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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 29. August 2009
Nein, dies ist kein Krimi. Auch ich finde es ärgerlich, dass deutsche Verlage stets den Hingucker "Tod" im Titel verwenden, um Leser zu locken. Gleichwohl geht es im "Tod des Teemeisters" um den Tod. In diesem Fall um den Tod des Begründers des sog. Wabisuki.

Dieser "reine und schlichte Weg des Tees" wurde von Rikyu, in Umkehr zur einstmals sehr prächtigen, teils dekadenten Auslegung der Teezeremonie, begründet. Im Jahr 1591 wird Rikyu, 70-jährig, vom Taiko Hideyoshi, erst verbannt und dann gezwungen, rituell Selbstmord (Seppuku) zu begehen.

Der vorliegende Text beruht auf den Aufzeichnungen von Honkakabu, dem damals 40-jährigen Lehrling Rikyus. Wer in diesem Buch eine Rahmenhandlung mit Anfang und Ende sucht, wird enttäuscht. Vielmehr geht es um die Ästhetik und die Ausübung der Teezeremonie. Und während die Zeit voranschreitet und von 1591 bis 1622 einen Bogen spannt, so wird die Spannung eher durch die, der Teezeremonie entsprechende, Kargheit und Reinheit des Teeweges bestimmt.Im Laufe der Jahrzehnte lernt Honkakabu aus Gesprächen mit großen Teemenschen (Cha-Jin), wie die Teemeister auch genannt wurden, das Schicksal seines ehemaligen Lehrmeisters besser kennen, als in den zehn Jahren an seiner Seite.Nicht nur uns Europäern, sondern auch seinem ehemaligen Lehrling ist unverständlich, warum der große Einiger Japans Taiko Hideyoshi, dem großen Wegbereiter der Teezeremonie, den Selbstmord befiehlt. Am Ende dieses Buches wissen wir dann allerdings, dass Rikyus Weg in den Selbstmord aus seiner Sicht nur konsequent und nicht fremdbestimmt war.

Mein Fazit: Dieses wunderbare kleine Buch beweist uns, wie stark der Tee und seine Zubereitung den Weg des alten und des neuen Japans verbinden. Ein Klassiker, der - ohne zu langweilen - große Lust auf eine Schale reinen Matcha macht.
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am 8. Dezember 2008
"Der Tod des Teemeisters" (Originaltitel "Honkakubô ibun"/"Honkakubô's Vermächtnis) von Yasushi Inoue gilt allgemein als künstlerisches Vermächtnis des mehrfach ausgezeichneten Autors. Der 1981 erschienene Roman, dessen deutsche Übersetzung von Ursula Gräfe erst 2007 im Suhrkamp Verlag erschienen ist, beruht auf Aufzeichnungen des Mönchs Honkaku, der sich nach dem unerklärlichen Selbstmord seines Meisters Sen no Rikyû (1522 - 1591) in eine Klause zurückzieht. Verschiedene Ereignisse veranlassen ihn über den Tod des Meisters, der die Teezeremonie revolutionierte, nachzudenken und gelangt so dem Wesen der Teezeremonie unbewußt noch ein gutes Stück näher.

Inoue schreibt im Epilog, daß er Honkakubôs Aufzeichnungen nur etwas verändert und historische Erläuterungen eingefügt hat. Das Büchlein vermittelt mit seiner klaren einfachen Sprache einen guten Eindruck in das Leben dieser interessanten Person im historischen Japan. Die Traumsequenzen verleihen der Geschichte noch zusätzlich eine surreale mystische Note. Ein Personenregister und Glossar runden diese gelungene Ausgabe ab, auch wenn ich persönlich manche Glossareinträge anders gewählt hätte.

Fazit: Ein gehaltvolles Büchlein für drei, vier Stunden Eintauchen in eine andere Welt.
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am 14. Mai 2007
Selten habe ich ein Buch gelesen, das derart den wahren Geist der Teezeremonie atmet. Welch eine Klarheit, Kühle und Stille von diesem Buch ausgeht ... Wer als Leser allerdings keine Erfahrung und Kenntnisse über Zen, Meditation, Teezeremonie und das alte Japan mitbringt, dürfte sich mit diesem Buch reichlich schwer tun. Für Kenner jedoch ein echter Genuss!
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am 28. Juni 2009
Inoues "Der Tod des Teemeisters" ist für mich ein Paradebeispiel
japanischer Literatur, da es gekonnt versteht dem Leser die japanische Kultur und vor allem die Teezeremonie näher zu bringen. Jedoch wäre es empfehlenswert, wenn der Leser sich zumindest etwas mit der fernöstlichen Kultur auskennte, denn Unwissenden mögen bestimmte kulturelle Phänomene fremd oder gar absurd erscheinen. Wer aber etwas mit Japan, jenseits seiner Bestsellerautoren wie z.B. Murakami anfangen kann, dem kann ich diese Buch nur empfehlen, da es den Leser in eine äußerst faszinierende Welt entführt. Das wichtigste jedoch: dieses Buch ist keine Krimminalgeschichte, wie man evtl. nach der Inhaltsangabe vermuten könnte. Der Selbstmord des Teemeisters dient lediglich als "McGuffin", um dem Leser eine Welt voll von Zeremonien und Ehrenkodizes zu präsentieren, die für Japanfreunde eine unvergessene Erinnerung bleiben werden.
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am 15. Juli 2011
Gut an dem Buch finde ich die schlichte Erzählweise, man kann es also gut lesen. Wer sich für die Teezeremonie interessiert, wird "Der Tod des Teemeisters" wahrscheinlich sehr mögen. Zumal es die Zeremonie recht detailgetreu schildert und auch auf die verwendeten Gegenstände eingeht. Doch für Krimi-Liebhaber oder Leser, die viel Spannung erwartet haben, ist dieses Buch leider relativ enttäuschend. Spannung kommt nicht wirklich auf und es gibt keinen direkten Handlungsbogen oder auch Intrigen. Die Beschreibung des Buches bei der Produktinformation ist daher ziemlich irreführend. Denn es geht hierbei um einen Lehrling des Teemeisters, der seine Eindrücke und Gedanken dazu erzählt. Wie man zu Beginn es Buches schon lesen kann, handelt es sich dabei um, wie der Autor sagt, die leicht abgeänderten Aufzeichnungen dieses Lehrlings - also fast eine Art Tagebuch.

