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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
66
3,8 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 17. September 2013
Eine Zusammenfassung des Inhalts schreibe ich nicht, weil man das Wichtigste in der Artikelbeschreibung erfährt und ich auf keinen Fall zu viel verraten möchte.

Ich habe schon längere Zeit keine Bücher mehr von John Katzenbach gelesen, weil er durch neue Lieblingsautoren (Slaughter, Adler Olsen, Fitzek) abgelöst wurde. Dieses Buch mischt die Karten wieder neu.

Ganz besonders hat mir die gute Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart gefallen. Katzenbach gibt einen tiefen Einblick in die Zeit des zweiten Weltkrieges und die damalige Situation von Juden in Berlin. Und diese Vergangenheit scheint einige der Überlebenden in Miami wieder einzuholen.

Nach den ersten Seiten konnte ich nicht recht einschätzen, in welche Richtung das Buch geht und ich war skeptisch. Aber nach den ersten 50 Seiten hat Katzenbach mich gepackt. Ich finde die Idee zur Geschichte sehr gut und er hat sie wirklich gut umgesetzt. Die Figuren sind durchweg sympathisch beschrieben und man kann gar nicht anders, als mit ihnen mitzufiebern.

Eigentlich war das Buch nur ein Notkauf, weil ich auf Nachschub anderer Autoren gewartet habe. Aber ich habe den Kauf nicht bereut und würde das Buch definitiv weiterempfehlen.
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am 16. April 2016
Dieses Hörspiel ist ist sehr spannend, so daß man stellenweise nicht weggehen möchte und dabei auch unterhaltend - es hält, was es verspricht.
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am 23. Oktober 2013
Wie alle Katzenbach-Krimis ist das wieder ein tolles Buch - einmal angefangen und gleich zu Ende gelesen - gefällt mir !
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TOP 500 REZENSENTam 9. November 2010
Ich möchte eine Rezension über das Hörbuch schreiben, ich habe also das Buch nicht gelesen, sondern mir in der ungekürzten Fassung angehört.
Das Hörbuch hat eine Gesamtlänge von satten 17 Stunden und 45 Minuten und wird von Simon Jäger gelesen.
Der Sprecher Simon Jäger hat bereits mehrere Thriller gesprochen und ist auch als Synchronsprecher in vielen Kinofilmen ein Name.

Das Hörbuch von John Katzenbach habe ich mir aufgrund der guten Rezensionen hier ausgewählt, ich kannte vorher kein anderes Werk des Autors und bin daher voller Spannung und Neutralität dem Hörboch begegnet.

Die Story ist relativ einfach, für mich eine typische Gut-Böse Konstellation! Es ist von Anfang an klar wie die Rollen verteilt sind, der geschichtliche Hintergrund macht das ganze jedoch zu etwas besonderem und gibt dem Ganzen eine ganz neue Seite, die mich durchaus interessiert hat.
Eine alte Dame wird in Ihrer Wohnung ermordet, nachdem Sie Ihrem Nachbarn, einem pensionierten Detectiv, von einer angeblichen Begegnung mit dem Schattenmann erzählt. Es folgen weitere Morde nach dem selben Muster und die Jagd nach dem Schattenmann beginnt.

Alles ist fest verbunden mit reichlich Informationen zum Holocaust, dadurch ist die Geschichte teilweise sehr beklemmend und wühlt ziemlich stark auf. Die Kombination gelingt dem Autor meines Erachtens sehr gut, auch wenn der Zusammenhang teilweise sehr weit hergeholt ist.

Ich finde, die Geschichte hat auf 3/4 Länge einen ziemlichen Hänger. Es kostete einige Anläufe, bis ich diesen Teil durchgehört habe, weil ich ihn lustlos häufig unterbrochen habe. Zum Ende hat das ganze dann wieder Fahrt aufgenommen und es das Ende ist schlüssig, wenn auch etwas übertrieben. Hätte ich das Buch statt dem Hörbuch gekauft, wäre ich mir nicht, ob ich es tatsächlich zu Ende gelesen hätte.

Die Hauptstimme von Simon Jäger ist sehr angenehm und ich kann ihm gut folgen. Die Aussprache ist deutlich und klar. Die Interpretation der verschiedenen Stimmen gefiel mir dann aber nicht so gut. Die Stimme von manchen Charakteren empfand ich als sehr anstregend, gerade über längere Passagen extrem nervig. Nichts desto trotz eine grandiose Leistung des Sprechers.

