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Die Brücke vom Goldenen Horn (KiWi) Taschenbuch – 1. Januar 2002

3.6 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ganz einfach: ein großes Buch ... Damit ist die deutsche Literatur über den Bosporus gegangen – und reich beschenkt zurückgekehrt.« (Wolfram Schütte, Frankfurter Rundschau)

»Wenn die Welt nach der Lektüre eines Buches anders aussieht [...] muss ein sprachmächtiger Autor am Werk gewesen sein. Oder eine Autorin wie Emine Sevgi Özdamar.« (Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung)

»Özdamar gleitet im Meer der Geschichten dahin: zwischen archaischen Mythen und modernem Slang, zwischen Innen- und Außenwelt, zwischen Ernst und Humor, zwischen Orient und Okzident.« (Christiane Schott, Neue Zürcher Zeitung)

»Ein wunderbarer Roman mit herrlichen Findungen.« (Hellmuth Karrasek im Literarischen Quartett)

»Ein Buch wie ein fliegender Teppich [...] wie ein Märchen aus tausendundeiner Nacht.« (El Pais)

»Kein türkischer Autor – schon gar nicht eine Autorin – hat jemals zuvor etwas Vergleichbares geschrieben.« (Times Literaray Supplement (International Book of The Year 1994))

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Emine Sevgi Özdamar, geboren 1946 in der Türkei.Mit 12 Jahren erste Theaterrolle am Staatstheater Bursa im Bürger als Edelmann von Molière.1965 bis 1967 Aufenthalt in Berlin, Arbeit in einer Fabrik.1967 bis 1970 Schauspielschule in Istanbul.Erste professionellen Rollen in der Türkei als Charlotte Corday im Marat-Sade von Peter Weiss und als Witwe Begbick in Mann ist Mann von Bert Brecht.1976 an der Volksbühne Ost-Berlin.Mitarbeit bei dem Brecht-Schüler und Regisseur Benno Besson und bei Matthias Langhoff.1978 bis 1979 Paris und Avignon.Mitarbeit an Benno Bessons Inszenierung Kaukasischer Kreidekreis von Bert Brecht. Aufgrund der vorangegangenen Theaterarbeit Doktorandin an der Pariser Universität Vincennes.1979 bis 1984 Engagement als Schauspielerin beim Bochumer Schauspielhaus unter der Intendanz von Claus Peymann.Im Auftrag des Schauspielhauses Bochum entstand ihr erstes Theaterstück Karagöz in Alemania, erschienen im Verlag der Autoren, Frankfurt. 1986 im Frankfurter Schauspielhaus unter eigener Regie aufgeführt.Verschiedene Theaterrollen:Lieber Georg von Thomas Brasch, Regie Karge/Langhoff; Mutter von Bert Brecht; Weihnachtstod, Buch und Regie Franz Xaver Kroetz, Kammerspiele München; Im Dickicht der Städte von Bert Brecht, Freie Volksbühne Berlin; Faust, Regie Einar Schleef, Frankfurter Schauspielhaus; Die Trojaner von Berlioz, Regie Berghaus, Frankfurter Oper; Drei Schwestern von Anton Tschechow, Théâtre de la Ville, Paris, Regie Matthias Langhoff, Die Troerinnen von Euripides, Théâtre Amandière, Paris, Regie Matthias Langhoff.Verschiedene Filmrollen:Darunter Freddy Türkenkönig , Regie Konrad Zabrautzky; Yasemin, Regie Hark Bohm; Airport, Rückflug nach Teheran, Regie Werner Masten; Eine Liebe in Istanbul, Regie Jürgen Haase; Happy Birthday, Türke, Regie Doris Dörrie; Die Reise in die Nacht, Regie Matti Geschonneck.Seit 1982 freie Schriftstellerin.
Bibliographie
1982 erstes Theaterstück Karagöz in Alemania, erschienen im Verlag der Autoren, Frankfurt.
1991 zweites Theaterstück Keloglan in Alemania, die Versöhnung von Schwein und Lamm, Verlag der Autoren, Frankfurt.
2001 drittes Theaterstück: Noahi, Verlag der Autoren, Frankfurt. Noahi bearbeitet die Arche-Noah-Geschichte im Rahmen des Projektes Mythen für Kinder und wird im Frankfurter Schauspielhaus uraufgeführt.
Erster Erzählband Mutterzunge, Rotbuch-Verlag, 1990.
Der Erzählband Mutterzunge gehört zu den Best Books of Fiction published 1994 in America (Publisher’s Weekly).
Erster Roman Das Leben ist eine Karawanserei hat zwei Türen aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, 1992Der Roman erscheint außer in Deutschland auch in Frankreich, England, Griechenland, Katalonien, Finnland, den Niederlanden, Spanien, Polen, der Türkei, Norwegen und Kanada.
Ingeborg Bachmann Preis 1991
Walter Hasenclever-Preis 1993
Stipendium des Deutschen Literaturfonds 1992
New York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds 1995
International Book of the Year, London Times Literary Supplement, 1994
Zweiter Roman Die Brücke vom Goldenen Horn, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, 1998 (auch als KiWi 554)
Arbeitsstipendium der Landeshauptstadt Düsseldorf
Adalbert von Chamisso-Preis 1999
Preis der LiteraTour Nord 1999
Im Frühjahr 2001 erschien ihr neuer Erzählband Der Hof im Spiegel
Künstlerinnenpreis des Landes NRW im Bereich Literatur / Prosa, 2001
Dritter Roman Seltsame Sterne starren zur Erde, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2003
Literaturpreis der Stadt Bergen-Enkheim, Stadtschreiberin 2003
Erhielt am 21. November 2004 den Kleist-Preis
Kunstpreis Berlin 2009 des Landes Berlin, von der Sektion Literatur der Akademie der Künste als Fontane-Preis verliehen 
Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille 2010


