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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
29
4,2 von 5 Sternen
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TOP 500 REZENSENTam 22. Mai 2013
Schon die Vita des Autors würde genügend Stoff für einen Thriller liefern: IRA-Terrorist mit zig Gefängnisaufenthalten und verantwortlich für einen der größten Raubüberfälle der amerikanischen Geschichte, den Überfall bei Brinks, bei dem er und sein Komplize über 7 Millionen Dollar erbeuten. Es folgt wieder Gefängnis, und nach der Entlassung beginnt Millar zu schreiben.

"Die Bestien von Belfast" ist der erste Band der Reihe um den irischen Privatdetektiv Karl Kane. Handlungsort ist, wie bereits der Titel vermuten lässt, die nordirische Hauptstadt Belfast. Und zukünftige Leser seien vorgewarnt: hier sind starke Nerven gefragt!

Bereits der Prolog verlangt dem Leser einiges ab, schildert der Autor doch in direkter und unmissverständlicher Ausdrucksweise die Vergewaltigung einer jungen Frau durch eine Gruppe Jugendlicher. Und der Leser ahnt bereits, dass dieses Verbrechen im weiteren Verlauf der Dreh- und Angelpunkt für einen Rachefeldzug sein wird. Nach zwanzig Jahren taucht im Stadtpark eine männliche Leiche auf und PI Karl Kane soll herausfinden, warum der Mann ermordet wurde. Der Fall wird immer undurchsichtiger, als weitere Männer tot aufgefunden werden und Kane nicht mehr weiß, wem er überhaupt noch trauen kann.

Millars Thriller ist ein klassischer Hardboiler mit einem Protagonisten, der im Laufe seines Lebens schon sehr viel Gewalt gesehen und erlebt hat. Natürlich wird dadurch sein Verhalten beeinflusst, aber er ist trotz allem ein umgänglicher Mensch geblieben, der Gewalt ablehnt. Ganz anders die Kreise, in denen er sich im Zuge seiner Ermittlungen bewegt.

Der Autor beschreibt das Milieu ungeschönt, seine Wortwahl ist drastisch und teilweise recht derb, aber absolut passend und stimmig für diese rabenschwarze Rachegeschichte, in der Gewalt immer Gewalt nach sich zieht. Die Geschichte ist gut geplottet, das Erzähltempo von Anfang an hoch und zieht sich auf diesem Niveau auch bis zum Ende durch. Atmosphärisch dicht, sehr spannend und mit einer sympathischen Hauptfigur - ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Serie, die im Oktober unter dem Titel Die satten Toten" im Atrium Verlag erscheinen wird.
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1978: Eine Frau liegt im Gras, schwer verletzt, misshandelt und vergewaltigt. Zurückgelassen, weil man annahm, dass sie tot ist. Wilde Hunde wittern den Blutgeruch und schleichen sich langsam an sie heran...

Heute: Der Privatdetektiv Karl Kane bedient viele Klischees eines TV-Privatdetektivs - schwere Kindheit, wenig Aufträge, Schulden.
Als ihm eines Tages ein Klient den Auftrag erteilt, ihm Auskünfte über einen kürzlich gefundenen Toten zu bringen und ihn dafür gut bezahlt, nimmt er den Auftrag an. Es bleibt nicht bei dem einen Toten. Weitere grausame und bizarre Morde geschehen, die alle miteinander verknüpft sind, bis auch er und seine Freundin in den Fokus von Gewalt und Verbrechen geraten. Aber Kane hat sich in dem Fall verbissen und er gibt keine Ruhe, bis er weiß, was sich hinter all den Morden verbirgt ...

