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Englands Krieg gegen Deutschland,Die Ursachen, Methoden und Folgen des Zweiten Weltkriegs, aus dem Englischen übersetzt vom Institut für Deutsche Nachkriegsgeschichte, deutsche Erstausgabe Gebundene Ausgabe – 1. Januar 1963

5,0 5,0 von 5 Sternen 3 Sternebewertungen

Produktinformation

  • ASIN ‏ : ‎ B00JGTZQB4
  • Herausgeber ‏ : ‎ Verlag der Deutschen Hochschullehrer-Zeitung (1. Januar 1963)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Kundenrezensionen:
    5,0 5,0 von 5 Sternen 3 Sternebewertungen

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Spitzenbewertungen aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 21. März 2018
Ein schottischer Historiker räumt auf mit den Märchen, wie sie von der Lügenpresse und der allumfassenden bösartigen und verleumderischen Staatspropaganda der Alliierten vor, während und nach dem II. WK erzählt wurden und nennt die wahren Fakten:

Großbritanien (GB) und die USA waren DIE Kriegstreiber, nicht das Deutsche Reich.
Das Ziel Churchill war es, die Wirtschaftsmacht Deutschland im Herzen Europas zu vernichten.
Nicoll geht dezidiert auf das damals arrogante und selbstherrliche Verhalten der polnischen Regierung ein, die ein Krieg mit dem Deutschen Reich förmlich provoziert hat.
Mit der Rückendeckung England und Frankreichs.
Polen hat seit 1919 die im Versailler Friedensvertrag verbindlich geltenden Rechte der Deutschen Minderheiten in den ihm besetzten Gebieten mit Füßen getreten, hat die Deutsche Bevölkerung in den von ihnen besetzten Gebieten drangsaliert, die deutsche Sprache verboten, deutsche Schulen geschlossen, Berufsverbote verhängt, Deutsche verfolgt und umgebracht.
Polen war zu keiner Zeit zu Verhandlungen über den polnischen Korridor und über den Status der Stadt Danzig, die seit Jahrhunderten "deutsch" war, bereit.
Er legt dar, dass der Pakt GB mit Polen eine reine Willkürmaßname und eine Provokation gegen das Deutsche Reich war.
Und er beweist, dass Polen nur deshalb so arrogant aufgetreten ist und an ernsthaften Verhandlungen mit dem Deutschen Reich kein Interesse hatte, weil es die Garantien GB und Frankreichs hatte.
Nicoll belegt, dass GB nach dem Angriff des Deutschen Reiches auf Polen seinen Bündnispartner schmachvoll im Stich gelassen und seinen Bündnisverpflichtungen in keiner Weise nachgekommen ist.
Der Autor legt dar, dass die Rote Armee auf Befehl Stalins in die Osthälfte Polens einmarschiert ist und diese aggressive Handlung genauso hätte geahndet werden müssen, wie der Angriff der Deutschen Wehrmacht auf Polen. GB und Frankreich haben aber gegenüber Stalin gekuscht und nichts unternommen.
Churchill hat Stalin über den grünen Klee gelobt, als ein Mann, auf dessen Wort man sich verlassen könne und der nach Ende des II. WK die Demokratie in alle von der Roten Armee besetzten Gebiete bringen würde.

Nicoll legt die Beweggründe dar, warum Hitler

a) Polen angegriffen hat,
b) England und Frankeich angegriffen hat,
c) die Tschechoslowakei besetzt und
d) Russland angegriffen hat.

