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Die Abgehobenen: Wie die Eliten die Demokratie gefährden Kindle Ausgabe
Die Eliten werden immer mehr zur geschlossenen Gesellschaft. Das gilt nicht nur für die Wirtschafts-, sondern zunehmend auch für die politische Elite. Ihre Lebenswelten und die der Bevölkerung driften seit Jahrzehnten auseinander. Sie glauben, dass für sie eigene Regeln gelten und produzieren einen Steuer- und Finanzskandal nach dem anderen. Der renommierte Elitenforscher Michael Hartmann benennt die Folgen: Politikverdrossenheit und Rechtspopulismus.
Die einen schimpfen auf "die da oben", andere auf das Elitenbashing. Dabei lohnt es sich, genau hinzusehen:
- Wer sind die Eliten?
- Wie erneuern sie sich?
- Wie hängen ihre Haltungen und ihre Herkunft zusammen?
Hartmanns Befund: Die Eliten sind ein abgehobener Selbstrekrutierungsbetrieb, der die Demokratie aushöhlt. Nur durch eine durchgreifende soziale Öffnung der politischen Elite ist eine Wende möglich.
Michael Hartmann, renommierter Elitenforscher, setzt mit seinem Buch ein klares politisches Statement zu einem brisanten Thema mit gesellschaftlicher Sprengkraft.
- SpracheDeutsch
- HerausgeberCampus Verlag GmbH
- Erscheinungstermin16. August 2018
- Dateigröße4343 KB
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
»Dieses Buch ist wirklich empfehlenswert.« Andreas Bönte, nacht:sicht, BR Fernsehen, 10.09.2019
»Die Mitglieder der Eliten selbst haben einen ganz eigenen Begriff davon, was ›Elite‹ bedeutet: Sie halten sich einfach für die Besten.« Michael Bittner, Sächsische Zeitung, 03.04.2019
»Die politischen und wirtschaftlichen Eliten in Deutschland sind in ihrer Mehrheit von der Lebenswirklichkeit der breiten Bevölkerung entfernt. Und zwar so sehr, dass sie zunehmend Schwierigkeiten haben, deren Probleme zu erkennen und die Folgen ihrer Entscheidungen für diese Bevölkerung zu verstehen.« Michael Köhler, Deutschlandfunk »Kulturfragen«, 30.09.2018
»Hartmann plädiert für eine Abkehr von der ›neoliberalen Agenda‹, welche er für den erstarkenden Rechtspopulismus verantwortlich macht. Seine Alternative ist ein sozialer Politikwechsel: Als Vorbilder nennt er den demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders, den Anführer der britischen Labour-Partei Jeremy Corbyn oder die spanische Podemos-Partei. Diese hätten es mit ihren glaubwürdigen Forderungen geschafft, wieder große Teile der Bevölkerung zu einer politischen Massenbewegung zu mobilisieren.«, Frankfurter Neue Presse, 11.10.2018
»Die Lektüre lohnt sich. Die sich vertiefende und verfestigende soziale Spaltung in diesem Land ist kein Naturgesetz. Sie ist von Menschen gemacht und sie kann auch von Menschen geändert werden. Es bleibt also Hoffnung.« Rüdiger Lötzer, Politische Berichte, 07.12.2018
»Bevor demnächst uns Thilo Sarrazin, Ex-Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, wieder weiszumachen versuchen wird, dass es der Islam und die Muslime sind, die unsere Welt zerstören, kommt Hartmanns Buch gerade rechtzeitig, um uns darüber aufzuklären, dass unsere Probleme zwar nicht verstanden werden können ohne die globalen Zusammenhänge, in denen sie stehen, dass sie aber eben doch hausgemacht sind.« Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 18.08.2018
