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Der menschliche Körper Audible-Download – Gekürzte Ausgabe

4.3 von 5 Sternen 14 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 6 Stunden und 43 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Gekürzte Ausgabe
  • Verlag: Random House Audio, Deutschland
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 24. Januar 2014
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00HVISLT6
  • Amazon Bestseller-Rang:
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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Paolo Giordano hat es seinen im Afghanistankrieg teilnehmenden italienischen Protagonisten nicht leicht gemacht. Jeder von ihnen hat persönliche Probleme, sie nehmen sie mit in ein ihnen unbekanntes Land. Sie fliehen vor sich selbst und begeben sich bei diesem Auslandseinsatz in Situationen, die ihre inneren Konflikte und moralischen Grundsätze bis ins Mark erzittern lassen.

Die persönlichen Schwierigkeiten von René, Cederna, Ietri und des Militärarztes und Oberleutnantes Allessandro Egitto spiegeln sich in Alltagsituationen im äußerst gefährlichen Vorposten der Provinz wieder und hinterlassen bei diesen Personen ein Trauma, das beginnt, als ihr Konvoi in einem engen Tal in den Hinterhalt der Taliban gerät.

Der Feldwebel René hatte vor seinem Einsatz als Callboy gearbeitet. Sein Leben gerät aus den Fugen, als er kurz vor seiner Abreise erfährt, dass eine seiner Kundinnen ein Kind von ihm erwartet.

Cederna ist ein typisch italienischer Macho der seine besondere Freude daran hat ihm Unterlegene zu schikanieren und dranglasieren. Sein tiefes Inneres zeigt jedoch einen Menschen, der mit sich selbst nicht im Reinen ist.

Ietri ist noch grün hinter den Ohren, er hat noch nie mit einer Frau geschlafen und erhofft bei diesem Auslandeinsatz sehnlichst seine Unschuld zu verlieren.

Der Militärarzt Alessandro hat massive familäre Probleme, mit denen er nicht zurechtkommt. Er flüchtet sich in seine eigene Behandlung mit Antidepressiva, sie gehören für ihn zur täglichen Tagesration.
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Format: Gebundene Ausgabe
Der italienische Schriftsteller Paolo Giordano, geboren 1982, ist 2008 mit seinem Erstling „Die Einsamkeit der Primzahlen“ bekannt geworden. Unter dem etwas irreführenden Titel „Der menschliche Körper“ lässt er nun ein Werk folgen, in dem er eine Gruppe Soldaten in Afghanistan auf eine heikle Mission schickt.

Und schon nach wenigen Seiten ist der Leser ganz nah bei diesen Soldaten, spürt ihre Langeweile, ihre Sehnsucht nach den Freundinnen zu Hause und ihre Angst, als sie einmal aus der Ferne beschossen werden. Man findet den egoistischen Stabsgefreiten Cederna unsympathisch, leidet mit dem Muttersöhnchen Ietri, und hofft, dass die einzige Soldatin Zampieri bald besser schießen lernt – um nur einige zu nennen.

Dann folgt der vermaledeite Einsatz, und diejenigen, die von ihm zurückkehren, sind nicht mehr dieselben wie vorher. Und das ist sicherlich das Hauptanliegen des Buches: zu zeigen, was der Krieg aus den Menschen macht.

Paolo Giordano ist ein verstörender, lebenskluger und psychologisch überaus glaubwürdiger Roman gelungen, der auch den Unterhaltungsanteil nicht zu kurz kommen lässt.
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Format: Gebundene Ausgabe
„… Menschen, fernab vom Kampfgeschehen, jedoch jeder durchlebt seine eigene Form des Krieges.“
Mit diesem Zitat aus dem Roman von Giordano ist im Grunde genommen schon vieles gesagt, worum es in diesem Buch eigentlich geht. Der Krieg als Rahmenhandlung, in diesem Fall ist es der in Afghanistan und die Protagonisten, wie sollte es anders sein, Soldaten und ihre Angehörigen und Freunde. Es hätte auch ein anderer Krieg sein können, was keinerlei Wertung oder Abwertung darstellen soll. Giordano hat ein Mittel gesucht und gefunden, um die unterschiedlichsten Facetten des Wortes Krieg darzustellen.
Ein beeindruckender Roman. Einer von der Sorte, die lange nachhallen und die ohne Pathos und Kitsch erzählen. Dabei wäre dieser Stoff perfekt dafür. Um Rührseligkeiten so richtig breitzutreten. Aber der Autor des Romans macht es nicht, denn wie schon bei seinem Welterfolg „Die Einsamkeit der Primzahlen“„ begnügt sich Giordano damit, in knappen Worten zu erzählen, anzudeuten, wo Andeutungen reichen und mal ein Wort mehr zu nehmen, wo dieses notwendig ist. Aber immer das genaue Maß im Auge. Und immer wieder Sätze, die man sich wieder und wieder durchliest und immer wieder aufs Neue erstaunt ist, dass es solche Sätze gibt und das sie ausdrücken und doch Spielraum lassen und mit wenig Platz auskommen. „Weißt du, welches die Zeitzone der Toten ist?“. So ein Satz hat Wucht, ist voller Emotionen, aber nicht kitschig. Er knallt einen ins Gesicht und streichelt doch die Seele. Aber er lässt nicht los.
Dieser Roman ist in drei Abschnitte unterteilt. Es geht vor dem Einsatz in Afghanistan los und die ersten Wochen dort.
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Format: Gebundene Ausgabe
Es ist ihr erster Militäreinsatz. Es riecht nach Abenteuern und Testosteron. An den Tod denkt niemand, schließlich kommt man in friedlicher Absicht. Doch dann entwickelt sich die Krisenintervention in Afghanistan für die italienischen Soldaten zum Alptraum. Einige von ihnen (oder Teile von ihnen) werden im Leichensack zurückkehren. In "Der menschliche Körper" beschreibt Paolo Giordano den Krieg mit so erschütternder Intensität, dass einem schlecht werden kann. Und das ist gut so!

Wer das Buch aber erstmals in die Hand nimmt, der könnte etwas missverstehen. Man kann zwar gerade noch erahnen, dass der junge Mann auf dem Cover ein Barett trägt, die innige Szene deutet aber eher auf ein Liebes- als auf ein Kriegsdrama hin. Vielleicht wollten Giordanos Verleger im In- und Ausland die Fans seines gefühlvollen Bestseller-Debüts “Die Einsamkeit der Primzahlen” nicht verschrecken. Die Frage ist, ob sie dem Zweitling mit dieser Trojanischen Pferd-Taktik wirklich einen Gefallen tun oder ob der ein oder andere Leser angesichts falscher Erwartungen nicht enttäuscht sein wird.

Die fiktive Handlung beschreibt die Erlebnisse des dritten Zuges der Kompanie Charlie, die im Distrikt Gulistan der Provinz Farah stationiert ist. Nervös flackert die personale Erzählperspektive dabei zwischen den Truppenmitgliedern hin und her. Gerade am Anfang ist das verwirrend. Wenn man aber erst einmal durchgestiegen ist, wer hier wer ist, entwickelt gerade diese komplexe Vielstimmigkeit eine unaufhaltsame Wucht. Es gibt Hauptfiguren, Nebencharaktere, gesichtslose Statisten, die nicht mehr als ein Name bleiben. Zusammen bilden sie einen kollektiven Körper, der schwitzt, rülpst, verdaut.
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