Fazit: Ich gebe dem Hörbuch 4 Sterne! Eine gute Story verbunden mit einem tollen Sprecher ergibt es gutes Gesamtbild und tröstet mich über die etwas langwierige Mittelphase des Buches und das etwas unrealistische Ende hinweg.
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am 15. März 2017
Wirkliche Spannung kommt nicht auf. Das Buch ist langatmig, stellenweise sogar langweilig. Viel blabla und man hofft dass er endlich auf den Punkt kommt. Auch mit den Charakteren konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Der Autor hat eindeutig schon bessere Bücher geschrieben.
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am 6. April 2010
Im Jahre 1943 versucht die Gestapo in Berlin, im Untergrund lebende Juden auszuforschen, festzunehmen und in die Vernichtungslager zu deportieren. Sie bedient sich dazu jüdischer Greifer, die ihre Volks- und Glaubensgenossen denunzieren und ausliefern. Der talentierteste dieser Nazi-Greifer war der Schattenmann, dessen Identität unbekannt blieb.
Als Sophie Millstein, eine Überlebende des Holocaust, rund fünfzig Jahre später glaubt, den Schattenmann in Miami Beach erkannt zu haben, gerät sie in Panik und wendet sich an ihren Wohnungsnachbarn, zufällig einen längst pensionierten Detective der Mordkommission. Kurz darauf wird Sophie ermordet. Verdächtigt wird ein schwarzer Junkie, der Sophies Schmuck an einen Hehler verhökert hat. In diese Richtung ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft in Gestalt des schwarzen Detective Walter Robinson und der attraktiven Latina Esperanza Martinez. Der alte Detective Simon Winter hingegen glaubt nicht an die offizielle Version und beginnt mit der Suche nach dem Schattenmann, die ihn weit in die Vergangenheit führt. Diese Vergangenheit will auferstehen und bedroht die letzten der Überlebenden von Auschwitz.
Ein wahrhaft spannungsgeladener Roman, der sowohl dramaturgisch als stilistisch überzeugt, und den Leser vom Mord der Gegenwart in die Zeit der Verfolgung im Dritten Reich zurückführt. Zwei klare Handlungsstränge, die sich später vereinen, keine manieristischen Rückblenden und ein chronologischer und realistischer Handlungsverlauf. Das alles in sehr ordentlicher Sprache und Übersetzung. Es ist nicht Suspense, also Ungewissheit und Beklemmung, die Katzenbach so gekonnt moduliert, sondern nackte Angst und Panik, bis sich die beiden alten Experten des Todes Aug in Aug gegenüber stehen. Suchen wir nicht kleinlich nach dem einen oder anderen vielleicht unlogischen Detail, sondern genießen wir einen Thriller, der sich eindringlich und von straffer Handlung geprägt weit über den üblichen Serienmörderplot und -unfug erhebt. Nicht gerade Literatur, aber spannende und interessante Lektüre.
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John Katzenbach versteht es einfach, den Leser vom ersten Satz an gleich zu packen, und eine Sogkraft zu entwickeln, der man sich nicht mehr entziehen kann.

Dabei entsteht im Kopfkino ein Film, dessen Bilder klar und ohne Stocken an einem vorbei fließen, während man dem konsequenten Verlauf einer klassischen Krimidramaturgie folgt.
Wobei Katzenbach in "Der Täter" auf seitenlange Landschaftsbeschreibungen verzichtet, und ein etwas höheres Tempo anschlägt, als in mach anderen seiner Krimis.

Dafür geht es in diesem Buch um die Aufarbeitung eines interessanten Themenkomplexes, nämlich um Hinterbliebene und Überlebende des Holocaust. Und man muss feststellen: Nur selten wird dieser Aspekt des deutschen Naziterrors so überzeugend als Basis für eine Kriminalstory verwendet.

Ich will hier nichts vom Inhalt verraten. Aber ich kann dieses Buch nur empfehlen.
Es bietet Geschichtsunterricht, gesellschaftspolitische Zustandsbeschreibungen und Spannung in einem.
Dazu interessante Figuren, plastische Situationen, und ein Finale vom Feinsten.

