Facebook Twitter Pinterest <Einbetten>
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Die Arbeit der Nacht: Roman Gebundene Ausgabe – 31. Juli 2006

3.2 von 5 Sternen 119 Kundenrezensionen

Alle 5 Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition
"Bitte wiederholen"
Gebundene Ausgabe, 31. Juli 2006
EUR 21,50 EUR 0,85
1 neu ab EUR 21,50 25 gebraucht ab EUR 0,85
click to open popover

Hinweise und Aktionen

  • Entdecken Sie die aktuellen BILD Bestseller. Jede Woche neu. Hier klicken


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Die Grundidee ist ungewöhnlich, aber nicht neu. Ließ doch Herbert Rosendorfer bereits 1976 in Großes Solo für Anton seinen Helden in einer menschenentleerten Welt aufwachen. Thomas Glavinic bedankt sich auf seine Weise: Rosendorfer ist der einzige Schriftsteller, der in Die Arbeit der Nacht Erwähnung findet. Obwohl sie sehr ähnlich beginnen, haben die zwei Romane allerdings kaum etwas gemeinsam. Während Rosendorfer ins Lustige und Groteske zielt, präsentiert uns Glavinic einen existentialistischen Psychotrip mit Gruselfaktor: Was passiert mit dem Ich, wenn es gnadenlos auf sich selbst zurückgeworfen wird?

Glavinics Robinson in der Großstadt heißt Jonas und verträgt das Alleinsein gar nicht gut. Statt das menschenleere Wien und das übrige Europa als seinen persönlichen Abenteuerspielplatz zu betrachten, entwickelt er in kürzester Zeit paranoide Züge, traut sich nicht mehr ohne Waffe aus seiner Wohnung und sieht hinter jeder Ecke die Gefahr lauern. Überall stellt er Videokameras auf, filmt leere Straßenkreuzungen und auch sich selbst beim Schlafen. Tatsächlich häufen sich unerklärliche Ereignisse, und Jonas verbringt Stunden mit dem Kontrollieren der Aufnahmen. Auch den Leser ergreifen beklemmende Gefühle, die Bedrohlichkeit und Unheimlichkeit dieser leeren Welt werden nicht nur für den einsamen Helden immer spürbarer. Das beherrscht Glavinic sehr gut. Am Ende allerdings wartet man vergebens darauf, dass sich die Spannung auflöst und wenigstens ein paar Fragen beantwortet werden. An den Nerven des Lesers zerren im Lauf der fast 400 Seiten aber leider auch die Monotonie der Hand!lung und die sich im Kreis drehenden banalen Gedanken des Protagonisten.

Natürlich ist es verlockend für einen Autor, sich ein so extremes Szenarium auszudenken. Glavinic macht es sich aber zu einfach und missachtet teilweise die innere Logik seines Entwurfs. Wenn wirklich alle Menschen über Nacht und auf einen Schlag verschwunden sind, warum sind dann alle Fahrzeuge sauber eingeparkt und stehen nicht etliche auf den Straßen und Autobahnen herum? Warum sind manche Geschäfte, Lokale und Büros unverschlossen und andere nicht? Und warum bloß funktionieren auch Wochen nach dem Ereignis ausgerechnet Telefon- und Stromnetz immer noch?

Trotz einiger Schwächen durchaus ein lesenswerter Roman, aber ganz sicher nicht das grandiose Meisterwerk, als das er in manchen Feuilletons gefeiert wird. Da würde ich dann doch lieber auf den guten alten Arno Schmidt zurückgreifen, der ein sehr ähnliches Thema -- der letzte Überlebende eines Atomkrieges irrt durch ein menschenleeres Norddeutschland -- in Schwarze Spiegel tatsächlich meisterlich in Sprache gefasst hat. --Christian Stahl

Pressestimmen

"Ein wundersam großes Buch, ein Roman über das Selbst und die anderen, über Angst und Mut, über die Brüchigkeit jenes Alltags, der uns so fest zu umschließen scheint, und über die unsichere Grenze zwischen Wachheit und Traum - Thomas Glavinics Meisterstück." Daniel Kehlmann, Der Spiegel, 31.07.06

"Dieser Schriftsteller ist bisher deutlich unterschätzt worden. Zeit, das mit dem fünften Roman endlich zu ändern." Kolja Mensing, Die Tageszeitung, 12.08.06

"'Die Arbeit der Nacht' reiht sich ein in die grosse Tradition österreichischer surrealer Endzeit-Literatur - von Kafka über Kubin und Lebert bis Ransmayr. ... Es ist die hohe Schule der Literatur, mit der Thomas Glavinic Liebe und Leere auf paradoxe Art zu paaren weiss. Sein Roman bleibt am Ende weder dem Helden noch dem Leser den Trost schuldig, 'Teil von etwas Grossem geworden zu sein'." Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung, 15.08.06

