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Deutschland im Visier Stalins: Der Weg der Roten Armee in den Europäischen Krieg und der Aufmarsch der Wehrmacht 1941. Eine vergleichende Studie anhand russischer Dokumente Gebundene Ausgabe – 23. November 2015
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe552 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberDruffel & Vowinckel
- Erscheinungstermin23. November 2015
- Abmessungen16.5 x 3 x 24 cm
- ISBN-103806112495
- ISBN-13978-3806112498
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1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte: Der lange Anlauf zum Zweiten WeltkriegGebundene AusgabeKOSTENFREIER Versand durch AmazonErhalte es bis Freitag, 31. Mai
Produktinformation
- Herausgeber : Druffel & Vowinckel; 3. Edition (23. November 2015)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 552 Seiten
- ISBN-10 : 3806112495
- ISBN-13 : 978-3806112498
- Abmessungen : 16.5 x 3 x 24 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 204.737 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 416 in Russische Geschichte
- Nr. 724 in Zweiter Weltkrieg (Bücher)
- Nr. 987 in Epoche Zweiter Weltkrieg (Bücher)
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Informationen zum Autor

Dr. Bernd Schwipper war nach dem Studium an der Akademie des Generalstabes der Sowjetarmee in Moskau (1980 bis 1982) der jüngste Generalmajor der NVA und Kommandeur der 3. Luftverteidigungsdivision (1985 bis 1990). Er spricht russisch, was ihm die Arbeit mit russischen Dokumenten ungemein erleichterte und ermöglichte, mit seinen Büchern den Lesern Zugang zu bislang in Deutschland unveröffentlichten Dokumenten zu erschließen.
An seinem ersten Buch "Deutschland im Visier Stalins. Der Weg der Roten Armee in den Europäischen Krieg und der Aufmarsch der Wehrmacht 1941 - Eine vergleichende Studie anhand russischer Dokumente", das im Jahre 2015 erschien, arbeitete der Generalmajor a.D 15 Jahre. Die FAZ schien sich genötigt, die Erkenntnisse des Buches einer Buchkritik mit dem Titel "Präventivkrieg: Seitenwechsel eines DDR-Generals" unterziehen zu müssen. Dabei hat Dr. Schwipper nicht die Seiten gewechselt, man merkt das jeder Zeile des Buches an, sondern sich einzig und allein auf die Wahrheitssuche begeben.
Nach weiterer intensiver Recherchearbeit erschien im Jahre 2021 der Doppelband "Die Aufklärung der Bedrohung aus dem Osten; Band 1 - 1939 bis Dezember 1940" sowie "Die Aufklärung der Bedrohung aus dem Osten: Band 2 - Januar bis Juni 1941." In diesen beiden Bänden, farbig gedruckt, veröffentlich und analysiert Dr. Schwipper viele Aufklärungsdokumente der Wehrmacht, die bisher unbekannt oder unbeachtet waren, und und setzte neue Impulse für die Aufklärung des wahren Verlaufes der deutschen Geschichte.
Aufsehen erweckte eine vierteilige Sendeserie mit Dr. Bernd Schwipper und Gerd Schultze-Rhonhof, dem ehemaligen Generalmajor der Bundeswehr und Autor des Buches "1939 - Der Krieg, der viele Väter hatte", die im Oktober 2021 im YouTube-Kanal Silberjunge erschien.
Alle drei Bücher von Dr. Bernd Schwipper erscheinen neu im Jahre 2022 im VFFW - Verlag für Frieden, Freiheit & Wahrheit GmbH.
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doch all dein Streben, deines Geistes Eifer
und deine Tränen löschen nicht die Schrift
und können nicht davon ein Wort nur streichen.
Das sagte uns schon vor bald eintausend Jahren der persische Mathematiker und Poët Omar al-Khayyam in einem seiner wunderbaren Gedichte. Gleiches gilt für die Geschichtswissenschaft, auch sie ist einem stetigen Wandel unterworfen: was vor einem Dutzend Jahren noch als absolut klar erwiesen galt, kann heute schon ohne weiteres im Papierkorb landen.