Einfach saugute Unterhaltung!
Was will man mehr?!
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am 1. November 2010
Für gewöhnlich ist Katzenbach bei "Spontankäufen" nicht meine erste Wahl. Seine Bücher (z.B. "Der Patient" oder "Die Anstalt") finde ich durchaus unterhaltsam, allerdings gebe ich mein spärlich bemessenes "Lesebudget" am Ende dann doch eher für Bücher aus, von denen ich weiß, dass sie meinen Lesegeschmack eher treffen.
Der Grund, wieso ich diesmal dann doch wieder bei Katzenbach gelandet bin, ist das interessante Setting des Romans:

Im Miami der neunziger Jahre ist der pensionierte Polizist Simon Winter des Lebens überdrüssig. Seine erfolgreiche und aufregende Karriere als Ermittler ist längst einer einsamen Monotonie des Ruhestandes gewichen. Doch kurz bevor Winter mit seinem alten Revolver einen Schlusstrich unter dieses Leben ziehen will, bittet seine völlig verstörte Nachbarin ihn um Hilfe: Die Holocaust-Überlebende will ihren alten Häscher, den "Schattenmann", auf der Straße wiedererkannt haben und fürchtet nun um ihr Leben. Winter beruhigt die Dame, schenkt der ungewöhnlichen Geschichte allerdings keine weitere Beachtung. Das ändert sich schlagartig, als die alte Dame am Tag darauf erdrosselt in ihrer Wohnung aufgefunden wird und Winters kriminalistische Instinkte wieder erwachen. Will der Schattenmann sein grausames Werk nach über 50 Jahren fortsetzen?

Da ist es also passiert: Ich bin einmal mehr der dunklen Faszination des Jahrhundertverbrechens erlegen und investierte die 10 Euro. Leider (oder zum Glück?) ist der Roman ansonsten ein typischer Katzenbach. Ich will das an folgenden Punkten darlegen:

Handwerklich gesehen ist der Roman durchaus gelungen. Auch wenn es sich um eines der früheren Werke des Autors handelt, merkt man, dass man es nicht mit einem Neueinsteiger zu tun hat. Routiniert baut Katzenbach die Spannung auf, gönnt einem hier und da mal ein Päuschen, lässt einen aber nie zu weit von der Leine. Die Schilderungen im Roman sind plastisch, verfallen aber glücklicherweise nicht in den Gewaltvoyeurismus, der in Film und Buch heute immer weitere Bahnen zieht. Auch unnötig präzise und schlüpfrige "erotische" Schilderungen in Beate Uhse-Manier gibt es keine, Pluspunkt dafür!
Katzenbach geht bei Charakterdarstellung etc. ausreichend in's Detail um ein gewisses Ambiente zu schaffen, schweift allerdings dabei nie zu weit ab. So behält man stehts das "Ziel" im Roman vor Augen, hat aber trotzdem nicht das Gefühl, dass es sich bei den Figuren um austauschbare Roboter handelt. Gut so!

Wie schon erwähnt gibt es keine größeren Längen im Roman, der Autor arbeitet zielstrebig auf das Finale hin, wobei die Geschichte langsam aber kontinuierlich an Fahrt aufnimmt. Geschickt wechselt der Autor die Perspektiven, verknüpft Handlungsstränge und lässt den Leser miterleben, wie die Ermittler sich allmählich an die Aufklärung des Falles herantasten und wie der titelstiftende "Täter" dies vereiteln möchte. Da verzeiht man auch gerne mal einige logische Schnitzer, ein zweifelhaftes/inkorrektes Bild des heutigen Deutschlands und einige unschöne inhaltliche Doppelungen.
Alles klar also? Nicht ganz, denn leider hat das Buch auch einige Schwächen:

Zum einen sind die Charaktere zwar keineswegs störend, allerdings schon ein wenig stereotypisch. Für einen Roman in dieser "knackigen" Länge von etwa 600 Seiten wird zwar ausreichend viel an Hintergrund, Charaktermotivation etc. geliefert, so dass man schon eine gewisse Bindung zu den Protagonisten aufbauen kann. Dann hat man allerdings doch wieder ein bißchen zu sehr schwarz-weiß-gepinselt. Hier die toughen, klugen und aufrichtigen Helden, dort der völlig irre und abgrundtief bösartige Bösewicht. Leser, die so etwas anders(bzw. besser) kennen, mögen bei der ein oder anderen Schilderung also mal die Augen verdrehen.

