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am 28. Juni 2017
Ich lese unwahrscheinlich viel und auch so gut wie alles, was mir vor die Finger kommt, aber diese Buch ist grandios und eines der besten Bücher die ich jemals gelesen habe. Der wunderbare Weg zu sich selbst.
Es ist ein etwas dickeres Buch und übersteigt bei weitem die üblichen Lebensratgeber, da es durchaus angebracht ist, es nicht nur einmal zu lesen. Ich bin in den meisten Fällen nicht dafür, dass in Büchern herumgemalt oder gekritzelt wird, aber bei diesem Buch sollte ein Stift in unmittelbarer Nähe liegen, um jederzeit bestimmte Stellen markieren zu können.
Auf jeden Fall ein wunderbarer Weg zu sich selbst.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. Juni 2009
Der englische Originaltitel trifft recht exakt, worum es Peck in diesem Buch geht, nämlich um "The Road Less Travelled", sinnerhaltend in ordentliches Deutsch übersetzt etwa "Der selten beschrittene Weg".
Warum dieser "wunderbare Weg" so selten beschritten werde, erfahren wir schon gleich zu Anfang des Buches: Wer zu echter Heilung gelangen wolle, müsse spirituell wachsen, klinische Symptome seien nur Anzeichen verpasster Wachstumschancen und nicht bewältigter Herausforderungen. Das Leben müsse als eine Aneinanderreihung von Problemen angenommen werden, die es ein ums andere mal zu lösen gelte, um selbst an seinen Aufgaben zu reifen; Schmerz müsse erduldet, Angst durchschritten werden, um die Grenzen der eigenen Person zu erweitern. Zwei Fähigkeiten müsse der Mensch hierfür entwickeln, nämlich Disziplin und Liebe. Die dafür benötigten Charaktereigenschaften seien die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub (ein psychologischer Fachbegriff), Selbstverantwortung, Wahrheitsliebe und Ausgewogenheit, und soweit es die Liebe betreffe, die Fähigkeit zu harter Arbeit.
Je mehr ein Mensch diese Qualitäten entwickle, desto mehr wachse er aus seinen Neurosen bzw. gestörten Persönlichkeitsanteilen heraus, und umso mehr werde er, unter weiterer Unterstützung durch die göttliche Gnade, zu dem, was Endziel aller spirituellen Entwicklungen sei, nämlich ein Teil des göttlichen Plans, in dem Gott durch den immer göttlichere Eigenschaften annehmenden Menschen wirke.
Erleuchtung, oder besser Verwirklichung, sei also kein Weg der Regression in eine infantile Verwöhnung durch göttliche Gunstbeweise oder verhätschelnde Erleichterungen des Lebensweges sondern beständige Arbeit an sich selbst und ununterbrochener Dienst am Nächsten (vor allem an den Allernächsten in der eigenen Familie und im engsten Freundeskreis).

