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am 24. August 2008
Das Buch "Die 4-Stunden Woche" von Tim Ferriss ist eine interessante Mischung aus

* (teils fernöstlichen) philosophischen Erkenntnissen über Leben und Glück
* Extrakten modernen Zeitmanagements mit angewandter Prozessoptimierung und Indien-Integration
* Anleitung für ein Internet-Start-Up mit geringstem Aufwand und
* eine gute Portion augenzwinkernder "Smartheit" vermengt mit gesundem Menschenverstand.

Klingt etwas verrückt? Ist es zunächst auch, aber nichts anderes suggeriert ja auch der Titel. Von einer 4-Stunden-Woche dürften die meisten durchschnittlichen Arbeitnehmer und auch Unternehmer so weit entfernt sein wie Tim Ferris von einem 9-to-5-worker.

Ferriss ist 1977 geboren, Self-made-Unternehmer, Weltenbummler und Bestseller-Autor. Der Klappentext sagt zu Ferris Initiation: "Während er fünfzehn Monate durch die Welt reiste merkte er, dass er seine Firma nebenbei in 4 Wochenstunden führen kann. Die gewonnene Zeit nutzte er u.a., um in Berlin Deutsch zu lernen und in Argentinien bis zur Guinness-Buch-Reife Tango zu trainieren." Außerdem erfährt man im Buch, dass Ferriss diverse Kampfsportarten beherrscht, boxt, Motorradrennen fährt und in Mini-Auszeiten die Welt bereist und dabei Sprachen und alles mögliche andere lernt. Eins wird recht schnell klar: Ein Durchschnittstyp, der gern auf dem Sofa liegt und ein Buch liest, ist das bestimmt nicht. Eher jemand, der sein Leben schon immer aktiv selbst in die Hand genommen und dabei einige wichtige Erfahrungen gesammelt hat.

Im Buch wird erklärt, wie man sich in den Schritten
D efinition
E liminieren
A utomation
L Liberation
aus dem Joch eines in einem Job festgezurrten, unbeweglichen und langweiligen Leben befreit. Wer will schon jahrelang unzufrieden und unglücklich buckeln, um dann in der Rente festzustellen, dass er entweder zu wenig Geld oder gar keine Lust mehr hat, sein Leben zu genießen? Und wer unternimmt WIRKLICH etwas dagegen, anstatt nur darüber zu jammern oder es schweigend hinzunehmen, dass es ja nun mal irgendwie so sein muss?

Darum geht es Ferriss - es gibt nur dieses eine Leben, und es ist einfach zu schade, es für etwas zu opfern, das man eigentlich gar nicht machen will. Es gibt so viele andere schöne Dinge im Leben, man muss sich nur trauen, seine Träume überhaupt wieder zuzulassen und aus dem Traum mit einer konkreten Vorgehensweise Realität zu machen. Und das ist die zweite wichtige Botschaft des Buches: Yes you can. Dafür hat Ferriss sich wirklich bemüht, nicht nur auf einer abstrakt philosophischen Ebene eines Standard-Motivationsbuches zu predigen, sondern konkrete Vorgehens-Ideen (natürlich anhand seiner eigenen noch gar nicht so langen Lebensgeschichte) zu liefern.

Es steht viel Richtiges in diesem Buch: Sein Leben muss man selbst in die Hand nehmen, und der richtige Zeitpunkt dafür ist jetzt. Es gibt nichts Gutes außer man tut es. E-Mails, Meetings, Telefonate sind häufig überflüssige Zeitfresser. Produktivität lässt sich mit einem konsequent eingesetzen Pareto-Prinzip um Größenordnungen erhöhen (z. B. konzentriere dich auf die 20% Kunden die 80% deines Umsatzes machen). Nach dem Parkinson-Gesetz dauert das Projekt immer exakt so lange wie Zeit dafür ist. Die wirklich wichtigen Dinge sind selten bequem, also raus aus der Komfortzone. Was ist das Schlimmste was Ihnen passieren könnte. Wenden Sie Sandwich-Kritik an. Und so weiter. Das ist alles nichts bahnbrechend Neues - Tim Ferris hat es nach 15-Stunden-Tagen als Unternehmer und einem Nervenzusammenbruch aber für sich in der Praxis entdeckt.