»Der renommierte Elitenforscher Prof. Michael Hartmann zeigt jenseits allen ›Eliten-Bashings‹ eindrucksvoll, wie gefährlich es für die Demokratie ist, wenn so genannte ›Eliten‹ immer mehr zu einem exklusiven Club, zu einer geschlossenen Gesellschaft werden. Hartmann beschreibt, was passiert, wenn Lebenswelten von Wirtschaftslenkern und Politikern auf der einen Seite - und ganz normalen Bürgern auf der anderen Seite - immer weiter auseinander driften. Eine kleine Gruppe lebt auf Kosten der Mehrheit, indem sie sich ihre eigenen Regeln gibt und ›einen Steuer- und Finanzskandal nach dem anderen produziert‹.«, SR2 Fragen an den Autor, 09.09.2018
»Die soziale Ungleichheit nimmt zu und bleibt für die Elite eine abstrakte Diskussion – denn sie wissen nicht, wie normale Menschen leben und kennen niemanden, der von existenziellen Sorgen geplagt ist. Trotz ihrer Abgehobenheit treffen sie Entscheidungen, die uns alle betreffen.«, Kontrast, 22.10.2018
»Der Soziologe Michael Hartmann erforscht seit Jahrzehnten die Eliten. In seinem neuen Buch moniert er: Sie werden homogener, vermögender und entfernen sich immer weiter von der Bevölkerung.« Niklas Dummer, WirtschaftsWoche Online, 18.08.2018
»Michael Hartmann, renommierter Elitenforscher, setzt mit seinem Buch ein klares politisches Statement zu einem brisanten Thema mit gesellschaftlicher Sprengkraft.«, Lernwelt, 15.01.2019
Über die Autorenschaft und weitere Mitwirkende
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Begriff "Elite" für Jahrzehnte weitgehend aus der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit verschwunden. Seine erste wirkliche Renaissance erlebte er nach dem Zusammenbruch des Ostblocks. Da wurde plötzlich nicht nur in den Medien, sondern auch von Politikern und Wirtschaftsvertretern1 eine Rückbesinnung auf die Vorzüge von Eliten verlangt und in dieser Frage von den Eliten ein auch offen zum Ausdruck gebrachtes Selbstbewusstsein eingefordert. Deutschland war nach dem Ende des Viermächtestatuts wieder eine der wichtigen und auch politisch uneingeschränkt handlungsfähigen Mächte der Welt. Große Teile der herrschenden Eliten glaubten deshalb, man könne und müsse die Skrupel gegenüber dem Elitebegriff, die aus den Verbrechen der Nazizeit herrührten, nun endlich ablegen. Das sei jetzt endgültig Vergangenheit. Wie Briten, Franzosen oder US-Amerikaner das schon immer handhabten, solle man nun auch als Deutscher wieder offensiv zur Notwendigkeit und Bedeutung von Eliten stehen. Seinen vorläufigen Höhepunkt fand diese Entwicklung in der Exzellenzinitiative für den Hochschulbereich. Man verzichtete zwar seitens der politisch Verantwortlichen letztlich offiziell auf den Begriff "Elite", um die gesamte Initiative nicht durch die Wahl eines Begriffs zu gefährden, der bei der Basis von SPD und Grünen als umstritten galt. Dennoch war der Titel "Eliteuniversität" schnell in aller Munde. "Elite" war zumindest in der medialen Öffentlichkeit wieder zu einem überwiegend positiv besetzten Begriff geworden.
Mit dem Ausbruch der Finanzkrise war diese positive Wende knapp zwei Jahrzehnte später schon wieder vorbei. Hatten die rasant angestiegenen Managergehälter und einzelne Skandale um Steuerhinterziehung bereits vor 2008 immer wieder für skeptische Stimmen gesorgt, schlug die Stimmung nach der Finanzkrise auf breiter Front um. Für viele Menschen war mit der Krise das zentrale Versprechen der herrschenden Eliten und die wesentliche Begründung ihrer neoliberalen Politik, dass letztlich alle von der durchgreifenden Liberalisierung der Märkte profitierten, widerlegt oder zumindest stark infrage gestellt. Dementsprechend ist in großen Teilen der Bevölkerung das Ansehen der Eliten massiv gesunken und stellenweise sogar richtige Wut gegen sie aufgekommen.