Negativ fällt im Leseerlebnis auch etwas die deutsche Übersetzung auf. Dafür kann zwar weder Autor noch Übersetzer was, aber es kratzt einfach immer ein bißchen am Lesefluss und an der Atmosphäre, wenn der Autor deutsche Kommentare und Aussagen von Figuren in sein Werk einflechtet mit der Maßgabe, dass der englische Leser das eigentlich nicht versteht oder nachschlagen muss. So muss man unweigerlich schmunzeln, wenn der Sohn eines Opfers dem Protagonisten in einem Kapitelklimax dramatisch erklärt, was der deutsche Spitzname "Schattenmann" eigentlich bedeutet: Eine Kombination der deutschen Worte "Schatten" und "Mann". Na wunderbar! So wendet sich das Setting also doch ein bißchen gegen den deutschen Leser. Wie gesagt: Das ist Pech.
Kein Pech sondern vermeindliches Unvermögen ist allerdings der mal wieder typisch "deutsche" Buchtitel. Auch hier bleibt man sich dem ungeschriebenen Gesetz treu, dass der Titel eines Thrillers/Horrorromanes/etc. höchstens aus einem Wort bzw. einem Wort plus Artikel bestehen darf. Der Patient. Das Opfer. Die Anstalt. Die Arena. Das Grab.
Ich habe mal gehört, dass der "deutsche Markt" so etwas toll findet. Ich finde das allerdings mittlerweile ziemlich nervig und platt.
Aber das ist wirklich nur eine Kleinigkeit.

Am meisten Punkte verschenkt das Buch meines Erachtens am ungenutzten Potential der Story. Man hätte gewarnt sein können, denn wie bei anderen Werken von Katzenbach habe ich hier dein Eindruck, dass die Geschichte nur als Vorwand dazu dient, mit Worten und Situationen Spannung zu erzeugen. Das funktioniert auch, keine Frage. Logisch ist das nicht immer (braucht es meiner Meinung nach bei Unterhaltungsliteratur auch nicht immer zu sein!), pfiffig leider auch nicht. Das ist unter dem Strich wohl Geschmackssache: Ist man auf den puren Nervenkitzel aus, ohne groß in irgendwas eintauchen zu wollen? Oder will man eine intelligente Story, die einen nachdenken lässt und sogar überrascht und nimmt dafür auch etwas "langweiligere" Passagen in Kauf? Ich persönlich habe letzteres lieber, deswegen hat mich das letzte Drittel des Buches leider etwas enttäuscht.
Ohne viel zu spoilern: Das Ende ist typisch Katzenbach, es gibt keine atemberaubenden Plottwists, keinen großen Hokus Pokus, aufgelöst wird sowieso nicht alles, wie man sich das vielleicht wünscht. Während der "geübte" Thrillerleser die ganze Zeit im Kopf versucht, die grandiose Schlusspointe zu konstruieren, ist man am Ende dann irgendwie tatsächlich überrascht: Nämlich dass der Autor ganz trocken auf sowas verzichtet und ein nüchternes, realistisches Ende liefert. Das hat man in der der modernen Literatur, die einen immer irgendwo überumpeln und/oder schockieren will, nicht oft.
Am Ende werden viele Dinge schlicht und ergreifend der Phantasie des Lesers überlassen. Das hat einen gewissen Charme, ist allerdings für manche Leser (zu denen ich mich auch zähle) nicht das, was man sich erhofft. Und so bleibt am Ende irgendwie doch zu vieles unausgesprochen, zu viel Potential wird liegen gelassen.

Deswegen gibt es von mir leider nur drei Punkte. Das Buch war durchaus kurzweilig, bereut habe ich den Kauf sicher nicht, aber Katzenbach wird auch in Zukunft eher meine "zweite Wahl" hinter Koontz, King und Co. bleiben.
Wer aber mit dem oben angesprochenen Stil keine Probleme hat, wer auf solide Spannung ohne blutige Orgien, Gespenster, Mutanten oder anderem "Fiction"-Kram steht, der kann das Geld ruhigen Gewissens investieren!
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am 22. August 2010
Nach Beendigung dieses Buches wird man sich vielleicht fragen, ob Katzenbachs Thriller jetzt nun etwas Besonderes war. Dies liegt sicherlich daran, dass der Autor der Story einen besonderen, immer wieder verstörenden und grausamen Background anhaftet: den Holocaust.

Es geht um den 'Schattenmann', den 'Greifer', denjenigen, der sowohl damals in der Nazi-Zeit als auch noch heute Menschen den Tod bringt und dessen Wirken in die Gegenwart im vermeintlich sicheren Miami reicht.
Menschen werden ermordet. Es sind Holocaustüberlebende, die den Schattenmann nur kurz zu Gesicht bekamen und es sind zwei Detectives (davon ein ehemaliger) und eine Staatsanwältin, die dem namen-und gesichtslosen Mörder auf die Spur kommen.

