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Die Apokalypse nach Richard: Eine festliche Geschichte Gebundene Ausgabe – 5. Oktober 2012

4.6 von 5 Sternen 14 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Matthias Matussek, geboren 1954, kam nach Stationen beim Berliner Abend und beim Stern zum SPIEGEL, für den er als Korrespondent und Reporter nach New York, Rio de Janeiro und London ging. Im Herbst 2005 kehrte er in die Zentrale nach Hamburg zurück, wo er bis Januar 2008 das Feuilleton leitete. Heute schreibt er als Autor für das Magazin und agiert als Videoblogger für Spiegel Online. Sein Buch »Wir Deutschen. Warum die anderen uns gern haben können« (2006) stand monatelang auf der Bestsellerliste, und mit »Das katholische Abenteuer« (2011) erging es ihm ebenso.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Wer mit dem bekannten Spiegel-Journalisten und gern gefragten Talk-show-Gast Matthias Matussek (Jg. 1954) aktuell nur einen islamkritischen „katholischen Abenteurer“ (so der Titel seines Bestsellers zum Papstbesuch 2011) oder gar (wie der Freiburger „Christ in der Gegenwart“) einen „Geisterfahrer“ verbindet, der wird, wenn er zum soeben erschienenen vorweihnachtlichem Buch "Apokalypse nach Richard. Eine festliche Geschichte" greift, eines Besseren belehrt.

Hinter Matussek, der seit Jahren im Internet einen spaßigen Video-Blog betreibt und erkennbar auch das Genre der Erzählung beherrscht, der in der ganzen Welt zuhause ist und uns unter anderen Mozart, Dickens, Mark Twain, Hemingway und Hermann Hesse aufbereitet, steckt eine passionierte und verletzbare Seele, die hier zu ihrem sehr persönlichen Ausdruck findet. Er ist identisch mit dem Protagonisten Roman, Richards Sohn, der sich wie sein Vater einer Sache und einem Glauben hingeben und öffnen will, auch wenn er dessen Reinheit nicht erreicht und manchmal wider Willen den Wolfspelz eines Polterers und Berserkers anziehen muss. Die Lage vieler verfolgter Christen und der Identitätsverlust des kirchlichen Christentums ist auch nicht gerade eine "Spaßgesellschaft", aber es lohnt sich, nun einmal einem sanften, humorvoll-ironischen und anrührenden Ton zuzuhören. Ähnlichkeiten mit seiner eigenen familiären und medialen Wirklichkeit sind „zufällig, aber wahrscheinlich unvermeidbar“ (Motto). Das ganze beginnt mit einem Weihnachtswunder am 23. Dezember, der plötzlichen Heilung des Augustinus, Pascal, Buber und Guardini lesenden Patriarchen Richard vom grauen Star.
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Format: Gebundene Ausgabe
"Fast niemand mag ihn" titelte die TAZ 2005 unverhohlen und Matthias Matussek hat als katholischer Talkshowrabauke einiges dafür getan diesem Behauptung gerecht zu werden. Ob Heiner Geißler, Angelika Kallwass oder ein komischer Imam - wer etwas sagte, dass die religiösen Gefühle des SPIEGEL-Autors verletzte, sah sich einem geradezu alttestamentarischen Verbalfuror ausgesetzt. Stets mit dem griffbereiten "katholischen Abenteuer" unterwegs, ließ er sich zur Freude seiner Fans durch diverse Quasselsendungen weiterreichen und verteidigte seine Kirche, seinen Papst, seinen Glauben. Zwar hat er nie mit seinem Buch geworfen und auch mit dem Buch der Bücher nicht. Auf viele wirkte er dennoch befremdlich.

Dass dieser Wüterich schreiben kann wie kaum ein zweiter, dass seine Essays wie jüngst beispielsweise der über Hermann Hesse, inhaltlich wie stilistisch zum Besten gehört, was das deutsche Feuilleton zu bieten hat, ist unzweifelhaft. Trotzdem machte er sich durch seinen eigenwilligen Diskussionsstil nicht gerade beliebt, was ihm angesichts seiner Mission aber wohl auch herzlich egal war.

Wer aber nun händereibend erwartete, das würde bis in die Ewigkeit so weitergehen, der kann sich auf eine Überraschung gefasst machen. Denn eine anrührende Erzählung, eine vielschichtige Weihnachtsgeschichte hätte man wohl – wenn überhaupt, dann nur mit letzter Tinte von ihm erwartet.

"Die Apokalypse nach Richard". Richard, ein 85-jähriges Familienoberhaupt, der mit seiner Frau Waltraud auf die Ankunft seiner Kinder und Enkelkinder zum gemeinsamen Weihnachtsfest wartet. Richard, der davon überzeugt ist, dass an diesem Heiligabend etwas besonderes geschieht.
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Format: Gebundene Ausgabe
Dass der Mann erzählen kann wie der Teufel, war ja hinlänglich bekannt seit seinen Reportagen aus New York, wo Matussek sich als echter Entdecker erwies, indem er verwehte Größen wie Robert Lowry, Cormac McCarthy oder Leonard Gardner mit großartigen Hommagen dem Vergessen entriss. Doch dass der Mann auch den Kurzroman beherrscht, das ist neu. Der kleine, wunderbar quirlige Text ist verdammt gut abgehangen, ohne ein Gramm Fett, ist klug und temporeich - "Die Korrekturen" auf 190 Seiten runtergefahren! Schade, dass viele diesen Könner meiden, bloß weil er Charakter zeigt und sich mit unpopulären Meinungen in die Brandung wagt. Doch wer auf einen wirklich tollen Text aus ist, der mit geraden, schnörkellosen Sätzen besticht, der sollte hier zuschlagen. Denn genau betrachtet muss man lange suchen in hiesigen Breiten, um derart Blitzgescheites zwischen zwei Buchdeckeln zu finden. Hier ist die Rückkehr eines sehr interessanten Autors auf die hiesige Literaturbühne anzuzeigen, der - nach seinen Diogenes-Büchern - viel zu lange als Erzähler weg war. Schön, dass Aufbau ihn ins Boot geholt hat- er hat es mit einem fulminanten Roman zurückgezahlt. Mehr davon, Bitte!
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Ich empfehle den Lesern das letzte Kapitel zuerst zu lesen. Die teilweise filigranen Empfindungen müssen erst herausgefiltert werden. Die Personen und ihr jeweiliges Umfeld habe ich erst nach nochmaligem Lesen klar empfinden können. Vielleicht könnte es auch Teile unseres sozialen Empfindens anstoßen zu einer veränderten Wertung unseres Umfeldes.
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