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Die Blechtrommel

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Produktinformation

  • Darsteller: David Bennent, Angela Winkler, Mario Adorf, Daniel Olbrychski, Katharina Thalbach
  • Komponist: Maurice Jarre
  • Künstler: Inge Heer, Hans-Dieter Schwarz, Igor Luther, Piotr Dudzinski, Franz Seitz, Suzanne Baron, Jean-Claude Carrière, Zeljko Senecic, Dagmar Niefind, Anatole Dauman, Volker Schlöndorff, Peter Beil, Eberhard Junkersdorf, Walter Grundauer, Nicos Perakis, Peter Kellerhals, Bernd Lepel
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: German (Mono)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Ages 16 and over
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 20. November 2001
  • Produktionsjahr: 1980
  • Spieldauer: 136 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen 42 Kundenrezensionen
  • ASIN: B00004T8EJ
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Danzig 1927. Der äußerst frühreife und hellwache Oskar ist gerade erst drei Jahre alt geworden. Und doch ist ihm bereits klar: Das kleinbürgerliche Leben der Erwachsenen kann und will er so nicht akzeptieren. Er hört einfach auf zu wachsen.
Leidenschaftlich protestiert der anarchische Zwerg fortan auf seiner Blechtrommel gegen fanatische Nazis und deren feige Mitläufer. Immer wieder erhebt er seine Stimme gegen die muffigen Spießer der Weimarer Republik und deren derbe Erotik. So schrill, bis Glas zerspringt. Erst als nach dem Krieg eine menschliche Zeit beginnt, beschließt Oskar, wieder am Leben teilzunehmen, und wächst weiter.

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Die Freie Stadt Danzig im Jahr 1927. Im Alter von drei Jahren erteilt Oskar Matzerath (David Bennent) mit einem Sprung von der Kellertreppe der Welt der Erwachsenen seine Absage. Er beschließt nicht mehr zu wachsen. Von nun an rebelliert er mit Hilfe seiner Blechtrommel hämmernd gegen die erdrückenden Werte des aufstrebenden Dritten Reiches. In der Gestalt eines ewigen Kindes erzeugt er Töne, die Glas zerspringen lassen. Mit dem Rhythmus seiner Trommel stört er die blind marschierenden Massen in ihrem Gleichschritt.

Volker Schlöndorff (Die verlorene Ehre der Katharina Blum, Homo Faber) inszenierte diese Groteske nach dem gleichnamigen Roman des Nobelpreisträgers Günter Grass. Die 1979 unter deutscher Beteiligung produzierte Verfilmung wurde mit Preisen und Auszeichnungen nur so überschüttet, u.a. mit der Goldenen Palme in Cannes und dem Oscar für den besten nichtenglischsprachigen Film. Die Blechtrommel gilt immer noch als eines der wichtigsten Werke des europäischen Kinos, dem es gelungen ist, den spießbürgerlichen Alltag innerhalb einer dem Wahnsinn verfallenden Gesellschaft ohne Schwarzweißmalerei zu demaskieren.