So weit, so gut - denn es ist wohl alles wahr, was Peck da schreibt, und er versteht es auch, uns diesen harten und deshalb wenig befahrenen Weg wirklich schmackhaft zu machen, weil wohl jeder in seinem Innersten den Wunsch hegt, als Mensch in seinen Fähigkeiten zu wachsen und einen kompetenten Beitrag für das Leben auf diesem Planeten zu leisten. Auch entsprechen seine Schilderungen aus Leben und psychiatrischer Praxis der Lebenserfahrung eines jeden Menschen, der schon einmal über sich hinausgeachsen ist, der schon mal eine Angst überwunden, eine Lästige Pflicht auf sich genommen hat und wachen Geistes beobachten konnte, wie Segensreich solches Tun ist.
Insofern hebt sich Pecks Buch erfrischend aber auch ernüchternd ab von so vielen, man müsste sagen tausenden Büchern, die in den letzten 20 Jahren zum Thema spirtuelle Entwicklung erschienen sind, die gerne alle Arbeit dem - ja schließlich - "Allmächtigen" überlassen und jede Entwicklung auf Einsicht und Verstehen gründen will, ohne sich auf die Sphäre des, eben mühevollen, Tätigseins und Wirkens einzulassen.
Allerdings - jene, die wirklich durch eine der ehrwürdigen spirituellen "Schulen" gegangen sind, haben die Mühe der Verwirklichung auch nie abgestritten sondern - im Gegenteil - stets ausdrücklich betont. Buddhismus, Sufismus, Yoga, christliches Mönchstum... Ihre Vertreter bestehen seit je her, allesamt, auf Disziplin und harter Arbeit.
Pecks Beitrag ist also nichts Neues. Neu ist bei ihm, dass er diese Disziplin auch jenen nahebringen kann, die deren Notwendigkeit bislang ausgeblendet haben, davon vielleicht nichts wissen wollten, weil sie ihren tieferen Sinn nicht verstanden.
Es gäbe also Grund, mit Pecks Werk voll zufrieden zu sein, aber mir persönlich bleibt am Ende doch ein gewisser Eindruck von Schwere.
Liebe ist eben doch nicht immer nur Arbeit - sondern manchmal auch ein beschwingtes Gefühl, das einen trägt - auch "echte" Liebe! (Doch!)
Auch ist Glück nicht immer nur eine Frucht der Mühe - Gnade kann auch einfach so "herabkommen", dann allerdings ohne Vorankündigung und "unverdient".
Peck verschweigt uns auch die Schönheit, die für den befriedeten Geist in allem und durch alles hindurchscheint, überall (so sagen es jedenfalls die Weisen).
Und schließlich vorenthält Peck uns, dass geistige Reife auch in der Selbstannahme liegt, dem Erkennen des "grundsätzlichen Gutseins" (Chögyam Trungpa) in uns - etwas, das durch ständige Selbstprüfung und Selbstzucht auch überdeckt werden kann.
Peck spricht also nur 3/4 der Wahrheit aus - ich gebe dafür 4/5 der möglichen Sterne...
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. Mai 2008
Eines der wenigen Bücher, die ich mehrmals gelesen habe und immer wieder mit Freude und Entdeckung von Neuem lesen kann. Vor allem das zweite Kapitel "Liebe" kann ich jedem nur wärmstens ans Herzen legen, der auf der Suche nach einer Definition dieses ausgelutschten Begriffes ist, die in reellen Beziehungen dauerhaft tragfähig ist. Peck zieht eine klare Trennungslinie zwischen "Verliebtheit" (was in Filmen und Literatur oft mit der Liebe verwechselt wird) und "Liebe". Auch das 1. Kapitel über "Disziplin" hat mir in der Änderung meiner Sichtweise sehr weitergeholfen. Eigentlich ein Begriff, der in einer auf nach direkter und unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung ausgerichteten Zeit ziemlich aus der Mode geraten ist. Doch Peck plädiert in diesem Zusammenhang für: Aufschub von Belohnung, Akzeptieren von Verantwortung, Hingabe an die Wahrheit und Ausgewogenheit.
Nicht so viel anfangen konnte ich mit dem letzten Kapitel des Buches "Gnade", das für mich etwas zu stark ins Esoterische abdriftet. Doch das kann den positiven Gesamteindruck des Werkes nicht schmälern.
Ein gut verständlich geschriebenes, nicht therapeutisch abgehobenes Buch als Bereicherung auf dem Weg zu mehr Wachstum und Ausgeglichenheit.
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am 12. Juni 2002
We are a group of 8 - 10 people, reading a section of this book at a time and discussing it in the group. Many of us have experienced some of life's traumas; we could judge the value of the material from practical experience.
Some americanisms like the scientific need to develop a general theory from observed causal behaviour is common to Anglo-American psychology, but there are many points that can help you to discover yourself.
One important point seems to be that to achieve personal (psychological) freedom (Selbsterkenntnis), the consequence is that we must learn to take responsibility for our own lives. It helps to discuss the points Peck makes with others, like we do. It is no self help or therapy group handbook, it sets the stage for good 'common sense' group discussions, and if the group is like ours, you get honest (not always flattering) feedback about how others perceive you. Every one in our group experienced growth in our intrapersonal self concepts and the interpersonal acceptance in the group has grown enormously between us as a result.
I discovered this book in 1989 in English, but enjoy the German translation as well; unfortunate title though ("Der wunderbare Weg" sounds rather esoteric - which it is not at all! - "The Road less Travelled" sounds more challenging). One other book that he wrote is just as enjoyable. Whereas "The Road less Travelled" concentrates on individual psychological growth, "The different Drum" (unfortunately not translated in German) discusses and brings many examples of group dynamics. This book will perhaps be the next topic in our group.
If you want to read a very interesting speculative presentation of the way Peck sees the afterlife, a very romanticistic little book "In Heaven As on Earth : A Vision of the Afterlife" is enjoyable reading. Here I found another dimension to meet death without fear.
These three books are highly recommend.
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TOP 500 REZENSENTam 20. Mai 2013
Für einige Bücher muss der Leser erst reif werden. So wie man als Gemeinschaftssuchender nicht um das Buch »Gemeinschaftsbildung: Der Weg zu authentischer Gemeinschaft« von dem amerikanischen Arzt und Psychotherapeut M. Scott Peck herumkommt, ist das Buch »der wunderbare Weg«, erstmals vor 32 Jahren veröffentlicht, immer noch ein aktuelles Grundlagenwerk einer ganzen Literaturgattung: ein Selbsthilfebuch im Bereich spirituelle Psychologie.

