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Kundenrezensionen

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am 1. Mai 2017
der russischen Literatur. Nicht nur für Fans von Leo Tolstoi. Der Tod des Iwan Iljitsch sollte in keiner gut sortierten Bibliothek fehlen.
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am 24. Februar 2016
Solche Gedanken beschäftigen den 45-jährigen Rechtsanwalt Iwan Iljitsch vor seinem Tod. Er möchte in Ruhe sterben. Was aber wäre wenn er, was ihm gegeben war, zugrunde gerichtet hätte? Er erkennt seinen Selbstbetrug und die Lebenslüge die seine Seele bedrücken, die mit nichts zu rechtfertigen sind. Seine familiären Beziehungen scheinen ihm leer und hohl. Ihm verbleibt die ernsthafte Sorge seines Dieners Gerassim und die aufrichtige Trauer seines Sohnes.
Im Moment seines Todes erblickt er ein Licht: Das ist es also, erkennt er, es wird ihm klar, was bis dahin so schwer auf ihm gelastet hat.

Einmal mehr kann ich diese so realitätsnahe Novelle warm empfehlen.
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am 4. Februar 2016
Ein literarisches Bravourstück. Tolstoi hat diesen Stoff aus seiner eigenen zerrissenen Seele geschöpft; die daraus gewonnene erzählerische Kraft durchdringt die ganze Schrift. Kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig, kein Wort am falschen Platz. Ein Mann stirbt aus rätselhaften Gründen dahin, und die geschilderten Geschehnisse kreisen um seinen Kampf gegen Schmerz, Ärzteschaft und Ehefrau, gegen Einsamkeit und um Verständnis und Erkenntnis. Die Erleuchtung erst stellt sich mit dem Tod ein. Möchte einer Schriftsteller werden, möge er diesen Text studieren, wieder und immer wieder. Die ganze Klaviatur von Könnerschaft liegt hierin geborgen.
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am 16. März 2010
Der Titel müsste eigentlich eher "Das Sterben des Iwan Iljitsch" lauten. Denn im ersten Kapitel werden zwar die Kondolenzbesuche bei der Witwe geschildert, danach wird aber der Prozess des Vergehens in seiner ganzen Drastik beschrieben. Hierbei zeigt Tolstoi meisterhaft: Jeder stirbt für sich allein, egal wieviele Menschen um einen herum sind. Nur der Diener spendet Iljitsch ein wenig Trost. Ansonsten denkt jeder nur an sich. Die Tochter ist sauer, weil der Vater ihr mit seinem Leiden die Freuden ihrer jungen Liebe vergällt, die Ehefrau bemitleidet sich selbst, weil sie die Qualen ihres Mannes ertragen muss. Die Ärzte haben kein Gespür oder Willen, auf die Ängste des Patienten einzugehen. Die Kollegen fragen sich nur, welche Auswirkungen die frei gewordene Stelle auf ihre Karriere haben könnte und die Bekannten sind froh, dass es nicht sie selbst erwischt hat. Einzig der Sohn, der genauso aussieht wie sein Vater in dessen Jugend, scheint über den Verlust erschüttert zu sein. Oder weint er nur über seine eigene Sterblichkeit, die ihm zum ersten Mal bewusst geworden ist? Dieses schmale Buch zeigt meisterhaft, welches Schicksal uns allen bevorsteht.
Die Erzählung endet zwar mit dem Tod, doch gleichzeitig hat sein Schöpfer Tolstoi mit diesem grandios komponierten Meisterwerk Iwan Iljitsch zur Unsterblichkeit verholfen.
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am 19. September 2013
Die Sprache des Werkes ist deutsch, in der Produktbeschreibung wird aber als Sprache "italienisch" angegeben. Die Angabe des Übersetzers fehlt, sowohl in der Beschreibung als auch im Buch. Das Buch enthält eine Menge Scanfehler (insbesondere fehlende Wörter) - Für ein E-Book, das bezahlt werden muss, ist das untragbar. Bezogen auf die geringe Länge des Werkes sind 3 Euro nicht so wenig. - Die Bewertung bezieht sich nur auf diese Ausgabe und nicht auf den Inhalt.

Held des Werkes ist ein Jurist, die Geschichte hat drei Teile: Zu Beginn wird die Reaktion der Kollegen auf den Tod des Protagonisten beschrieben, dann folgt die Lebensgeschichte Iwans und schließlich die - weitgehend aus seiner Innenperspektive beschriebene - Geschichte seines vorzeitigen und qualvollen Sterbens an einer unbekannten Krankheit. In dieser Zeit der zunehmenden Schmerzen und der immer gewisser werdenden Todesaussicht gerät der Held in eine existentielle Krise, in deren Verlauf er sein Leben als verfehlt erkennt, wenn auch zunächst nur in Bezug auf sein scheinbares Glück, das auf Selbsttäuschung beruhte. Über die Frage, warum Gott ihn jetzt in eine so quälende und aussichtslose Situation hineingestellt hat, gelangt er kurz vor dem Erlöschen zu der weiteren Einsicht, dass er anders hätte leben können und schuldig wurde, weil er es nicht tat. - Eine religiös verstandene Erlösung im letzten Augenblick wird angedeutet.

