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Deutschstunde. Roman. Taschenbuch – 31. Dezember 1995

3.9 von 5 Sternen 42 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein Meisterwerk, dessen Ernst voller Trauer ist - wie es nur bei einem Beobachter sein mag, der Humor hat." (Werner Weber) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Deutschstunde
OA 1968 Form Roman Epoche Moderne
Ein deutsches Phänomen macht Siegfried Lenz zum Thema seines 1968 erschienenen Romans Deutschstunde, seinem erfolgreichsten Werk. Er erteilt eine modellhafte Lektion über die fatalen Folgen unreflektierten Pflichtbewusstseins. Blindes Mitläufertum wird als als gefährliche Schein-Tugend bloßgestellt.
Inhalt: In den 1950er Jahren soll der inhaftierte Ich-Erzähler Siggi Jepsen einen Aufsatz verfassen – über die Freuden der Pflicht. Zwangsläufig kommt ihm sein Vater Jens Ole Jepsen in den Sinn, der in der NS-Zeit pflichtbeflissen Dienst als Polizeiposten im fiktiven Dörfchen Rugbüll tat. Von der Flut der Erinnerungen überwältigt, findet Siggi keinen Anfang. Als Folge des letztlich leeren Heftes muss Siggi wegen Aufsässigkeit eine Einzelhaft verbüßen.
Unter verschärften Bedingungen schreibt er nun wie besessen seine Geschichte: Sie beginnt im Jahr 1943, als der Vater – von oberster Stelle beauftragt – ein verhängtes Malverbot gegen den Künstler Max Ludwig Nansen zu überwachen hat. Ein Auftrag, den der Ordnungshüter zunächst zögerlich, dann umso strenger und unbarmherziger erfüllt – »Befehl ist Befehl«. Auf die erhoffte Mithilfe des Sprösslings kann er nicht zählen, jener entfernt sich vielmehr, wird zum Verbündeten des Malers, warnt diesen und versteckt seine Bilder vor dem Zugriff des uniformierten Vaters. Der Pflicht-Mechanismus des Polizisten nimmt geradezu paranoide Züge an: Das NS-Regime ist am Ende, das Malverbot längst außer Kraft, doch der Vater hört nicht auf, Nansen zu verfolgen. Ebenso zwanghaft hört auch der Sohn nicht auf, den Künstler vor dem Vater zu schützen. Er stiehlt schließlich Nansens Gemälde und muss ins Gefängnis. Nach Abgabe der Strafarbeit ist sich Siggi sicher, die Strafe stellvertretend für den Vater abgesessen zu haben.
Aufbau: Der Roman gliedert sich in eine Rahmenerzählung, in welcher der inzwischen 21-jährige Siggi im Jahr 1954 als Insasse der Jugendstrafanstalt anhand der Strafarbeit die Ereignisse der Jahre 1943 und folgende Revue passieren lässt. Somit bildet die Erinnerung an den eskalierenden Vater-Sohn-Konflikt die Haupthandlung. Als erlebendes und schreibendes Ich verknüpft die die Perspektive dominierende Figur des Siggi Jepsen nicht nur geschickt beide Zeitebenen, sondern beginnt die eigene Rolle zu reflektieren.
Im Zuge eines objektivierenden Niederschreibens und Bewusstmachens vollzieht der jugendliche Protagonist einen Reifeprozess. So wird das Buch von Lenz zur Initiationsgeschichte, mehr noch: zum Entwicklungsroman. Am Schluss des Romans ist Siggi gereift, wenn auch nicht geläutert. Noch kann er nicht viel Neues mit seiner wiedererlangten Freiheit anfangen: »Etwas Neues? Was soll das sein?«
Wirkung: Das Buch gilt bis heute als eine der ersten und wichtigsten literarischen Aufarbeitungen des Dritten Reichs. Verstanden als Demaskierung eines pervertierten Pflichtbegriffs, gelobt als so bahnbrechende wie befreiende künstlerische Auseinandersetzung ist das Werk nicht im Stil einer Moral-Predigt verfasst, sondern in der poetisch-menschlichen, für Lenz typischen Art, Geschichte aufzuarbeiten und zu hinterfragen, verknüpft mit der Verpflichtung der Nachkriegsliteraten, jeglicher Wiederholungsgefahr prophylaktisch entgegenzuwirken. Kritiker bemängeln bei aller epischen Solidität des Romans Schwächen in der formalen Konstruktion, aber auch eine angestrengt traditionell-moralisierende Grundhaltung. Aus heutiger Sicht kann das Buch auch als Zeitdokument für die Vater-Sohn-Konflikte der 1968er-Generation gelesen werden. Zur Popularität des Romans trug auch Peter Beauvais' TV-Verfilmung 1972 bei. R. M.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
...immer noch ein großartiger Roman!
Es ist ein interessantes Gefühl, wenn man sich einen Roman, der vor Jahrzehnten (konkret:1968) erschienen ist und damals ein Riesenerfolg war, nach einer längeren Zeit wieder einmal "zu Gemüte führt". Da die Spannung auf den Ausgang ja wegfällt, kann man sich auf andere Sachen konzentrieren. Ergebnis: viele neue Einsichten - wobei die wohl wichtigste diejenige ist, dass das Buch nichts von seiner Qualität eingebüßt hat.
1968, im Jahr der Studentenrevolte, erschien das Werk. Zufall? Oder war Siegfried Lenz fast hellseherisch "voll am Puls der Zeit", als er gerade in diesem Jahr die Figur des Siggi Jepsen, der die Sünden seines Vaters büßen will und muss, der Öffentlichkeit vorstellte?
Die Handlung ist wahrscheinlich den meisten literarisch Interessierten bekannt: Siggi sitzt in einer Jugendstrafanstalt und soll einen Aufsatz über die "Freuden der Pflicht" schreiben. Zu viel fällt ihm ein, sodass er ein leeres Heft abgibt. Folge: Er muss den Aufsatz noch einmal schreiben - und die Sache gewinnt eine Eigendynamik. Siggi schreibt sich in monatelanger Arbeit seinen Frust über die Auseinandersetzung zwischen seinem Vater, "dem nördlichsten Polizeiposten von Deutschland", und dem Maler Max Nansen, der von den Nazis ein Malverbot bekommen hatte, das Siggis Vater überwachen sollte, von der Seele. Unter dieser Vaterfigur leidet Siggi, rund 10 Jahre nach dem Beginn der Auseinandersetzungen zwischen den beiden Männern, immer noch; ebenso leiden sein Bruder Klaas und seine Schwestwe Hilke. Alle drei sind Kinder von Eltern, die im Nationalsozialismus "nur ihre Pflicht taten" - und das Ergebnis geriet (im Privaten wie im Öffentlichen) zur Katastrophe.
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Von junior-soprano TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 25. September 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Es lohnt sich allein schon wegen des Umgangs mit der deutschen Sprache diesen Roman zu lesen. Das Lesen macht Spaß! Lenz widmet sich zwar dem Thema über das wirklich schon alles gesagt wurde, aber er formuliert es zumindest sehr gut. Wieder mal geht es um die Zeit des Nationalsozialismus. Genauer gesagt um die Zeit danach und die Verarbeitung dieser folgenschweren 12 Jahre. Ehemalige überzeugte Nationalsozialisten wollten nach 1945 natürlich damals nie dabei gewesen sein. Alle waren nur Opfer. „Die Freuden der Pflicht" ist das Thema einer Strafarbeit, die die Hauptfigur des Romans in einer Schule im Nachkriegs-Hamburg schreiben soll. Das könnte auch der Titel des Romans sein. Lenz beleuchtet das deutsche Wesen, mit seiner Autoritätshörigkeit, Treue, Disziplin, Fleiß, Altruismus und seiner Opferbereitschaft. All die Eigenschaften, die Deutschland groß gemacht haben und dann im Dritten Reich für Hitlers Ziele instrumentalisiert wurden und für Jahrzehnte nur noch negativ besetzt waren. 1968 als dieser Roman erschien wurde die Vergangenheit im großen Stil aufgearbeitet.
„Deutschstunde" hat bis heute nichts an Wichtigkeit verloren.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Den Inhalt dieses grandiosen Werkes zum 46. Mal wiederzugeben, erspare ich mir - dazu genügt ein Blick auf die Amazon-Beschreibung.

