Lade die kostenlose Kindle-App herunter und lese deine Kindle-Bücher sofort auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer – kein Kindle-Gerät erforderlich.
Mit Kindle für Web kannst du sofort in deinem Browser lesen.
Scanne den folgenden Code mit deiner Mobiltelefonkamera und lade die Kindle-App herunter.
Bild nicht verfügbar
Farbe:
-
-
-
- Herunterladen, um dieses Videos wiederzugeben Flash Player
Dem Autor folgen
OK
Die Abenteuer des Röde Orm: Roman Taschenbuch – 1. Juli 1997
Wie eine nordische Saga beginnt und endet, höchst stilvoll, diese Wikingergeschichte. Was dazwischen liegt, ist aber alles andere als feierlich, sondern spannend und vergnüglich zu lesen. Mit Speeren, Äxten und Menschenleben geht man allerdings sorglos um, Hauptsache, die eß-, trink- und liebesfreudigen Helden haben ihren Spaß! Die Geschichte beginnt so: Orm, Mutters Jüngster, verzärtelt und hypochondrisch, wird von plündernden Nachbar-Wikingern verschleppt. Das Schiff, auf dem die Nordmänner zu ihrem alljährlichen Raubzug gen Spanien fahren, kapern die Mauren. Leider sehen sich die Wikinger eines Tages genötigt, einen ihrer maurischen Widersacher zu erschlagen, und müssen deshalb - nicht ohne Hinterlassung aufrichtiger Entschuldigungen an den Kalifen von Cordova - fliehen ...
- Seitenzahl der Print-Ausgabe608 Seiten
- SpracheDeutsch
- Herausgeberdtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
- Erscheinungstermin1. Juli 1997
- Abmessungen12 x 3.72 x 19.1 cm
- ISBN-103423200553
- ISBN-13978-3423200554
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Produktbeschreibungen
Werbetext
Orm wird von plündernden Nachbar-Wikingern verschleppt …
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 26. Edition (1. Juli 1997)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 608 Seiten
- ISBN-10 : 3423200553
- ISBN-13 : 978-3423200554
- Originaltitel : >Röde Orm<
- Abmessungen : 12 x 3.72 x 19.1 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 320.509 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 1.246 in Klassische Action & Abenteuer
- Nr. 6.664 in Humoristisch
- Nr. 9.541 in Klassiker (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Entdecke mehr Bücher des Autors, sieh dir ähnliche Autoren an, lies Autorenblogs und mehr
Kundenrezensionen
- 5 Sterne4 Sterne3 Sterne2 Sterne1 Stern5 Sterne63%21%8%4%4%63%
- 5 Sterne4 Sterne3 Sterne2 Sterne1 Stern4 Sterne63%21%8%4%4%21%
- 5 Sterne4 Sterne3 Sterne2 Sterne1 Stern3 Sterne63%21%8%4%4%8%
- 5 Sterne4 Sterne3 Sterne2 Sterne1 Stern2 Sterne63%21%8%4%4%4%
- 5 Sterne4 Sterne3 Sterne2 Sterne1 Stern1 Stern63%21%8%4%4%4%
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.-
Spitzenrezensionen
Spitzenrezensionen aus Deutschland
Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuche es später erneut.
In Frans Bengtssons ‚Die Abenteuer des Röde Orm‘ begegnen wir dem namensgebenden Wikinger Orm Tostesohn mit den nicht ganz Wikinger-schicklichen Charakterzügen (etwa einem Hang zu Hypochondrie!), aber immerhin einem roten (röde) Bart. Wider Willen muss er als Gefangener einen Plünderzug mitmachen und wird, zu seiner bleibenden Verwunderung, bald zum Freund und schließlich zum Häuptling seiner Häscher. Die große Fahrt führt ins islamische Andalusien und in die Dienste des Kriegsherrn al-Mansur, welcher gegen die Franken kämpft. Dort beweisen die Wikinger nicht nur Kämpferqualitäten, sondern stehen auch für ihren Ruf ein: Als sie eine Chance entdecken, den vor langer Zeit geschehenen Tod ihres Häuptlings (Orms „Vorgänger”) durch die Andalusier zu rächen, wird nicht lange gefackelt, und mag es auch den Verlust von Reichtümern, Frauen und sieben Jahre Arbeit bedeuten.
Ein Wikinger weiß, was er auf sich hält! Von Andalusien aus verschlägt es Orms Mannen dann in aller Eile an den Hof des Königs Harald Blauzahn; mit Bräuten, neuen Freunden und neuen Feinden weiter nach Mittelschweden; nach England; und endlich nach Bulgarien, immer auf der Suche nach guter Beute, und unter der Fahne des Wikinger-„Way of Life“. Doch: Erlangter Reichtum will bewahrt sein!
Mit scharfem Auge und historischer Akkuratesse zeichnet Bengtsson ein Bild vom Leben und Treiben der Wikinger gegen Ende des ersten Jahrtausends AD. Kriege und Seereisen, doch auch Handel und sogar die Thinggerechtigkeit werden thematisiert. Große Achtung gebührt dem Autor dafür, dass seine Geschichte zu keinen Schlüssen zwingen will und die Wertvorstellungen ihrer Leser ihr gleichgültig sind — aber nicht, um zu schocken, wie es so viele Bücher heutzutage wollen, oder um mit vermeintlichem Realismus erzählerische Schwächen zu kaschieren, nein: sondern weil für eine Geschichte über die Wikinger nur die Wertvorstellungen der Wikinger von Belang sind. Das heißt: „Wein, Weiber und Gesang”, Sklavenhandel sogar durch jene, die einst Sklaven waren, gelegentlicher Totschlag an nervenden Nachbarn und insbesondere an christlichen Priestern, ohne, dass der Autor den Zeigefinger erhebt. Umgekehrt verlangt Bengtsson nicht wie bspw. Robert Low von uns, uns mit Männern zu identifizieren, die im Blutrausch zu Bestien werden.