Getrennte Lebenswelten
Für die Eliten selbst ist diese Entwicklung nicht nachvollziehbar. Sie halten die herrschende neoliberale Politik im Kern nach wie vor für alternativlos und führen die negative Haltung weiter Bevölkerungskreise ihnen gegenüber in der Regel auf Unwissen und fehlgeleitete Emotionen zurück. Die tatsächlichen Ursachen bleiben ihnen damit verborgen.
Der frühere Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat den entscheidenden Grund für diese Fehleinschätzung Anfang November 2017 in einem Interview mit der Zeit folgendermaßen formuliert: "Schon heute glauben viele Bürger nicht mehr, dass unser Gesellschaftssystem alle gleichermaßen behandelt. Das ist der Hauptvorwurf, den ich den sogenannten Eliten mache: Diesen Leuten fehlt jegliches Verständnis dafür, was ihr Tun in der Gesellschaft auslöst. Die Ignoranz ist enorm."2
Obwohl verwundert, dass ausgerechnet Steinbrück von solcher Ignoranz spricht, der selbst als ausgesprochen abgehobener Politiker gilt - man erinnere sich nur an seine Wahlkampfauftritte 2013 -, so trifft er doch den Kern der Sache. Die Eliten sind in ihrer großen Mehrheit inzwischen so weit von der breiten Bevölkerung entfernt, dass sie zunehmend Schwierigkeiten haben, deren Probleme zu erkennen und die Folgen ihrer Entscheidungen für die Bevölkerung zu verstehen. Ende 2017 zeigte sich das wieder bei der Entscheidung des Siemens-Vorstands, ungefähr 3?500 Stellen in Deutschland zu streichen und dabei drei Werke in Thüringen und Sachsen zu verkaufen oder zu schließen, darunter ausgerechnet das in Görlitz, wo die AfD bei der Bundestagswahl ein Direktmandat gewonnen hat. Die soziale und politische Brisanz dieser Pläne bei einem gleichzeitigen Gewinn von über 6 Milliarden Euro und einer Dividendenausschüttung von 3 Milliarden war dem Vorstand offensichtlich entweder nicht bewusst oder aber egal. Die öffentlichen Reaktionen des Vorstandschefs Joe Kaeser, etwa auf die Kritik des damaligen SPD-Vorsitzenden Martin Schulz, sprechen eher für die erstgenannte Variante. Er argumentierte zumeist rein betriebswirtschaftlich mit den Zwängen des Marktes und berücksichtigte die sozialen und politischen Konsequenzen überhaupt nicht. Bei der Münchener Sicherheitskonferenz im Februar 2018 sprach er in Bezug auf Görlitz dann sogar davon, dass so etwas angesichts der zu erwartenden Auswirkungen der Digitalisierung "eher als Randnotiz gewertet werden" müsse. Dazu passt dann auch die Bemerkung Kaesers auf einer Pressekonferenz, in der er zur zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich erklärte: "Das passiert im Wesentlichen deshalb, weil viele Arbeitnehmer nicht an der Vermögensbildung durch Aktien teilnehmen." Die völlige Entfremdung von der Lebenswirklichkeit der Durchschnittsbürger, geschweige denn des ärmeren Teils der Bevölkerung, ist bei solchen Äußerungen unübersehbar.