Sieht man sich etwa bei Amazon die Rezensionen an, die vor etlichen Jahren einmal zu dem Buch von Gorodetsky "Die große Täuschung …" geschrieben worden sind, und auch die Kommentare dazu, so ist man doch überrascht zu sehen, mit wieviel Zorn und Eifer dort damals die Ansicht vertreten wurde, dass irgendwelche Zweifel an Hitlers verbrecherischem Angriff auf die friedliebende Sowjetunion nur von unbelehrbaren ewig-gestrigen alten Neonazis stammen könnten und daher samt und sonders zu verwerfen wären.
Nun sind diese und ähnliche Klassifizierungen in keiner Weise auf den Autor des vorliegenden Buches anwendbar, denn er hat sein Leben in der DDR, bzw. den östlichen Bundesländern verbracht, und dort eine beachtenswerte militärische Karriere gemacht, zu der eine entsprechende Ausbildung gehörte, die es ihm ermöglicht hat, den Geist der bolschewistischen Militärphilosphie intensiv zu studieren und, nach der Wende, lange Zeit in russischen Archiven zu verbringen, deren Unterlagen er dank seiner perfekten Kenntnisse der russischen Sprache sicher besser bewerten konnte, als viele andere Historiker.
Insofern ist er ein noch intimerer Kenner der seinerzeitigen Strategie der Roten Armee als etwa der amerikanische Militärhistoriker David Glantz, doch kann man feststellen, dass sich vieles, das Schwipper in seinem Buch darstellt, auch bei Glantz wiederfinden lässt, vor allem die Doktrin des verdeckten Aufmarschs und der verborgenen Ausbildungsmethoden.
So beweist Schwipper anhand damaliger sowjetischer Dokumente, dass Stalins Eintritt in den deutsch-polnischen Konflikt von 1939 nur ein erster Schritt auf einem Feldzug war, der viel weiter führen sollte. Die folgenden Schritte, also der Krieg gegen Finnland, die Annexion der baltischen Staaten, der Bukowina und Bessarabiens, dienten vor allem der Sicherung eines Aufmarschgeländes gegen den Westen, also primär gegen Deutschland, für einen Angriff, der für den Sommer 1941 geplant war.
Um dieses Ziel zu erreichen, beendete die Sowjetunion auch den Krieg im Fernen Osten und verlagerte die dort frei werdenden Streitkräfte schrittweise weiter nach Westen, ganz im Sinne der von Glantz dargelegten verdeckten Durchführung. Auf diese Weise gelang es der Roten Armee - vor allem auch durch den Ausbau entsprechender Eisenbahnstrecken, die aber praktisch alle nur in ost-westlicher Richtung verliefen, ohne für eine eventuelle Verteidigung wichtige Nord-Süd-Verbindungen - nicht nur Ihre Streitkräfte in wenig mehr als zwei Jahren von etwas mehr als einer Million auf 6 Millionen aufzustocken, sondern sie auch an geeigneten Punkten östlich des deutschen Gebietes in Angriffsformationen zu stationieren.
Die Ausbildung der neu rekrutierten Mannschaften fand ebenfalls, ganz im Sinnne von Glantz, ohne Mobilisierung statt, tief im Hinterland verdeckt, im Rahmen sogenannter strategischer Übungen.
Dreh- und Angelpunkt für all diese Maßnahmen, d.h. für die Hinwendung der Roten Armee zu einer offensiven Kriegführung, ist für den Vf. eine Rede Stalins vor den Höheren Kommandeuren der RA am 14. (17.) April 1940, die in Kap. II seines Buches diskutiert wird und deren Kernsatz lautete: "Nur eine angreifende Armee ist eine moderne Armee!" Von nun an waren alle sowjetischen Anstrengungen nur noch darauf gerichtet, für einen Marsch nach Westen die Kluft zwischen Wollen und Können zu überbrücken.
