find Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedFamily AmazonMusicUnlimited Fußball longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Wieso stützt der vermeintlich der Opposition angehörende SPD-Abgeordnete Franz Schindler die CSU-Justizministerin Merk?
Warum riskiert der renommierte Gerichtspsychiater Hans-Ludwig Kröber seinen guten Ruf mit einer haarsträubenden Ferndiagnose im Fall Mollath und verteidigt diese noch nachträglich?
Wieso kommt die Hypovereinsbank damit durch, ihre Geldschiebereien solange zu vertuschen, bis die Steuerstraftaten verjährt sind?
Wie hätte sich Gustl Mollath eigentlich korrekt verhalten können, wenn er die Schwarzgeldgeschäfte aufdecken wollte?

Übrigens sitzen nach offiziellen (!) Zahlen jederzeit durchschnittlich über hundert Menschen unschuldig in bayerischen Gefängnissen (soviele kriegen später Entschädigung).

Dieses Buch ist Ausdruck von echtem Journalismus, der den Skandal um das Einsperren Gustl Mollaths aufdeckt. Nur dank solcher Recherchen konnte Mollath letzlich doch freikommen. Glückwunsch an Herrn Mollath, dass er unter solchen Umständen in der Psychiatrie nicht durchgedreht ist, wie es seine Gegner vielleicht gehofft hatten. Spannender als ein Krimi.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
*
Der Fall Gustl Mollath berührt und dieses Buch zeigt, informativ und spannend geschrieben, die erschreckenden Irrwege der Justiz und der Psychiatrie, die den Rechtsgrundsatz "in dubio pro reo" gegen den Angeklagten ausgelegt hatten! Ob man nun für oder gegen den Menschen Mollath ist, das ist jedem selbst überlassen und die Mühlen der Justiz werden es irgendwann an das Tageslicht bringen. Das Buch fokussiert sich aber vor allen Dingen auf die "Psychiatrie-Spirale", erläutert präzise die verschiedenen Stadien des Falles und gibt dem geneigten Leser die Aufgabe, am Ende selbst zu urteilen. Die vorgebrachten Anschuldigungen gegen Mollath sind stets sehr dürftig gewesen und heute ist es erwiesen, dass keine einzige Anschuldigung rechtens war. Die formale Justiz hält Mollath dennoch weiter in Gewahrsam. Sein Leben ist zerstört, sein Besitz aufgeteilt, er sitzt seit über 7 Jahren in einer Irrenanstalt. Er ist weder für andere, noch für sich selbst gefährlich, aber er wurde aus Gründen, die alleine in einer komplexen, undurchschaubaren Rechtssprechung zu suchen sind, weggesperrt. Das wirft ganz üble Gedanken an die geläufigen Methoden von Diktaturen auf, die unbequeme Menschen zu Millionen als wahnsinnig erklärt hatten! Wo ist hier die Absicht in unserem Rechtssystem und wo fangen die Automatismen an, die solche Fälle maschinenartig abschieben? Wieviele Menschen sind in unserem Land in einer ähnlichen Situation, nämlich aus irgendwelchen aberwitzigen Gründen weggesperrt? Ein gruseliger Gedanke. Gerade diese Woche (Juni 2013) wurde der Fall "Pallmann" in München wieder aufgerollt. Ein genialer Chemiker, 64 Jahre alt, höchst sympathisch, vermögend, aber etwas verschroben. Auch er wird in psychiatrischen Anstalten seit Jahren "nackt abgespritzt und in seiner Pisse liegengelassen" (lt. seinem Anwalt). Auch von ihm geht keine Gefahr aus, er besitzt ein schlossartiges Anwesen auf Mallorca, kommt sehr gut im Leben zurecht, aber benützt Schlüsselwörter, die man in unserer Gesellschaft eher unterlassen sollte. Vor allem die Bayerische Justiz ist ein rotes Tuch für ihn und er hält mit seinem provokativen Vokabular nicht hinter dem Berg. Gibt es auch in diesem Fall Menschen, die an seiner Wegsperrung interessiert sind? Denn es gäbe andere Methoden, solche Menschen zu beruhigen und zu führen, als sie lebenslang von der Gesellschaft auszuschließen.