Auch wenn das Buch bei Goldmann in der Reihe »Grenzwissenschaften/Esoterik« erschienen ist, hat es damit kaum etwas zu tun. Nichts Spekulatives schwingt in den Betrachtungen mit, sondern fundierte Wissenschaft, genaue Beobachtung, Menschenkenntnis und ein guter Schuss Philosophie.

Am besten gefallen hat mir das Kapitel über die Disziplin, um die viele naive Esoteriker einen großen Bogen machen, weil der Begriff so negativ mit Anstrengung und Schwierigkeiten konnotiert wird. Peck schreibt: »Das Leben ist schwierig. Das Leben ist eine Serie von Problemen. Was das Leben schwierig macht, ist, dass der Prozess, sich Problemen zu stellen und sie zu lösen, schmerzhaft ist. Eben wegen der Schmerzen, die Konflikte auslösen, nennen wir sie Probleme. Aus diesem gesamten Prozess jedoch, Problemen zu begegnen und sie zu lösen, gewinnt das Leben seinen Sinn.« Scott Peck nennt und erläutert vier Werkzeuge der Disziplin, mit denen man dem Schmerz von Problemen konstruktiv begegnen kann: Aufschub von Belohnungen, Akzeptieren von Verantwortung, Hingabe an die Wahrheit und Ausgewogenheit. Meinen blindesten Fleck hatte ich bei Belohnungsaufschub, denn ich habe mich bei allen Gelegenheiten um die unangenehmen Dinge gedrückt und nur die Dinge gemacht, die ich sowieso gut konnte, so war natürlich spirituelles Wachstum nur bedingt möglich. Viele Menschen tun alles, um schmerzvolle Erlebnisse, die sie aus traumatischen Erfahrungen gesammelt haben, in Zukunft zu vermeiden, und landen so unweigerlich in der Neurose oder Psychose. Jetzt das Unangenehme zu wählen in der Hoffnung auf spätere Belohnung, das ist reifes und verantwortungsbewusstes Handeln, an dem der Mensch wachsen kann.

Sehr kontrovers wird es im Kapitel Liebe, wo der Psychotherapeut in vielen Fallbeispielen aus seiner psychoanalytischen Praxis erklärt, wie aus den Schwierigkeiten oder dem Scheitern im Lebensalltag und in Beziehungen Kraft und Wachstum generiert werden kann, wie Menschen zu eigenständiger Urteilskraft, Reife und liebender Selbsterweiterung kommen können. Die Liebe ist somit auch das zentrale Thema des Buches: Mehr philosophisch als analytisch unterscheidet Peck zwischen »Verliebtheit«, dem »Gefühl von Liebe«, »romantischer Liebe« und »echter Liebe«. Mit letzterer meint er die bewusste Hinwendung zu einem oder mehreren anderen Menschen, um im Zusammenklang gegenseitiger Verantwortung deren und das eigene spirituelle Wachstum zu fördern.