Die Stärke des Werkes ist die Schilderung der sinnleeren Lebensweise der gehobenen bürgerlichen Schicht, der die meisten vorkommenden Personen angehören. Stellvertretend dafür stehen die Lebensprinzipien des Protagonisten - "Annehmlichkeit" und "Anstand". Bei letzterem geht es nicht um moralische Verpflichtung, sondern um die Beachtung der bürgerlichen Anstandsregeln, und die "Annehmlichkeit" scheitert an der Oberflächlichkeit der zwischenmenschlichen Beziehungen, die ein glückliches Ehe- und Privatleben verhindert, ohne dass die fragwürdige Karriere Iwans und der resultierende Luxus etwas ausgleichen können. - Als einziger, lächerlicher Rest wirklichen Behagens bleibt Iwan das Kartenspiel mit Freunden.

Als etwas störend empfand ich die religiösen Untertöne des Werkes: Tolstoi scheint zu suggerieren, dass der qualvolle Tod eine Art Strafe für das ungenügende Leben sei. Das wirkt für den heutigen Leser nicht nur darum befremdlich, weil die Schuld des Helden eher in Gedankenlosigkeit als in Böswilligkeit liegt. - Es gibt übrigens, wie bei Tolstoi üblich, eine "unverdorbene" Gegenfigur aus dem einfachen, bäuerlichen Volk (der einzige Mensch in Iwans Umgebung, der echtes Mitleid mit ihm hat), die Verkörperung eines gleichfalls etwas ranzig gewordenen Klischees.

Insgesamt genommen aber ein leicht lesbares, packendes kleines Buch (wenn auch vielleicht nicht ganz so großartig, wie Reich-Ranicki es in seinem letzten Interview darstellt), das zum Nachdenken über das eigene Leben anregen kann (denn die kritisierte Lebensweise wirkt trotz der fremdartigen Zeit- und Landesumstände gelegentlich seltsam vertraut). - Schade, dass es keine bessere E-Book-Ausgabe gibt.
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am 24. Januar 2014
Iwan Iljitsch ist gestorben und einer seiner Kollegen nimmt an der Verabschiedung des Toten teil. Seine Beobachtungen zeigen schnell, wie die Familie zum Toten gestanden hat. Iljitschs Frau scheint nur dem Geld hinterher zu sein, heuchelt aber natürlich Trauer. Schon in diesem Moment tut einem Iwan Iljitsch leid. Er tut einem leid, obwohl man noch nichts über ihn weiß. Er tut einem leid, weil man in ihm sich selbst sieht. Als Leser fängt man unwillkürlich darüber an zu reflektieren, was der eigene Tod dem Umfeld bedeuten würde, wie ehrlich es hier zugehen würde. Das bleibt so in der folgenden Darstellung des Lebens und Sterbens von Iwan Iljitsch. Seine Person hat etwas Hülsenhaftes, in das sich jeder hineinsetzen kann. Wenn die Schmerzen immer größer werden und Iljitsch sich fragt, wie seine Familie sich währenddessen einfach so amüsieren kann; ja, wie es sein kann, dass die Menschen den Tod derartig verdrängen und ein fröliches Leben führen, obwohl er sie einholen wird, dann wird man tief getroffen von dem Geschehen, weil es das Geschehen jedes Menschen ist. Iljitsch ist sehr einsam in seinem Sterben, weil jeder sich davon gestört fühlt. Iljitsch hinterfragt den Sinn des Leidens, des Lebens überhaupt, wenn es inmitten dieses Leidens passiert. Mit dieser kleinen Geschichte hat Tolstoi genau in die Mitte der menschlichen Existenz getroffen. Ich fand die Geschichte daher sehr lesenswert.
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am 7. Oktober 2013
Marcel Reich-Ranicki empfahl dieses Buch in einem seiner letzten Interviews. Es ist grandios.
Das Buch beginnt mit der Beobachtung der des Trauerkreises unmittelbar nach dem Tod des Iwan Iljitsch und springt dann zurück in eine kompakte Beschreibung seines Lebens. Vielleicht zwei Jahre vor seinem Tod hat Iljitsch einen Sturz ohne äußerliche Blessuren, der ihm zunächst belanglos vorkommt. Mit den Monaten steigern sich jedoch seine Beschwerden. Er sucht vielfältig, jedoch erfolglos ärztlichen Rat. Die Symptome des körperlichen Verfalls werden immer stärker. Die letzen drei Tage steht er unter extremen Schmerzen. In der letzen halben Stunde ergibt er sich in sein Schicksal.
Leo Tolstoi beschreibt die irdische Wahrheit des Sterbens in einer Klarheit und und Prägnanz, wie ich sie noch nie vorher gelesen habe.
- Seine Umwelt betrachtet sein Ableben entweder als Störung der eigenen Vorhaben, ist verlegen, oder spekuliert auf persönliche Vorteile aus seinem Ableben
- Er selbst geht durch Phasen der vergeblichen Suche nach Heilung, wechselt Ärzte und Therapien, stellt sein ganzes Lebenskonzept in Frage, lehnt sich gegen den Tod auf und resigniert am Ende
Das Buch reflektiert die fundamentalen Wahrheiten des Lebens in spektakulärer Schlichtheit. Grandios!
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am 2. November 2008
Aus der Sicht des Sterbenden erzaehlt Tolstoi die letzten Monate des Staatsanwaltes Iwan Iljitsch, vom Beginn seiner schleichenden Krankheit bis zu seinem Tode.
Die Erzaehlung beginnt, als die Trauergemeinschaft zur Seelenmesse im Zimmer bei dem Toten zusammenkommt. Das erste Kapitel nimmt den Rest vorweg: Der Leser erfaehrt die Gleichgueltigkeit, mit der Iwan Iljitsch Familie und Kollegen seinen Tod aufnehmen. Ein kurzer Abriss ueber Iwan Iljitschs Lebenslauf bringt dem Leser die Figur naeher. Iwan Iljitsch, ein Durchschnittsrusse, fuerht sein Leben ohne besondere Vorkommnisse. Er heiratet "zufaellig", wird Vater mehrerer Kinder, von denen jedoch nur noch zwei zum Zeitpunkt der Handlung leben. Seine Ehe lauft nicht sonderlich gut, er zieht sich zurueck und konzentriert sich auf seine Arbeit, bis er krank wird und schliesslich feststellt, das er dem Ende nicht davonlaufen kann.
Der Kranke findet keinen Trost bei seiner Familie, die seinen Tod scheinbar kuehl hinnimmt. Waehend Iwan Iljitsch immer weiter verfaellt, leben seine Frau und Tochter weiter als waere nichts geschehen. Doch dies nur scheinbar, aus Iwan Iljitsch Perspektive. Seine Frau schickt er aus dem Krankenzimmer, stattdessen erfreut er sich der der Fuersorge seines jungen Dieners. Am Ende seiner schweren Krankheit erst erkennt er die Trauer seiner Angehoerigen.
Meisterhaft bringt Tolstoi den Todeskampf im Kopfe Iwan Iljitschs dem Leser naeher, als haette er diesen Kampf selbst erlebt. Seine Leiden, seine Gedanken und zermuebende Todesangst sind authentisch beschieben, zeitlos, auch das Verhaelten seiner ratlosen Artzte. Iwan Iljitsch verzweifelt ueber sein ploetzliches Ende, dass er nicht wahrhaben will und glaubt sein eigentliches Leben verpasst zu haben.