Es ist erwiesen, dass Mollath störte. Irgendjemanden, irgendeine Organisation aus irgendwelchen Gründen. Denn für den Besitz eines Luftgewehres und eines (erfundenen) Reifenaufstechens kann man keinen Menschen sieben Jahre seines Lebens hinter Gittern bringen. Das wäre schon fast das Strafmaß für Totschlag! Der Fall wühlt auf, sorgt für reichlich Diskussion und Mutmaßungen, und das vorliegende Buch ist der Beweis, dass es mit unserem Rechtsstaat doch noch nicht ganz so schlimm steht, wie es oft dargestellt wird. Dieses Buch durfte nämlich unzensiert erscheinen und den Fall aus der Sicht der Presse darstellen, auch wenn er noch nicht abgeschlossen ist und weiterhin spannend bleibt! Ein sehr gut recherchiertes Buch, ein zeitgeschichtlich wichtiges Werk und wirklich empfehlenswert!
.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Mai 2016
Vor allem im umfangreichsten Kapitel des Buchs über Gutachtenkritik erfahren wir, wie Psychiater es n i c h t machen sollen: Was den Kenntnishorizont eines Psychiaters überschreitet, wird zum Wahn deklariert. Aus der Anschwärzung eines Menschen wird eine prognostische Diagnose gezimmert, ohne diesen je gesehen oder gar gesprochen zu haben. Jemand, der sich für gesund hält und sich deshalb nicht behandeln läßt, wird aus diesem Grund fehlende Krankheitseinsicht bescheinigt. Annahmen ohne Belege werden zu Diagnosen. Vorgutachten werden weder kritisch gewürdigt noch hinterfragt. Was für die Gesundheit des zu Begutachtenden spricht, wird ausgeklammert oder zumindest nur ganz kurz und beiläufig erwähnt. Nachvollziehbare Reaktionen auf widrige Situationen werden zu Symptomen erklärt. So wird der Verlust des Vertrauens in Gott und die Welt aufgrund übergroßen Leids zum negativistischen Weltbild gemacht, was in diesem Zusammenhang nicht neutral als Ideologie, sondern als krankhaft gewertet wird. Schlagfertigkeit des Untersuchten wird zur Scheinlogik umgelogen. Ironie, Humor und Sarkasmus werden zur grenzwertigen Angehobenheit der Stimmung, Lebensgewohnheiten inbezug auf Hygiene (Ablehnung von Seifen mit Zusatzstoffen) oder Nahrungsaufnahme (Bevorzugung von Biolebensmitteln) werden zu bizarren Verhaltensmustern stilisiert. Verzweifelte Appelle wegen rechtswidrigem Verhalten werden als paralogisch (vernunftwidrig) betrachtet. Offenheit (gegenüber anderen Untergebrachten) wird in Distanzlosigkeit, Verschlossenheit (gegenüber dem Personal) in wahnbedingte Ichbezogenheit oder Überheblichkeit umgemünzt. Wer bei regelmäßigen nächtlichen Kontrollen aufwacht und sich darüber beschwert, wird ignoriert (daß man ihm Schlaflosigkeit bescheinigen könnte und diese medikamentös behandeln wollte, wird in dem Buch nicht erwähnt). Kurz: Bei jemand, der zu Unrecht in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen wurde, gilt alles als auffällig und kann gegen ihn verwertet werden.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Mai 2013
Seit Monaten verfolge ich diesen unfassbaren Fall in den Medien und habe fast jeden Bericht gesehen und jeden Artikel gelesen, der zum Thema erschienen ist. Insofern dachte ich, mich als "Kenner" der Causa Mollath bezeichnen zu können, zumindest soweit es die Fakten betrifft, die zwischenzeitlich in der Bevölkerung publik geworden sind. Mit Ungeduld habe ich dennoch das Buch zum Fall Mollath erwartet, zumal es von eben jenen beiden Journalisten verfasst ist, die seit Monaten in der Affäre recherchieren und die meisten Artikel zum Thema (in der Süddeutschen Zeitung) veröffentlicht haben. Ich war gespannt und neugierig, ob das Buch einfach eine Zusammenfassung der bisher bekannten Fakten ist oder neue Erkenntnisse liefern würde. Nun, nachdem ich das Buch komplett "verschlungen" habe - ich sage deshalb verschlungen, weil es sich zum einen sehr flüssig liest und zum anderen spannender als jeder mir bekannte Thriller ist - muss ich sagen, dass dieses Buch meine Erwartungen noch bei Weitem übertroffen hat. Uwe Ritzer und Olaf Przybilla ist es gelungen, diesen wirklich grotesk verschlungenen, bisweilen geradezu verworrenen Fall, in dem so viele verschiedene Komponenten und zeitliche Aspekte eine Rolle spielen, in einen sehr transparenten, verständlichen Zusammenhang zu bringen.