Viel Raum wird den sozialen und religiösen Konflikten jener Zeit gewidmet, immer karikiert durch die Leichtigkeit, mit der die Protagonisten diese durchbrechen — Konvertierungen von den nordischen Göttern zum Islam und vom Islam zum Christentum inbegriffen! Der Schreibstil ist dabei herrlich altmodisch, er knistert wie ein Lagerfeuer und schäumt wie ein Krug von dem Bier, das Orms Recken in Massen kübeln. Den bluttriefenden Realismus, die Härte eines Low oder Bernard Cornwell darf man nicht erwarten; allein wer dies tut, der kann sich an die eigene Nase packen, denn er hat sich sehr geirrt, was das Genre von ‚Die Abenteuer des Röde Orm‘ angeht.
Stets beweist der Autor einen grandios subtilen Humor. Brüllen vor Lachen, wie manche Rezensenten enttäuscht glaubten, es sei ihnen versprochen worden, wird man nicht: Es ist die Situationskomik, die Leichtigkeit, die dem Leser ein Lächeln ins Gesicht malt und lange dort stehen lässt… wenn beispielsweise der vom Islam wegkonvertierte Orm sich auf einmal als christlicher Missionar betätigt und zum Entsetzen eines befreundeten Priesters das muslimische und das christliche Glaubensbekenntnis verwechselt. Und woher der Sinneswandel? Ein Wikinger weiß, was er auf sich hält und ehrt die Götter, die gerade am nützlichsten sind.
Wie einige Rezensenten kritisiert haben, wird dem Religiösen viel Raum gelassen. Doch dies passt nur allzu gut zu Schilderungen über eine Zeit, in der das Treiben von Göttern, Teufeln, Dämonen und Hexerei eine zentrale Rolle im Denken der Menschen einnahmen. Heutige Maßstäbe anzulegen ist da völlig verkehrt. Dies trifft meines Erachtens nach auf vieles andere zu, das hier kritisiert wurde. ‚Röde Orm‘ ist kein Uthred und will es auch nicht sein. Überhaupt muss bedacht werden, dass Bengtssons Werk im Jahr seines Erscheinens geradezu skandalös plastisch war. Wer also nicht mit falschen Erwartungen an dieses Buch geht, nicht auf jeder Seite Blut und andere Körperflüssigkeiten fließen sehen will und einen Sinn für das Skaldenhandwerk hat, der wird hier exzellent bedient.
Fazit: Herrlich altmodisch, humorvoll und — trotz historischer Genauigkeit — eine gute Abwechslung zu heutigen historischen Romanen, die immer nur Romanze oder Gemetzel bieten. → ■■■■■
Der Roman beschreibt das bewegte Leben des "Röde Orm", also des rothaarigen Normannen Orm Trosteson, angefangen von seiner eher unfreiwilligen ersten Fahrt in einem plündernden Wikingerschiff, bis zu seinem ruhigeren Lebensabend.
Die Geschichte spielt sich nicht - wie ich zuerst dachte - ausschliesslich auf Normannenschiffen ab. Zwar unternimmt Orm zahlreiche Reisen, doch handelt ein grosser Teil auch von seiner Sesshaftigkeit auf seinem kleinen Hof, dem Leben mit den Nachbarn, den "Things" und der Christianisierung des Landes.
Glaube und Religion ist überhaupt ein wichtiges Thema in diesem Roman, denn die Normannen glauben an das, was ihnen Glück bringt - sehr zum Verdruss der missionierenden Priester, die mitunter auch mal tief in die Tasche greifen, um einen Häuptling in einen Vorzeigechristen zu verwandeln ,o)
Der langen Rede kurzer Sinn: ich habe viel gelacht! Um einen kleinen Eindruck über die Geschichte zu erhalten, reicht es fast, die Titel der Vorrezensionen zu überfliegen: "Ein Genuss" - "Immer feste drauf" - "Darauf lasst uns trinken" - "Selten so gelacht im Geschichtsunterricht!" (...)
Das sagt eigentlich alles und bestätigt auch meinen persönlichen Eindruck.
Darum bleibt mir eigentlich nur noch allen Normannen-Interessierten viel Freude bei diesem ausgesuchten Roman zu wünschen, der von den raufenden, mutigen, bierdürstenden, silbergierigen, rastlosen wie heidnischen Christen berichtet, und das in einer liebevoll-naiven und ganz eigenen Art und Weise.
So weit können viele historische Romane mithalten, was 'Röde Orm' einzigartig macht, sind die geschichtliche Detailtreue und die Unbewegtheit in der moralischen Beurteilung des Geschehens. Und es gelingt bis zum Ende des Buches, dass alle Taten der Charaktere im zeitgemäßen Kontext stehen gelassen werden. Der Antrieb ist die Suche nach Glück und alle Handlungen folgen diesem Prinzip. Vor diesem Hintergrund wird Tod und Verletzung zwar als Unglück aber ebenso als natürlichste Sache der Welt verstanden ebenso wie die stattfindende Konvertierung des Orm zum Christentum nicht auf Basis des Glaubens geschieht, sondern weil der neue Gott einfach mehr Glück bringt.
Alles in allem ist Röde Orm ein tolles Buch. Es ist Bengtsson gelungen die beschränkte, vollkommen unsichere und undurchdringliche Welt des frühmittelalterlichen Menschen ' voller Gefahren und ohne Halt ' in Art einer Chronik aufleben zu lassen. Er hat es geschafft, die Charaktere zum Leben zu erwecken, sie leben zu lassen und den Leser davon zu überzeugen, dass es nur so sein konnte.


