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am 5. August 2017
Henryk M. Broder mag sicherlich jedem sein Geschmack sein.
Er proviziert und überzieht und überzeichnet nur, wo er kann.
In seiner Grundaussage hat er aber vollkommen recht.
Ja, es gibt die rechten Skinheads, die gut gekleideten Antisemiten.
Antisemitismus aber nur auf Rechts zu reduzieren, reduziert die
Wahrheit. Auch im linken Milleu und bei Musliemen gibt
es Antisemitismus, der nicht unterschätzt werden sollte.
Ich denke, dass gerade manche linke Personen sich negativ über
dieses Buch äussern, weill sie sich erwischt fühlen.
Sie wurden aber erwischt-
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am 17. Juni 2006
Es gibt Themen, für die sich ein Mensch einmal im Leben Zeit nehmen sollte, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Antisemitismus gehört mit Sicherheit zu diesen Themenkreis und das Buch von Broder gibt eine gute, herausfordernde Übersicht über die Problematik.

Broder hält sich dabei nicht mit den unterschiedlichen Ausprägungen und Wandlungen auf, die der Antisemitismus im Laufe der Geschichte erfahren hat. Sein Buch will vielmehr das Wesen, die Erkennungsmerkmale des antisemitischen Lebensgefühls herausarbeiten und seine gegenwärtig vorherrschende Erscheinungsform bloßstellen.

Hauptanliegen des Buches ist es, aufzuzeigen, dass Antisemitismus nach Auschwitz eben nicht unmöglich geworden ist, sondern sich eine neue, salonfähige Ausdrucksform verschafft hat. An die Stelle der Verfolgung, Drangsalierung und Ermordung des jüdischen Nachbarn um die Ecke ist eine groteske Dauerkritik an Israel getreten (mit selbem Endziel???), die verblüffenderweise denselben Regeln gehorcht, die in allen Zeiten das antisemitische Lebensgefühl beherrscht und ausgemacht haben.

Dies weist Broder nicht nur politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen in Deutschland nach (man lese und staune welchen!), sondern auch der Politik der (in der UN vertretenen) internationalen Staatengemeinschaft. (Wer den Wandel des vor-Auschwitz'schen Antisemitismus zum modernen Antizionismus auch geschichtlich-politisch nachvollziehen möchte, sollte sich unbedingt zusätzlich "Djihad und Judenhaß" von Matthias Küntzel durchlesen.)

Zweck des Buches ist es dabei nicht, Israels Politik zu legitimieren. Der Nahost-Konflikt ist gar nicht Thema des Buches. (Ein gutes Buch zum Nahostkonflikt wäre z.B. "Plädoyer für Israel" von Dershowitz.)

Ein ganz großes Plus des Buches ist sein kurzweiliger Stil. Mit viel Ironie und Witz entkleidet Broder immer wieder die Argumente der Antisemiten soweit, bis das Gedankengerüst, das ihre Position tragen sollte, dem Leser klar vor Augen steht - und in Stücke fällt, weil augenscheinlich wird, das die Position logisch-rational nicht haltbar ist und ganz offenbar mit zweierlei Maß gemessen wird.

Alles in allem ein interessant geschriebenes Buch von einem kompetenten und scharfsichtigen Autor über eines der zeitgemäßesten Themen unseres Tages.
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am 4. April 2017
Die ersten 100 Seiten war das Buch für mich sehr interressant. Der Autor beschreibt mit scharfem Blick und scharfer Zunge, zeigt Zusammenhänge und Beispiele. Aber schon von Anfang an ist der breiige Stil der Kolumne zu merken. Später wird der Text belangloser und kleinkarierter. Man liest und liest und liest und liest ... aber findet keine neuen Aspekte mehr. Der Autor schreibt einfach zu gerne. Er betrachtet die Judenfrage über 300 Seiten lang, aber liefert keine Antworten.