Es sind auch interessante Ideen dabei, die sich nach mehrmaligem Nachdenken durchaus als nützlich erweisen können. Die Idee, einen persönlichen Assistenten in Indien anzuheuern, an den man für 10 Dollar die Stunde unangenehme Arbeiten delegiert, könnte eine davon sein. Die recht radikalen Ansichten zur "Informationsdiät" könnten eine Rettung für alle sein, die in E-Mails, Telefonaten und Meetings ertrinken und dabei eigentlich gar nichts mehr schaffen.

Für alle, die das Gefühl haben, in ihrem Bürojob langfristig absterben zu müssen und eigentlich viel lieber in den Alpen Fallschirm springen, einen Weltrekord im Bäumesägen in der Schweiz erringen oder in China ein gemeinnütziges Unternehmen gegen Umweltverschmutzung gründen wollen, ist dieses Buch eine Bereicherung und vielleicht auch der Anstoß, endlich den Sprung zu wagen.

Der für mich größte Kritikpunkt an dem Buch sind die Annahmen, die im stillschweigend getroffen werden:

* Jeder sollte Unternehmer werden und sein Unternehmen so gestalten, dass es automatisch mit geringstem Aufwand Geld abwirft, mit dem man sich dann seine Lebensträume finanziert.
* Die meisten hassen ihre Bürojobs, eigentlich wollen sie viel lieber Weltreisen machen, Skifahren in den Anden, in Japan Bus fahren etc., aber trauen sich.

Beide Annahmen passen sehr gut auf Menschen "seines Schlages", aber die Welt besteht nicht nur aus abenteuerlustigen Unternehmern à la Ferriss. Meine Befürchtung wäre, dass keiner mein Buch "Wie ich unbedingt Neureicher Weltenbummler werden wollte aber irgendwie nicht so cool wie Tim Ferris war" lesen möchte, von dem ich dann meinen Lebensunterhalt finanzieren müsste ;-)

Im Ernst: Ferris ist meiner Ansicht nach ein ESTP (MBTI Kenner wissen was ich meine, die anderen verweise ich auf das Buch "Please understand me"). Im Kern also ein SP, ein Jäger, einer der ständig neue Herausforderungen sucht, der nicht Ruhe gibt und mit seiner enormen Energie und Umsetzungsdrang die für ihn wichtigen Dinge umsetzt.

Ich bin eher skeptisch, wenn jemand mit einer "Glücksformel" daher kommt. In den USA sind Bücher der Art "In 100 Tagen Millionär" der Renner, vermutlich kommt jeden Monat ein solches Buch auf den Markt. Das zeigt zumindest, dass die Menschen nach Konzepten zur Verwirklichung ihrer Träume suchen, wenn auch die wenigsten die Ratschläge wirklich umsetzen werden (können). Dass das Buch "4-Stunden-Woche" heißt, verdeutlicht aber, dass Ferriss einen etwas anderen Weg geht: Du brauchst keine Million, du brauchst nur soviel Geld um deine Träume zu leben - und die erstaunlicherweise manchmal deutlich billiger als eine Mietwohnung.

Trotz aller Kritik hat das Buch daher auch seine Berechtigung: Wer nicht nur für eine empfundene Tretmühle leben möchte (als Arbeitnehmer oder Unternehmer) und sich vorstellen kann, dafür mit seinen gewohnten Denkweisen zu brechen, findet im Buch konkrete Ansätze für eine "Flucht". Ferriss ist den Weg gegangen und hat dabei etwas über Bord geworfen, was die meisten seiner Leser davon abhalten wird, sein Leben einfach nachzuleben: Die Angst zu scheitern.
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am 13. Dezember 2009
Ein Buch, aus dem sich großer Nutzen ziehen läßt, wenn man folgendes beachtet:

1. Den "Amerikaner" einfach reden lassen. Soll heißen: Ferriss in eben den Punkten nicht allzu ernst nehmen, in denen die amerikanische Mentalität die Oberhand gewinnt. Das sind Textstellen, an denen ein Bewohner Old Europe's sich gezwungen sieht, alle Hühneraugen zuzudrücken, um nicht aufzuschreien. Es sind nicht viele, aber ein paar. Die muß man tapfer ignorieren können, die tun dem Buch an sich jedoch keinen Abbruch.