Sam Millar, der Autor, der selbst in der kriminellen Szene kein Unbekannter in Nordirland ist, hat mit diesem Buch die Reihe um den Privatdetektiv Karl Kane gestartet.
Der Protagonist ist ein Detektiv, der anfangs alle Klischees bedient, die man so von einem Privatdetektiv hat, der sich aber dann in den Fall verbeißt und selbst in Gefahr gerät.
Es wird von Beginn an Spannung aufgebaut, indem man einen Rückblick auf ein Ereignis hat, das im Jahr 1978 spielt.
Auch an anderer Stelle gibt es Rückblicke aus den Jahren 1978 und 1966, deren Zusammenhang dem Leser sich zum Ende erklären.
Die Spannung steigert sich mit jedem Mord und die Ereignisse überschlagen sich. Lange Zeit bleibt der Leser im Unklaren um die Zusammenhänge, auch wenn man schon eine Ahnung hat.

Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, so dass man sich sehr schnell beim Lesen reinfindet. Ein paar Probleme hatte ich mit der Vielzahl der Akteure, die vorkamen, so dass ich schon mal dachte, ich verliere den Überblick. Aber das legt sich recht schnell.
Sehr gut gefallen hat mir der schnodderige Humor des Protagonisten Karl Kane, der sich nichts gefallen lässt und mit seiner Meinung auch nicht hinter dem Berg hält. Die Schlagabtausche zwischen ihm und den Kollegen von der Polizei sind lesenswert, so dass man trotz dem ernsten Themas zwischendurch schon mal schmunzeln kann.

Dem Autor ist es gelungen, mich durchgängig mit seinem Roman zu fesseln. Für die einzelnen Morde hat er sich immer etwas neues einfallen lassen, so dass es nicht langweilig wurde. Man kann das Buch gar nicht aus der Hand legen, ich zumindest konnte es nicht, weil ich wissen wollte, wie es letztendlich ausgeht.
Das Ende ist so ausgelegt, dass noch ein paar Dinge offen sind, die einer Lösung bedürfen. Das heißt dann für mich, sich auf den kommenden Band zu freuen.
Ein Buch von einem Autoren zu lesen, dem selbst Gewalt und Verbrechen nicht fremd sind und der seine eigenen Erlebnisse mit in das Buch hat einfließen lassen, finde ich schon sehr interessant. Er hat hier selbst seine Kindheit ein wenig mit eingebracht, denn auch er verlor seine Mutter in frühen Jahren.

Krimifans empfehle ich dieses Buch sehr gern weiter.
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am 9. Juni 2013
Karl Kane verdient sein Geld als Privatermittler. Doch lange schon ist kein Geld mehr in die Kasse gekommen und die Rechnungen türmen sich. Was für ein Glück scheint es zu sein, als er von dem geheimnisvollen Mr. Munday einen gutbezahlten Auftrag erhält. Doch welche Ausmaße dieser Auftrag annehmen wird konnte keiner ahnen…

„Die Bestien von Belfast“ ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe von Sam Miller, die er mit dieser absolut spannenden und grauenerregenden Geschichte startet.

Der Schreibstil von Sam Miller ist wunderbar zu lesen. Er schafft es den Leser schon auf den ersten Seiten, allein durch den Prolog, in das Buch hineinzuziehen. Sein Schreibstil ist sehr sachlich und dennoch schafft er es eine komplett neue Welt um einen herum aufzubauen. Die des ein wenig abgewrackt und ausgebrannt wirkenden, aber dennoch sympathischen Privatermittlers Karl Kane.

Sehr gekonnt bindet der Autor Handlungsstränge aus der Vergangenheit ein, die uns zu Beginn ein wenig seltsam vorkommen, doch je mehr Puzzleteile man schon beisammen hat, umso logischer und konsequenter wirkt dieses perfekt aufgebaute Gebilde.

„Die Bestien von Belfast“ ist ein Buch, bei dem ich fast nichts über den Inhalt schreiben will, weil es für mich als Leserin, einfach eines der besten Abenteuer war, dass ich seit langem gelesen habe – und dieses Vergnügen will ich keinem anderen Krimifreund nehmen!