Die Lebenswelten von Eliten und Bevölkerung haben sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter voneinander entfernt. Das hat in erster Linie mit der enormen Spreizung der Einkommen und Vermögen zu tun. Alle Mitglieder der Eliten verfügen, selbst wenn man den Kreis großzügig definiert, mindestens über ein fünfstelliges Monatseinkommen und gehören damit zum obersten Prozent der Einkommensbezieher. Außerdem verfügen sie in der Regel auch über deutlich überdurchschnittliche Vermögen. So können sie dort Immobilien kaufen beziehungsweise mieten, wo es für die Normalbevölkerung zu teuer ist, oder ihnen gehören solche Immobilien bereits. Sie sind nicht die Opfer der in allen Ballungsräumen rasant voranschreitenden Gentrifizierung der Wohnquartiere, sondern eher ihre Nutznießer. Ihre Alltagswelt bewegt sich damit auch räumlich immer weiter von der der breiten Bevölkerung weg. In anderen Fragen wie etwa bei gesundheitlichen Problemen oder bei der Ausbildung ihrer Kinder stehen ihnen ebenfalls Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung, die die meisten Menschen hierzulande nicht haben.
Privatschulen spielen beim Schulbesuch allerdings nicht die Rolle, die ihnen in den Medien oft zugeschrieben wird. Von den Kindern der 2012 interviewten Elitenmitglieder waren gerade einmal acht auf einem Internat im In- oder Ausland und auch nur weitere 14 auf einer anderen Privatschule, vor allem Waldorfschulen, insgesamt ein verschwindend geringer Prozentsatz. Auch die Anzahl der auf britischen Internaten weilenden deutschen Schüler ist entgegen allen Meldungen interessierter Vermittlungsagenturen über die Jahre hinweg ziemlich stabil bei um die 2?000 geblieben. 2015 waren es von 27?200 ausländischen Schülern dort gerade einmal 1?930.3 Weit wichtiger ist in dieser Hinsicht, dass die Elitenmitglieder in den wohlhabenden Vierteln einer Stadt wohnen, die Kinder dementsprechend auf die besseren Grundschulen kommen, danach so gut wie immer auf ein Gymnasium gehen und die Eltern bei der Wahl eines Gymnasiums über die Qualität der infrage kommenden Gymnasien Bescheid wissen. Dasselbe gilt später auch bei der Wahl der Hochschule. Man kennt sich einfach aus.
Die aus bürgerlichen oder großbürgerlichen Familien stammenden Elitenmitglieder, das heißt fast zwei von drei, verfügen außerdem nicht nur über hohe Einkommen und Vermögen aufgrund der eigenen Spitzenposition, sondern zusätzlich auch über ererbtes familiäres Vermögen. Nach einer Schätzung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge geht ein Drittel aller Erbschaften in Höhe von über 300 Milliarden Euro pro Jahr an die oberen 2 Prozent.4 Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet in einer neuen Studie sogar mit 400 Milliarden Euro pro Jahr. Das mittlere Erbvolumen...
Produktinformation
- ASIN : B07FX8GTZX
- Herausgeber : Campus Verlag GmbH; 1. Edition (16. August 2018)
- Sprache : Deutsch
- Dateigröße : 4343 KB
- Text-to-Speech (Vorlesemodus) : Aktiviert
- Screenreader : Unterstützt
- Verbesserter Schriftsatz : Aktiviert
- X-Ray : Nicht aktiviert
- Word Wise : Nicht aktiviert
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 277 Seiten
- ISBN-Quelle für Seitenzahl : 3593509288
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 292.034 in Kindle-Shop (Siehe Top 100 in Kindle-Shop)
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"...Insgesamt ein soziologisch aufschlussreiches Buch, dessen Sachaussagen im Wesentlichen empirisch gut fundiert sind und dessen politisches Plädoyer..." Mehr
"...Dieses sehr gut recherchierte Buch ist allen, die sich politisch engegieren oder ihr Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge erweitern wollen,..." Mehr
"...In Allem: Das handliche Buch kommt mit einem Überblick über Elite(n) mit dem Schwerpunkt USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland...." Mehr
"Dieses Buch liest sich sehr gut und war mir hilfrech beim Sammeln von Informationen usw.. Es nennt, aber es verschweigt auch viele Fakten...." Mehr
Kunden sind mit dem Buch zufrieden und beschreiben es als informativ. Sie sagen, dass es hilfreich beim Sammeln von Informationen ist und gut über die jetzige Regierung berichtet.