2. Ferriss hält Fernreisen für eine allein seligmachende Freizeitaktivität. Man sollte da ganz einfach eigene Ziele einsetzen und Ferriss'' Fernreisen-Wahn ignorieren.

3. Das Buch ist ganz klar ein Gewinn für Selbständige; der konkrete Nutzen für Angestellte wirkt etwas konstruiert.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, daß die deutsche Version des Buches eine tatsächliche deutsche Version ist. Alle Hinweise (Links, Adressen und und und) sind entsprechend "eingedeutscht".

Ich habe das Buch inzwischen mehrfach verschenkt - die Beschenkten waren durchwegs begeistert. Ich habe das Buch allerdings noch nie ohne die oben gemachten Anmerkungen weitergegeben. Und würde das auch nicht tun.
22 Kommentare| 355 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2008
Tim Ferriss' Buch ist schwer verdaulich: weil die meisten Menschen nicht hoffen können, als Arbeitnehmer den größten Teil ihrer Arbeitszeit auf wirklich erfüllende Aufgaben zu verwenden, sollte man die Zeit fürs reine Geldverdienen auf das nötigste beschränken - daher der Buchtitel. De gewonnenen Freiheiten kann man dann in etwas investieren, was einen wirklich begeistert.

Anders als viele denken geht es also nicht darum, 4 Stunden / Woche zu arbeiten und dann am Stand zu liegen. Im Gegenteil: was man mit seiner Freiheit/Freizeit anfangen will, das herauszufinden und umzusetzen kann wesentlich anstrengender werden als ein Routinejob.

Tim Ferriss schlägt 4 Phasen vor, mit dem Merkwort DEAL:

*D*efinition: finde heraus, was Du (nicht) willst, was Du befürchtest und mit welchen Ängsten Du notfalls leben kannst

*E*limination: eliminiere beim reinen Geldverdienen alle Zeit- und Produktivitätsfresser, sonst kannst Du Deine reine Arbeitszeit nie vernünftig minimieren

*A*utomatisierung: konzentriere Dich auf Deine Stärken und lasse andere das machen, was Zeit kostet und worin Du selbst nicht gut bist und auch nicht gut sein willst; koordiniere alles so, dass Du es möglichst unabhängig von zeit und Ort managen kannst (Outsourcing ist nicht nur für Unternehmen gedacht)

*L*iberation: Nutze Deine neuen Freiheiten, finde preiswerte Möglichkeiten, neue Orte auf der Welt kennen zu lernen und investiere Zeit in die Dinge, die Dich wirklich begeistern; tu Gutes.

Das Buch ist nicht wirklich als Konsumgut oder Zwischendurch-Lektüre gedacht, denn Ferriss fordert seine Leser. Wer gute Geschäftsideen (Goldesel) oder ein Lobpreis des reinen Nichtstuns erwartet, wird sicher enttäuscht. Alle anderen werden anfangen, über das Arbeitnehmerdasein nachzudenken. Nicht nur über oft sinn-lose Arbeit, sondern auch über scheinbare Sicherheiten, die sich mehr und mehr in Luft auflösen.

Schönes Plus der deutschen Ausgabe, verglichen mit der englischen (habe beide gelesen): alle Online-Links (und es gibt viele!) wurden durchgesehen und wo immer möglich mit deutschen Äquivalenten ersetzt.
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am 31. Juli 2008
Manche Leser werden dies Buch nicht verstehen, denn sie sind der festen Überzeugung, daß der Mensch dazu geschaffen ist, zwecks Vermehrung des Profits Dritter (einschließlich eines ineffizienten Staates) seine Lebenszeit in einer mit netten Accessoires dekorierten Tretmühle aufzubrauchen. Das Leben wird auf zwei oder drei Wochen Urlaub reduziert und ansonsten auf den Ruhestand verschoben, den viele dann gar nicht erst erleben.

Wie ein jeder sich sein Leben gestaltet, muß er selbst entscheiden. Aber damit sind viele bereits überfordert.