Nicoll beweist, dass im Frühjahr 1941 Millionen Soldaten der Roten Armee mit tausenden Flugzeugen und zehntausenden Panzern an der Grenze zum Deutschen Reich stationiert waren, die auf Angriff programmiet waren.
Er vergleicht die Kriegsführung des Deutschen Reiches mit der von GB und den USA bei deren Eroberung ihrer Kolonien (Stichworte Burenkrieg, Indien und "Mau-Mau-Aufstand") und legt anhand von Fakten dar, dass sich die Deutschen in den von ihnen besetzten Gebieten sehr viel anständiger verhielten als die Kolonialmächte in den von ihnen besetzten Gebieten.
Und er beweist, dass für GB und die USA selbstverständlich und in Ordnung war, andere Länder zu überfallen, zu besetzen und auszubeuten, während das Deutsche Reich als bei gleichen Handlungen als Aggressor gebrandmarkt wurde.
Nicoll nennt die Inhalte des Friedensvorschlags von Hitlers gegenüber GB nach dem Westfeldzug gegen Frankreich und hebt besonders hervor, dass der damalige Führer des Deutschen Reiches den Frieden mit GB unbedingt wollte und sogar bereit war, die Deutsche Wehrmacht und die Deutsche Marine zum Schutz der britischen Kolonien und der Seefahrtswege einzusetzen.

Als großartige Geste hat bei Dünkrichen 1940 = über 200 000 britische Soldaten die Möglichkeit gegeben, unversehrt in ihr Heimatland zurückzukehren, obwohl es ein Leichtes für ihn gewesen wäre, diese zu vernichten oder gefangenzunehmen..

Inhalte des Friedensangbot des Deutschen Reiches an GB nach Ende des Feldzuges gegen Frankreich:

a) Rückzug aus den besetzten Gebieten,
b) Grundsätzlichen Gebietsverzicht auf Deutsche Gebiete, so wie der im Versailler Vertag festgelegt wurde und (mit Ausnahme des polnischen Korridors und der Deutschen Stadt Danzig),
b) Garantie für die Souveränität GB.

Diese Vorschläge wurden in arroganter Großmannssucht von Churchill abgelehnt.
Die USA und GB nahmen die Expansionen durch die Japaner im Fernen osten zum Anlass, ein Ölembargo gegen dieses Land zu verhängen, das einer Strangulierung der Wirtschaft zur Folge hatte.

DIE Moralisten USA und GB, die sich lange davor aus ihrer Sicht rechtmäßig (!!) Dutzende Länder als Kolonien gewaltsam "aneigneten", stellten Japan ob seiner Expansionspolitik an den Pranger. Der Autor beleuchtet diese historische Gegebenheit besonders ausführlich, da die Japaner dachten, das Handeln der Großmächte USA und GB sei von der christlichen, abendländischen Kultur und dessen Werten geprägt.

Als sie aber feststellten, dass dies in keiner Weise der Fall war, sondern dass diese Länder Unterdrückung, Willkür und Ausbeutung in die von ihnen besetzten Gebiete und Länder brachten, sahen sie überhaupt keine Veranlassung mehr, auf ihre eigenen Expansionsvorstellungen zu verzichten und starteten demzufolge völlig logischer ihre eigenen Eroberungsfeldzüge.

Und dafür wurden sie von den USA mit einem Wirtschaftsembargo bestraft und provoziert, das dann letztendlich zum Angriff auf Pearl Harbor führte.

Fazit des Autors

Dieser Krieg wurden von den USA unter Roosevelt regelrecht provoziert.

Außerdem legt der Autor dar, dass die USA Jahre vor dem Angriff Japans deren Funkcode geknackt hatten.
Der Angriff auf Pearl Harbor war dem amerikanischen Präsidenten lange vorher bekannt.
Dass er keine Gegenmaßnahmen eingeleitet hatte, hatte einen einzigen Grund: Um der amerikanischen Öffentlichkeit sagen zu können, "wir sind von einem schamlosen Gegner ohne jegliche Vorwarnung überfallen worden und müssen nun zurückschlagen".
Sprich: Er hatte damit dem von ihm gewollten Eintritt in einen Weltkrieg im Verbunde mit GB.

WEIL

Die amerikanische Bevölkerung war damals gegen jeglichen Krieg und die Entsendung ihrer Söhne in fremde Länder.
Dies hatte Roosevelt in seiner Kandidatur dem amerikanischen Volk versprochen.

