Facebook Twitter Pinterest
Nur noch 1 auf Lager
Verkauf und Versand durch Bibliothekarius (bitte Anmerkungen unter Artikelzustand beachten). Für weitere Informationen, Impressum, AGB und Widerrufsrecht klicken Sie bitte auf den Verkäufernamen.
EUR 4,79 + EUR 2,99 Versandkosten
+ EUR 2,70 Versandkosten
Gebraucht: Gut | Details
Verkauft von Border-Buch-Vertrieb
Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: Gebraucht - Gut Gebrauchtes Exemplar , ordentlicher Zustand. Altersbedingte Vergilbung möglich. Der Versand aus Deutschland erfolgt mit Rechnung.Umgehender Versand aus Deutschland
Andere Verkäufer auf Amazon
In den Einkaufswagen
EUR 4,90
+ EUR 3,00 Versandkosten
Verkauft von: buchpoint
In den Einkaufswagen
EUR 4,90
+ EUR 3,00 Versandkosten
Verkauft von: buecherkisten
In den Einkaufswagen
EUR 4,90
+ EUR 3,00 Versandkosten
Verkauft von: panamapost
Möchten Sie verkaufen? Bei Amazon verkaufen
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Die Akazie. SZ-Bibliothek Band 22 Gebundene Ausgabe – 14. August 2004

3.1 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe, 14. August 2004
EUR 4,79
EUR 3,99 EUR 0,44
19 neu ab EUR 3,99 81 gebraucht ab EUR 0,44

Der Weltbestseller aus den USA
Basierend auf einer wahren Geschichte - der Roman "Unter blutrotem Himmel" von Bestsellerautor Mark Sullivan hier entdecken.
click to open popover

Hinweise und Aktionen

  • Entdecken Sie die aktuellen BILD Bestseller. Jede Woche neu. Hier klicken


Wird oft zusammen gekauft

  • Die Akazie. SZ-Bibliothek Band 22
  • +
  • Der Mann, der den Zügen nachsah. SZ-Bibliothek Band 24
  • +
  • Der Verfolger. SZ-Bibliothek Band 21
Gesamtpreis: EUR 14,48
Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Der französische Nobelpreisträger Claude Simon, Jahrgang 1913, erzählt seine Lebens- und Familiengeschichte. "Simon legte noch nie ein Buch vor, das so nahe bei ihm selber schien . . . auch wenn 'L'Acacia' ganz offensichtlich kein autobiographisches Buch im gewöhnlichen Sinn ist: nur einzelne Szenen werden aus dem Dunkel gestanzt, einzelne Momente scharf beleuchtet und nach artistischen Gesetzen gestaltet, die den Stoff weit über das Dasein eines einzelnen Menschen hinausheben und das, was zum Teil 'das Leben schrieb' einer ganz anderen Realitätsebene zuordnen . . . Der Autor legt vor, was vielleicht sein schönstes, sein persönlichstes Werk geworden ist". (Neue Züricher Zeitung)

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Sie gingen von einem Dorf zum andern, und in jedem (oder zumindest dem, was davon übriggeblieben war) von einem Haus zum andern, manchmal einem Gehöft auf freiem Feld, auf das man sie hinwies und das sie auf den schlechten Wegen, sich die Füße verrenkend, erreichten, in ihren von gelbem Schlamm verdreckten Stadtschuhen, die eine der beiden Schwestern manchmal ungeschickt mit Hilfe eines Grasbüschels abwischte, in der anderen Hand ihren schwarzen Handschuh, gebückt wie eine Magd, wobei sie mit mürrischer Stimme auf die Witwe einredete, die ungeduldig ihren Fuß auf einen Stein oder eine Grenzmarke setzte, sie gewähren ließ, während sie fortfuhr, mit gierigen Augen die Landschaft abzusuchen, die durchweichten Wiesen, die Felder, die seit fünf Jahren kein Pflug mehr umgegraben hatte, die Wäldchen, wo hier und da noch ein Fleck Grün überdauerte, manchmal ein einzelner Baum, manchmal nur ein Ast, auf dem ein paar Zweige nachgewachsen und durch die zerfetzte Rinde gebrochen waren. Schließlich kannte man sie, gewöhnte sich an sie.