Spannend wird es im Kapitel »Liebe und Psychotherapie«. Nach Pecks Auffassung muss Psychotherapie ein Prozess echter Liebe sein. Dann stellt er die ketzerische Frage: »Wenn Psychotherapie echte Liebe ist, sollte Liebe dann immer psychotherapeutisch sein? Wenn wir unseren Ehepartner, unsere Eltern, unsere Kinder, unsere Freunde wirklich lieben, wenn wir uns selbst ausdehnen, um ihr spirituelles Wachstum zu fördern, sollten wir dann mit ihnen Psychotherapie praktizieren? Meine Antwort lautet: gewiss.« Ein Buch für jeden Therapeuten und jeden, der eine Therapie machen möchte.
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am 29. November 1999
Ein ganz hervorragendes Buch über Disziplin, Liebe und Spiritualität, nicht esoterisch, sondern ausgehend von psychologischen Grundlagen und von gesunder Lebenserfahrung. Ein Buch über den gesunden Menschen und seine Entwicklung hin zu dem, was er zu sein jeweils das Potential hat. Es ist kEIN simples oberflächliches Kochbuch, vielmehr wird beim Leser das Verständnis für Antriebe, Hemmnisse und Richtung der psychischen/persönlichen Entwicklung bzw. Reifung eines jeden Menschen geweckt. Das Buch ist recht einfach zu lesen, nicht "wissenschaftlich", mit vielen konkreten Beispielen. Der deutsche Titel ist etwas irreführend, der engl. Titel lautet übersetzt: "Der wenig beschrittene Weg", gemeint ist der Weg des Bemühens um die eigene Entwicklung und die der geliebten Mitmenschen, angetrieben von der Liebe, unterstützt von der eigenen Spiritualität, gegen die eigene Faulheit, mit Hilfe eigener Disziplin. Ein echt sehr gutes Buch, das ich unbedingt weiterempfehlen kann. Die deutsche Übersetzung ist ok, wenngleich manche Einzelheiten im engl. Original bei sehr guten Englischkenntnissen des Lesers eindeutiger zu verstehen sind; aber die Unterschiede sind sehr klein. In den USA war das Originalausgabe "The Road Less Traveled" über viele Monate ein Verkaufsschlager, sie ist offenbar auch hier zu kaufen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 7. November 2000
Nie habe ich ein weiseres, ermutigenderes Buch gelesen. Die schwierigsten Zusammenhänge werden verständlich dargestellt und ich habe wunderbare Anworten erhalten, sowohl auf Fragen, die ich mir schon gestellt hatte, als auch auf Fragen, die vor diesem Buch noch gar nicht klar formuliert waren. Dieses Buch ist eine wirkliche Bereicherung, es wird mich noch lange begleiten.
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am 19. Februar 2012
Manche Bücher erweisen sich nicht erst dann als wunderbar, wenn man sie liest, sondern bereits, so wie dieses, anhand des Titels. Zwar ist das nur im Deutschen so, denn der Originaltitel lautet 'The Way Less Travelled', also: Der wenig beschrittene Weg. Macht aber nichts, denn ein passender Titel könnte genausogut lauten: Der wenig beschrittene, wunderbare Weg.

Das ist keine Prachtstraße, sondern ein innerer Weg, der Weg der eigenen Spiritualität, den jeder Einzelne zu gehen hat. Und zwar egal, ob ihm das nun passt oder nicht. Auch, wer den ganzen Tag bloß vor der Glotze hängt, entwickelt seine Spiritualität. Die Frage ist dann nur, unter welchem Vorzeichen. Denn man kann sich zwar spirituell weiterentwickeln - das ist der wenig beschrittene Weg -, genausogut aber auch dabei stagnieren oder retardieren.

Worin aber liegt der Nutzen einer spirituellen Weiterentwicklung? Da denkt man doch an spinnerte Leute oder weißgewandete Esoterik-Gurus mit langen Bärten. Braucht man doch wohl als Normalbürger nicht, oder?

Freilich, so oder ähnlich werden sicher etliche der mehr als eine Million Normalbürger auch gedacht haben, die diesen Bestseller bisher gekauft haben - bevor sie das Buch lasen. Denn wer es gelesen hat und bereit war, sich darauf einzulassen, dem stellen sich solche Fragen nicht mehr.

Es wäre ein Vorgriff auf den Inhalt des Buches, dies an dieser Stelle zu vertiefen. Zudem bin ich demütig genug, um zu sagen: Das kann der Autor viel besser als ich. Und nicht nur das, er kann noch viel mehr! Er bringt das Kunststück fertig, dem Leser Einsichten zu vermitteln, die für ihn keineswegs neu sind und doch so völlig anders als die, die seinem Bewusstsein bisher zugänglich waren.