"...Interessantes Buch über sie Eliten unserer Zeit, gute Informationen über unsere jetzige Regierung !..." Mehr
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- Bewertet in Deutschland am 9. November 2023Konkret untersucht Hartmann die Gründe für das zunehmende Auseinandertriften und die wachsende soziale Spaltung der heutigen Gesellschaft. Den Hauptgrund dieser Entwicklung sieht er im Gegensatz zu vielen anderen populären Theorien z. B. zur Globalisierung und ihren Auswirkungen primär in der Dominanz und Durchsetzung einer neoliberalen politischen Agenda und ihren Folgen in den letzten Jahrzehnten die sich v. a. in einer zunehmend ungleichen Verteilung der Steuerlast durch übermäßige steuerliche Entlastungen zugunsten von großen Vermögen und Kapitalwerten niedergeschlagen hat (z. B. Abschaffung der Vermögensteuer, Quasiabschaffung Erbschaftssteuer, Senkung Kapitalertragsteuer etc.), wodurch es diesen Vermögen gelingt seit Jahren "ungehindert" anzuwachsen. Hinzu kommt eine Stagnation der Durchschnittslöhne bei gleichzeitig wachsender Unsicherheit durch Flexibilisierung. Die unbestrittene Dominanz der neoliberalen Agenda resultiert laut dem Autor aus einer zunehmenden Entfremdung der beiden Haupteliten in Wirtschaft und Politik vom "normalen Volk" durch ihre zunehmende Homogenisierung durch zunehmende sozial- exklusive Rekrutierung aus dem Großbürgertum (den "oberen Zehntausend"). Während die wirtschaftliche Elite sich seit je aus dem eigenen Milieu und weniger durch Leistung rekrutierte treffe dies in steigendem Ausmaß auch auf die politische Elite zu, die so ihre bisherige Kontroll- und Ausgleichfunktion zur Wirtschaftselite verliere und stattdessen mit dieser, bedingt durch den gemeinsamen sozialen Hintergrund und daraus resultierenden geteilten Wahrnehmungen und Werten, zu einer Interessengemeinschaft verschmelze. Diese zunehmende Entfremdung der Eliten von der Normalbevölkerung sieht Hartmann auch als Grund für den Aufstieg des Rechtspopulismus in den letzten Jahren. Als Ausweg aus den Misere nennt er das Aufkommen neuer linker Graswurzelbewegungen jenseits des bisherigen politischen Establishments um der bisherigen neoliberalen Politik entgegentreten zu können, konkret nennt er Corbyn in UK und Bernie Sanders in den USA als Beispiele. Die Ziele dieser Bewegungen sollten v. a. in einer gerechteren und ausgeglicheneren Steuerpoltik, also höherer Besteuerung der großen Vermögen liegen.
- Bewertet in Deutschland am 1. Oktober 2018Hartmann definiert „Elite“ primär über Machtausübung, genauer über die Fähigkeit, gesellschaftliche Entwicklungen zu beeinflussen. Man hätte hier zwischen Macht-, Wohlstands- und Leistungseliten differenzieren können, aber für das Erkenntnisinteresse dieses Buches ist Hartmanns Definition ausreichend. Leider erläutert er allerdings die Begriffe „Bürgertum“ und „Großbürgertum“ nicht näher, mit denen er ebenfalls ständig operiert.
In den westlichen Gesellschaften könne von einer einheitlichen (Macht-)Elite, vielleicht mit Ausnahme von Frankreich, nicht gesprochen werden, gleichwohl seien die Eliten zunehmend exklusiv und homogen. Auch in Deutschland sei eine starke Annäherung der einzelnen Eliten zu konstatieren, inklusive einer deutlichen Zunahme der Personalfluktuation v.a. zwischen Wirtschaft und Politik in den letzten Jahrzehnten.