"Mehr als ein Roman: ein Kunststück im artistischen Sinne. ... Erzähler erzählen Geschichten, Erzähler von Rang wie Thomas Glavinic erschaffen Welten, in denen wir uns verlieren. Und ausnahmsweise ist das Unbehagen während der Lektüre ein Qualitätsmerkmal." Ulrich Weinzierl, Die Welt, 26.08.06

"Ein kühner, ein grandioser Wurf." Daniela Strigl, Der Standard, 06.08.06

"Ein großartiges Buch, düster und melancholisch. Und spannend bis zur letzten Zeile." Jutta Duhm-Heitzmann, NDR Kultur, 18.08.06

"Ein erstaunliches Experiment. 400 Seiten Roman und nur ein Mensch ... Kein Romanstoff könnte langweiliger und ermüdender sein. Glavinic macht daraus ein wahnsinnig poetisches und spannendes Werk." Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.09.06
"Ein so eindringlicher Roman über die Einsamkeit, den Wahnsinn, die Nacht und das Schweigen der Dinge, dass man selbst als ja eigentlich kühl lesender, mit Bleistift bewaffneter Rezensent mehrere Nächte hintereinander lieber mit Licht einschläft ..." Axel Rühle, Süddeutsche Zeitung, 06.09.06

"Thomas Glavinic hat ein grässlich gutes Buch geschrieben. Wären da nicht seine Ängste vor dem Dunkeln, vor der Einsamkeit, es wäre niemals ein so verstörend schönes Buch wie sein neues Werk 'Die Arbeit der Nacht' entstanden." Nina Berendonk, Süddeutsche Zeitung, 19.09.06

"Der Einfall hört sich etwas großmäulig und menschheitsparabelartig an, ist aber genial. Thomas Glavinic hat den Kinderglücksalbtraum beim Wort genommen und seinen Helden Jonas über einen langen, sehr beeindruckenden Roman über mutterseelenallein gelassen. Ein ungeheures Wagnis. Das sich auszahlt." Iris Radisch, Die Zeit, 28.09.06

"Gelingende Literatur rührt immer an das Geheimnis der Sprache, befragt im Erzählen die Sprache: was sie kann, was sie eröffnet oder verfehlt. Das ist ihr spekulativer Schatz, den Thomas Glavinic in seinem Roman zu bergen sucht. ... In Zeiten der realitätsverfallenen Bücher mit ihren Hinterwelten kann mit dieser literarischen Metaphysik in 'Die Arbeit der Nacht' jeder glücklich werden, der weiß: Nur in der Sprache gibt es etwas zu gewinnen." Christian Döring, Der Tagesspiegel, 15.10.06

Alle Produktbeschreibungen

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Jonas wacht eines Tages auf und findet sich in einer leeren Welt: Es gibt keine anderen Menschen, ja nicht einmal andere Tiere... Glavinic beschreibt, wie Jonas sich in dieser Welt zurechtzufinden sucht und sich dabei den Grundfragen der menschlichen Existenz stellt.

Auch wenn der Roman im Grunde genommen 400 Seiten lang um die philosophische Frage kreist, ob ein Baum, der im Wald umfällt, ohne dass es jemand sieht, ein Geräusch macht, gelingt es dem Autor durchgehend Spannung zu erhalten und den Leser mit schaurig-mysteriösen Ereignissen bei Laune zu halten. Stilistisch arbeitet Glavinic mit dem Wechsel von Ort und Zeit, was teilweise zu unbefriedigenden Ergebnissen führt, weil Erzählstränge im Nichts verlaufen und rätselhafte Ereignisse unkommentiert und unaufgelöst bleiben.

