischen Gegebenheiten wird er allerdings für die Briten interessant, die vom Brückenbau am Kwai erfahren haben und eine Sabotage der Brücke planen. Da sich Shears seinerzeit den Rang eines Majors erschlichen hat, um sich bei den Japanern besserer Haftbedingungen zu versichern, überstellt ihn die US-Armee nun den Briten, so daß er keine Wahl hat, als zusammen mit dem draufgängerischen Major Warden (Jack Hawkins), dem schüchternen Lieutenant Joyce (Geoffrey Horne) und einem weiteren Soldaten an den Ort seiner Gefangenschaft zurückzukehren, um dort die Brücke zu sprengen. Das Kommando kommt just an dem Tag, an dem Nicholson zu seiner größten Befriedigung die Brücke fertiggestellt hat, am Lager an und bereitet die Sprengung vor, die in dem Moment stattfinden soll, da ein japanischer Zug mit Honoratioren die Brücke zu ihrer Einweihung überqueren soll. Kurz vor der Sprengung bemerkt Nicholson allerdings – der Fluß ist über Nacht gesunken, so daß die Sprengkabel sichtbar sind – die Zeichen des Anschlags, den er unbedingt verhindern will. Er alarmiert Colonel Saito und enttarnt Joyce, wobei ihm schließlich klar wird, was er gerade zu tun im Begriff ist. Vom anderen Ufer aus beschießt Warden mit einem Mörser die Männer am Sprengkasten, und Nicholson fällt, tödlich getroffen, genau auf den Auslöser, so daß die Brücke gerade in dem Moment in die Luft fliegt, in der der Zug den Fluß überquert. Der Sabotageauftrag ist erfüllt, doch Warden erschießt auch, eingedenk seines Auftrages, niemanden lebend in die Hände des Feindes fallen zu lassen, Joyce und Shears, bevor er schließlich angewidert seine Waffen wegwirft. Inzwischen ist der Militärarzt, Major Clipton (James Donald), herbeigeeilt, der angesichts des Bildes der Zerstörung und des Todes nur die Worte: „Madness … madness … madness!“ ausstößt.

„The Bridge on the River Kwai“ ist nach Meinung des Rezensenten einer der besten Kriegsfilme, die je gedreht worden sind, denn er vermeidet, anders als Leans späteres opus magnum „Lawrence of Arabia“ (1962) konsequent jegliche Glorifizierung und Dämonisierung und hat wohl nicht zuletzt deshalb von Kritikern und Zuschauern auch ein gerüttelt Maß an Kritik einstecken müssen, weil es ihm an Historizität gebreche und er die Leiden der alliierten Gefangenen in den japanischen Lagern nicht angemessen darstelle. Man hatte sich wohl einen brutaleren Lagerkommandanten als den von Hayakawa dargestellten Saito gewünscht. Dies ist natürlich aus Sicht amerikanischer Veteranen verständlich, doch hätte dies auch einen Gutteil der Aussagekraft des Filmes zugunsten patriotischer Selbstbeweihräucherung, für die das amerikanische Kino doch immer gut ist, zunichte gemacht. Saito ist kein böser Mensch, sondern ein Offizier, für den zwar nicht westliche Verhaltensmaßstäbe – verächtlich schlägt der Nicholson die Genfer Konvention aus der Hand –, wohl aber die Regeln des Ehrenkodex des Bushido gelten. Ist die Brücke nicht zum festgesetzten Termin fertig, bleibt ihm nichts anderes übrig, als den ritualisierten Freitod zu wählen. So läßt Lean den Zuschauer teilhaben an der Verzweiflung des Lagerkommandanten, der gegenüber der kühlen Intransigenz Nicholsons machtlos ist und der trotz seines dreijährigen Aufenthalts in London kein Verständnis für das Wesen der Engländer aufzubringen vermag: „I hate the British! You are defeated but you have no shame, you are stubborn but you have no pride, you endure but you have no courage.”

Wir können Saitos Verständnislosigkeit für Nicholson zum Teil sogar nachvollziehen, denn auch der Amerikaner Shears, ein Pragmatiker, für den nur das Überleben wichtig ist – naja, und auch das gute, angenehme Leben, das er sich zu sichern suchte, indem er nach seiner Flucht weiterhin seinen falschen Offiziersrang behielt – hält Nicholson für einen Sonderling mit verschrobenen Ansichten. Schon zu Beginn der Handlung, als er einen an Entkräftung gestorbenen Offizier beerdigt, mischt er in seine Leichenrede unverhohlen seinen Spott über die Sinnlosigkeit des Krieges, und dies – sowie sein Beharren darauf, den verwundeten Warden trotz dessen Befehls nicht einfach so zum Sterben im Dschungel zurückzulassen – könnte ihn für den Zuschauer zum Sympathieträger werden lassen, wäre da nicht sein prinzipienloser Zynismus.

Am komplexesten – und mit einem erstklassigen, wandlungsfähigen, hinter seinen Figuren als Typ stets zurücktretenden Mimen wie Guinness geradezu perfekt besetzt – erscheint unter diesen drei komplexen Figuren denn doch Colonel Nicholson. Wenn zu Anfang die britischen Soldaten besiegt, aber ungebrochen, in das Lager einrücken, macht Lean mit diversen close-ups auf das zerschlissene Schuhwerk den abgerissenen Zustand der Truppe deutlich, doch pfeifen gerade diese Männer unverdrossen den schmissigen britischen Militärmarsch, der dann einen Moment lang von nicht-diegetischer Orchestermusik untermalt wird – ein Zeugnis für menschlichen Stolz und menschliche Zuversicht und für Zusammengehörigkeitsgefühl, Eigenschaften, die Nicholson in seinen Männern aufrechterhält. Seine Weigerung, die Offiziere arbeiten zu lassen, und seine Bereitschaft, sich selbst und andere für diesen Entschluß leiden und sogar sterben zu lassen, sowie seine offen zur Schau gestellte Überzeugung, Vertreter einer überlegenen Kultur zu sein, deren Qualität er hier im Dschungel unter Beweis stellen will, mögen Nicholson wiederum als Snob und als arroganten Imperialisten erscheinen lassen, doch mit dem Bau der Brücke denkt er auch an die Zeit nach dem Krieg: „One day the war will be over. And I hope that the people that use this bridge in years to come will remember how it was built and who built it. Not a gang of slaves, but soldiers, British soldiers, Clipton, even in captivity.” Zwar schwingt auch hier der Vorsatz mit, den Asiaten ein Verständnis von der Qualität des Holzes zu geben, aus dem die Briten geschnitzt sind, doch wird in Nicholsons letzer Ansprache vor den Männern deutlich, worum es ihm eigentlich geht, wenn er sagt: „But one day - in a week, a month, a year - on that day when, God willing, we all return to our homes again, you're going to feel very proud of what you have achieved here in the face of great adversity. What you have done should be, and I think will be, an example to all our countrymen, soldier and civilian alike. You have survived with honor - that, and more - here in the wilderness. You have turned defeat into victory. I congratulate you. Well done.”

Der Brückenbau ist für ihn ein Mittel, sich selbst und seinen Leuten ihre Menschlichkeit, ihren Stolz und ihre Würde zu bewahren, indem sie eine Arbeit so gut verrichten, wie sie es eben vermögen, indem sie etwas von Dauer schaffen. Daß die Brücke im Krieg von den Japanern genutzt wird und den Bemühungen seiner eigenen Seite im Krieg unter Umständen abträglich sein könnte, übersieht Nicholson hier allerdings, und vielleicht ist es ihm an dieser Stelle auch nicht wichtig. In einem sehr intimen Moment, den Lean zum Leidwesen Guinness‘ so filmte, daß der Colonel mit dem Rücken zum Zuschauer spricht (paradoxerweise wird der Moment dadurch aber umso eindringlicher), wird allerdings auch deutlich, daß der Colonel die Brücke nicht zuletzt für sich selbst gebaut hat – als dauerhaftes Monument eines Lebens, in dem er ansonsten nichts Dauerhaftes hinterlassen hat.

Und nun wird dieses Monument des Überlebenswillens und des individuellen Stolzes aus kriegstaktischen Gründen wiederum zerstört, was den Colonel in einen Zwiespalt bringt: Einerseits muß er als Soldat und Offizier natürlich diese Zerstörung unterstützen, andererseits ist ihm am Erhalt „seiner“ Brücke gelegen. Lean fängt dieses Dilemma sehr gut ein, indem er die Zerstörung der Brücke durch den Colonel ambivalent läßt und wir uns fragen, ob er nur zufällig auf den Auslösemechanismus fällt oder ihn aber mit seiner letzten Kraft anvisiert. Auf jeden Fall ist die Zerstörung der Brücke mit der Zerstörung des Lebens des Colonels gleichzusetzen, und die letzten Worte, die im Film gesprochen werden – von dem Arzt, der uns Zuschauer mit seiner skeptischen Distanz vertritt –, sind ein angemessener Kommentar des Bildes sinnloser Zerstörung, mit dem uns dieser Film zurückläßt.

Wir fragen uns unter Umständen, welche Art der Pflichterfüllung denn die absurdere sei? Die des Colonel Nicholson, dem es bei aller Orientierung an Idealen von Britishness, die uns fragwürdig erscheinen, um das Überleben seiner Männer in Würde unter widrigsten Umständen ging? Oder die des Majors Warden, der aus sicherer Entfernung eingedenk eines Befehles die zwei Männer erschießt, mit denen er so viel durchgemacht hat und die ihn trotz des Befehles nicht zurückließen?

Vielleicht hat aber auch Shears recht mit seinem lockeren Zynismus? Dies könnte die Tatsache andeuten, daß Lean am Ende das Anfangsbild in hehren Lüften kreisender Vögel wiederaufgreift, das uns zuzuraunen scheint, daß aus der Perspektive eines Adlers betrachtet alles menschliche Streben und Hoffen, jeglicher menschliche Kampf nur eine Facette jener unverständlichen und letztlich auch unbedeutenden Comédie humaine sei.
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am 21. September 2008
Klar - dieser Film ist ein MEILENSTEIN der Filmgeschichte!
Einer der BESTEN Hollywoods! - Gehört ins Regal! - Kann man immer mal wieder sehen! 5 Sterne

Bewertung DVD
5 Sterne = Film mit Trailer und reichlich Bonusmaterial! 2 DVD!
5 Sterne = Bild-Qualität
4 Sterne = Preis

Bewertung Film
5 Sterne = Story
5 Sterne = Darsteller
5 Sterne = Original-Länge
5 Sterne = Soundtrack > EINMALIG und UNVERWECHSELBAR <
5 Sterne = dt.Synchronisation

Jahrzehnte später erst gab's eine Fortsetzung : Rückkehr vom River Kwai
dieser Film setzt da an wo Die Brücke aufhört ! Obwohl mit anderen Schauspielern
eine absolut gelungene Fortsetzung die man unbedingt zur Brücke haben muss !

und ein weiterer Tip > To End all Wars - Die wahre Hölle am River Kwai > lohnt sich !
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am 5. Oktober 2016
Ich habe diese DVD als Geburtstagswunsch gekauft und damit dem Geburtstagskind eine Freude gemacht. Das war Sinn und Zweck der Sache.
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