Broder ist der Meinung, der Antisemitismus hätte gar nichts mit den Juden zu tun, sondern sei ein ähnliches Phänomen wie Fremdenfeindlichkeit. Der 3000 Jahre währende Judenhass ist so unbegründet oder begründet, wie eben jedes Ventil, das Hass abzulassen vermag. Wenn dem aber so ist, dann frage ich mich, warum die Juden? Und nicht "die Linkshänder, die Vegetarier, die Raucher oder die Surfer?" Genau diese Frage stellt sich auch der Autor. Aber er gibt keine Antwort.

Dabei ist Broders Ansicht, der Antisemitismus hätte nichts mit den Juden zu tun, sogar falsch. Ein Hassablassventil funktioniert erst, wenn es einmal da ist. Es muss also eine Ursache gegeben haben. Und da gibt es beim Judenhass sogar mehrere. Angefangen beim Christentum und weiter mit vielen Katalysatoren der praktischen Behinderung, Bevormundung und Ausschließung der Juden. Jetzt, in der heutigen Zeit, hat sich der Antisemitismus fast verselbstständigt und wird fast nur noch vom Hass am Rollen gehalten. Aber über die geschichtlichen Ursachen erfährt der Leser nichts.

Wozu also die 300 Seiten? Beim diesem unvollständigen Informationsgehalt hätte es die Hälfte auch getan. Da werden Rohstoffe vergeudet und dem Leser Zeit geklaut, aber der Antisemitismus ist noch immer nicht erklärt.
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am 30. November 2006
Hach! Ich kenne und liebe dieses Buch seit über 20 Jahren; habe es schon in den 80gern gekauft. Lea Fleischmann schrieb damals über Deutschland: "Dies ist nicht mein Land". Henryk M. Broder sah die Dinge wesentlich differenzierter. Polemisch und manchmal auch bitter, ja. Aber er sah auch seine eigene "Paranoia" und die "der Deutschen". Er thematisierte, und ich glaube, da war er einer der ersten, diese gewisse "Arroganz der WiedergutmacherInnen". Er drückte das in einem der (allesamt) absolut genialen Kapitel-Titel des Buches so aus: "Der Boden der deutschen Geschichte reicht bis Palästina". "Der ewige Antisemit" ist, aus meiner Sicht, ein sehr gutes, ein heilsames, unterhaltsames, durchaus polemisches und auch selbstkritisches Buch. Trotzdem und gerade deshalb ist da ein Augenzwinkern zu spüren, welches mir die Lektüre immer wieder zum Vergnügen macht. Broder ist ein wunderbarer Autor; er spielt virtuos mit Titeln und Wörtern und fordert so die LeserInnen heraus, sich selbst Gedanken über das Thema zu machen. Fünf Sterne für dieses wichtige und gelungene Buch!
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am 14. August 2005
Broder stellt in diesem intelligenten und hervorragend geschriebenen Buch den Antisemitismus in seinen vielfältigen Erscheinungsformen dar, wobei sich die Belege auf die letzten 300 Jahre konzentrieren. Er betrachtet die verschiedenen Aspekte aus ebenso verschiedenen Perspektiven, räumt spielend mit den dämlichsten Mythen in Bezug auf Israel auf und demonstriert, daß das Bedürfnis nach geschlossenen Weltbildern und der Antisemitismus Hand in Hand gehen. Die Klasse des Autors zeigt sich auch darin, daß Zusammenhänge nicht übermäßig vereinfacht werden, das Buch aber dennoch ab der 10. Klasse ohne weiteres gelesen werden kann. Ein Pamphlet ist es nur der literarischen Gattung nach.
Übrigens bescheinigt er Israel im Umgang mit den Palästinensern keine weiße Weste. Der Nahost-Konflikt ist allerdings auch nicht Thema des Buches, er muß es auch nicht sein. Broder weist aber nach, daß syrische Massenmorde an Palästinensern als legitimer Freiheitskampf betrachtet werden, hingegen - überspitzt - jede Regung Israels als Völkermord gebrandmarkt wird. Diverse Farcen in den UN zu beschreiben ist auch mehr als angebracht. Wer als Antisemit selektiv wahrnimmt und jeden Juden zu "Wohlverhalten" drängen will, sollte noch einmal genau nachdenken.