Wenn sie konnten, mieteten sie ein Taxi, in das sie sich alle drei mit dem Kind zwängten und dessen Chauffeur sie mit jener mitleidlosen Habgier der Armen gegenüber den Armen bestahl (nicht, dass sie arm waren - zumindest die Witwe nicht -, da sie Geld genug hatten, um durch dieses Land zu reisen, wo damals das kleinste Hotelzimmer - sofern es ein Hotel gab - soviel kostete wie das Zimmer in einem Palast; nicht diese Art Armut erriet er (der Chauffeur), sondern die andere: die des Unglücks), gleichgültig gegen das scheue Geflüster der beiden Schwestern, während die Witwe ihn bezahlte, einen nach dem andern die schmierigen Scheine aus fasrigem Material abzählte (als wären auch sie befallen, angesteckt von jener Art Lepra, die langsam die gesamte Region, Bewohner und Erdboden, zerfressen zu haben schien, nur so etwas wie Stümpfe, Stummel von Häusern stehen lassend, Mauern, die manchmal von aus anderen Trümmern hervorgezogenen Balken gestützt wurden, darüber Dächer aus Wellblech oder einfach geteertem Papier, gleich Wundverbänden), das Gesicht abwesend oder vielmehr schemenhaft hinter dem schwarzen Kreppschleier, den sie anhob, über die Schulter warf, ihr eingefallenes, ein wenig fettes Fleisch entblößend, wenn sie anhielten, um in irgendeinem Lokal oder vielmehr irgendeiner Kantine zu essen, einem jener in den Schlamm gebauten oder vielmehr gesetzten amerikanischen Barackenlager an der Kreuzung dessen, was früher einmal Straßen gewesen waren, jetzt voller Sumpflöcher, in denen die Lastwagen wild schaukelten und rumpelten, die der Fahrer ihnen manchmal zu besteigen erlaubte, wobei die beiden Schwestern auf der Tragfläche standen, hin und her geschleudert, sich an den Seitenwänden festklammernd, die Frau und das Kind im Fahrerhaus saßen, während der Fahrer (es war ein junger Einberufener, der auf seine Entlassung wartete) geschickt steuerte, um den Schlaglöchern auszuweichen, und aus dem Augenwinkel neugierig das dunkle Profil der Frau in Trauer beobachtete, das sich unter dem durchsichtigen Krepp abzeichnete, gebieterisch und gekränkt zugleich, von jener hochmütigen und unbeugsamen Entschlossenheit geprägt, wie man sie auf den Medaillen an alten Kaiserinnen sehen kann, oder einfach an Verrückten. Es war eine noch junge Frau, unter vierzig, von plumper Gestalt in ihrer Kleidung, deren Auswahl (schwarze Schuhe, schwarze Strümpfe, schwarzer Mantel, schwarze Kappe, von einer schmalen Borte gesäumt, an der der Trauerflor hing) trotz aller Bescheidenheit - oder vielleicht gerade wegen ihrer Kargheit, die die Qualität des Stoffs, des Schnitts, der Accessoires Lügen strafte - etwas Protziges, Theatralisches besaß, gleich jenen Gewändern, wie sie für jene Nonnen irgendeines mondänen und weltlichen Ordens ersonnen wurden, denen man in den Salons oder bei offiziellen Zeremonien begegnen kann, inmitten oder an der Spitze einer Gruppe von Krankenschwestern, und die, eng von Schleiern eingefasst wie jene in Stein gehauenen Masken von liegenden Grabfiguren, nur das Oval freundlicher und zugleich strenger Gesichter zeigen, wächsern und abwesend.

An einem Abend schliefen sie im Schlafsaal eines Klosters (oder einer Mädchenschule), wo die Betten durch an Stangen angebrachte Vorhänge aus weißem Stoff getrennt waren. Einmal schliefen sie in einem Café, dessen Wirt ihnen den Preis für drei Zimmer abverlangte (er sagte, dass er das Kind nicht mitrechnen würde), die beiden Frauen auf Bänken oder Stühlen, die Witwe und der Knabe auf dem Billardtisch, direkt auf dem grünen Tuch, wobei die Witwe lediglich ihren Hut abnahm, den Schleier zusammenfaltete, den sie als Polster auf ihre Handtasche gelegt und daraus ein Kissen gemacht hatte für den Knaben, der bei der spröden und rauhen Berührung mit dem Krepp einschlief, während er dessen Geruch, der ebenfalls gleichsam rauh war, riechen konnte und der schwere Körper aus Stein ausgestreckt neben dem seinen lag. Der Billardsaal war von der Kneipe nur durch eine hölzerne Zwischenwand mit Paneelen aus Milchglasscheiben getrennt, über die bis spät in der Nacht das Geräusch klirrender Gläser und weinseliger Stimmen herüberdrang. Irgendwann stieß jemand einen Flügel der Schwingtür auf, und ein gelber Lichtkegel schoss hervor, hielt einen Augenblick inne, bevor er, während gleichzeitig eine Stimme etwas lallte, wieder verschwand und auf der Retina des aus dem Schlaf geschreckten Kindes das Bild des fetten bourbonischen Profils hinterließ, das ohne Bewegung war, ruhig, furchterregend, der offenen, ins Leere, in die Finsternis gerichteten Augen. Spät in der Nacht (die Lichter waren nun erloschen und die Trinker gegangen) entledigte sie sich behutsam ihres Mantels und breitete ihn über das Kind.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 15. August 2008
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|Kommentar|Missbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 21. Dezember 2009
TOP 1000 REZENSENTam 5. September 2004
22 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|Kommentar|Missbrauch melden

Wo ist meine Bestellung?

Versand & Rücknahme

Brauchen Sie Hilfe?