Glavinic hat eine nicht neue Idee aufgegriffen und das surreale Einsamkeitsszenario ins moderne Wien gesetzt und so ein phantastisch-existenzialistisches Werk angereichert mit Zutaten des Horror-Genres geschaffen. Summa summarum ist ihm zwar ein interessantes Buch gelungen, nicht aber nicht der ganz große, wegweisende Roman.
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Der Autor trifft ins Volle. Mutig, die konsequente Verfolgung der Geschichte. Als Endzeit- Story weit ab von amerikanischen Romanen unbedingt lesenswert.
Kommentar 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch
Die Grundsituation ist klar: Der Protagonist Jonas wacht eines Morgens auf und ist alleine auf der Welt.
Die Idee ist nicht neu, aber dennoch faszinierend und meiner Meinung nach perfekt umgesetzt.
Thomas Glavinic gelingt hier mit einer simplen Story, auf 400 Seiten in keinem Moment Langeweile aufkommen zu lassen und fesselt den Leser von der ersten Seite an bis zum Ende. Ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden am Stück verschlungen und erinnere mich noch genau, an welchen Stellen es mir wahrlich kalt über den Rücken lief und wo mir die Worte gar eine Gänsehaut auslösten, was bis jetzt nur wenigen Autoren gelungen ist.
Einerseits ist "Die Arbeit der Nacht" wegen der beinahe kafkaesken Ausgangssituation schon allein aus psychologischer Sicht unfassbar interessant und spannend, doch gleichzeitig schafft es Thomas Glavinic mit diesem Werk, Roman-Elemente mit psychothriller-ähnlichen scheinbar unerklärlichen, unheimlichen Phänomenen zu vereinen.
Besonders loben möchte ich übrigens noch einmal den Titel dieses faszinierenden Buches, da die "Nacht" hier personifiziert wird, was für mich stellvertretend ist für die verstörenden Dinge, die sich stets nachts ereignen und die der Protagonist auf Video festhält. Es ist die Nacht als Personifikation, die auf subtile Art und Weise Arbeit verrichtet und letztlich Jonas in den Wahnsinn treibt.
Kommentar 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch
Entweder man läßt sich darauf ein oder nicht: ich kann die 1-Stern oder 5-Stern-Rezensionen verstehen. Ganz oder gar nicht! Kompromisse macht Glavinic keine.
Es ist eine Apokalypse, eine Dystopie. Aber: Keine Vampire, keine Zombies. Nichts! Sogar keine Tiere.
Das mit der Stromversorgung stimmt. Die würde zusammenbrechen wie auch die Wasserversorgung usw.
Aber: Es ist ein Egotrip. Alles ist weg, es gibt nur noch eine Person. Und diese Person ist die Welt. Bzw. alle Welt existiert nur in dieser Person.
Ich würde das Buch als Krankheitsbericht lesen. Und in seiner Stringenz konsequent: Es bleibt nur eine Person übrig.
Fazit: Der "Held" des Buches fasst es kurz zusammen. Ich müsste schlafen, mein Schlafen mit Kameras aufzeichnen und dann tagsüber mein Schlafen analysieren. Bis ich wieder müde werde und schlafen gehe. Wer mit dieser Selbstreferenz nichts anfangen kann, für den ist dieses Romanexperiment nichts.
Für mich selber ist der Roman sehr bewegend, geradezu verletzend. Die Frage nach dem, was menschliche Existenz ausmacht, wird selten so schmerzhaft gestellt. Was bleibt von unserem Menschsein übrig? Was hat einen Wert? Der "Held" des Buches prüft seine Erinnerungen durch und kommt zum für ihn stimmigen Fazit: Der freie Fall...
Kommentar 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Von M. Kossak am 28. Oktober 2008
Format: Taschenbuch
Dieses Buch hat mich geflasht! Innerhalb eines Tages hab ich dieses Buch in mich aufgesogen. Der surreale Kontext hat mich fasziniert und gleichzeitig inspiriert. Da das Geschehen an sich nicht logisch ist, war ja im Prinzip mit allen zu rechnen: Außerirdische, fehlgeschlagener Versuch von Wissenschaftlern, Nah-Tod-Erlebnis oder eine Art Zwischenwelt... Immer wieder tauchen Handlungsstränge auf, die fragen lassen. Was issn da los? Auch in die Paranoia konnte ich mich gut einlesen. Der ganz normale Wahnsinn. Allerdings waren mir einige Ideen des Einsamen doch zu abwegig und gar nicht in die Geschichte passend. Je näher das Ende rückt und der neugierige Leser begierig das Ende der Geschichte und seiner Spekulationen erwartet, desto klarer kristallisiert sich die Enttäuschung, zumindest meine persönliche, über die Nichtbeantwortung so vieler meiner Fragen. Natürlich ist das vom Herrn Glavinic so gewollt, aber mich ärgertŽs trotzdem...;-) deswegen nur drei Sterne...
Kommentar 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Taschenbuch
Wer Glavinic's Romane "Der Kameramörder" und "Carl Haffner" gelesen hat, ist bis fast zum Schluß der Überzeugung: All die wirren Details müßten sich doch im letzten Moment zu einem sinnvollen Ganzen fügen. Vergeblich: Der Unsinn bleibt Unsinn und ungeklärt.

Fazit: "Die Arbeit der Nacht" wirkt wie die Arbeit mehrerer Nächte, in denen der Autor zu viel und vor allem: nichts Bekömmliches geraucht hat.
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden