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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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4,0 von 5 Sternen

am 31. Juli 2008
Unglaublich, mit wie vielen Sachverhalten und Gegenständen die Welt aufwartet, für die einem bis dato die Worte fehlten... Aber Douglas Adams schafft diesem Mangel Abhilfe! Nach gründlichem Studium seines "Tieferen Sinnes des Labenz" muss man nunmehr auch vor komplizierten Vorkommnissen nicht mehr kapitulieren. Und das Beste dabei ist: Nicht nur nicht kapitulieren braucht man nicht mehr, sondern man darf dabei auch noch feixen -- es sei denn, man (resp. frau) laufe unwissentlich mit einem Frauensattling durch die Gegend, weil ein freundlicher Zeitgenosse nur ein "Passau!" kundtat... Da kann man dann nur noch hoffen, nicht auch noch das Opfer eines fiesen Rednitzhembach geworden zu sein... (Auflösungen im hier warm empfohlenen Buch)

Es ist nämlich so: All die Wörter, die einem bisher gerade noch gefehlt haben, gibt's schon seit Jahrhunderten, aber dummerweise verbargen die sich an einem Ort, wo man sie nie vermutet hätte: In Ortsnamen nämlich. Orts- und Flurnamen bezeichnen nämlich nicht nur Geographisches... So ist beispielsweise das Reit im Winkl eine "zum Leidwesen von Orthopäden nicht mehr praktizierte Stellung aus dem Kamasutra", beim Bludenz handelt es sich um "das, was von einem Tier übrigbleibt, wenn schließlich auch die Weißwursthersteller mit ihm fertig sind", und das Taxöldern wabert einem beim Einsteigen ins Taxi entgegen, das gerade andere Fahrgäste verlassen haben... Und so weiter. Man kann stundenlang nach Gusto in diesem ganz besonderen Wörterbuch herumstreunen, ohne mit Lachen fertig zu werden. Schließlich begegnet einem so manches, das man bisher wortlos erleiden musste: die Bademütze, die einem ein missmutiger Bademeister aufzunötigen sich erdreistet; die Grübelei, warum nur man gerade die Küche betrat...

Freilich handelt es sich hier strenggenommen nicht um eine Übersetzung aus dem englischen Originals "The Deeper Meaning of Liff" (das ist aber erfreulicherweise im Anhang komplett abgedruckt), sondern um eine kongeniale Übertragung einer genialen Idee, wie sie vermutlich nur ein Brite haben kann. Den Lesegenuss schmälert das nicht, im Gegenteil! Anregendere Lektüre ist schwer vorstellbar, und außerdem kann man sich auch den Spaß machen, arglose Zeitgenossen beim Grübeln zu beobachten, was um alles in der Welt nur ein Winzeln oder das Todtglüsingen sein mag. (Winzeln bezeichnet natürlich den "unerträgliche[n] Tonfall jener ewig grinsenden Vollidioten, die Spielshows mit Kindern moderieren", und beim Todtglüsingen handelt sich's um den "Gesichtsausdruck, dessen Beherrschung Schauspieler unter Beweis stellen müssen, bevor sie den Macbeth spielen dürfen" -- was denn sonst?!).

Und was wohl bezeichnet das titelgebende "Labenz"? -- Genau! Den "allgemein bekannte[n] Gegenstand oder eine vertraute Erfahrung, für den oder die bisher noch keine Bezeichnung existiert". Genauer gesagt: "existierte". Denn jetzt werden die Labenze sehr, sehr selten.
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am 13. April 2014
lustige wortkreationen für tatsächlich noch namenloses, aber einerseits in der praxis kaum anwendbar u. andererseits irgedwann langweilig. außerdem sind einige wortschöpfungen dabei, die gerade zu an den haaren herbeigezogen scheinen.
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