Zum Schluss geht der Autor auf die Auswirkungen des II. WK ein

Die politischen, die finanziellen, die Gebietsverschiebungen, die Verschiebung der Machtblöcke, den Kalten Krieg und seine Folgen. Er nennt Sieger und Verlierer. Er nennt atemberaubende Zahlen über den Preis, der dieser unsinnige Krieg an Menschenleben, Ressourcen und in harter Währung gekostet hat.

Dafür gibt es in der Summe nur ein Wort: furchtbar.

Er geht ein auf das unermessliche Leid ein, was vielen Völkern millionenfach widerfahren ist.

Man kann getrost sagen

Der II. WK war das größte Verbrechen an der Menschheitsgeschichte, angezettelt von einigen wenigen, skrupellosen, charakterlosen, verantwortungslosen und unanständigen Politikern in führenden Positionen. Mögen sie für ihre Taten für immer in der Hölle schmoren.

Und Peter H. Nicoll sollte man ob seiner Leistung, die der mit diesem Buch erbracht hat, den Literaturnobelpreis verleihen. Der Autor hat mit seinem Buch mehr an Aufklärung für nachfolgende Generationen geleistet, wie ein korrupter Jassir Arrafat und ein machtbesessener Schimon Peres zum Frieden im Nahen Osten beigetragen haben.

Deshalb kann es für dieses Buch nur **** geben.
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Rezension aus Deutschland vom 27. Juli 2015
Man wird, wie das oft geschieht, dem Vf. entgegenhalten, er sei kein Historiker und habe daher kein Recht, seine Meinung zu geschichtlichen Ereignissen zu äußern, besonders, wenn er Sachen sagt, die nicht dem heutigen Mehnstriem entsprechen. Dem steht entgegen, dass der historische Mehnstriem vor 50 Jahren, als das Buch erschien, noch keineswegs so dogmatisch definiert war wie heute, wo die Richtung durch Schlagwörter wie "Volksverhetzung", "Fremdenfeindlichkeit", oder "Leugnung" recht genau gegeben ist.

Andererseits muss man dem Vf. der ein schottischer Kirchenmann war, durchaus zugestehen, Ereignisse moralisch zu beurteilen, was man jedoch, mit dem obigen Argument, nun wieder Historikern nicht erlauben dürfte. Es ist daher besser, solche künstlichen Einschränkungen gar nicht erst ins Spiel zu bringen, wenn ein Text beurteilt werden soll.

Also, ad rem:

In der Einleitung zum Buch sagt der Vf., die Ursache für das (damals, 1963, schon) bestehende Elend in der Welt sei der Zweite Weltkrieg gewesen, der seinerseits auf den Ersten Weltkrieg zurückgeführt werden könne, in dem "England seinen ersten großen Fehler in diesem Jahrhundert beging und sich mit einem tyrannischen ' Rußland, sowie einem politisch verworrenen ' Frankreich, gegen die starke deutsche Nation, dem natürlichen ' Verbündeten Englands verband". Diesem Fehler folgte 1939 ein zweiter, der England auf die Stufe einer Macht zweiten Ranges hinabdrückte.

Diese Fehler sind für den Vf. auf die Zerrbilder des Feindes zurückzuführen, die man sich im angelächsischen Raum in den Jahren vor den Kriegen zurechtgezimmert hatte und die im Falle des 2. WKs hauptsächlich von den Kommunisten geprägt worden waren, was dann wiederum dazu führte, dass man sich zum Kampfe gegen Deutschland mit der SU verbündete, einem Land, "dessen Verbrechen weitaus zahlreicher und abschreckender waren, als die der Nationalsozialisten". Die Notwendigkeit für die Westmächte, ihre Fehler hinter einem solchen Zerrbild zu verstecken, hat sie gezwungen, nach dem Kriege das Zerrbild immer noch krasser auszuschmücken,

Der Aufstieg Hitlers ist für den Vf. leicht erklärbar durch die unklugen Friedensschlüsse von 1919 und das Versagen des Völkerbundes bei seiner Aufgabe, die seinerzeitigen Fehler zu revidieren, was etwa in Bezug auf einen deutschen Landweg durch den Korridor nach Danzig ohne weiteres möglich gewesen wäre. Der Vf. geht so weit, darauf hinzuweisen, dass die Hitler für die Vorkriegszeit zugeschriebenen Verbrechen in vielen Fällen weniger schwerwiegend waren als die Verbrechen der Siegermächte bei ihrer Kolonialpolitik oder etwa Polens in Bezug auf die dort lebenden Juden, oder dass Hitlers Begriff von einer "Herrenrasse" sich kaum von den Vorstellungen Lord Halifax' unterschied, außer, dass letzterer sie nicht so laut verkündete.