Dabei sind es weder akademische Thesen noch ist es das Geheimwissen eines Erleuchteten, das uns Peck da nahebringen will. Peck ist Psychiater und hat als solcher über viele Jahre hinweg nur das getan, was ein Psychiater normalerweise tun sollte: genau beobachten und die richtigen Schlüsse ziehen. Insofern ist es eigentlich erstaunlich, dass Peck als erster seiner Zunft tatsächlich die richtigen Schlüsse gezogen hat, zumindest in diesem Ausmaß und in dieser Klarheit.

Denn vor allem Klarheit ist es, die Pecks hier vorliegendes Werk auszeichnet. Klar wird beispielsweise, dass die meisten unserer Probleme hausgemacht sind, unter anderem deshalb, weil es uns an Disziplin mangelt.

Bei diesem Stichwort erlebte ich zugegebenermaßen meine erste und einzige Irritation beim Lesen dieses Buches, denn das Wort Disziplin ist keines meiner Lieblingsworte. Diese Irritation war jedoch schnell wieder verschwunden, als Peck zu erklären begann, was er darunter versteht. Das hat zuvor noch keiner ernsthaft versucht, den ich kenne, denn Backpfeifen verteilen ist ja auch einfacher. Doch das ist - man wird sich's denken können - nicht die Art von Disziplinierung, die Peck meint.

Nach Peck ist Disziplin der erste Meilenstein auf dem Weg zu einem umfassenden spirituellen Wachstum. Der zweite Meilenstein heißt Liebe. Doch genausowenig, wie falsche Gurus echte Esoterik sind, genausowenig ist Liebe nach Peck der Kitsch, den diese Gurus predigen. Seine Definition lautet (Zitat): 'Ich definiere Liebe als den Willen, das eigene Selbst auszudehnen, um das eigene spirituelle Wachstum oder das eines anderen Menschen zu nähren.'

Liebe nach Peck beruht also auf einer bewussten Entscheidung. Und wer genau gelesen hat, merkt, man kann sich auch selbst lieben. Soll man sogar! Denn ohne das erlebt man Liebe schnell als problematisch, was nicht selten pathologische Züge annimmt. Welche, beschreibt Peck ausführlich. Nicht zuletzt deshalb hat das Kapitel Liebe einen Umfang von insgesamt 136 Buchseiten.

Mein Lieblingskapitel jedoch ist das danach mit dem Titel Wachstum und Religion. Für mich persönlich war es das Schlüsselkapitel, das mich verinnerlichen ließ, weshalb der wenig beschrittene Weg für mich der richtige Weg ist. Ich müsste allerdings zuviele intime Details aus meinem Leben ansprechen, um das zu erläutern, und das möchte ich an dieser Stelle nicht tun. Nicht ich als eingefleischter Facebook-Skeptiker!

Ich verrate allerdings kein Geheimnis, wenn ich sage, ich habe das Buch nicht selbst gekauft. Es erreichte mich im Zuge von Serendipität. Ein Begriff, dem ein eigener Abschnitt im Buch gewidmet ist. Ich kannte ihn zuvor nicht, war aber mit seiner Bedeutung dennoch sehr gut vertraut. Es ist eine der Gnaden, die Peck im letzten Teil des Buches beschreibt.

Als weitere Gnaden nennt er das Wunder der Gesundheit und das des Unbewussten. Und er spricht vom Widerstand gegen die Gnade und von deren Willkommenheißen. Darüber hinaus spricht er noch vom Problem des Bösen und von der Natur der Macht. Und damit meint er spirituelle Macht, die unabhängig von Geld und Beziehungen ist, nichtsdestotrotz aber über den Lauf unserer Welt entscheidet.
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am 7. November 2013
Ich liebe dieses Buch einfach! Es gibt einem immer wieder den richtigen Blick auf die Dinge! wenn man mal wieder dabei ist den Mut zu verlieren.
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am 23. Oktober 2015
Ich bin so begeistert von diesem Buch!
Es zeigt einem sehr viele Missstände im eigenen aber auch im Verhalten miteinander und gibt einem Anstoß über sich nach zu denken! Es eignet sich hervorragend für die Eigenreflexion und kann einem aber auch bei der Kindererziehung helfen, indem man all das besser verstehen lernt, was zwischenmenschlich stattfindet... Ich habe über zehn Exemplare verschenkt und ebenfalls sehr viel positive Rückmeldung erhalten :)
Wem die persönliche Weiterentwicklung am Herzen liegt, sollte sich diese Lektüre bestellen und aufmerksam lesen.
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