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am 19. Juli 2005
Dieses Buch ist so gut geschrieben, dass man es kaum beiseite legen kann. Aber es ist auch beunruhigend, weil der Antisemitismus in letzter Zeit wieder am Wachsen ist. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die Personen benennt, die antijüdische Vorurteile äußern, und er belegt auch seine Anschuldigungen gründlich. Die modernen Antisemiten bekennen sich nicht mehr offen zu ihren Vorurteilen. Kritik an Israel, Antizionismus, dient nun als Vorwand, um alles Jüdische zu demonisieren. Amüsant, wenn auch bedrückend, ist das letzte Kapitel, in dem die Diskussionen im Zusammenhang mit dem Versuch, Israel aus der UNO und anderen internationalen Organisationen auszuschließen, beschrieben wird.
Dieses Buch wird vielen Leuten nicht gefallen, weil ihnen Henryk Broder einen Spiegel vorhält. Die Wahrheit ist manchmal eben unschön.
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am 26. November 2006
Danke, Henryk Broder, für die klare, scharfsichtige Analyse der "kulturanthropologischen Konstante" des Antisemitismus. So wie man als Geborener des Nachkriegsdeutschland mit der neuen Freiheit aufwuchs und sich an das Gefühl, alles sagen und denken zu dürfen, ohne Gefahr für Leib und Leben gewärtigen zu müssen, so gewöhnt hat wie an das Gefühl der Kleidung auf dem Leib, so stellt man während und durch die Lektüre von "Der ewige Antisemit" fest, daß sich tradierte Vorstellungen als Filter vor die eigene Wahrnehmung der Welt schieben und unmerklich mit dem Wahrnehmungsapparat verschmelzen können, sodaß man das Wahrgenommene nicht mehr als kategorisiert und gefiltert erkennt. Das beleidigte Aufjaulen der Linken vor zwanzig Jahren, als das Buch herauskam, demonstrierte deren ihrer Wahrnehmung vorgeschalteten Filter übrigens ebenso deutlich wie Broders Beobachtungen und Analysen. Die vorzuziehende Alternative wäre allerdings Wachsamkeit statt unehrlichem beleidigtem Getue und heuchlerischer Selbstgefälligkeit. Indem Broder die Antisemitismus-Disposition als Konstante erleuchtet, eröffnet er gleichzeitig die Möglichkeit, sich von (zumindest diesem) Selbstbetrug zu befreien und an der je eigenen Grundanständigkeit weiter zu arbeiten. Daß er dies auch noch in einem unnachahmlich ironischen, humorigen Stil tut, erhöht das Lesevergnügen - und den Lerneffekt. Auch wenn einem das Lachen manchmal im Halse steckenbleibt.
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am 20. Juli 2005
Broder zählt sicher zu denjenigen Deutschen, die am meisten dafür getan haben, dass jegliche Kritik an Menschenrechtsverletzungen durch die israelische Regierung mit dem Etikett "Antisemitismus" behaftet wird. Jetzt bringt btv das Buch Broders aus den achtziger Jahren heraus, das diese Argumentation eröffnete, und stellt es auf dem Backcover zutreffend als "Polemik" vor. Broder ist wegen seiner witzigen, oft pointierten Rabulistik vergnüglich zu lesen; in der sachlichen, differenzierten Analyse liegt seine Stärke allerdings nicht. Wieder und wieder spielt er dieselbe Partitur: Durchaus gekonnt entlarvt er judenfeindliche Untertöne in verschiedenen Äußerungen und Texten und hängt daran eine Argumentation auf, die er so lange weiterführt und ins Groteske übersteigert, bis sie bricht: Schlussendlich nennt Broder den verstorbenen Möllemann in einem Atemzug mit bin Laden, Israels angebliches Recht, Kriege zu führen, erscheint wie selbstverständlich in einem Satz mit Israels Recht, Zölle zu erheben und Banknoten zu drucken, und Juden, die sich über Sharons Untaten mehr Gedanken machen als Broder sind selbstverständlich "Alibi-Juden". Wer Israel Rassismus vorwerfe, so suggeriert Broder ebenfalls wie selbstverständlich, fordere