Sehr lesenswert.
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am 21. Januar 2009
Die Geschichte beginnt mit dem Tod des berühmten Staatsrichter Iwan Ilijtsch. Im Laufe des ersten Kapitels erfährt man über das Umfeld und Person, in und mit denen er gelebt hat. Dann folgt ein Neuanfang, das Leben des Iwan Ilijtsch wird Wortwörtlich vom Beginn wiedergegeben. So das der Leser sich auf den Rest des Buches konzentrieren kann. Es folgt ein Spannungsbogen. Er wird geboren, Erzählung über seine Eltern und die harte Arbeit in der Zeit, über seinen Bruder, welcher mehr nach Macht und Ruhm strebte und nicht die Höflichkeit und geruhsame Freundlichkeit wie Iwan hatte. Das Leben verbleibt jedoch nicht mit dem Bruder, es geht weiter, er lernt viele Menschen kennen und strebt danach ein gerechter Richter zu werden. Lernt eine Frau beim Tanzen kennen und da er selbst ein Gentleman und begeisterter Tänzer ist, folgt eine ungewollte Liebe, bis zur Hochzeit und der Entschluss ein neues Leben anzufangen, bis er begreift wie die Menschen wirklich um ihn sind...

Am Anfang hatte ich einige Probleme mit dem Anfang des Buches, da mir die übersetze (Sprach-)Version des Klassikers nicht verstanden wollte. Nachdem ersten Kapitel ließ ich das Buch nicht mehr los und innerhalb einiger Stunden war ich damit durch. Mein Kauf für 2,95€ hatte sich gelohnt und ich wurde mit einer wunderbaren Geschichte bereichert. Meine Meinung ist; der Kauf dieses Buches lohnt sich, man erfährt sehr viel über den noblen Stand mit Tiefen und Höhen der Gesellschaft. Lernt ein interessantes Leben kennen und wer emotional sehr angetan ist, wird am Ende weinen und sich fragen warum die Geschichte schon zuende ist.
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am 11. Oktober 2013
Habe die Kindle-Version gekauft. Als Sprache war Italienisch angegeben, obwohl der "Blick ins Buch" natürlich Deutsch zeigte- was ich ja wollte. Kam dann auch auf deutsch, also wie gewünscht. Aber: ich weiss nicht, wie die Übersetzung aus dem russischen Original erfolgte, ich kann das Original auch nicht lesen und damit nicht, aber diese deutsche Version ist sprachlich so unterbelichtet, dass man sich vor Tolstoi genieren muss.

Inhaltlich natürlich grandios.
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