Im Wesentlichen seien die Eliten immer noch national geprägt (90ff.). Internationale Gruppen wie die „Bilderberger“ seien weitaus weniger bedeutend als sie, zumal im Rahmen von Verschwörungstheorien, oft eingeschätzt würden. Bei einer echt internationalen Elite seien die Möglichkeiten wirksamen Widerstandes auch weit geringer.
Die zentralen Machpositionen seien in der Politik und in der Wirtschaft angesiedelt, wobei bzgl. letzterer vor allem die CEOs großer Konzerne und Banken anzusprechen seien. Reiche Privatmänner seien nur dann wirklich einflussreich, wenn es sich um Milliardäre handle. Hier sei die Machtausübung durch Spenden, die zuvor den Steuereinnahmen entzogen wurden und über die dann direkt Politik und Kultur mitbestimmt würden, zentral (24). Ebenfalls großen Einfluss hätten Inhaber der Spitzenpositionen von Verwaltung und Justiz, die der Medien und der Wissenschaft bereits nur noch nachgeordnet. Nur einige wenige Intellektuelle wie Jürgen Habermas verfügten über echten Einfluss, und auch dieser sei noch recht zweifelhaft, es sei denn die Intellektuellen seien selbst reich und sehr gut mit Wirtschaft und Politik vernetzt wie Bernard-Henri Levy (42). In Krisenzeiten könnten allerdings auch oppositionelle Intellektuelle einflussreich werden (wie Marcuse etc.).
Nach Hartman war der Elitenbegriff in der BRD bis etwa 1990 diskreditiert, dann wurde er, u.a. durch die Exzellenzinitiative im Hochschulbereich, rehabilitiert (7). Seit der Finanzkrise 2007/2008 schlug die Stimmung aber wieder um, wobei sich die Elitenkritik vor allem mit Rechtspopulismus verbinde (Deutschland, Österreich, Italien, Osteuropa), in einigen europäischen Ländern wie Großbritannien aber auch mit von Hartmann für richtig und notwendig gehaltenen links-egalitären Gegenbewegungen.
Die Herkunft der politischen Elite präge wesentlich ihre Entscheidungen, wie sich empirisch zeigen lasse (150ff.). Die Politiker seien heute sehr weitgehend Bürgerkinder mit guten Verbindungen zur Wirtschaft. Die zunehmend homogenen und exklusiven Eliten setzten heute quasi geschlossen neoliberale Politik durch. Eine überzeugende Antwort auf den Rechtspopulismus setze aber gerade die Abkehr von neoliberaler Politik voraus, wie der Vergleich der Entwicklung der sozialdemokratischen Parteien in Deutschland oder Österreich mit der der Labour Party unter Corbyn in GB zeige.
Bis etwa 1980 sei in den westlichen Gesellschaften, bedingt durch die extrem lange Boomphase der Nachkriegszeit und die dadurch begünstigte Dominanz keynesianistischer Vorstellungen, ein deutlicher Rückgang der sozialen Ungleichheit zu konstatieren, dann, seit der Durchsetzung der neoliberalen Gegenkonzepte unter Reagan und Thatcher, in GB und US wieder eine massive Zunahme, seit Ende der 1990er Jahre auch in Deutschland. Inzwischen sei die soziale Ungleichheit sogar größer als in den 1920er Jahren. In Deutschland sei von 1999-2015 zwar ein starker Rückgang der Arbeitslosen,- aber ein Anstieg der Armenrate zu verzeichnen (119). Die Vermögensverteilung in Deutschland sei heute konzentrierter als in allen anderen Industrieländern mit Ausnahme der USA, wobei die großen Vermögen wesentlich ererbt seien (124). All dies wird empirisch gut belegt, Hartmanns „Armuts“begriff ist allerdings doch zu unklar und meint vermutlich nur relative im Vergleich zum Medianeinkommen der gleichen Gesellschaft. Es müsste klarer zwischen dieser sozialen Ungleichheit und Armut im Sinne unzureichender Befriedigung existenzieller Bedürfnisse differenziert werden (106ff.).