Mit bestem Gewissen möchte ich deshalb hier feststellen: Dies ist definitiv ein sehr wichtiges Buch! Bereits nach wenigen Seiten merkt man, wie tief die beiden Autoren in diesen Fall eingetaucht sind und mit wie viel Akribie, Leidenschaft und Ernsthaftigkeit sie geforscht haben, um diesen Fall lückenlos und verständlich zu durchleuchten. Es fällt in gleicher Weise auf, dass sich die Autoren trotz all der ungeheuren Fakten, welche dazu angetan sind, jeden gesunden Menschenverstand zum überkochen zu bringen, stets um Sachlichkeit und Unvoreingenommenheit bemühen. Viele bisher nicht gekannte Details werden aufgeführt, ungeahnte Verbindungen beweissicher hergestellt, die Vorgeschichte des Rosenkriegs zwischen den Eheleuten Mollath tiefergehend betrachtet.
Besonders ausführlich aber werden die verschiedenen "Gutachten" jener vermeintlichen "Experten" der Psychiatrie besprochen. Und was man hier erfährt, das treibt einem fürwahr den Angstschweiß auf die Stirn. Am Ende der Lektüre bleibt man nur noch rat- und fassungslos zurück und fleht, dass man niemals in die Fänge solcher offenbar völlig gewissenlosen Psychiatrie-Dilettanten gelangen möge.
Abschließend möchte ich noch Folgendes anmerken: Inzwischen sind so viele hieb- und stichfeste Beweise für Mollaths geistige Gesundheit und Unschuld bekannt - sie haben sogar dazu geführt, dass nicht nur der überaus bedeutende Rechtsanwalt Dr. Strate, sondern auch die Staatsanwaltschaft Regensburg selbst (!!!) einen Antrag auf Wiederaufnahme gestellt hat - und trotzdem kommen immer wieder Leute buchstäblich aus ihren Löchern hervorgekrochen, um sich wichtig zu tun und Gustl Mollath zu diskreditieren. Jene "Ich- sage-euch-jetzt-warum-der-Justizskandal-doch-keiner-ist-Besserwisser" zeichnen sich meistens dadurch aus, dass sie von Verschwörungstheorien faseln und davon, wie sich ereifernde Bürger und Journalisten in ein solches Geflecht haben hineinziehen und blenden lassen. Diese Leute verleugnen meiner Meinung nach jegliche menschliche Logik und Vernunft, um aus purer Lust und Laune heraus eine Art Gegenposition im Fall Mollath einzunehmen, vermutlich weiden sie sich so an dem Ärger jener, die dieses Exempel höchster Ungerechtigkeit und Justizwillkür berührt und verletzt. Sogar der "Spiegel", die "Zeit" und der "tagesspiegel" haben sich dergestalt zu wahrhaft infamen Artikeln hinreißen lassen, die ihnen inzwischen, da selbst die Staatsanwaltschaft Regensburg aufgrund der vielen neuen Beweise einen Antrag auf Wiederaufnahme gestellt hat, vermutlich längst leid tun.
Doch noch einmal zurück zum Buch und seinem Inhalt: Ein dickes Bravo an die Autoren, super Arbeit, rundherum gelungen.
Und der Zeitpunkt der Veröffentlichung? Kam dieses Buch, wie hier in Amazon von einer Rezensentin so auffällig schnell platziert und bemängelt, denn nun tatsächlich zu früh? Nein, im Gegenteil: Es kam zu spät, und zwar 7 lange Jahr zu spät. Genau so lang nämlich schon sitzt der Friedensaktivist Gustl Mollath, der nie jemandem etwas zuleide getan hat, zusammen mit den allerschlimmsten Schwerverbrechern, Vergewaltigern und Mördern weggesperrt in der Forensischen Psychiatrie.
Es bleibt nur zu hoffen, dass Gustl Mollath sehr bald wieder ein freier Mann sein wird und all jene, die ihn durch Lügen, Betrug, Falschaussagen, kriminelle Handlungen und Manipulation zu zerstören versuchten, in hohem Maße bestraft werden. Darüber hinaus hoffe ich, dass viele Menschen dieses Buch lesen, und so die Wahrheit über G. Mollath und die gefährlichen Mühlen von Justiz, Politik und Psychiatrie erfahren.
88 Kommentare| 81 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. November 2013
Das Buch beschreibt in einem sehr gut zu lesendem Stil bei hervorragender Einführung und Gliederung der Thematik, mit abschließend übersichtlicher Chronologie, in welch unfaßbar perfides Räderwerk, ein einzigartiges System von rücksichtsloser Bösartigkeit, das Opfer Gustl Mollath geraten ist - und eine furchtbare Warnung für den Leser schwingt gleich noch mit: Jeder Kleinbürger kann mirnichts dirnichts mindestens in Bayern von den Mühlen eines unsichtbar agierenden Willkürsystems zynisch und scheinheilig zermahlen werden.
11 Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juni 2013
Das Buch setzt sich mit den Fakten auseinander.
Fakten, die an die Öffentlichkeit gehören.