Wenn ihr spannungsgeladene und anspruchsvolle Krimis mögt, werdet ihr „Die Bestien von Belfast“ lieben! Eine absolute Leseempfehlung – und auch optisch ist das Buch wirklich ein Hingucker! Mir bleibt nichts mehr als zu sagen, dass ich mich schon total auf den zweiten Band um Karl Kane freue!
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am 23. Juni 2013
Cover
Rot und schwarz besticht in diesem Cover und macht bei diesem Krimi schon gleich Laune auf mehr, da kommt die wilde Bestie die
gezeichnet ist, besonders gut rüber.
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Schreibstil & Spannung

Spannend, knallhart und direkt ist dieser Auftakt zu dieser neuen Krimi Reihe zu Karl Kane. Sam Millar hat einen Schreibstil der geradeaus und klar verständlich ist. Trotz der Härte konnte man sich gut einfinden, denn ein spritziger Humor begleitete den Privatdetektiv stehts in den verschiedensten Situationen.
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Die Charaktere

Karl Kane wurde hier zwar gut beschrieben, dennoch blieb er mir auch in viellerlei Hinsicht ein Geheimnis, eines das ich aber unbedingt gerne erkunden möchte, denn die kleinen Wehwehchen machten die Privatermittler soch irgendwie liebenswert.
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Meine Meinung

Präzise Wortwahl, ein sympatischer Ermittler mit Hämoriden, mit einer Spürnase, die beängstigend ist. Auch, wenn einem das Buch unglaublich brutal erscheint, ist es doch das, was diesen Krimi besonders macht, ich meine, wenn im realen Leben jemand ermordet wird, dann passiert das in den seltensten Fällen ohne Panik, Schweißausbrüchen und viel Blut, oder?
Für mich war die Seite sehr interessant zu lesen, ansonsten kamen mir immer Polizisten oder andere Ermittler offizieller Einrichtungen unter die Augen. deswegen fand ich dieses Buch überaus fesselnd, spannungsgeladen bis zur letzten Seite und unglaublich erfrischend mal eine andere Sichtweise eines Krimis kennenzulernen.
Krimifans, sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
Absolute Leseempfehlung!
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am 2. Februar 2014
Meine Meinung:
Nicht nur das Äußere, auch der Inhalt des Buches überzeugt. Aber was will man von einem Autor eines Krimis/Thrillers mit solch einer Lebensgeschichte auch anderes erwarten...?

Der Schreibstil gefällt mir, es lässt sich flüssig und schnell lesen und auch an Spannung mangelt es nicht, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Zu Beginn musste ich mich erst einmal an die vulgäre, brutale und teils rassistischen Ausdrucksweise von Kane und seiner ehemaligen Polizeikollegen gewöhnen, die sich bei jeder Gelegenheit gegenseitig Sprüche reinwürgen. Das ganze Buch trieft vor Brutalität, doch genau das macht es für mich besonders schockierend und bewegend. Schonungslos schildert Sam Millar von der ersten Seite an ein ungeheuerliches und kaltblütiges Verbrechen, das mir das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Der Protagonist Karl Kane ist genau das Gegenteil von einem smarten und erfolgreichen Privatdetektiv. Mit seinen vielen Kanten und seinem losen Mundwerk eckt er regelmäßig an und macht sich dadurch keine Freunde. Geprägt von den schrecklichen Ereignissen in seiner Kindheit, hat er sich dem Kampf gegen das Verbrechen verschrieben, dem er unnachgiebig nachgeht. Aber Kane hat auch einen weichen Kern, so würde er für seine Freundin Naomi vermutlich alles tun. Und im Gegensatz zu seinen ehemaligen Kollegen von der Polizei begegnet er den Leuten wie z.B. Chris Brown, einem früheren Auftragskiller, der seit einem Schuss in den Rücken im Rollstuhl sitzt, ohne Vorbehalte und –urteile und objektiv. Nicht zuletzt deshalb ist er am Ende der einzige, der die schreckliche Wahrheit erkennt. Auch wenn er ein unausstehlicher Zeitgenosse sein mag, ist er mir mit seiner störrischen und ruppigen Art einfach ans Herz gewachsen.