Zu den wesentlichen Punkten, die Hitlers Politik einer Wiederaufrüstung des Deutschen Reiches beeinflussten, gehört vor allem auch die Weigerung der "Alliierten", ihrerseits die in den Friedensverträgen zugesicherte Abrüstung durchzuführen. Der Vf. zitiert dafür britische Politiker, u.a. Sir Stafford Cripps und sagt: "Wir haben es hier ' mit der ersten tiefgreifenden Verletzung des Versailler Vertrages zu tun. Und nicht Deutschland, nicht Hitler war der Schuldige, sondern die Alliierten. ' Der Geist von Locarno wurde durch ein offenes Militärbündnis zwischen Frankreich und Rußland widerlegt."

Sehr kritisch geht der Vf. mit der Reaktion der Westmächte auf Hitlers umfangreiche Vorschläge für eine allgemeine Abrüstung vom 31. März 1936 ein. Die Reaktion blieb völlig aus, man forderte Hitler nicht einmal auf, seine Karten auf den Tisch zu legen, sodass dieser nur schließen konnte, man wolle keinen echten Frieden. Dies bezog sich auch auf die USA, die zwar selbst wenig betroffen waren, aber schon damals und in den Folgejahren London intensiv unterstützten, sodass die republikanische Journalistin Clare Booth-Luce über den demokratischen Präsidenten Roosevelt sagen konnte, er "hat uns in den Krieg gelogen".

Die politischen Veränderungen in Europa in der zweiten Hälfte der 30er Jahre, also der Anschluss Oestereichs an das Reich und der Zusammenbruch der Tschechoslowakei, werden vom Vf. sehr objektiv betrachtet. Er stellt Beneschs Behauptung von Anfang 1938, das Reich plane einen militärischen Überfall auf sein Land als Lüge heraus und zieht den britischen Beobachter Lord Runciman als Zeugen gegen die Ansicht heran, dass Hitler nach dem Anschluss Oesterreichs die Krise im Sudetenland aktiv geschürt habe. Runciman vertrat in seinem Bericht die These, diese Krise könnte nur durch eine Abtrennung der Sudetenlande behoben werden.

Als es dann Anfang 1938 tatsächlich zu einer Auflösung der Tschechoslowakei kam, reiste Hacha, der Nachfolger des Präsidenten Benesch mit seinem Außenminister Chwalkowsky nach Berlin, um dort über die neue Situation zu sprechen. Seit AJP Taylor wissen wir, dass die Reise nicht auf Befehl Hitlers erfolgte; der Vf. sagt uns nun, dass der britische Gesandte in Prag, Sir Basil Newton, Hacha zu diesem Vorstoß geraten habe; nach den Gesprächen in Berlin erklärte sich Hacha mit der Bildung eines deutschen Protektorats für Böhmen und Mähren einverstanden. Der Vf. sagt uns auch, die Beurteilung des Verlaufs der Gespräche als reine Erpressung, stamme vom seinerzeitigen französischen Botschafter in Berlin, Coulondre, der aber bei den Gesprächen gar nicht zugegen war.