Unabhängig davon, wie das Verfahren ausgeht, sollte es uns alle interessieren, wie mangelhaft in unserem Rechtssystem unter Umständen Beweise geprüft und bewertet werden.

Sicher ist kein Rechtssystem perfekt und überall passieren Fehler. Das ist schlimm aber wahrscheinlich unvermeidlich.
Zutiefst beängstigend ist es allerdings, dass unser System anscheinend keinerlei Interesse hat, solche potentiellen Fehler aufzuklären und deren Wiederholung mit aller Kraft zu vermeiden.

Der Autor des Buches ist der Ansicht, dass das, was Herrn Mollath passierte, jedem passieren kann.
und ich als Anwalt muss ihm recht geben.
0Kommentar| 42 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 19. August 2013
Es war eine gute Nachricht, dass das Bundesverfassungsgericht so schnell, den Verstoß gegen unsere Verfassung festgestellt hat. Ich habe den Eindruck, das kann jeden treffen, der vielleicht einmal etwas unbeherrscht seine Partnerin anschreit.
Dem Opfer des Verfahrens ist nach meiner Meinung vorzuwerfen, dass er an der falschen Stelle nicht vorrangig seine Verteidigung vorangetrieben hat, sondern sich als Rächer illegaler Geldgeschäfte betätigen wollte.
Ich kann nicht beurteilen ob diese belegbar sind, aber was mir ins Auge springt, ist eine schlampige Justiz, die psychiatrische Gutachten von Gutachtern favorisiert, die den Betroffenen nie gesehen haben. Es ist für mich erschreckend, dass jemand von allen Anklagepunkten frei gesprochen wird, wenn er verurteilt worden wäre, höchstens mit einer Bewährung von 15 Monaten zu rechnen gehabt hätte, dass ihm aber, das Prädikat „schuldunfähig“ für fast 7 Jahren in die Psychiatrie bringt. Nach einem abgekarteten Spiel, mindestens nach Rechtsbeugung sieht die Sache für mich aus.
Ich wünsche Herrn Mollath, dass sein Fall juristisch aufgearbeitet wird. Adäquat entschädigen, wird man ihm niemals für diese Zeit können. Das Haus ist weg, seine Werkstatt und damit seine Existenzgrundlage. Ob er jemals wieder beruflich Fuß fassen kann das wage ich zu bezweifeln.
Dieser Fall wirft die Frage auf, wie viele Menschen zu Unrecht in deutschen Gefängnissen und Psychiatrien sitzen. Er lässt für mich nur den Schluss zu, für solche Einweisungen sollten Gutachten vorgeschrieben sein, bei denen die unbedingte persönliche Anwesenheit des Gutachters und zu Begutachtenden vorgeschrieben ist. Damit es keine Schummelei geben kann, sollte jeder doppelt begutachtet werden. Der eine sollte natürlich das Gutachten des anderen nicht kennen. Es sollte dem Anwalt vorliegen und wenn es wesentliche Widersprüche gibt sollte man auch noch eine Drittmeinung vor einem endgültigen Urteil einholen. Zu der Begutachtung sollte die Frage gehören ob der Betr. traumatisiert ist, denn das wirft auch ein Licht auf die „Tat“ oder den Zustand eines Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wer unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung steht, und manches deutet in diesem Fall für mich darauf hin, der wird auf manche Belastungen, hier Trennung und Rosenkrieg, überempfindlich reagieren.
Ich danke den Autoren dass sie den Fall recherchiert und das vorliegende Buch geschrieben haben. Es wird nicht das letzte zu dem Fall bleiben, denn es handelt sich sicher um einen der größten Justizskandale der Bundesrepublik.
Ich wünsche Herrn Mollath, dass es ihm gelingt, diese schlimmste Erfahrung seines Lebens innerlich unbeschadet zu überstehen, dazu wird er vielleicht fachlich kompetente Hilfe in Anspruch nehmen müssen, juristisch sicherlich, psychologisch hoffentlich nicht, denn das wird er nach diesen Erfahrungen kaum ertragen können