Es gibt einige Zeitsprünge innerhalb der Geschichte, was hauptsächlich darin begründet liegt, dass das ausschlaggebende Verbrechen bereits vor vielen Jahren passiert ist. Obwohl ich nie die über jedem Kapitel angegebenen Datumangaben gelesen habe (die überspring ich immer da ich meist so gefesselt bin^^), hatte ich kein Problem der Handlung zu folgen, sondern wusste spätestens nach den ersten paar Sätzen, an welchem Zeitpunkt ich mich wohl befinde. Demnach haben mich die Sprünge nicht gestört, ich fand eher toll erst nach und nach immer ein Stückchen mehr zu erfahren. Doch im Allgemeinen sind die Angaben sind schon recht sinnvoll und auch hilfreich.

Bis zum letzten Moment wusste ich nicht, wie die verschiedenen Verbrechen zusammenhängen könnten und bin vor Spannung schier wahnsinnig geworden. Die Aufklärung am Ende war für mich schockierend, bewegend und überraschend zugleich und hat mich noch Stunden später beschäftigt.

Fazit:
Der spannende und beängstigende Auftakt zur neuen Krimireihe rund um den Privatermittler Karl Kane. Ein Garant für schlaflose Nächte und wirklich nichts für schwache Nerven. Mich hat Sam Millar mit seinem Buch begeistern können und ich freu mich schon jetzt auf die Fortsetzung.
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am 14. Juni 2013
Klappentext:
Belfast. Ein Toter liegt im Stadtpark.
Karl Kane, Privatdetektiv, soll herausfinden, wer der Mann war und warum er sterben musste.
Kane ermittelt, doch das Morden geht weiter. Bald weiß Kane, dass er niemandem mehr trauen kann. Dann holt ihn die eigene Vergangenheit ein, und es wird kalt in Belfast – sehr kalt.

Das Buch wurde von Sam Millar geschrieben, der selbst in Belfast geboren wurde.
Millar, der bereits im Gefängnis saß, liefert hier sein Erstlingswerk.
Der Krimi ist der Beginn für eine neue Serie. Fall 2 erscheint im Oktober 2013 im Atrium-Verlag.

Hält man das Buch in den Händen fängt die erste Begeisterung an.
Der Buchrand ist komplett schwarz und zu dem rot, weiß gehaltenen Cover, ist das ein echter Hingucker.

Der Prolog beginnt mit einer Rückblende ins Jahr 1978, wo eine Frau aufs Schlimmste vergewaltigt und einfach liegengelassen wird. Man fragt sich hier, was es mit dem Buch zu tun hat und wie es in den Fall einbezogen wird. Man wird nicht enttäuscht.

In der Gegenwartshandlung wird der Hauptcharakter des Buches, Karl Kane, damit beauftragt in einem aktuellen Mord zu ermitteln. Kanes Auftraggeber ist jedoch eines der nächsten Opfer. Es geschehen immer mehr Morde und auch Kane kommt in Gefahr.

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, es kommen aber so viele Personen vor, dass es zwischendurch nicht so leicht ist durchzublicken und die Zusammenhänge sofort zu erkennen bzw. sich an Namen zurückzuerinnern, wenn diese im weiteren Verlauf des Krimis wieder vorkommen. Das Problem legt sich jedoch und die Freude beim Lesen wird nicht getrübt.

Das Ende ist für meine Verhältnisse auch ein bisschen offen gelassen, sodass man noch neugieriger auf die Fortsetzung ist.

Dem Buch gebe ich 4 Sterne, da die vielen Charaktere mit den teils ungewöhnlichen Namen doch teilweise für Verwirrung sorgen. Auch kam es bei den Datumsangaben im Buch zu Unstimmigkeiten, was auch zu Irritationen geführt hat.