Hauptverantwortlich für die massive Zunahme der Ungleichheit seien jedenfalls politische Entscheidungen von Oberklassenpolitikern (Thatcher usw.), v.a. massive Steuersenkungen für die Reichen, Deregulierung der Märkte, massiver Kampf gegen Gewerkschaften in den 1980ern in GB und US (112f.).
In Deutschland erfolgte die Umverteilung von unten nach oben v.a. im Zuge der Agenda 2010 (Arbeitsmarkt/Sozialpolitik) und Steuerpolitik: Einkommens-, Körperschaft-, Erbschaft-, Mehrwertsteuer. Durch Hartz I/II erfolgte die Ausweitung des Niedriglohnsektors, was zur Zunahme der Leiharbeit führte. Eine echte neoliberale Wende sei hier erst 1999 mit dem Rücktritt Lafontaines (Nachfolger Eichel) als Finanzminister möglich geworden, in den 1980ern waren die Gewerkschaften noch zu stark. Das Ende der DDR und scheinbare Erfolge in GB/US hatten neoliberalen Überzeugungen dann jedoch die „Diskurshoheit“ verschafft. Die Steuern auf Unternehmensgewinne wurden 1999-2002 drastisch gesenkt (130). Gleichzeitig wurden die Finanzmärkte dereguliert. Argument war die Konkurrenzfähigkeit des Finanzplatzes Deutschland. Der Verbriefungsmarkt als Teil dieses Prozesses sei dann aber wesentliche Ursache der Finanzkrise gewesen (135).
Hartmann konstatiert auch „getrennte Lebenswelten“ zwischen den Eliten und der breiten Bevölkerug, wobei das teilweise nicht empirisch abgesichert ist. Er kritisiert zu Recht, dass in den etablierten Medien nur von Fake News der Neuen Medien geredet und demgegenüber die eigene „objektive“ Darstellung betont werde, die nicht gegeben sei, sowie dass die neoliberale Politik als alternativlos dargestellt werde. Unter Reichen dominiere die Auffassung sich nicht an Gesetze (Steuern) halten zu müssen (17ff.).
An Elite-Unis und bei Elite-Jobvergabe sei gemäß Interviews etc. weniger reine Leistung als gemeinsamer Habitus ausschlaggebend (50ff.). Am ausgeprägtesten sei dies in Frankreich, gefolgt von Japan (52ff.). In Deutschland gibt es ja keine echten Eliteschule/unis, aber der bürgerliche Habitus sei hier ausschlaggebend für den späteren beruflichen Aufstieg (64ff.). Dieser Habitus habe sich dabei in den letzten Jahrzehnten auch teilweise gewandelt; kulturelle Interessen seien seit etwa 2000 deutlich weniger wichtig geworden (71ff.). Auch gewisse Modenormen hätten sich geändert, z.B. seien früher Bärte unter Topmanagern nicht erwünscht gewesen (73). Interessanterweise seien fast alle männlichen Vorstandsmitglieder größer als 1,80m. Der verstärkte Aufstieg von Frauen in Chefetagen habe zum Rückgang sozialer Aufsteiger unter den Männern geführt („Bürgertöchter verdrängen Arbeitersöhne“) (74f.).
Steuerhinterziehung werde unter Reichen vorwiegend als Kavaliersdelikt, Steuern als staatl. Raubzug gesehen (156ff.). Dies differiere aber nach eigener sozialer Herkunft; bei Aufsteigern sei zumindest das Bewusstsein tendenziell vorhanden dass staatl. Bildungsförderung etc. den eigenen Aufstieg begünstigt habe und hierfür Steuergelder nötig gewesen seien (177ff.).