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juli 2013
Wer dieses Buch in die Hand nimmt, für den werden sich Abgründe auftun. Ein Gerichtsverfahren, das einem die Haare zu Berge stehen lässt, Ärzte, die ohne einen Patienten zu untersuchen schwerwiegende Diagnosen stellen, eine Justizministerin, die sich jeder Verantwortung entzieht ... Auch wer kein Freund von Verschwörungstheorien ist, spürt, dass da etwas ganz gewaltig faul ist.
In diesem Buch haben die Autoren ihre hervorragende journalistische Arbeit bezüglich dieses Falles in einem extrem spannenden und aufschlussreichen Buch zusammen gefasst. Die Tragweite dieses Falles liegt dabei gar nicht so sehr bei der Person Mollath selbst. Vielmehr hat Mollath mit seinem nennen wir es mal querulatorischen Verhalten einem System, das ihn eigentlich vor ihm selbst hätte schützen müssen (durch ein faires Verfahren, kritischen Umgang mit stümperhaften Gutachten usw.) einen Spiegel vorgehalten. Wer das Buch gelesen hat, wird jetzt in den täglichen Nachrichten den erbärmlichen Versuch mit beobachten können, wie das System versucht, seinen Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen. Ein Krimi mit Fortsetzung...
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Juni 2013
Man könnte meinen, dass sich gewisse Herrschaften darauf verständigt haben, lieber einen Mann in die Psychatrie einweisen zu lassen und auf ein schnelles Ende zu hoffen als die Wahrheit über Machenschaften, Beziehungen, Vetternwirtschaft und Rechtsbeugungen ans Licht kommen zu lassen. Umso erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet die zwei Bewertungen dieses Justizthrillers mit einem Stern bereits vor Veröffentlichung dieses Buches abgegeben worden sind. Handelt es sich hierbei um Hellseher, Wahrsager oder nur um bedauernswerte Mitmenschen? Dass ein angeblicher Psychologe, der in seiner Personenbeschreibung lediglich angibt, dass er sich - wie so viele andere Menschen (ohne entsprechendes Studium) - für Psychologie interessiert, den Rest der Nation einliefern lassen würde, macht diesen Justizskandal nicht besser. Zwischenzeitlich sind so viele Fakten ans Tageslicht gekommen, dass gerade Justiz, Finanzbehörden und psychiatrische Gutachter sich in Grund und Boden schämen müssten. Warum wurde ein Mollath als "gemeingefährlich" eingestuft und soll lebenslang in der Psychatrie versperrt werden? Es dürfte auch dem Hobbypsychologen nicht entgangen sein, dass sich ausgerechnet die Punkte, die für die Einweisung geführt hatten, aufgrund hypointerner Untersuchungen widerlegt worden sind. Natürlich wäre eine abschließende Behandlung dieses unglaublichen Justizskandals noch stimmiger und spannender gewesen. Leben wir tatsächlich in einem Rechtsstaat oder kann es jeden von uns treffen? Dieses Buch ist zwar erst nach den allerersten Rezensionen veröffentlicht worden, war aber auch vom Zeitpunkt treffend, damit dieser Fall unter den Augen der Öffentlichkeit - hoffentlich - doch noch ein gutes Ende für Mollath findet und die tatsächlichen Straftäter ihrer gerechten Strafe zugeführt werden können. Aber danach sieht es ja - trotz aller Fakten - leider nicht aus...
0Kommentar| 27 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2013
Den beiden Autoren ist ein ausgezeichnetes und sehr gut lesbares Buch gelungen, welches nicht einmal im Ansatz irgendwelche Verschwörungstheorien verbreitet.
Ganz im Stil ihrer Artikelserie in der Süddeutschen Zeitung klären sie auf eine sachliche und absolut seriöse Art und Weise über den Fall auf. Sie enthalten sich dabei jeglicher Übertreibung oder Polemik.

