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am 3. August 2009
Wo Zeilinger draufsteht muss nicht Zeilinger drin sein.
Als Leser, der sich für den interdisziplinären Dialog und für die Implikationen interessiert, die sich gerade aus den neuen Naturwissenschaften für die Geisteswissenschaft ergeben, wurde ich von diesem Buch schwer enttäuscht.
Die knapp 80 Seiten stellen die Zusammenfassung eines Symposiums dar, das die Wiener Kulturabteilung zu Ehren Zeilingers zu seinem 60. Geburtstag gab. Zeilingers Beitrag beschränkt sich auf etwa fünf Seiten, die Beiträge der fünf weiteren Autoren empfand ich im Hinblick auf das spannende Thema als fade, uninspirierte und akademische Monologe. Der Mathematiker Taschner präsentiert eine kurze Einführung in die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Jürgen Mittelstrass bemüht Aristoteles und Leibnitz um festzustellen, dass wir nichts wissen. Frau Lichtenegger kommt zur Erkenntnis, dass der Zufall in der Geographie keine übergeordnete Rolle spielt. Helmut Leder spricht über den Zufall in der Kunst aus Sicht der Wahrnehmungspsychologie und Verena Winiwarter schreibt eigentlich mehr über (ME gar nicht so zufällige) Störfälle als Zufälle, wenn sie die Rolle des Zufalls in den Geschichtswissenschaften untersucht. Man hat den Eindruck, hier wurden zwanghaft und in grosser Eile Wortspenden eingesammelt, um Prof. Zeilinger, das Aushängeschild österr. Wissenschaft, zu ehren, nachdem er kurz zuvor von der (ehemaligen) Bildungsministerin aufs Schändlichste angepatzt wurde.
Nachtrag: Zum Zeitpunkt der Besprechung war nur Zeilinger als Autor angeführt, was inzwischen geändert wurde.
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Ein kleines aber durchaus interessantes Buch. Der Zufall ist kein einfaches und kein zu unterschätzendes Phänomen (Es besteht jedoch kein Konsens über den Stellenwert des Zufalls in der Wissenschaft"). Die Beiträge der 6 Autoren helfen dabei, Zufall und dessen Bedeutung besser zu verstehen. Im Alltag spielt der Zufall ja eher eine unschöne Rolle, da er in der Ausprägung als Glück (selten?) oder Pech (oft?) unsere schönen Pläne durchkreuzt. Die Beiträge aller Autoren kommen jedoch zu einem ähnlichen Fazit: Der Zufall stellt also offenbar ein konstitutives Element unserer Welt dar." (S.23). Insbesondere die Beiträge zu Kunst und Geschichte bringen neue Perspektiven zu den schon bekannteren der Physik, Mathematik oder der Informationstheorie ein.
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am 28. Oktober 2011
Ich bin von dem Buch etwas enttäuscht.Zeilinger, ein bedeutender Physiker, bringt nur wenig. Dagegen geht Taschner, ein Mathematiker ausführlich auf die Problematik ein, speziell bei der Quantentheorie. Leider ist er kein Physiker.
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am 11. Oktober 2008
"Bedingung für die Authentizität, die Wahrhaftigkeit aller Rede und allen Handelns" ist nach Jacques Monod die Ethik der Erkenntnis und man mag sich an Sokrates erinnern und mit ihm das Gute im Wissenden erkennen. Wiener Vorlesungen dienen dem Verständnis der Welt, sie sind Schärfung des Blicks auf die Differenziertheit und Widersprüchlichkeit der Wirklichkeit. Sie sind Beobachtung und Kritik jeweils als Aufgabe der Wissenschaft

Was weiß man jedoch über die Frage von Zufall und Notwendigkeit? mag der Anlass dieser Wiener Vorlesung gewesen sein. Vor allem jedoch wurde sie gehalten als Jubiläum von Anton Zeilinger. Und gerade er eröffnet den interdisziplinären Reigen rund um das Phänomen Zufall im Spannungsfeld von Notwendigkeit und Freiheit, von Chaos und Ordnung, Zufall als Notwendigkeit für eine offene Welt, in der "der Alte nicht würfelt" (Einstein). Dem Schwarzbuch der Dogmen wird ein Weißbuch der Möglichkeiten gegenübergestellt, Theokraten hören das Antidot der Pragmatiker und sie gehen sich jeweils auf den Geist! Im wahrsten Sinne der Wortes, denn im Bewusstsein der Freiheit wurde mit Herder und Kant die Gestaltung der freigelassenen Natur als neue Möglichkeit begriffen und in weiterer Folge die Fragen der Natur in Antworten der Quantenmechanik verwandelt, dessen Prinzip den quantenmechanischen Zufall nicht ausschließt und rückwärts betrachtet dessen Rolle in der Evolution zu denken wagt. Nicht ausschließen kann man den Zufall in der Physik, der Mathematik und ihrer Wahrscheinlichkeit,der Philosophie, der Geographie, wo er nicht ist und doch als Quereinsteiger auftaucht, der Geschichte und ihrer Bedeutung, gar der Kunst. Ist der Surrealismus doch sehr deutlich seit Andre Breton vom Zufall geprägt (vgl. Nadja), geht gar die Betrachtung der Bilder und ihre Wertschätzung vom Zufall der Empfindung des Betrachters aus. Im Unbehagen in der Kultur (Freud), trotz Ästhetik in der Sache vermag man eine kulturelle Notwendigkeit der Kunst nicht einzusehen und doch wird man die Schönheit der Kunst in der Kultur nicht missen wollen.

Schon bei Aristoteles ist das Notwendige das, was nicht anderes sein kann, dass Zufällige das, was keine bestimmte Ursache besitzt. Und seit dem wird zwischen logischer und ontischer Notwendigkeit unterschieden. Wie sich dieses Denken der Antike auf das Wissen auswirkt, das erfährt der Leser durch diese sechs Wiener Vorlesungen auf diesen ca. 80 informativen Seiten und er wird sich wie der Musilsche "Mann ohne Eigenschaften" fühlen, dem der "Möglichkeitssinn" die Wichtigkeit aller Dinge gleichermaßen offenbart in der Erkenntnis: Das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen, als das was nicht ist.

Dieses als kleiner Überblick über alle Referate. Eine Mogelpackung also beileibe nicht, weil genau wie angekündigt, unterschiedliche Personen und Meinungen sich vereinen.
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