Kurzum: Für Krimi-Fans eigentlich ein Fehlgriff, doch für an Teezeremonie oder auch an Japan allgemein Interessierte lesenswert. Da ich - obwohl eigentlich Japan-Fan - eher einen spannenden Krimi erwartete, nur 3 Sterne.
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am 8. September 2009
für den bietet das Buch einen Lesegenuss. Soweit stimme ich den anderen Buchbesprechungen zu.
Wer keine Kenntnisse über Zen und Teezeremonien hat,erwartet sicherlich etwas anderes. Vorallem: die hier gegebene Kurzbeschreibung ist dann sehr sehr missverständlich. Es ist kein spannender Roman (!),in dem mit grosser Handlung und viel Action Machenschaften und Intrigen aufgedeckt werden. Wer so etwas sucht,wird enttäuscht sein. Und sollte dann lieber den Shogun oder ähnliches lesen.
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am 12. Januar 2010
Dieses Buch handelt vom Tod des berühmten Teemeisters Sen no Rikyu, der in der Samurai-Zeit Selbstmord verübt. Sein Schüler, ein Mönch, erforscht die Gründe und stößt auf Intrigen und Machenschaften.

Ein nicht leicht zu lesendes Buch von Yasushi Inoue, das aber jenen, die gern Japan mit seinen alten Sitten und Gebräuchen verstehen möchten, einen Einblick in diese für uns fremde Welt verschafft.
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am 31. Dezember 2013
1592 begeht der berühmte Teemeister Rikyu auf Befehl des japanischen Reichseinigers Taiko Hideyoshi Selbstmord. Die Gründe für die Verurteilung Rikyus bleiben im Dunkeln und lassen dessen Schüler, den Mönch Honkaku, nicht mehr los.

Inhalt dieses Romans sind die Aufzeichnungen Honkakus, der in der Ich-Perspektive über seine Erlebnisse mit dem Teemeister Rikyu berichtet, über seinen Tod reflektiert sowie mit dessen Zeitgenossen über die wahren Hintergründe des Freitods sinniert.

Inoues Spätwerk kann man nur Japanologen wirklich empfehlen, denn wer nichts über die japanische Teezeremonie und deren Bedeutung weiß und wer in der Kultur der Samurai nicht bewandert ist, dem erschließt sich auch dieser Roman nicht. Für solche Leser, zu denen auch ich zähle, ist das Buch eine regelrechte Qual, quasi eine Tour de Force durch den unverständlichen Dschungel des Teewegs... Harsche Kritik verdient in diesem Zusammenhang auch der Suhrkamp-Verlag, denn der Klappentext der vorliegenden Ausgabe lässt keineswegs auf schwer verständliche Literatur schließen, vielmehr wird in irreführender Weise suggeriert, dass es sich um einen Krimi mit historischen Hintergrund handelt.
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am 25. Juli 2012
Der Roman ist einer der besten, den ich die letzten Jahre gelesen habe.
Spannend erzählt ist er, ein einzelner, ungeklärter Abend zieht sich durch fast die gesamte Lektüre, dennoch nicht reißerisch, wie man das vielleicht von so mancher Schundliteratur kennt. Der entscheidende Gedanke, der dem Buch zugrundeliegt, wird dem Leser häppchenweise nahegelegt, bis er sich letztendlich voll entfaltet.

Es ist empfehlenswert, nicht direkt aus europäischen Booten ins fernöstliche, kalte Wasser zu springen. Einige Grundkonzepte japanischer Ästhetik, speziell des Teewegs, sind überaus hilfreich, da solche Hintergründe nicht erklärt werden, sondern vorausgesetzt werden. Dafür eignet sich Kakuzo Okakuras "Buch vom Tee" hervorragend.
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am 26. März 2012
Ende des 16. Jahrhunderts. In Europa ist das barbarische Mittelalter noch nicht überwunden. Zeitgleich blüht im weit entfernten Japan die Teekultur und die Philosophie. Eine fremde Welt tut sich da auf und wer sich auf sie einlässt, wird dafür belohnt!

Honkaku ist Mönch und Schüler des großen Teemeisters Sen no Rikyu, der auf Befehl des Tengos Selbstmord begeht. Der Tod seines verehrten Meisters lässt Honkaku nicht ruhen. 30 Jahre lang bemüht er sich, der Wahrheit um Rikyus Tod näher zu kommen. Seine Aufzeichnungen über die im Laufe der Jahre geführten Gespräche mit Zeitzeugen Rikyus sind atmosphärisch dichte und beeindruckende Portraits eines Landes und seiner Kultur vor über 400 Jahren.

Wer hier allerdeings wegen des mißverständlichen Titels einen Kriminalroman erwartet, wird enttäuscht. "Der Tod des Teemeisters" entspricht diesem Gengre ebenso wenig wie Thomas Manns "Tod in Venedig", ist dafür aber ebenso wie Manns großer Roman bereichernder als jeder Krimi.
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