klarerweise die "Liquidierung" dieses Staates. Den Vorwürfen gegen die israelische Regierung braucht in Broders Welt mit keinem anderen Argument begegnet zu werden als dass man ja schon im Mittelalter den Juden Brunnenvergifterei vorgeworfen habe. "Die Deutschen" schließlich erscheinen grundsätzlich im Kollektiv (etwa in Bonmots wie "Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen"), als ob es einen zusammenhängenden Volksgeist gebe, und der Vorwurf "Antisemitismus" wird solange entgrenzt, bis sich die Kernaussage dieses Buches gut auf einen Satz von Seite 140 reduzieren lässt: "Der Unterschied zwischen einem Antisemiten und einem Nicht-Antisemiten liege darin, dass man bei einem Nicht-Antisemiten nur etwas länger warten müsse, bis er sich auch als Antisemit herausstellt." Nicht zuletzt scheint Broders grundsätzliche Maxime zu lauten: Warum zur Sache sprechen, wenn man auch gegen den Menschen treten kann? Da viele der von ihm angefeindeten Personen nichts anderes wollen als weniger Gewalt und mehr Menschenrechte im Nahen Osten, hinterlässt die Lektüre von Broders Buch einen überaus bitteren Nachgeschmack. Es mag wegen seiner aggressiven Polemik provozieren; besonders hilfreich ist es nicht.
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am 27. Dezember 2007
Das eigentliche Buch ist schon mehr als 20 Jahre alt und löste in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts heftige Kontroversen aus. Hier handelt es sich um eine Neuauflage aus dem Jahre 2005, die - gegenüber der Originalausgabe - um ein ca 30-seitiges 'aktuelles Vorwort' des Autors erweitert wurde. Nur darauf möchte ich hier eingehen, da über den Kerninhalt des Buchs schon viel geschrieben worden ist.
Henryk M Broder hat sich ja als wortgewaltiger satirischer Schreiber Anerkennung verschaffen. In seinem aktuellen Vorwort ist davon jedoch kaum etwas zu spüren. Stattdessen holt der Autor darin ziemlich brachial zu einem gewaltigen Rundumschlag gegen so ziemlich alle aus: diejenigen, die 'die Juden' - natürlich nur mit verdeckt antisemitischer Hinterlist - verteidigen, dann diejenigen Juden selbst, die -aus seiner Sicht völlig inkompetent und naiv - als 'nützliche Idioten' mit ihrer Kritik z.B. am Jüdischen Weltkongress oder der israelischen Regierung das Werk der Antisemiten besorgen, dann alle diejenigen Friedensfreunde, die Verständnis für die Palistinenser aufbringen und sich - totale Hinterlist !! - um einen Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern bemühen. Relativ gut kommen noch alle diejenigen weg, die Broder als unzweideutige Antisemiten auflistet - wie Hohmann, Möllemann, die vielen Leserbriefschreiber in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dann die tatsächlichen oder vielleicht gar erfundenen anonymen Briefeschreiber und so weiter - denn diese seien immerhin ehrlich in ihrem Antisemitismus. Die Grundaussage bleibt: Aus dem Land der Täter darf es nach Broders Ansicht keine wie auch immer geartete Kritik an 'den Juden' oder am Staate Israel geben, auch nicht, wenn sie - wie von seinem Lieblingsfeind, dem Westdeutschen Rundfunk - in wohlwollende Worte und konstruktive Vorschläge gekleidet werden. 'Deutsche - Maul halten!', das ist Broders Credo. Das Vorwort zur Neuauflage ist nichts weiter als ein Pamphlet, das man schleunigst vergessen sollte , zumal auch Broders sonst gerühmter Wortwitz nur selten durchscheint.
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am 26. Januar 2013
hat mir damals bei seinem Vortrag auf unserem Haus das letzte Mozzarella Brötchen weggeschnappt, das werde ich Ihm nie verzeihen.

Allen anderen sei diese Buch, welches leider immer noch aktuell, dringend empfohlen.
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