In den weiteren Kapiteln des Buches werden die Folgen dieses grundsätzlichen Wandels beschrieben, die Titel dieser Kapitel lauten dementsprechend:
*****
III. - Die Mobilmachung der Roten Armee. Die "Großen Lehrübungen" - Voraussetzung für die Führung einer Offensive in der Anfangsperiode des geplanten Krieges
IV. - Die Entwicklung der Waffengattungen (Panzertruppen, Luftstreitkräfte, Luftlandetruppen) der Roten Armee
V. - Die Umstellung der Rüstungsindustrie auf die Kriegsproduktion im Vorkriegsjahr
VI. - Der Aufmarsch der Roten Armee. Grundlagen und Verlauf der strategischen Konzentration und Entfaltung - ein Abriss
VII. - Der Vorbefehl vom 11. Juni 1941
VIII. - Die Gefechtsbereitschaft der Roten Armee mit Beginn des deutsch-russischen Krieges 1941
IX. - Die Operationsläne der Roten Armee in den Vorkriegsjahren 1940/1941
X. - Ausbildung, Übungen, Kriegsspiele
*****
Das Fazit dieses Verfassers, der dafür so gut qualifiziert ist wie kein anderer, lautet (S. 535): "Ja, der Angriff der Wehrmacht war ein Präventivschlag!"
Im Nachwort zu Schwippers Buch sagt Dr. Franz Uhle-Wettler, Generalleutnant a.D. der Bundeswehr:
"Auf einen Nenner gebracht: Schwipper hat die noch fehlenden Bausteine gefunden, die ohne Umstände zweifelsfrei beweisen, dass die Rote Armee spätestens im Juli 1941 das Deutsche Reich angreifen wollte. Dass es sieben Jahrzehnte gedauert hat, bis diese Bausteine auf den Tisch gelegt werden konnten, demonstriert wieder einmal, dass Geschichte immer im Fluss ist."
Der Rezensent teilt diese Meinung vollauf. Was ihn aber höchst erstaunt zurücklässt, ist die Tatsache, dass seit dem Erscheinen des Buches im vorigen Jahr, beispielsweise zwar einige positive Rezensionen bei Amazon.de zu finden sind, eine dümmliche auch, dass sich aber offenbar in der Öffentlichkeit überhaupt nichts geregt hat, obwohl der Vf. ja nun wirklich die ganze offizielle Geschichte des 2. Weltkriegs vom Kopf zurück auf die Füße stellt.
Nicht nur dies: diese Darstellung der sowjetischen Politik wirft ja nun doch die Frage auf, ob all die bösen Maßnahmen, die gegen Deutschland am Ende des Krieges und danach durchgeführt wurden, also die Enteignung und Vertreibung von Millionen Deutschen, die Abtrennung großer Teile des traditionell deutschen Staatsgebietes, die Beschlagnahme des deutschen Industrievermögens usw. usw. völkerrechtlich gesehen rechtmäßig waren.
Diese Fragen haben eine so entsetzliche Tragweite, dass anscheinend niemand es wagt - nicht einmal das deutsche "Institut für Zeitgeschichte" - überhaupt dazu Stellung zu nehmen, entweder positiv oder negativ.
Wenn der deutsche Einmarsch in Rußland wirklich auf der Basis erfolgte, die Schwipper in seinem Werk so detailliert schildert, kann man nur den Schluss ziehen, dass das damalige Deutsche Reich zumindest einen Teil Europas vor dem Bolschewismus bewahrt hat und dass vor allem Churchills antideutsche Politik ein katastrophaler Fehler war. Dieser Fehler wäre zudem um so schärfer zu verurteilen, als sich der Gedanke aufdrängt, dass Rudolf Heß mit seinem Flug nach Schottland im Mai 1941 London vor der drohenden Gefahr, die im Osten heraufzog, gewarnt hat und dass er, um diesen Umstand zu verbergen, für den Rest seines Lebens eingekerkert werden musste.
Aber denken wir an Omar al-Khayyam: "Der Finger Gottes schreibt und gleitet weiter" …
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Zusatz, 4.12.16
Inzwischen gibt es eine erste "offizielle" Äußerung zu diesem Buch. Sie erschien am 29.11.16 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und wurde von Dr. Rolf-Dieter Müller verfasst, einem ehemaligen Direktor des Militärgeschichtlichen Forschungsamts in Potsdam.