Daß sie eine Entscheidungsfreiheit haben, ist vielen Menschen nicht mehr bewußt. Sie sind ihren eigenen Wünschen entfremdet, ihre Vitalität erstickt. Freiheit bedeutet, das zu tun, was für einen wesentlich ist. Das Leben selbst, das Entdecken der Welt und der eigenen Möglichkeiten und Grenzen: Weg und Ziel zugleich.

Geld ist eine Resource, die zur Freiheit verhelfen kann - oder die Sklaverei mit anderen Mitteln fortzusetzen. Für kluge Menschen ist Geld wie Benzin: ohne Treibstoff bleibt das Auto stehen. Ist es ein gutes Gefühl, im Auto zu sitzen und sich von anderen abschleppen zu lassen? - Ich finde nicht. Es muß nicht viel Geld sein, aber immer ein wenig mehr als genug.

Wenn man seine Bedürfnisse so weit reduziert, daß man überhaupt kein Geld braucht, kann man ins Kloster gehen als Mönch oder Nonne. Warum nicht, wenn man das will?

Wer auf das Materielle nicht verzichten kann, geht arbeiten, weil das die meisten anderen auch tun; hinterfragt wird das von der überwiegenden Mehrheit nicht. Und man arbeitet meist für andere, vor allem aber gegen sich selbst. Diese anderen arbeiten selbst genauso viel oder noch mehr, benutzen das verdiente Geld aber nicht zur Vermehrung ihrer Freiheit, sondern für ein erhöhtes Konsumniveau - bei den sogenannten Reichen sind die Gimmicks bloß teurer, nicht nützlicher. Der Drang gesunder Menschen nach Freiheit und Selbstverwirklichung wird kanalisiert und auf die Mühlen des verdummenden Konsums umgelenkt.

Es mag paradox klingen, aber ich bin zutiefst davon überzeugt, daß diese Welt ein besserer Ort für alle wäre, wenn möglichst viele Menschen einfach nur das tun würden, was sie WIRKLICH wollen, nicht, was ihnen eingeredet wird. Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, das herauszufinden, und daher ist selbstbestimmtes Leben die seltene Ausnahme, denn selbständiges Denken wird in unserem System (mit institutionalisierter Bildung und Medien, die nur dem Profit und der Ablenkung vom Wesentlichen dienen) nicht gefördert, sondern gezielt verhindert.

Die Prioritäten des Lebens für sich selbst zurechtzurücken, seinen eigenen Weg zu finden, dazu ermutigt dies Buch. Wer zu feige oder fantasielos dazu ist, soll und wird es lassen und weitermalochen. Den anderen kann dies unkonventionelle Buch manche Anregung geben, auch wenn die vorgestellten Konzepte nicht für jeden und von jedem umsetzbar sind.
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am 23. Januar 2010
Gerade habe ich das Buch "Die 4-Stunden-Woche" zuende gelesen und bin zwiegespalten. Einerseits finde ich einige seiner Ansätze für mich brauchbar und werde einiges davon mitnehmen - diese Ansätze sind aber nicht neu, es gab und gibt sie in einem Haufen Bücher. Nichts desto trotz bleiben sie natürlich wahr:
Wieviel brauchst Du wirklich, um glücklich zu sein?
Mehr Geld heißt noch nicht mehr Glück.
Wahre Freiheit heißt auch, sich aus seinen selbstgestrickten oder sogar nur erdachten Abhängigkeiten zu befreien. Welche Deiner Abhängigkeiten sind selbstgemacht und von welchen kannst Du Dich ohne größere Einbußen befreien?

Aaaber - die Lösung, die Ferriss vorschlägt entspricht in keinster Weise meinen Werten oder Zielen.

Zunächst einmal soll man sein Arbeitsleben wirklich kondensieren - was brauche ich, um meine Arbeit wirklich gut zu machen: Konzentration. Also: kein Fernsehen, keine Zeitungen, so wenig emails, Meetings und Telefonate wie möglich. So weit so gut. Würde mir keinen Spaß machen, aber seine Arbeitsweise auf den Prüfstand zu stellen, finde ich soweit erstmal in Ordnung.