Ich freue mich trotzdem auf die Fortsetzung.
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am 2. Juni 2013
Inhalt:
Karl Kane ist Privatermittler. Pleite und ohne wirkliche Jobs. Eines Tages findet man die Leiche eines Mannes und kurz darauf kommt ein zwiellichtiger Auftraggeber in sein Büro. Er möchte mehr über die Todesumstände wissen. Ehe sich Kane versieht, ist er in einem mysteriösen Fall geschlidert und seine eigene Vergangenheit scheint ihn einzuholen.

Meine Meinung:
Der 1. Fall von Karl Kane hat es in sich. Die Tagen sind grausam und brutal. Schonungslos schildert Sam Millar was in den Opfern vor sich geht, während sie sterben. Doch er bewahrt sich durch seine Schreibweise eine gewisse Distanz, womit man einen Abstand zu den Grausamkeiten halten und diese dann auch gut lesen
kann. Aber trotzdem ist es nichts für schwache Nerven und ich habe mich nicht nur einmal ziemlich gegruselt.
Die Spannung wird sehr hoch gehalten und schon nach ein paar Seiten meint man, mehr kann nicht kommen.
Doch es gibt noch ein mehr, wie Sam Millar beweist.
Das Ganze wird dann durch die Art und Weise wie sich Kane gibt aufgelockert. Mit seinem trockenen Humor und seiner Direktheit fand ich ihn einfach klasse als Ermittler. Aber auch Kanes Freundin ist für mich eine ganz tolle Figur gewesen. Ein wenig der Ruhepol in diesem Krimi, nimmt sie den verschrobenen Kane so wie er ist.

Mehrere Handlungsstränge sorgten für anfängliche Verwirrung, wo die schwankenden Tagesangaben zu Kapitelbeginn noch mehr verwirrten. Ich bin sehr lange im Dunkeln getappt und konnte mir kaum einen Reim auf diese Geschichte machen. Das Motiv war zwar klar, aber wer dahinter steckt, bleibt bis zum Ende eine Überraschung.
Zwischendurch streut Sam Millar geschickt einige Hinweise auf, die dazu neigen überlesen zu werden. Doch beim großen Show-Down wird alles logisch aufgeklärt und man hat den ein oder anderen Aha-Effekt, wenn man solch Hinweise überlesen hat.

Der Schreibstil ist hervorragend. Sam Millar weiß, wie weit er gehen kann, um seine Leser zu schocken ohne sie zu vergraulen. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet, obwohl ich mir bei Kane ein wenig mehr Tiefe gewünscht habe. Ich bin mir sicher, dass das noch kommen wird, es war ja jetzt erst der erste Fall und die weiteren Fälle werden von mir schon sehnsüchtig erwartet. Die Handlungsorte sind hervorragend beschrieben. Man bekommt die Stimmungen in Belfast mit und hat genaue Vorstellungen, wie die Orte aussehen.

Fazit:
Atemlose Spannung von der ersten Seite an. Nichts für schwache Nerven.
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am 29. April 2013
Ein harter Zyniker, bitter ironisch, das ist Karl Kane. Privatdetektiv in Belfast. Geschieden. Ehemals verschwägert mit einem ebenso harten Knochen im aktiven Polizeidienst (dessen Team schon auf den ersten Blick so einiges zu wünschen übrig lässt). Bestens befreundet mit dem Pathologen der Stadt. Und dabei, mit seiner deutlich jüngeren Assistentin die erotischen Gefilde noch einmal neu zu entdecken. Verhinderter Schriftsteller. Dauerpleite. Ermittelnd.