In diesem Zusammenhang sollte man auch wissen, dass - wie Stefan Scheil in seiner Ribbentrop-Biographie schreibt - ein Rechtgutachten des Londoner Foreign Office vom Februar 1939 die Bildung eines solchen Protektorats als völkerrechtlich einwandfrei bezeichnete. Im Protektorat blieb die Regierung im wesentlich bestehen, es gab weiterhin eine Armee, tschechisch blieb Amtssprache und die Krone blieb Landeswährung, die Fahnen der Wehrmacht in Prag wurden bereits im Mai 1939 eingeholt und durch die tschechischen Farben ersetzt; Deutsche brauchten für die Einreise ein Visum. Die Tschechen brauchten für das Reich keinen Wehrdienst zu leisten. Niemand im Protektorat protestierte dagegen. Hacha starb im Sommer 1945 (wie Nicoll schreibt nach gräßlichen Folterungen) in einem Prager Gefängnis, Chwalkowsky wurde erschossen. Die Briten erklärten 1939, die slowakische und die ruthenische Trennung von Prag habe der CSR ein Ende gemacht, sodass sich ein Schutz der tschechischen Grenzen erübrige. Nicoll sieht als Alternative zu Protektorat nur einen Bürgerkrieg zwischen Tschechen und Slowaken.

Obwohl Hachas Reise nach Berlin noch im März 1939 von britischer Seite angeregt worden war, änderte London schon vorher seine Außenpolitik. Beim Besuch von Chamberlain und Halifax in Rom im Januar 1939 kritisierte man Hitler scharf und deutete militärische Aktionen an. Man fragt sich, wie bei einer solchen Lage der Dinge Sir Basil Newton überhaupt diesen Vorschlag machen konnte - aus eigener Initiative oder als bewusst gestellte Falle? Der Vf. gibt an, dass die britische Kritik an Hitlers Einzug in Prag gar nicht auf diesem selbst beruhte, sondern auf einer vorher mit dem rumänischen Geandten in London, Virgil Tilea, vereinbarten Falschmeldung, Hitler habe alarmierende Forderungen in Bezug auf den Balkan gestellt. Diese Nachricht wurde allerdings sofort von der rumänischen Regierung dementiert.

Der Vf. wendet sich dann auch der Frage zu, ob Hitlers antijüdische Politik möglicherweise ein Kriegsgrund gewesen sein können, kommt aber zu dem Schluss, dass dies aus verschiedenen Gründen nicht der Fall war, nicht zuletzt, weil die polnischen Maßnahmen gegen die dortige jüdische Bevölkerung viel krasser waren als die deutschen und viel früher begonnen hatten. Er nennt Hitlers Programm wissenschaftlich falsch und einen schweren politischen Fehler, spricht ihm aber eine wichtige Rolle hinsichtlich des Kriegsausbruches ab. Er verneint sogar die beliebte Behauptung, Hitler sei bereit und willens gewesen, die Welt zu erobern und zitiert dafür den Bericht, den der amerikanische Oberkommandierende, George C. Marshall nach dem Kriegsende in Europa für Präsident Truman anfertigte. Dort heißt es, das Reich sei für solche Pläne in keiner Weise gerüstet gewesen, seine anfänglichen Erfolge nach 1939 seien lediglich auf die deutsche strategische Überlegenheit zurückzuführen.

Den Hauptgrund für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs stellt nach Ansicht des Vf. die absolut unverantwortliche und freiwillige britische Garantie für Polen, die Chamberlain am 31. März 1939 bekanntgab, nachdem Polen in dieser Frage schon am Vortag angesprochen worden war und positiv reagiert hatte. Polen selbst hatte bereits am 23. März seine Armee teilmobilisiert und schon am 27. d.M., als sich die britische Unterstützung abzeichnete, alle Verhandlungen mit dem Reich über Danzig und den Korridor abgebrochen. Wie man weiß und kurz darauf auch gesehen hat, war eine solche britische Garantie für Polen unerfüllbar und somit reiner Betrug an Polen, das im Laufe des Krieges schwer dafür bezahlen musste. Die Garantie hatte lediglich den Zweck, einen Weltkrieg herbeizuführen, um Deutschland ein für alle Mal auszuschalten. Und das alles, obwohl Hitlers Wünsche in Bezug auf Danzig usw. viel gemäßigter waren als die entsprechenden Forderungen der Weimarer Republik. Allerdings hatte Polen bereits vor dem Oktober 1938 Halifax mitgeteilt, Polen würde sich allen deutschen Forderungen in den anstehenden Fragen widersetzen. Die Dinge kulminierten im August 1939, nachdem die britische Garantie offiziell unterzeichnet worden war und sich die beiden Mächte sogar verpflichteten, den status quo in ganz Osteuropa aufrecht zu erhalten - das Unheil nahm seinen Lauf.

