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Deutschlands Auslandsanleihen 1924-1945. Rückzahlungen nach der Wiedervereinigung von 1990 Gebundene Ausgabe – 1. Dezember 1992


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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Diplom-Kaufmann Hans-Georg Glasemann ist Fachautor und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für "Historische Wertpapiere" an der Industrie- und Handelskammer Frankfurt/Main. Er publiziert seit 1989 Fachbeiträge über deutsche Wertpapiere aus der Reichsmarkzeit. Seine praxisnahen Nachschlagewerke über die Ablösung von Wertpapieren nach der Wiedervereinigung sind eine nützliche Orientierungs- und Entscheidungshilfe für alle, die Beratungsleistungen in diesem speziellen Bereich des Wertpapiergeschäfts erbringen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung
Deutschlands Auslandsanleihen, ausgegeben von 1924 bis 1945, lauteten auf Fremdwährungen, Goldmark oder Reichsmark. Nach dem Zweiten Weltkrieg sah das Londoner Schuldenabkommen von 1953 unter anderem die Regelung der seit Beginn der dreißiger Jahre bis 1953 nicht mehr vollständig bedienten, deutschen Auslandsanleihen privater oder öffentlich-rechtlicher Schuldner vor. Dabei übernahm die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland die Schulden aus Auslandsanleihen des ehemaligen Deutschen Reiches und des ehemaligen Freistaates Preußen. Die Regelung der rückständigen Schulden aus Auslandsanleihen erfolgte weitgehend durch die Festlegung neuer Fälligkeiten, die Reduzierung der ursprünglichen Zinssätze, die Verbriefung der rückständigen Zinsen durch Ausgabe neuer Schuldverschreibungen (Fundierung) und den Ersatz von Goldklauseln durch eine Dollarklausel. Die im Londoner Schuldenabkommen festgelegten Modalitäten zur Ablösung und Rückzahlung der vor 1945 emittierten, rückständigen deutschen Auslandsanleihen wurden im wesentlichen bis zu Beginn der achtziger Jahre reibungslos erfüllt.Dennoch ist das Londoner Schuldenabkommen noch heute wirksam, da bestimmte Ansprüche aus vor 1945 emittierten deutschen Auslandsanleihen im Rahmen des Abkommens nach der deutschen Wiedervereinigung von 1990 zu weiteren Rückzahlungen führen können. Diese Rückzahlungen sollen unter folgenden Aspekten erfolgen:Die Bundesrepublik Deutschland hat die Schulden aus Auslandsanleihen des ehemaligen Deutschen Reiches und des ehemaligen Freistaates Preußen im Londoner Schuldenabkommen nicht voll bedient. Die territoriale Beschränkung durch den Entzug der mittel- und ostdeutschen Vermögen wurde dadurch berücksichtigt, daß die Rückzahlung bestimmter rückständiger Zinsen erst nach der Wiedervereinigung vorzunehmen ist. Verbrieft wurden diese Zinsansprüche (sogenannte Schattenquotenansprüche) beispielsweise durch ab 1953 ausgegebene Schattenquoten-Bezugsscheine. Nach der Wiedervereinigung rückten derartige Bezugsrechte schlagartig in den Blickpunkt, nachdem die Bundesregierung am 5. Oktober 1990 die Ablösung der Schattenquotenansprüche bekannt gab. Das Londoner Schuldenabkommen wurde bis zur Wiedervereinigung nur für die in der alten Bundesrepublik Deutschland ansässigen Schuldner (Länder, Provinzen, Städte, Geldinstitute und Industrieunternehmen) wirksam. Soweit sich Schuldner mit ihrem Vermögen auf mittel- oder ostdeutschen Gebieten befanden, nahmen sie an einer Schuldenregelung im Sinne des Londoner Schuldenabkommens nicht teil. Konkret betroffen davon sind bestimmte Auslandsanleihen mittel- und ostdeutscher Emittenten, die 1945 notleidend wurden und bis heute unbereinigt und ungeregelt geblieben sind. Über diese Schulden sind nach der Wiedervereinigung neue Verhandlungen im Sinne des Londoner Schuldenabkommens zu führen. Weiterhin betroffen von einer Nachbesserung nach der Wiedervereinigung sind bestimmte mit einer Konkursquote bediente US-Dollar-Emissionen von mittel- und ostdeutschen Ausstellern, deren westdeutsches Vermögen ab 1962 in der Bundesrepublik Deutschland abgewickelt wurde. Soweit sich mittel- und ostdeutsche Unternehmen und öffentlich-rechtliche Institutionen nach dem Zweiten Weltkrieg in der alten Bundesrepublik Deutschland niederließen, nahmen sie, bzw. ihre Rechtsnachfolger, an der Schuldenregelung nach Maßgabe des Londoner Schuldenabkommens teil. Dabei konnten sie sich allerdings aufgrund der in Mittel- oder Ostdeutschland erlittenen Vermögensverluste auf Härteklauseln berufen und ihre Anleihen entsprechend den erlittenen Vermögensverlusten quotal bedienen. Es wurde seinerzeit festgelegt, daß im Falle von Vermögensrückgaben oder Entschädigungen im Gefolge einer Wiedervereinigung diese Schuldner den Gläubigern eine Nachbesserung gewähren müssen. Konkret wurden diese Nachbesserungsansprüche gegenüber bestimmten Berliner Altbanken und nach Westdeutschland verlagerten, mitteldeutschen Geldinstituten verbrieft in Form von sogenannten Restquoten-Bescheinigungen. Ansprüche auf Rückzahlungen unter dem Londoner Schuldenabkommen bestehen nach der Wiedervereinigung bei einer Vielzahl von in- oder ausländischen Inhabern von Schattenquoten-Bezugsscheinen, Talons, unbedienten Zinskupons, unbedienten oder quotal bedienten Anleihetiteln und Restquoten-Bescheinigungen.


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