Als zweiten Schritt soll man sein Leben durchforsten und alles an persönliche Assistenten und Dienstleister abgeben, was diese schneller und günstiger als man selbst lösen können. In Ferriss' Fall bedeutet das Outsourcen zu Assistenten in Callcentern nach Indien - da nun leider weder deutsche Ämter noch Websites noch Zeitungsartikel noch irgendwas in Englisch funktionieren, ist diese Idee für deutsche Leser schlicht unbrauchbr. Nimmt man nun aber (wie im Buch geraten) deutsche Assistenten reduziert sich die Anzahl der outsourcebaren Tätigkeiten extrem, da man dann schlicht auch deutsche Löhne zahlen muss. Obwohl ich so schlecht nicht verdiene, würde sich eine Büroassistenz oder ein privater Assistent, der mir Tische reserviert und Tickets bucht in keinester Weise lohnen.

Seinen Hauptpunkt finde ich hingegen weder nachahmenswert noch sozial in irgendeiner Art verantwortungsvoll - deswegen gibt es von mir auch nur einen einzigen Punkt: Suche Dir ein Produkt, dass man möglichst billig in Asien produzieren lassen kann und vertreibe es hochautomatisiert möglichst pe Yahoo-Online-Shop in deinem eigenen Land. Da ich von der Verlagerung möglichst vieler Wertschöpfungsschritte nach Asien und damit einer selbstkreierten Abhängigkeit ganzer Volkswirtschaften Europas und Amerikas sehr wenig halte, werde ich das mit Sicherheit nicht unterstützen. Natürlich appeliert Ferriss' an das Verantwortungsbewußtsein der Menschen für ihr eigenes Leben - nimm Dein Schicksal in die Hand, ruft er uns zu. Soweit ginge ich mit, schlicht unreflektiert und unzufrieden die Zeit bis zur Rente in der Arbeit absitzen, kann keine Lösung sein.
Ferriss' Modell aber leider auch nicht - scheffele Geld, indem Du Produkte mit extrem hoher Marge vertickst und lebe dabei gleichzeitig möglichst in Ländern, die Du schon immer kennenlernen wolltest und in denen Dein Lebensstandard deutlich günstiger zu haben ist.

Sollten auch nur 50% der Leser seine Ratschläge komplett befolgen, haben wir bald eine noch größere Schwemme an unnützen Online-Shops mit asiatischen Produkten, deren Idee, Unternehmensgründung und Verwaltung durch indische Assistenten abgewickelt wird. Die Menschen, an die die Marge letztlich fließt, sitzen währenddessen in (möglichst Entwicklungs-) Ländern und lassen die Beine baumeln. Eine Vision der Welt wie diese jagt mir einen Schauer über den Rücken.
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am 14. Januar 2012
Das einzige was an diesem Buch genial ist, wie der Autor es geschafft hat mir dafür das Geld aus der Tasche zu ziehen. Nun zum Inhalt:
Im groben geht es darum, wie man mit wenig Arbeit reich wird und möglichst viel in der Welt herumreist.

Die Tipps sind allerdings deart unrealistisch, dass ich mich über weite Stellen des Buchs gefragt habe ob der Autor das tatsächlich ernst meint. Beispiel:
- Ferriss gibt den Tipp sich zum Experten für ein Thema zu machen, in dem man 3 Fachbücher liest, und dann eins dazu selber schreibt ("nun hat man mehr Fachwissen als 95% aller anderen zu diesem Thema"). Offensichtlich hat er diesen Tipp auch bei seinem eigenen Buch angewandt.
- Oder er stellt die These auf, mit sehr wenig Geld ausgedehnte Luxusurlaube machen zu können. Und gibt als Beispiel an "Ein Apartment von enormen Außmaßen im trendigen Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg... 300 Dollar pro Monat". Oder "Unterwegs in den heißesten Clubs Westberlins, für Eintritt und Getränke: 20 Dollar pro Person und pro Nacht...". Da kann ich nur sagen: Völlig übertrieben.
- auch sonst wirkt sein Buch, als hätte er bei irgendwelchen Reiseführern abgekupfert.

Ferriss beherrscht offensichtlich die Kunst Illusionen zu verkaufen und die Mücke zum Elefanten aufzublasen. Inhaltlich ist seinem Buch so gut wie gar nichts zu entnehmen. Lohnt sich also nicht.
Einzige Ausnahme: Die Herangehensweise beim Verkauf von neuen Produkten. Hier sieht man den guten Verkäufer durchblitzen.