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Kundenrezensionen

3.6 von 5 Sternen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Vor einiger Zeit fiel mir das Buch dann in einer Buchhandlung ist die Hände und lag nun ziemlich lange ungelesen herum.

Zweimal habe ich es bereits angefangen zu lesen und war stets begeistert von dem Anfang, der wunderbar witzig und poetisch daherkommt und mit großer Sprache und vielen kleinen inhaltlichen Finten überzeugt.

Dieser erste Teil erzählt die Geschichte der Hauptperson, einer jungen Türkin, die mit 18 Jahren nach Deutschland kommt, um in einer Berliner Fabrik für Radiolampen zu arbeiten. Sie berichtet mit viel Humor über diese ersten Erfahrungen in Deutschland, über ihre Versuche, die Stadt zu verstehen, über die anderen Frauen, die mit ihr im „Frauenwonaym“ leben. Auch ihre ersten Kontakte mit den „Deutschen“ werden berichtet und alles in allem ist dieser Teil wirklich nett.

Schließlich endet der Arbeitsvertrag und die Protagonistin kehrt in die Türkei zurück, um in Istanbul Schauspiel zu studieren und sich der kommunistischen Studentenbewegung anzuschließen, der sie auch schon in Deutschland angehört hat. An dieser Stelle sollte man vielleicht noch erwähnen, dass man die Geschichte in den 1960/70er- Jahren ansiedeln muss.

Und an dieser Stelle gibt es auf einmal einen Bruch in dem Buch, mit dem ich absolut mit mitgekommen bin.

Nachdem die junge Frau sich den Kommunisten bzw. Sozialisten angeschlossen hat, rückt ihre persönliche Geschichte, ihre persönliche Entwicklung total in den Hintergrund. Und das, obwohl es vorher eigentlich nur um eben diese ging.

Auf einmal beschreibt die Autorin nur noch sachbuchähnlich alle Ereignisse, die man in der Studentenbewegung der Türkei verorten kann.
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Format: Taschenbuch
Wo Karawanserei endete, da setzt Die Brücke ... an. Sie beschreibt die Erfahrungen und das Erwachsenwerden einer jungen Türkin, die zuerst als Gastarbeiterin und später als politischer Flüchtling (?) und Schauspielerin nach Deutschland kommt. Dazwischen eine Episode in der Türkei als nunmehr europäisierte Heimkehrerin, die zwischen dem asiatischen und europäischen Teil Istanbuls hin- und herpendelt. Özdamar beschreibt das Leben innerhalb dieser beiden Kulturen kritisch doch zugleich voller Witz - und niemals einseitig. Wenn die Erzählerin am Ende des Romans der Türkei den Rücken kehrt, so geschieht das zu einer Zeit, da der Bau der Brücke begonnen hat, die zukünftig Asien und Europa miteinander verbinden soll. Parallel dazu versteht sich Özdamar als eine Art literarische Bruckenbauerin, die über ihre Werke Verbindungen zwischen den Kulturen schafft. Ich bin gespannt auf ihren nächsten Roman!
1 Kommentar 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Taschenbuch
Wenn man kein Wort Deutsch spricht, sieht man den deutschen Alltag abseits der Villen und Belletage anders. Man muß sich die Worte gleichermaßen erfinden, verstehen lernen, was einem fernliegend erscheint. Özdamar führt uns an den Rand der Gesellschaft, wo sich, was einst als Gastarbeiter bezeichnet, dann das Gast gestrichen und es durch Fremd ersetzt wurde, ein Auskommen, ein Leben verdient.

Es ist die Geschichte eines wachsenden Bewußtseins, des allmählichen Herausbildens eines eigenen Blicks zwischen Tradition und modernen 68er Umbruch. Es ist auch der Versuch verschiedenen Kulturen in sich zu vereinen, um sich nicht völlig entwurzelt vorzufinden. Kraftvoll in seinem poetischen Ansatz, der Sprache, der Hoffnung, es versuchen zu müssen, um nicht verloren zu gehen.
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Von Ein Kunde am 1. Juni 2000
Format: Gebundene Ausgabe
ich habe lange kein buch mehr gelesen, das zugleich witzig, sprachgenial, tiefsinnig, unterhaltend, berührend war. "die brücke vom goldenen horn" ist eines jener bücher, bei denen man sich wünscht, sie mögen nie zu ende gehen... im vergleich zu özdamar sieht die neue deutsche (pop)literatur ganz schön blass aus...
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