Und das alles trotz massiver Belästigung durch Hämorrhoiden. Die später von einem Arzt untersucht werden, welcher sich auf einen der (wie immer gnadenlos) daneben liegenden Tipps von Kane für ein Pferderennen verlassen hatte. Und mit Begeisterung sich an die medizinische Untersuchung macht.
Dabei hat Kane an sich schon alle Hände voll zu tun hat, für seinen neuen Kunden Informationen zu bestialisch grausamen Morden heranzuschaffen. Und dabei späterhin beweisen wird, dass er auch eine Moral hinter all dem misanthropischen Zynismus besitzt.

So „begeistert“ vollführt übrigens der Arzt seine Untersuchung, dass der ketten rauchende Privatermittler umgehend an Nikotinpflastern nun lutschen wird.

In klarer, bildkräftiger Sprache ohne jeden Schnörkel, führt der ehemalige (und verurteilte) Räuber Sam Millar seine neue Figur in das Genre des Kriminalromans ein. Ein Roman, dessen „Fall“ von Beginn an in seinen Grundzügen klar ist. Rache steht im Raum für ein brutales, in allen Einzelheiten geschildertes, Vergehen an einer jungen Frau.

Wer aber innerhalb der in der Gegenwart sich vollziehenden Ereignisse wer ist, welche gegenwärtige Figur, die im Prolog in dieser brachial-blutigen Weise vor Augen geführt werden, sich nun hinter neuen Namen versteckt, das ist die eigentliche Frage, die den Leser mit Spannung bei der Stange hält.

Vor allem, weil schon die ersten Seiten in ihrer sprachlichen Klarheit zeigen, dass hier ein Autor schreibt, der kein Blatt vor den Mund zu nehmen gedenkt und den Leser von den ersten Sätzen an mitten hineinzieht in das Erleben dieses nur noch leicht röchelnden Etwas, das die Jugendbande missbraucht und zerschlagen auf dem Boden liegen lässt. Bis die wilden Hunde kommen, langsam sich nähern, nachdem die Ameisen in dem noch lebenden Körper bereits ihr Werk begonnen haben.

„Keine Panik. Du lebst. Im Augenblick zählt einzig und alleine das“. Und später wird noch mehr bedeutsam werden, als ein Mann nach dem anderen über ein Jahrzehnt später gefoltert und hingerichtet werden wird. Und für Kane lange nicht klar sein wird, wer Freund und wer Feind ist in diesem hintergründigen Spiel der verdeckten Identitäten.

Seite für Seite treibt Millar dabei seine Geschichte mit Tempo voran und erzeugt eine intensive und harte Atmosphäre im Geschehen und den Dialogen.

„Erinnerst Du Dich an die amputierten Hände im Magen des Wildschweins“?
„Wie könnte ich die vergessen? Seitdem ist ein Schinkensandwich einfach nicht mehr dasselbe“.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre für Leser mit starken Nerven.
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am 2. Juni 2013
"Sam Millar" schafft mit "Die Bestien von Belfast" den Auftakt einer viel versprechenden Krimireihe:
Karl Kane, seines Zeichen Privatdetektiv, scheut keine Gewalt und auch nicht davor, sie selbst anzuwenden. Nachdem der Ermittler den Auftrag erhält, die Hintergründe eines brutalen Mordes aufzuklären, gerät er durch weitere Aufträge seines misteriösen Klienten immer tiefer in einen Strudel aus Mord und Brutalität, Korruption und Intrige. Dann sieht er sich plötzlich mit seiner Vergangenheit konfrontiert...
****
Die Aufmachung des Buches hält was sie verspricht: ohne lange Einleitung findet man sich so gleich in das Geschehen eingetaucht und die erzeugte Spannung hält bis zum Ende an. Dabei scheut Sam Millar nicht vor der Darstellung und Beschreibung brutaler Gewalt, die aber durch eine gewisse Distanz zu den Opfern und einen guten, klaren Schreibstil nicht übertrieben wirkt.
Die Story verläuft nicht linear, schafft im Mittelteil ein wenig Verwirrung und verlangt vom Leser am Ball des Geschehens zu bleiben, was aber dank des angenehmen Schreibstils, durchsetzt mit lässigen Dialogen und passend ausgesuchten Kapitelzitaten, nie zu anstrengend wird.
Mit Karl Kane schafft der Autor einen äußerst interessanten, abgebrühten und koolen Protagonisten im hard-boiled Stil. Man erfährt nur zögerlich seine tieferen Charakterzüge, wodurch die Person immer ein bisschen kühl und distanziert bleibt.
****
Allein schon in der Aufmachung des Buches sehe ich einen echten "Hingugger" und "Anfasser". Diese Vorfreude wurde nicht enttäuscht, denn Sam Millar schafft mit Karl Kane definitiv einen Detektiv der späten hard-boiled Ära, so mein Eindruck. Ein wenig Abstriche gibt es von mir für ein paar Verwirrungen in der Story und dafür, dass mir der Ermittler bis zu Ende doch noch nicht so richtig Nahe gekommen ist. Aber das kann ja noch werden, denn Die Bestien von Belfast ist erst der Auftakt der Karl Kane Reihe und ich freue mich schon auf weitere Kriminalfälle.