Der zwergwüchsige Held Oskar gehört zu den frühen Punks der deutschen Literatur. Mit Geschrei und Gehämmer wehrt er sich gegen die selbstverliebte Welt der Großen. Auch dem Zuschauer fällt es nicht immer leicht seine Sympathie auf der Seite des Protagonisten zu halten und findet sich dann nur zu schnell auf der falschen Seite wieder. So gehört Die Blechtrommel zu den irritierenden und beunruhigenden Kunstwerken, welche es ihrem Publikum nicht leicht machen, nach dem Konsum ohne Grübeln zum nächsten Tagesordnungspunkt überzugehen. --Peter Kuhn -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: DVD
Dass sich Grass' "Blechtrommel" verfilmen ließe, hätte ich durchaus bezweifelt, bevor ich den Film sah -- die Romanhandlung ist dermaßen vielschichtig und perspektivisch gebrochen, dazu die unendlich vielen Nebenhandlungen und -motive... und dann noch die Schwierigkeit, den geeigneten Hauptdarsteller zu finden.
Schlöndorff hat nun die Romanhandlung "auf Linie" gebracht; wie man hört, unter tatkräftiger Mitarbeit von Günter Grass. Das Ergebnis ist frappierend. Viele Nebenhandlungen werden nur angedeutet, und im Gegensatz zum Roman endet der Film mit der Flucht aus Danzig. Eine kluge Entscheidung, finde zumindest ich, denn nicht nur hat mich der Romanteil, der im Nachkriegsdeutschland spielte, weniger überzeugt -- durch die Beschränkung aufs Wesentliche wird der Film zu einem in sich ruhenden Ganzen.
Es geht um die Geschichte des kleinen Oskar Mazerath (David Bennent), 1924 in Danzig geboren. -- Das heißt, die Geschichte selbst beginnt viel früher, mit seiner Großmutter Anna Bronski (Bertha Drews) und der Zeugung seiner Mutter Agnes (Angela Winkler) -- oder noch früher, wer weiß. Die Anfänge sind in archaischen Bildern festgehalten.
Agnes wird sich zeit ihres Lebens nicht zwischen zwei Männern entscheiden können: ihrem bodenständigen, "vernünftigen" und etwas lächerlichen Ehemann Alfred Mazerath (Mario Adorf) und ihrem schönen, charmanten und sensiblen Vetter Jan Bronski (Daniel Olbrychski); schon die Vaterschaft des kleinen Oskar wird nie geklärt werden. An seinem dritten Geburtstag beschließt Oskar, nicht mehr zu wachsen, und tarnt diesen Entschluss durch einen Sturz von der Treppe; damit ist den logischen Bedürfnissen der Erwachsenen Genüge getan.
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Format: DVD Verifizierter Kauf
Mit ähnlicher Begeisterung, wie in den 1960 Jahren, als 15 jähriger, habe ich "Die Blechtrommel" zum zweiten Mal gelesen und abgesehen von den veränderten politischen Verhältnissen und sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen, aktuell empfunden!
Das Spielzeug "Kinderblechtrommel", sie hätte ich mir oft gewünscht und auch die Fähigkeit Glas zu zersingen, um mehr Aufmerksamkeit auf schief liegende politische und gesellschaftliche Veränderungen, aufzeigen zu können.
Heute, beim Lesen der Blechtrommel, habe ich die direkt formulierte Sprache, die psychologisch so klar verständliche Beurteilungen der damaligen Nachkriegssituation, noch besser verstehen können. Oskar, die Hauptperson des Romanes, möchte, nach all dem, was er erlebt hat, sich integrieren, sich in die neue Zeit einfügen.
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Format: DVD
Dieser Satz, wird wohl vielen, die das Buch gelesen haben noch bekannt vorkommen, und vielleicht auch einigen die forsch dem Film gelauscht haben.

Ich selbst kann einigen Vorrednern widersprechen.

Es ist egal, ob vorher Film, oder vorher Buch.

Egal welches Medium man sich zuerst zu Gute geführt hat, sollte man auf das andere neutral zugehen.

Ich persönlich habe den Film zuerst gesehen, eine Meisterleistung von Grass und vorallem Schlöndorff der den Film besser ungesetzt hat, als es irgendjemand anders auf dieser Welt hätte machen können.

Die Darsteller überzeugen zu 100% und die Sprache ist sehr gut gewählt, so, dass es möglich nahe an das Buch herankommt.

Nun gut, zum Film wollte ich nicht viel sagen, da das Meiste ja schon von Vorrednern gesagt wurde.

Mir geht es hier mehr um das "was zuerst?".

Also wie gesagt ich war vom Film beeindruckt und entschied mich wenige Tage darauf das Buch zu lesen.

Ich las einige Kritiken auf Amazon, wieder vollkommen falsche und flache Einschätzungen der Reszententen. Einige fanden das Buch zu schwer, sprachlich zu anspruchsvoll !?

Ich denke jeder der 4 Jahre die Schule besucht hat, versteht das Buch und kann dem Inhalt folgen.

Also ich las so einige negative Rezenssionen und irgendwie verging mir auch schon der Appetit, nachdem mir der Film sogut gefallen hatte, dachte ich, es kann nach diesen Reviews nur enttäuschend sein. Ich versuchte trotzdem neutral an das Buch heranzugehen, jedoch muss ich zugegeben, ich hatte echte Angst, das Buch könnte mir nicht gefallen.
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Format: DVD
Ich habe das Buch gelesen , BEVOR ich den Film gesehen habe und ich würde dies auch allen anderen empfehlen , bevor sie den Film kritsieren. Denn es geht völlig ins Leere , dem Film vorzuwerfen , das die Figur Oskar nervig und penetrant sei!! Gerade darum geht es nämlich im Buch und somit auch im Film : Um einen nervigen , neunmalklugen , Glas zersingenden und anarchischen Quälgeist !!
Was die "Pornoszenen" betrifft : Auch die hat sich nicht der Filmemacher ausgedacht ! Die stehen alle im Buch, sogar mehr als im Film !
Der Film soll "krank und verrückt" sein ? JA ! Genauso wie das Buch ! Oder ist es normal , dass ein Kind absichtlich das Wachsen einstellt und Glas zersingen kann ?
Wer das Buch liest , wird gleich aufgeklärt. Im ersten Kapitel ( Zeit 50'er-Jahre ) sitzt Oskar in der Nervenanstalt (Klapse).
Für mich ist die Verfilmung der Blechtrommel sehr gelungen aber nur in Verbindung mit dem Buch wirklich sinnvoll. Dies gilt im übrigen für jeden halbwegs anspruchsvollen Film.
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