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Die 24 Gesetze der Verführung: Kompaktausgabe Gebundene Ausgabe – 25. August 2014

3.8 von 5 Sternen 52 Kundenrezensionen

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Charme, das wissen wir von Albert Camus, bedeutet "die Möglichkeit, ein Ja als Antwort zu bekommen, ohne zuvor eine deutliche Frage gestellt zu haben". Wie genau aber nun macht man das, und: Wie erhält man ein Ja vielleicht auch auf eine ganz konkrete Frage? Den Schlüssel dazu liefert Robert Greene, der mit Die 24 Gesetze der Verführung eine ebenso lehrreiche wie amüsante Fortsetzung seines Bestsellers Power. Die 48 Gesetze der Macht vorgelegt hat.

Eine hinreichende Antwort auf die oben gestellten Fragen liefert Greene bei genauerer Betrachtung in jedem einzelnen Kapitel. Im Grunde jedoch läuft die Kunst der Verführung auf eine Fertigkeit zu, die wesentlich ist für den Typus des Charmeurs, weshalb die Ratschläge des Autors an den, der das Handwerk eines solchen erlernen will, vielleicht in das Zentrum der Verführungskunst führt: "Lullen Sie Ihre Opfer ein. Der Charme funktioniert wie das Pendel des Hypnotiseurs: Je entspannter die Zielperson ist, desto leichter ist ihr Wille zu beugen -- oder zu brechen. Damit sich ihr Opfer wohl fühlt, müssen Sie ihm den Spiegel vorhalten, sich seinen Launen anpassen. Menschen sind Narzissten: Sie fühlen sich zu denen hingezogen, die ihnen am ähnlichsten sind. Tun Sie so, als würden Sie ihre Ansichten und Werte teilen, ihre Geisteshaltung verstehen, und sie werden Ihrem Zauber verfallen."

Diese und unzählige andere anthropologische Grundeinsichten finden sich schon in den ersten Kapiteln dieses schönen Vademekums. Den 24 Gesetzen der Verführung selbst hat der Autor nämlich, sozusagen als Prolegomena der Verführungskunst, Typologien sowohl der verführerischen Charaktere sowie des Anti-Verführers (ganz wichtig!) als auch der "Opfer der Verführung" vorangestellt. Und man muss sagen: Jedes einzelne Kapitel, ja jeder einzelne Absatz hält für Verführungslehrlinge eminente Offenbarungen bereit, von denen eine einzige bereits hinreichen sollte, einen Verführungsversuch zu einem glücklichen Ende zu führen. In diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit verdient die Opfer-Typologie, weil bei der Verführung ebenso wie im Kriege die richtige Strategie auf den jeweiligen "Feind" abgestimmt werden muss.

Wer die ersten Kapitel aufmerksam studiert hat, dem dienen die eigentlich titelgebenden 24 Gesetze der Verführung eigentlich nur noch zur Perfektionierung der auf seine besonderen Talente (und das jeweilige "Opfer") abgestimmte Verführungsstrategie. Kurzum: Ein profund-amüsantes Kompendium der vielleicht schönsten aller Künste, das Beleg ist dafür, dass Robert Greene ganz offensichtlich seinen mit Power eingeschlagenen Weg unbeirrt weiterzugehen gedenkt. Wir haben nichts dagegen! --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Eine Fundgrube der Belehrung und des Genusses.«
Die Welt -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ich denke, dass man sich beim Lesen dieses Buches ehrlich fragen sollte, warum man eigentlich dieses Buch gekauft hat. Denn ein "Top oder Flop"-Urteil hängt bei diesem gut recherchierten Schmöker primär von der Erwartungshaltung ab. Dazu meine Meinung:

- Alljene, die die 24 Gesetze der Verführung als "Aufreisser-Buch" sehen, werden sicher bitter enttäuscht sein. Einerseits sind die primär historischen Beispiele völlig ungeeignet sie in der modernen "Single-Szene" anzuwenden. Wer nach Tips&Tricks in diesem Bereich sucht, sollte eher in der Rubrik "Lebensberatung" oder "Partnerschaftsberatung" suchen.

- Viele Gesetze "widersprechen" einander. Es wäre unmöglich bis peinlich eines der Gesetze 1:1 im Alltag anzuwenden. Dafür sind Alltagssituationen zu komplex und man braucht einfach ein Gespür im richtigen Moment in der richtigen Situation das richtige zu tun. Auch tue ich mir mit dem immer wieder zitierten "Tagebuch des Verführers" von Kierkegaard schwer. Kierkegaard war nämlich primär ein sehr schwermütiger, existentialistischer Philosoph, der in Sachen Beziehung eher ein "Null-Checker" war...;-)

- Auch ist die Unterteilung in die Verführungstypen sicherlich zu schematisch. Abgesehen davon, dass man seine Persönlichkeit nicht einfach wie "ein Hemd" wechseln kann, so gibt es auch sicher keine "reinrassigen" Verführertypen, sondern Mischformen.