Bezeichnend ist, das Ferriss sein Geld mit Nahrungsergänzungsmitteln gemacht hat. Ein nutzloses Pülverchen zu einem Preis von 80 Euro zu verkaufen, das kann er.
Allerdings fällt das Buch auch unter diese Kategorie.

Ich habe beim Lesen nur darauf gewartet, das gleich der Tipp kommt, im Internet Geld mit Abo-Fallen zu machen. Oder mit gegenstandslosen Abmahnungs-Schreiben.

Fazit: Inhaltsloses Buch, in dem der Autor nutzlose Tipps maßlos aufbauscht und Allgemeinwissen als "Super-Ideen" verkauft.
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am 28. Januar 2009
Wieder einmal eines der Bücher das das verspricht wovon viele träumen: Wenig Arbiet, aber gleichzeitig viel Geld und Lebensqualität(So wie die vielen essen Sie so viel sie wollen Diäten die auch gerne gekauft werden). Und man sieht das Buch verkauft sich exzellent. Leider auch von mir, da auf den ersten Seiten ein paar witzige Bonmots verarbeitet sind, die mich zum Kauf verleitet haben.

Im grunde genommen verbessern Sie ihr leben nach diesem Buch indem Sie:

- Zeit besser managen (weniger Fernsehn, weniger Internet, etc.)
- Den Chef davon überzeugen daß man von zu Hause besser arbeitet(das soll man dadurch machen daß man von zu Hause mehr bewältigt und das auch Dokumentiert). Brilliante Idee!
- Generierung von Kapital durch ein veraltetes Model - Sachen deutlich teurer zu verkaufen als einzukaufen und dann phantastische Gewinnmargen erziehlen). Hu, was für eine sensationelle Idee. Verpackt wird es in ein Outsourcing Model in dem andere die Arbeit machen.

Bei allen konkreten Beispielen bleibt der Autor die wirklich schwierigen Fragen schuldig. Z.B. Natürlich kann ein begehrter Spezialist als Arbeitnehmer leichter Sonderkonditionen aushandeln (wie in seinem Beispiel Heimarbeit). Wie sieht das dann für das Personal an der Rezeption aus oder für den Buchhalter, usw.

Man zieht den Hut vor dem Autor der es durch exzellentes (und zeitaufwendiges) Selbstmarketing schafft dieses Buch an den Mann zu bringen (aber das Selbstmarketing mach Ihm sicher Spass ist also per Definition keine Arbeit).

Fazit: Verschwenden Sie ihr Geld besser nicht. Finden Sei jemanden der das Buch kauft, ihnen eine Zusammenfassung schreibt. Sie können dann in einem bezahlten Vortrag diese Zusammenfassung Präsentieren. Ich denke so hat sich der Autor vorgestellt.
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Ferriss muss sich nicht um Verrisse kümmern. Denn als begnadetes Marketingtalent könnte er selbst Gebrauchsanweisungen für Kaffeemaschinen auf die Bestsellerliste setzen. Seine Verführungstechniken beginnen beim Titel und Umschlag, gehen über Sprachbilder, Spiel und Witz bis zu den mentalen Giveaways für Herrn Jedermann. Angriffsfläche bietet er nur denen, die mit seinem Glaubensbekenntnis nichts anfangen können oder aus Prinzip meinen, man dürfe ernst gemeinte Inhalte nicht originell verpacken. Selbstverständlich vertritt auch Timothy Ferriss die Meinung aller Ratgeber, dass menschliche Charaktereigenschaften so formbar sind wie politische Statements vor und nach den Wahlen. Aber da Ferriss durchaus Übungsmaterial mit Langzeitwirkung anbietet, scheinen kleine Veränderungen möglich. Nur sollte niemand enttäuscht sein, wenn er die Verhaltensmuster von Ferriss nicht übernehmen kann. Denn vieles wird uns eben doch in die Wiege gelegt. Und ebenso viel tragen dann zu Erfahrungen der ersten Lebensjahre zu unserem Charakter bei. Die Radikalität von Timothy Ferriss ist also kaum durch ein kleines Gewitter gekommen, das über sein Haupt hinwegzog. Wer sich trotz einiger Unpässlichkeiten in seinem Angestelltendasein wohl fühlt und gerne auf eine sichere Rente hinarbeitet, wird das Buch nach der Lektüre eher frustriert weglegen und Ferriss als Luftschlösserbauer zur Hölle wünschen.