Aber was sich dahinter verbirgt, ist schwerer fassbar: Lenz nimmt den Leser mit auf eine unglaubliche, beeindruckende, zeitweilig beängstigende, zuweilen äußerst humorvolle Reise in das biedere Nachkriegsdeutschland und lässt uns die Welt aus der Sicht des 24jährigen Sigi Jepsen betrachten, der sich nicht nur mit seiner Gegenwart in einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche, sondern auch mit seiner Vergangenheit, mehr noch mit der Vergangenheit seines pflichtbesessenen Vaters auseinanderzusetzen hat.

Ein Buch, das aus zweierlei Gründen auch heute noch im Deutschunterricht nicht fehlen sollte: Zum einen vermag es Lenz, trotz der Ernsthaftigkeit der Thematik Freude am Lesen zu wecken (weit eher als die Lektüre von Emilia Galotti oder Leutnant Gustl), zum anderen sind seine Bücher lebendiges Zeugnis einer Sprachkunst, die in Deutschland nur ganz wenige beherrschen. In Zeiten, in denen der deutschen Sprache überall Gewalt angetan wird, in denen über 30 % der Grundschüler bei der Einschulung nicht in der Lage sind, einen kurzen Satz zu formulieren, sind Sätze von Lenz wohltuend und fördernd.
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Von Ein Kunde am 11. März 2000
Format: Pappbilderbuch
Lenz erzählt die Geschichte von Siggi Jepsen, der als Strafarbeit einen Aufsatz über "die Freuden der Pflicht" schreiben soll. In diesem Aufsatz beschreibt Siggi seine Jugend in Nordfriesland. Sein Vater ist der pflichtbesessene Polizist des nördlichsten Polizeipostens Deutschlands. Als solcher muß er das Malverbot gegen seinen Jugendfreund Max Nansen (Nolde) überwachen. Der Romen beschreibt eindrucksvoll den Konflikt zwischen Dissident und Werkzeug der Politik während der Hitlerdiktatur, zwischen Freundschaft und Pflichtbewustsein, zwischen Vater und Sohn, zwischen Vernunft und Befehl.
Lenz schreibt in einem Stil, der wie die norddeutsche Nordseeküste ist. Hart, klar, gerade heraus. Man spürt dem Wind, man riecht das Salz und den Tang beim lesen.
Der Roman ist übrigens als Fernsehfilm sehr gut verfilmt worden.
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