Müllers Kommentar ist ein Beispiel für die völlig fehlende Bereitschaft der beamteten deutschen Historiker, sich mit den von Schwipper in seinem Buch behandelten Fragen auseinanderzusetzen; in diesem Falle hat man sicherheitshalber einen Pensionär in die Schlacht geschickt. Aber auch dessen Elaborat ist wenig eindrucksvoll, schon das erste Wort, "Verschwörungstheorien", bezeugt Müllers Unwillen, sich mit Schwippers Buch ernsthaft zu befassen.
Er bestreitet, dass die Rote Armee für einen solchen Angriff auf den Westen überhaupt in der Lage war, da sie ja schon 1939 im Krieg gegen Finnland nur einen mäßigen Erfolg feiern konnte, sagt aber nichts zu der Frage, wie und warum die Roten Armee, allein in den von der Wehrmacht bis Oktober 1941 eroberten Gebieten mindestens 5 Millionen Soldaten stationiert hatte. Man muss sich doch vor Augen halten, dass die Wehrmacht schon 1941, in weniger als einem halben Jahr, drei Millionen sowjetische Gefangene machte, dass ohne Zweifel eine weitere Million Rotarmisten in den Kämpfen getötet wurden und vermutlich mindestens eine weitere Million den deutschen Angriff überlebte, denn sonst wäre 1942 kein Widerstand gegen die Wehrmacht mehr möglich gewesen.
(Anmerkung, 18.3.17: Im Zusammenhang mit der Stärke der Roten Armee im Sommer 1941 ist auch bemerkenswert, dass letztere in der Lage war, sich im August 1941 - also noch während ihres Rückzuges - mit etwa 120 000 Mann und 1000 Panzern (allerdings von Typ T 26) am britischen Angriff auf den damals neutralen Iran zu beteiligen. Näheres dazu kann man in der allwissenden Wikipädie nachlesen).
Um all diese Probleme zu verbergen greift Müller auf das primitivste aller Argumente zurück: er spricht Schwipper seine Qualifikation zu einer solchen Analyse rundweg ab und sagt zum Inhalt des Buches praktisch gar nichts. Also, wenn das alles ist, was man an Argumenten aufbieten kann, darf der Leser Schwippers Darstellung guten Gewissens akzeptieren.
(Anmerkung, 6.12.2020: Ruft man die Rezensionen nach "Spitzenrezensionen" geordnet auf, ist man etwas überrascht, wenn eine Reihenfolge von 37 - 24 - 5 - 52 - … - 32 - 16 jeweils "nützlichen Stimmen" erscheint und fragt sich, nach welchen Kriterien die Rezensionen hier beurteilt werden.)
(Anmerkung, 11.4.21: Eine andere Merkwürdigkeit in Bezug auf die Behandlung dieses Buches in Deutsch-Amazonien besteht darin, dass es offenbar nur manchen Lesern erlaubt ist, andere Rezensionen als nützlich zu bewerten. So habe ich zwar festgestellt, dass für eine weitere positive Rezension eine Markierung "nützlich" erscheint, ich selbst aber anscheinend für eine solche Markierung nicht zugelassen bin. Wenn ich versuche, jene andere Rezension als "nützlich" einzustufen, erscheint zwar ein "Dankeschön" seitens Amazon.de, doch an der Zahl der "nützlich"-Klassifizierungen ändert sich nichts.")
Das stärkste Kapitel ist meiner Meinung nach die Analyse der Operationspläne der Roten Armee in den Jahren 1940/41. Da kommt die Sachkenntnis der Generalmajors Schwipper besonders zum Tragen. Die Gegnermodelle des Generalstabs der Roten Armee vom 11. März und 5. Mai 1941 erkannten, dass der Grenzvorsprung Belostok besonders gefährdet war. Dort wurde ein Angriff der Wehrmacht vermutet, der zu einer Einkreisung der Truppen in einen Kessel führen könnte; Seiten 430 und 431. Also hat die Rote Armee zur Verteidigung gegen einen Angriff der Wehrmacht Ihre Truppen dort in der Tiefe gestaffelt, um die Flanken zu sichern und eine Einkreisung zu verhindern!? Denkste, das Gegenteil ist der Fall.