Nicoll sagt ausdrücklich, dass Polen für den Ausbruch des deutsch-polnischen Krieges die Hauptschuld trüge, während man die primäre, fast ausschließliche Verantwortung für die Ausweitung dieses Konflikts, vor die Tür Englands legen müsse.

Angesichts dieser moralisch und politisch fatalen Situation musste der Welt verschwiegen werden, dass Hitler, nach der britischen Katastrophe bei Dünkirchen im Somme 1940, gegenüber seinen Generalen erklärte, er würde England alle zum Schutz des Empires benötigten deutschen Streitkräfte zur Verfügun stellen, wenn es Frieden schlösse; auch heute wird darüber kaum geredet - vielleicht, weil die Herrschaft über die Mitte Europas immer noch zu wichtig ist, als dass man sie den dortigen Einwohnern überlassen könnte.

Ganz explizit setzt sich der Vf. auch mit dem Argument auseinander, der 2. WK hätte geführt werden müssen, weil Nazi-Deutschland eben ein Erb- und Erzübel gewesen sei, das um der menschlichen Freiheit willen vernichtet werden musste, verwirft dies aber unter Hinweis auf den Bolschewismus in der Sowjet-Union, den man aus dem gleichen Grund schon längst hätte bekämpfen müssen. Dies geschah nicht, z.T. mit der Berufung darauf, das innenpolitische System eines Staates sei dessen eigene Angelegenheit und daher kein Kriegsgrund. Für den Vf. war der Grund für Englands Kampf gegen das Deutsche Reich die Absicht, Deutschland auf die Dauer am Boden zu halten.

In den mittleren Kapiteln dieses umfangreichen Buches analysiert der Vf. die Ereignisse auf den verschiedenen Schauplätzen des Krieges und die entsprechende Politik der befeindeten Staaten, wobei er speziell auch auf die wachsende Gefahr durch die SU aufmerksam macht, der sich Deutschland nach dem Polenkrieg gegenübersah und die letztlich in dem deutschen Einmarsch von 1941 gipfelte. Nicoll legt dar, dass Hitler keinesfalls die Absicht hatte, Egland zu vernichten, er weist auf Hitlers äußerst maßvolle Politik Frankreich gegenüber hin (das nur zu Hälfte besetzt wurde, bis dann die Westaliierten in Nordafrika landeten), und führt all die unbeteiligten Länder auf, in die alliierte Truppen aus rein militärischen Gründen einmarschierten, von Syrien bis Madagaskar, und von Persien bis zu den portugiesischen Azoren.

Nicoll betrachtet am Ende des Buches die Konsequenzen, die der 2. WK für die westliche Seite hatte und setzt naturgemäß an die erste Stelle den Zerfall des britischen Weltreichs, den Niedergang der britischen Wirtschaft und die Abnahme seines Anteils am Welthandel. Frankreich erlebte zwar nach 1945 einen gewissen Aufstieg, musste aber mit den Problemen in Algerien schwer dafür bezahlen. Die Regierung unter Charles de Gaulle konnte dem Land wieder Stabilität bescheren, Nicoll hebt jedoch hervor, dass etwa die nun gestärkte Verbindung mit Westdeutschland all die Pläne übertraf, für die de Gaulle seinerzeit Laval hatte erschießen lassen.

Das Buch schließt mit dem etwas pessimistischen Resumé, "dass die Alliierten mit ihrem Entschluss, Hitler ' zu vernichten, die überlieferte christliche Tradition Europas weitgehend ' zerstört haben". Der Schreiber dieser Zeilen kann sich dieser Meinung leider nur anschließen.
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