Wer bereits über einige Anlagen zum ökonomischen Faulenzen verfügt, schon lange an Veränderungen herumbastelt und mit gängigen Lebensratgebern, Zeitmanagementbüchern oder Wolk-Life-Balance-Produkten wenig anfangen kann, gehört zur Zielgruppe von Timothy Ferriss. Was er humorvoll einpackt, ist durchaus ernst gemeint. Glaube ich zumindest. Denn so begeistert gibt nur jemand Rezepte preis, der seine Freunde auch wirklich verwöhnen will. Da Ferriss mehr Realist ist, als man zuerst annehmen könnte, bietet er einen Mix, der auch dann gelingt, wenn man nicht alle Zutaten griffbereit hat oder einschießen will. Viele Tipps lassen sich sofort umsetzen, andere hingegen brauchen Selbstüberwindung, Ausdauer und sehr viele Wiederholungen. Viele Leser diesseits des großen Teiches mögen sich daran stören, wie oft sie auf das Wort Reichtum stoßen. Aber nach Erfolg zu streben, ist in Amerika weder peinlich, noch außergewöhnlich. Und immerhin bringt Ferriss auch nicht monetäre Varianten von Reichtum ins Spiel. Noch näher auf den Spielplan und die Figuren einzugehen, erübrigt sich, nachdem schon andere Rezensenten diese Aufgabe glänzend gelöst haben. Mir bleibt daher nur, das Buch mit einer Fünfsternebewertung all denen zu empfehlen, die persönliche Weiterbildung gerne mit Spaß und Unterhaltung verbinden.

Mein Fazit: Ein Lebensratgeber, Zeitmanagementbuch und Wachrüttler für alle, die bei amerikanischem Infotainment nicht gleich in eine Daseinskrise geraten. Copy-Paste wird nicht funktionieren. Aber den einen oder anderen Anstoß wird man selbst dann bekommen, wenn man schon von Haus aus ein ganz anderer Typ ist als der pfiffige Autor.
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am 1. Februar 2015
Oje, so stellt sich der kleine Maxi die Welt vor... denkt man unwillkürlich beim Lesen dieses Ratgebers. Ein wenig sehr simpel dargestellt alles. Und vor allem hat der Autor seine eigenen Ratschläge nicht berücksichtigt: die 80/20 Methode, die er so anpreist, wäre auch hier nicht schlecht gewesen: 80 Prozent eliminieren, dann bleiben 20 Prozent über die wirklich etwas bringen... so ist es auch bei diesem Buch: 20 Prozent sind interessante Ansätze, 80 Prozent ist nur bla bla, hier hat der Autor wohl versucht die restlichen Seiten zu füllen ...stiehlt damit dem Leser aber nur Zeit... Außerdem ist der gesamte Ansatz - nichts selber machen, alles auslagern, am besten nach Indien oder andere Entwicklungsländer wo es nichts kostet - ein Schwachsinn. Konsequent weitergedacht - alle halten sich daran : Damit wird die Wirtschaft des eigenen Landes ruiniert, und damit letztendlich auch irgendwann das eigene Business... Kapitalismus at its worst
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am 25. Mai 2016
Das Buch wurde mir empfohlen aber es hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Lauter Plattitüden zum Thema weniger arbeiten, viele bereits bekannte Dinge aber weit weg von der Praxis. Man kann das Buch lesen aber irgendwie habe ich den Eindruck dass der Autor noch nicht wirklich im Arbeitsleben stand. Eine 4 Stundenwoche ist jedenfalls, auch nach Anwendung aller Tipps in dem Buch, unrealistisch. Vielleicht eher ein Buch für jemand der neu im Arbeitsleben ist und in einem Betrieb arbeitet. Aber das ist natürlich Geschmackssache und sicherlich hat der Autor jede Menge Fans.
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