Der bereits geäußerten Ansicht, das Buch erscheine zu früh, muss ganz entschieden widersprochen werden. Denn ohne den öffentlichen Druck dürfte sich Herr Mollath bis heute nicht die geringsten Hoffnungen auf ein faires und rechtsstaatliches Wiederaufnahmeverfahren machen.

Nur in einer Hinsicht befindet sich das Buch leider noch nicht auf dem aller neuesten Stand. Auf den Seiten 78 f. behandeln die Autoren die Herrn Mollath vorgeworfenen Reifenstechereien. In diesem Abschnitt konnten leider noch nicht die neuesten Ergebnisse der Recherchen des Rechtsanwalts Strate aus Hamburg verarbeitet werden, da sie erst vor wenigen Wochen veröffentlicht wurden.
Liest man den Schriftsatz Strates, der auf dessen Homepage zu finden ist, muss man zu der Auffassung gelangen, dass nicht nur keine Beweise gegen Herrn Mollath vorlagen, sondern noch nicht einmal wirkliche Indizien.

Der Strafrechtsprofessor Dr. Henning Ernst Müller aus Regensburg meint, dass die bloße Hypothese, ( "Der Mollath könnte ein Motiv haben") vom Gericht trickreich zu einer Tatfeststellung ausgebaut worden sei, einzig und allein dazu, eine Grundlage für Herrn Mollaths "Gefährlichkeit" zu schaffen.

Ich zitiere dazu wörtlich aus dem Schriftsatz Herrn Strates: "Sowohl die Behauptung eines in allen Fällen gleichen modus operandi als auch die Feststellung, dass die Schäden meist erst nach Fahrtantritt aufgefallen seien und eine konkrete Gefährdung der Fahrzeugführer herbeigeführt hätten, widersprechen dem Akteninhalt eklatant. Das war frei erfunden."

Herr Dr. Strate konnte mit Hilfe der damaligen Ermittlungsakten der Polizei stichhaltig nachweisen, dass die angeblichen Indizien gegen Herrn Mollath von Richter Brixner mittels geschickter Sachverhaltsverfälschungen bloß konstruiert wurden. Auch das ist ein Grund, weshalb er gegen diesen Richter den Vorwurf der Rechtsbeugung in zahlreichen Fällen erhebt.
Aber bitte lesen Sie selbst den Schriftsatz von Herrn Strate vom 1.5.2013 mit folgendem Aktenzeichen: 7KLs151Js4111/2013WA. Sie finden ihn neben anderen relevanten Schriftsätzen und Presseerklärungen auf seiner Homepage unter der Rubrik "Dokumentation".

Lesen Sie also bitte das Buch und informieren Sie sich zusätzlich dazu im Internet. Weitere interessante Adressen, wie z.B. die Seite gustl-for-help, welche vom Unterstützerkreis Herrn Mollaths eingerichtet wurde, geben die Autoren im letzten Kapitel ihres Buches an.
0Kommentar| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)