Dabei zeigt Katzenbach auf, wie wichtig auch nach so vielen Jahrzehnten das Erinnern ist: es gibt nur die Worte der Überlebenden, die einem Verbrecher und dem Verbrechen eine Kontur verleihen könnten.
Fast schon irritierend ist da die Wendung, dass ausgerechnet einer der 'Täter', nämlich der Ausbilder des Schattenmanns, Licht ins Dunkel bringen könnte.....

Katzenbachs Protagonisten wurden authentisch dargestellt, wobei die Staatsanwältin Martinez eine unrühmliche Ausnahme darstellt und eher die naive (und achso verliebte) Ami-Klischee-Juristin verkörpert, die wohl in keinem Thriller aus den USA fehlen darf. Der 'Schattenmann' als Protagonist bleibt konsequent diffus und dunkel, die beiden Detectives bodenständig, fast schon normal.

Und dann ist da aber die Story, die, wenn man ehrlich ist, eben eher durchschnittlich an den Leser kommt. Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, als hätte Katzenbach noch mehr Qualität aus der Grundstory rauspressen können. Stattdessen werden Thriller-Klischees bedient und künstlich Spannung erzeugt. Die Schriebart ist zwar flüssig, aber wenig originell.

Fazit: "Der Täter" ist 'Durchschnittsware' mit interessantem Background. Die Story bedient sich einer dunklen Historie und wirkt daher konsequent düster und grausam, ist jedoch, aus Thriller-Lesersicht, wenig überraschend und kreativ.
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am 27. Dezember 2010
Mit ''The Shadow Man'' liefert John Katzenbach einen guten Psychothriller, der allerdings nicht an seine besten Bücher herankommt, sondern sich in qualitativer Hinsicht verglichen mit seinen anderen Romanen eher im hinteren Bereich eonordnen muss. Denn ungeachtet seiner überzeugenden Konzeption der Hauptfigur Simon Winter respektive dessen glaubwürdiger Wandlung sowie des durchaus packenden Finals, weist Katzenbachs Psychothriller in Bezug auf Plot, Athmosphäre wie auf Charaktere Schwächen auf. Auf diese Weise erscheint nach dem packenden Beginn auf den ersten 50 Seiten die Story vorerst zu stagnieren, woraufhin sich das Buch in langweiliger Polizeiarbeit erschöpft - eine Tätigkeit, die in diesem Genre deutlich im Umfang der Darstellung hätte reduziert werden müssen, schließlich möchte ich einen Psychothriller lesen und keine Kriminalgeschichte, an deren Ende in ''The Shadow Man'' eine jedenfalls für mich unglaubwürdige, weil überkonstrierte Auflösung steht, die schließlich den Anstoß zum Finale gibt. Da bleiben einfach zu viele absolut belanglose Dialoge wie auch Monologe, die folglich mehr zu einer Trägheit des Geschehens beitragen als dieses zu intensivieren, wie es etwa in Katzenbachs hervorragenden Romanen ''Der Patient'', ''Die Anstalt'' oder auch ''Das Opfer'' der Fall war.

Erst mit den altbekannten Mann-gegen-Mann-Situationen im Finale kehrt Katzenbach zu dem zurück, was er kann - hervorragende, psychologisch ausgestaltete Suspense. Hier erzählt Katzenbach in genau dem richtigen Tempo - der richtigen Gewichtung aus spannender Schilderung der Action, psychologisch vertiefenden Gedanken der Figuren sowie athmosphärischen Beschreibungen der Natur - von dem erbitterten Kampf zweier Menschen um Leben und Tod. Und wie immer bei Katzenbach müssen die Figuren am Ende bezahlen. Vielleicht nicht immer unbedingt mit dem Leben, auf irgendeine Art bestimmt.

So ist es schade, dass Katzenbach sich bei seinem Thriller nicht so sehr auf seine Stärken besonnen hat, sondern sich ein bisschen als Erzähler einer simplen Kriminalgeschichte erprobt, sodass die Athmosphäre durch die vielen verschiedenen Figuren, die allenfalls solide Grundkonstruktion der Story und der nicht immer so extrem gut wie gewohten sprachlichen Ausarbeitung weitgehend auf der Strecke bleibt.

FAZIT: Lediglich das packende Finale sowie der melancholische Anti-Held verhindern, dass ''The Shadow Man'' durch seine einfach gestrickte Geschichte eine herbe Enttäuschung wird. Suchenden empfehle ich stattdessen, ''Der Patient'' zu lesen.
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