"Am Vorabend des Krieges lagen die 10. Armee und eine Reihe weiterer Truppenteile des westlichen Militärbezirkes im sogenannten Belostoker Balkon, der zum Gegner hin vorsprang. Die 10. Armee befand sich in der ungünstigsten Lage. Eine solche operative Stellung der Gefechtsordnung barg die Gefahr einer tiefgreifenden Umfassung und Einschließung der Truppen von Grodno und Brest her in sich. Dabei waren die Truppen der Front in Richtung Grodno-Suwalki und Brest nicht tief und stark genug gestaffelt, um dort einen Durchbruch und eine Umffassung der Belostoker Gruppierung verhindern zu können. Diese falsche Stationierung war 1940 vorgenommen und bis zum Kriege nicht mehr korrigiert worden."; Seite 487 gemäß Schukow, G.K., Erinnerungen und Gedanken, Bd. I, S.305
Wer war Schukow? Nun, "Nach einer Serie von Kriegsspielen, in denen Schukow erfolgreich die Möglichkeit eines sowjetischen Angriffs auf den deutschen Machtbereich demonstriert hatte, wurde er im Februar 1941 von Stalin zum Chef des Generalstabs und stellvertretenden Verteidigungsminister ernannt. In dieser Position war er für die Ausarbeitung der Pläne zum sowjetischen Aufmarsch an den westlichen Grenzen verantwortlich."
[...]
Was ist denn da passiert? Nun, alle Operationspläne der Roten Armee aus dem Jahr 1940 sahen vor, dass die 10. Armee von Belostok aus vorstößt, um Ostpreussen einzukreisen oder alternativ in Richtung Warschau vorzurücken. Deshalb stand die 10. Armee seit 1940 dort; siehe Seite 446 Operationsplanentwurf vom 19. August 1940 und Seite 452 Operationsplan vom 18. September 1940. Der letzte Operationsentwurf wurde in der Folge lediglich abgewandelt aber im Wesentlichen beibehalten. Die Operationsentwürfe waren reine Angriffspläne. Für einen Überraschungsangriff gegen die Wehrmacht war die 10. Armee perfekt aufgestellt. Im Verteidigungsfall war sie ein gefundenes Fressen.
Als die Wehrmacht am 22. Juni 1941 die Sowjetunion angriff, befanden sich die Truppen der Roten Armee im Anmarsch zu einem großen Angriffskrieg gegen Deutschland. 216 Divisionen mit 12379 Panzern und 8240 Flugzeugen hatte die Rote Armee an der Grenze zu Deutschland stationiert. Die Truppen der Wehrmacht verfügten lediglich über 127 Divisionen mit 3332 Panzern und 2253 Flugzeugen; siehe Seite 360.
Die Rote Armee wurde in ihrem Aufmarsch kalt erwischt und so konnten ganze Armeen von der Wehrmacht in kurzer Zeit eingekreist und vernichtet werden. Die Rote Armee hätte wenige Wochen später Anfang Juli 1941 Deutschland angegriffen. Auch dafür werden sehr viele überzeugende Beweise präsentiert.
Jetzt würde ich gerne ein paar Kritikpunkte aus der Sicht eines militärischen Laien anbringen.
1. Aus meiner Sicht kommt der Vergleich der Sowjetischen mit den Deutschen militärischen Ausgangslagen etwas kurz. Die militärische Stärke der Sowjetunion muss doch immer relativ zum Gegner Deutschland beurteilt werden.
2. Es wäre schön, wenn dargelegt würde, wie ein vernünftiger operativer Verteidigungsplan hätte aussehen müssen in Anbetracht der Gegnermodelle des Generalstabes der Roten Armee. Also, wie hätte eine strategische Verteidigung aussehen müssen? Das wird zwar alles irgendwo besprochen (Seite 499 bis 502), aber eine Gegenüberstellung des tatsächlichen Truppenaufstellung der Roten Armee mit einer vernünftigen defensiven Dislozierung, am besten in einem übersichtlichen Plan, würde keinerlei Zweifel mehr zulassen.