Wer keinen 01815-Krimi sucht, Brutalität nicht scheut und einen kultigen hard-boiled Ermittler kennen lernen möchte, dem sei dieses Buch sehr empfohlen.
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am 17. November 2013
Belfast, 1999: Karl Kane, ein Privatermittler mit zu vielen offenen Rechnungen und zwielichtigem Freundeskreis, biestiger Ex-Frau und sexy Freundin, bekommt einen Fall auf den Tisch, der äußerst vielversprechend und lukrativ zu sein scheint: Ein gewisser Mr. Munday, so schwer durchschaubar wie offensichtlich gut betucht, beauftragt ihn mit der Aufklärung der Identität eines Mordopfers, dessen Leiche im Belfaster Botanischen Garten gefunden wurde.
Allerdings bleibt es nicht bei dem einen Toten und der Auftrag Mr. Mundays fängt an, aus allen Poren nach jeder Menge Schwierigkeiten zu stinken. Als Kane die Erweiterung des Auftrags und den zweiten gut gefüllten Umschlag ablehnt, hat er jedoch bereits Kreise gestört, die er nicht hätte stören dürfen und hängt viel zu tief drin, um aussteigen zu können...

Und mein Fazit:

DIE BESTIEN VON BELFAST ist der Auftakt einer Detektiv-Serie von Sam Millar, zu der mit Die satten Toten: Ein Fall für Karl Kane (Band 2) im Oktober 2013 schon der zweite Teil erschienen ist. "Held" der Serie ist Karl Kane, ein abgewrackter Privatermittler - mit seinem Zynismus, dem bärbeißigen Humor und seinen sonstigen Schwächen eher der Antiheld-Typ und trotzdem symphatisch.
Der Roman startet mit einem brutalen Prolog im Jahr 1978; setzt aber bereits mit dem 1. Kapitel 20 Jahre später ein. Und ein zweiter Handlungsstrang lässt irgendwann vermuten, dass auch Mr. Kane einige tiefschwarze Stellen in seinem Lebenslauf hat.

Genau wie im übrigen der Autor, denn Sam Millar - selber in Belfast geboren - war in den 70er Jahren aktiv in der IRA und dafür einige Jahre hinter Gittern. Nach seiner Freilassung ging er in die USA, wo er 1993 an einem der schwersten Raubüberfälle in der US-amerikanischen Geschichte beteiligt war. Jetzt allerdings verdient er - mehrfach ausgezeichnet - seine Brötchen als Autor dieser Reihe ebenso tiefschwarzer Detektiv-Romane, an der ich definitiv dranbleiben werde - trotz einiger Klischees, Logikschwächen und des doch nicht abschließenden Endes von Teil 1.
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