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Die Auferstehung Jesu - Fiktion oder Wirklichkeit?. Ein Streitgespräch Taschenbuch – 9. Juli 2001

4.5 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Taschenbuch, 9. Juli 2001
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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Gerd Lüdemann,Jahrgang 1946, ist Professor für Neues Testament an der Universität Göttingen. Er ist Leiter der Abteilung "Frühchristliche Studien" am Institut für Spezialforschungen sowie des Archivs "Religionsgeschichtliche Schule" an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen.

Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Verifizierter Kauf
Der Umfang des Buches wird der Wichtigkeit des Themas nicht gerecht. Knapp 150 Seiten sind zu mager, um den Autoren wirklich die Chance zu geben, zu schreiben, was sie zu sagen haben. Dieses Manko wird durch die sachlichen, argumentativen Texte der beiden Gegner zum großen Teil relativiert.
Lüdemanns Aussagen beschränken sich größtenteils auf das Herauspicken von NT-Bibelstellen, die er als erfunden herausstellen möchte. Dabei sieht er hinter jeder Redewendung der Evangelisten eine tiefere Absicht, die er ausschweifend interpretiert, um so zeigen zu wollen, dass es nur erziehende Geschichten sein sollen. Dabei holt er allerdings oft zu weit aus und nicht selten geht der Bezug zur eigentlichen Fragestellung verloren. Manchmal verstrickt er sich so auch selbst in Widerspürche. So sagt er in einem Text, dass Jesus wohl am Kreuz von Aasfressern zerplflückt wurde, um im zweiten Text doch zuzugeben, dass die Grablegung wohl historisch gesichert ist. Auch greif er teilweise zu Lügen um überzeugen zu können. Z.B. hat laut Lüdemann Paulus Jesus nie als "Lehrer" bezeichnet und akzeptiert, da Paulus sich ja angeblich seine eigene Religion aufbaute. Dagegen stehen z.B. 1. Kor 3,21 oder Gal 1,12.
Thiede nutzt bei seiner Argumentation zum einen archäologische Funde (Matthusfragmente um 40 n.Chr.), zum anderen zeigt er logisch und schlüssig auf, wieso das Grab nicht gleichzeitig voll gewesen sein konnte und sich doch der christliche Glaube durchsetzen konnte: Wieso gingen die Apostel für Jesus in den Tod? Wieso findet sich nicht EIN EINZIGES Dokument, in dem behauptet wird, dass Jesus im Grab verweste?
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Ein Theologe, der gegen die Auferstehung argumentiert, und ein Althistoriker & -philologe, der sie verteidigt. In dieser ungewöhnlichen (?) Kombination liefern sich die Professoren Lüd. und Th. einen ebenso spannend, wie kompetent geführten Schlagabtausch. Interessant ist, daß sie in einem völlig übereinstimmen: Ist Jesus nicht auferstanden, dann ist aller christlicher Glaube ohne jeden Sinn. Ich bin, als Student der Alten Geschichte und gläubiger Christ, sehr froh, daß sich mit Th. ein Althistoriker dieses Themas annimmt. Seine Quellen (Neues Testament) ernst nehmend und mit exzellenter Kenntnis der kulturellen und religiösen Umwelt Jesu sowie des aktuellen Standes altertumswiss. Forschung, legt er in überzeugender Weise die Argumente für die Auferstehung dar. Viele Irrungen und Wirrungen moderner, extrem kritischer Theologie, wie sie Lüd. ganz pointiert vertritt, werden widerlegt und ihre Schwächen im Bereich der Argumentation und des historischen Arbeitens offen gelegt. Meiner (!) Meinung nach ein klarer Punktsieg für Th.! Ich kann allerdings nur empfehlen dieses Buch selbst zu lesen und sich ein eigenes Urteil zu bilden! Es ist eine Bereicherung, wie auch immer man am Ende entscheiden wird.
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aber doch etwas kurz. Die thematik und deren problematik verlangt nach wesentlich mehr. Schade, dass herr thiede keine fortsetzung mehr führen kann. Einer aussage von herrn lüdemann muss ich voll zustimmen. Er sagte sinngemäss am ende seiner ausführungen: "Viele evangelische bischöfe und zahlreiche theologie-professoren gehen ebenfalls (so wie er selbst) von der nicht-faktizität der auferstehung jesu aus. Sie bezeichnen sich aber dennoch als christen. () Liegt hier nicht selbstbetrug vor, wenn man meint, jesus sei körperlich gar nicht auferstanden....?" Denn auch herr lüdemann ist der meinung, dass die grundlage des christentums der glaube ist, dass gott jesus körperlich von den toten auferweckt hat.

Lesen sie dieses buch, es hat einiges an überraschungen bereit. Schade, dass carsten peter thiede so früh verstorben ist. Jedes seiner bücher ist kaufens-/lesenswert.
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In dem Buch wird klar, man muss die Quellen wissenschaftlich ernst nehmen, ohne vor Beginn der wissenschaftlichen Forschung schon zu wissen was die Quellen aussagen dürfen und was nicht. Geschichtswissenschaft muss man, zunächst jedenfalls, von der Theologie trennen, weil nur eine Trennung die unsachliche Vermischung verhindert. So kann nur der Jesus der Geschichte ein legitimer Gegenstand der Historiker sein. Fragen zum Text kann man von Altphiliologen beantworten lassen. Theologische Probleme kann man den Theologen überlassen. Leider sind es gerade die Zweifler an der Historizität der Ereignisse, die in den Evangelien beschrieben werden, die sich nicht immer an diese Grundsätze halten. Sie sind bereit die legendenhaftesten Texte aus der Antike vorurteilsfrei auf ihre Historizität zu überprüfen, aber bei den Evangelien gelingt es ihnen oft nicht, obwohl sie die am besten bezeugten Textzeugen der Antike sind.
Nach Thiede ist der Jesus des Glaubens und der Jesus der Geschichte wie zwei Seiten derselben Münze zu betrachten. Und jede Seite zeigt sich auch nur dem jeweiligen Betrachter des Spezialbereichs. Es ist deshalb nicht notwendig, dass Historiker keine Christen sein dürfen, solange sie beide Seiten trennen. Das Gleiche gilt für Nichtchristen.
Die Überprüfbarkeit ist nach wie vor einer der Säulen der exakten Wissenschaft. So kann ein Historiker nie mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit anzweifeln", dass z.B. die Auferstehung nicht geschehen ist. Er kann lediglich mit wissenschaftlichen Mitteln versuchen zu erforschen, ob die Quellen gut überliefert sind, ob es sich eventuell um Fälschungen handelt. Persönliche Meinungen dürfen dabei keine Rolle spielen.
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