ABER (und jetzt kommt das Positive):

- Diejenigen, die daran interessiert sind die Mechanismen hinter der Verführung zu durchschauen (und Verführung findet nicht nur in der Liebe statt, sondern auch in der Politik, im Verkauf, in der Familie,....), werden einige Aha-Erlebnisse haben.
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Format: Gebundene Ausgabe
Als Person, welche offenbar das Buch trotz der kleinen Schrift gelesen habe, kann ich es nur wärmstens empfehlen! Die 24 Kapitel, auch wenn sie sich zum Teil nicht sonderlich unterscheiden, beleuchten wirklich viele der Aspekte, welche bei der Verführung, also dem ersten Kennenlernen von Bedeutung sind.
Ich gebe zu, dass an manchen Stellen die historischen Beispiele, an welchen Greene seine Thesen begründet ein wenig angestaubt scheinen und den Leser zu einem 'jaja, früher war das anders.' verleiten, aber nichts desto trotz haben sie nichts an seiner Gültigkeit eingebüsst. Ausserdem ist mir so etwas deutlich lieber als die "Nachts-in-meiner-Lieblingskneipe-nach-drei-Bier"-Studien manch anderer Autoren... ;-)
Der Grund warum mich das Buch wirklich am meisten beeindruckt hat ist der, dass es sich hier um keines der 08/15-Flirtbücher handelt, welche auf 200 Seiten ausdrücken, dass man natürlich sein soll etc., sondern dass Greene wirklich kontroverse und provokative Thesen liefert.
Viele der 24 Punkte sind dabei durchaus erschreckend, z.B. "Schüren Sie Angst und Unzufriedenheit", "Isolieren Sie das Opfer", "Vermischen Sie Wunsch und Wirklichkeit", "Widersprüchliche Signale aussenden" usw.
Auch wenn einem dies alles falsch vorkommt, muss man doch zugeben, dass man selbst schon oft die Erfahrung machen musste, wie solche Dinge wirken...
Alles in allem kann ich das Buch sehr empfehlen! Es hebt sich sehr positiv von seiner Konkurrenz ab und der Inhalt ist genauso provokativ und erschreckend, wie er auch wahr und nachvollziehbar ist. Ein dickes Plus auch dafür, dass im Inhaltsverzeichnis jeder der 24 Punkte noch einmal kurz zusammengefasst ist (das Lesen der Kapitel lohnt sich trotzdem!).
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Format: Taschenbuch
Wow! Nachdem ich das Buch "Power" von Robert Greene nahezu aufgesogen habe und gesehen habe, dass er nun die "Gesetze der Verführung" vorlegt musste ich auch dieses sogleich haben!
Was Greene auch hier wieder ausmacht ist, dass er NICHT mit vordergründigen und oberflächlichen Tipps aufwartet wie es in diesem Genre üblich ist. Wer ein Buch à la "so kriegst du jede Frau rum" oder "Die 1000 tollsten Anmachsprüche" sucht wird enttäuscht.
Vielmehr gibt er beim lesen ein Grundgefühl wider, WAS Verführung überhaupt ist, eine langsame planvolle Umgarnung, in der alles kalkuliert ist um letztendlich das "Opfer" zu "erlegen".
Auch sehr klug gemacht ist die Einteilung in verschiedene Verführer-Typen einerseits und "Opfer-Gattungen" (klingt sehr heftig, aber schon sein erstes Buch sparte ja nicht mit drastischen Formulierungen!)andererseits.
Nachdem ich weiß, welcher Typus ich bin brauche ich nicht mehr so cool zu sein wie der Weiberheld xy sondern besinne mich mehr auf die Stärken meines Typus.
Kommen wir jetzt zu den Contras: anders als bei Greenes erstem Buch schafft er es diesmal nicht, die verschiedenen Gesetze mit immer neuen Beispielen und Figuren aus der Vergangenheit zu illustrieren. Immer wieder müssen die gleichen Beispiele herhalten und dieses Mal - eben auch anders als noch bei "Power" - auch mit den gleichen Episoden. Waren die am Textrand zusätzlich zitierten Quellen beim Vorgänger noch ein nettes Beiwerk, so tauchen sie nun teilweise 1 zu 1 im Fließtext wieder auf, es wirkt so, als hätte der Lektor sich schlafen gelegt...
Insgesamt aber doch wieder ein sehr informatives, amüsantes und sehr tiefgründiges Buch welches ich sicherlich noch oft zur Hand nehmen werde und sei es nur um wieder um mich in die Stimmung eines Verführers á la Casanovas zu bringen...
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