Die Begründungen für extrem hohe Managergehälter (internationaler Arbeitsmarkt, drohende Abwerbung durch US-Firmen etc.) seien absurd, da tatsächlich trotz höherer US-Gehälter sehr wenig dt. Manager im Ausland tätig seien; der Grad entspreche etwa dem im Profifußball in den 70ern, während dieser heute tatsächlich internationalisiert sei (184ff.).
Unter den Eliten dominiere im Gegensatz zur Normalbevölkerung die Ansicht die Finanzkrise sei durch die Staatsverschuldung und nicht die Deregulierung der Finanzmärkte verursacht. Tatsächlich sei erstere aber bis 2007/8 in den meisten europ. Ländern rückläufig gewesen Auch hier sei die Prägung durch das Elternhaus zentral (192ff.). Überwiegend sei kein „Blick für die Armut“ vorhanden (204ff.). Hartz 4 – Empfänger würden genauer überprüft als Steuerhinterzieher (209f.). Die angebliche generelle Liberalität der Eliten beschränke sich tatsächlich meist auf die Wirtschaft.
Die AfD wurde von 2014-18 von einer Eliten- zur „Protestpartei“ mit überdurchschnittlichem Rückhalt in Arbeiter- und Arbeitslosenkreisen. Viele ihrer neuen Wähler sind ehemalige Nichtwähler. Hier liege auch die Basis des Erfolgs der Rechten in Polen. Diese Gruppe sei aber auch relativ leicht wieder für linke Parteien zu gewinnen, wenn echte solche gesehen würden, im Gegensatz zu rechten Stammwählern (226ff.). Corbyn in England demonstriere das auch.
Hartmann sieht 4 Zukunftsmodelle, die durch Merkel („weiter wie bisher“), Macron (einzelne Politiker als Heilsbringer, die tatsächlich alte Politik fortführen/radikalisieren), Kurz (Einbindung der Rechten) und Corbyn (linke Wende) repräsentiert würden. Zukunftsträchtig seien nur Macron und Corbyn, wobei, wenn ein Interesse an sozialer Gerechtigkeit bestehe, dem letzteren der Vorzug zu geben sei. Ein Politikwechsel in diesem Sinne sei sehr wohl realisierbar, auch wenn dies in den traditionellen Medien gerade in Deutschland durchgängig verneint werde. Wichtig hierfür sei die Verbindung von einem Teil der Eliten, einer breiten Parteibasis und einer außerparlamentarischen Opposition. Dieser Gedanke hätte noch genauer ausgeführt und empirisch untermauert werden können und sollen.
Insgesamt ein soziologisch aufschlussreiches Buch, dessen Sachaussagen im Wesentlichen empirisch gut fundiert sind und dessen politisches Plädoyer von einer humanistischen normativen Grundhaltung aus nachvollziehbar ist. Kritisch anzumerken wäre, dass angesichts des teilweise polemisch-moralisierenden Tons, der diesbezüglich angeschlagen wird, der inhaltlichen Widerlegung der neoliberalen Argumente etwas zu wenig und der soziologisch-ökonomischen Erklärung ihrer Genese etwas zu viel Gewicht eingeräumt wird.
- Bewertet in Deutschland am 25. September 2018Wer beim Lesen des Buches nicht mehrfach unflätige Schimpfwörter ausstößt, hat entweder ein dickes Fell oder gehört zu den Superreichen. - Dieses sehr gut recherchierte Buch ist allen, die sich politisch engegieren oder ihr Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge erweitern wollen, unbedingt zu empfehlen, - Wenn wir schon verkauft werden, sollten wir wissen, von wem.
- Bewertet in Deutschland am 17. September 2018Ein sehr Interessantes Buch über sie Eliten unserer Zeit, gute Informationen über unsere jetzige Regierung ! Mit all den Eliten aus SPD , CDU und CSU .Grüne und FDP wurden vernachlässigt! Die AfD kam leider nicht zum Thema Eliten ! Wo kamen sie her und was wollen sie ! ? Ansonsten ein muss für jedenedr einmal hinter die verlogene Welt der Politik schauen will.


