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am 31. Oktober 2015
Gute, meiner Meinung nach objektive Entwicklungsgeschichte des Kapitalismus. Insbesondere, dass U.H. das Wesen des Kapitalismus sauber herausarbeitet und abgrenzt vom bloßen Geldbesitz und Gelderwerb ist bemerkenswert. Beeindruckend ist ferner wie U.H. als eher linke Wirtschaftsjournalistin die positiven Gesellschaftsentwicklungen wie Frauenwahlrecht und demokratische Errungenschaften auf den wohlstandssteigernden Effekt des Kapitalismus zurückführt. Abgerundet wird das Buch durch die eher pessimistische aber dennoch ehrlichen Zukunftssicht aufgrund des im Kapitalismus systemimmanenten Wachstumszwangs.
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am 12. Dezember 2016
Interessantes Buch zum Thema Kapitalismus. Kann es jedem weiterempfehlen, der sich für die Funktion unseres Zusammenlebens interessiert und sich Gedanken um die Zukunft macht.
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am 13. April 2017
Transparent und eingängig geschrieben. Gut gefallen haben mir vor allem auch die geschichtlichen Hintergründe. Am Ende vermisse ich etwas eine Perspektive.
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am 26. Oktober 2016
Trotzdem heißt es weiterhin, eine Quelle ist nie eine zuverlassige Quelle!
Jeder sollte sich aus vielen Quellen seine eigene Meinung bilden!
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am 14. Januar 2016
Folgende Aussagen haben mir besonders gut gefallen und erscheinen mir nachvollziehbar:

„Weniger als 1% der größten Unternehmen erwirtschafteten 2009 knapp 65% des Umsatzes. Dies ist übrigens in den anderen westlichen Ländern genauso."

"Die moderne Globalisierung ist rund 160 Jahre alt."

"Wenn aber Kreditgeld uralt (über 4000 Jahre, Mesopotamien) ist, dann kann es nicht der Grund sein, warum ab 1760 ein selbsttragendes Wachstum einsetzte."

"Alles kann zu Geld werden – Gold, Tabak, Wechsel, Girokonten. Geld entsteht immer aus dem Nichts, oder man könnte auch sagen: durch den sozialen Kontext.
Geld ist Zahlungsmittel, Recheneinheit und Wertaufbewarungsmittel.
Geld ist symbolisierte Zeit.
Die Schulden des einen sind die Finanzvermögen des anderen."

"Doch Geld allein ist machtlos. Der heutige Kapitalismus ist entstanden, weil man in England ab 1760 auf die Idee kam, menschliche Arbeitskraft systematisch durch Maschinen zu ersetzen. Geld wurde in Kapital verwandelt. Dieser Umbruch hatte mit dem Zineszins nichts zu tun, hat aber umgekehrt den Charakter von Schulden für immer verändert. Kredite finanzieren jetzt das Wachstum, aber sie lösen es nicht eigenständig aus.

Meist droht nicht Inflation, sondern Deflation."

"Den Wachstum kann es nur geben, wenn technischer Fortschritt die Produktivität steigert."

"Geld entsteht aus dem Nichts & ist nichts. Das einzig Entscheidende ist Investition/Technik & steigende Löhne."
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am 2. September 2017
Wussten Sie, dass in den USA in den 50er Jahren der Spitzensteuersatz bei hohen Einkommen bei 91% lag?
Dass die meisten Europäer vor "dem Sieg des Kapitals" - ein etwas platter Titel, der Untertitel ist genauer - von Brot, Brei und Biersuppe lebten?
Noch um 1856 etwa musste der Gesundheitsbeamte von Manchester feststellen, dass damals die mittlere Lebensdauer der Wohlhabenden 38 Jahre, die der Arbeiterklasse aber nur 17 Jahre war. So hat der Kapitalismus eine Jahrtausende währende Armut und die ewige Wiederkehr des Gleichen aufgehoben, übrigens anfangs mit wenig Kapital und mechanischen Webstühlen. Hermann stellt auch die Frage, warum das nicht schon im alten Rom passiert ist, wo bestimmte Voraussetzungen wie Geld längst existierten.
Oder wussten Sie, dass Geld aus dem Nichts geschaffen wird, indem es als Kredit in den Kreislauf eingebracht
wird, um dort Waren zu kaufen oder ein Geschäft zu unterstützen, und so "das Nichts" erst wirtschaftlichen Fortschritt und Wachstum ermöglicht?
Oder dass Banken Sparer kaum benötigen, um Geld zu verleihen (als Kunden schon)?
Dass Schulden machen in bestimmten Situation die Welt rettet, während Sparen sie in den Abgrund stürzt, aber gerade die geizigen Deutschen das immer noch nicht kapiert haben (das ist meine Meinung, Ulrike Herrmann deutet es zumindest an)?
Dass gerade die verrückte Sparpolitik von Brüning und der Zentrumspartei Hitler erst an die Macht gebracht haben?
Oder kennen Sie den Unterschied zwischen einer bornierten BWL-Mentalität und einer
profunden volks- und finanzwirtschaftlichen Bildung (oder einem klugen BWL-Wissen, aber leider verbunden mit bornierten Ideen zur Globalisierung)?
Oder wie genau Spekulation die größten Weltwirtschaftskrisen ausgelöst hat? Oder dass Marx und Engels - der eine war mit Baroness Jenny von Westphalen verheiratet, der andere hatte eine Fabrik in Manchester geerbt- ihr Leben lang fasziniert von den technischen Erfindungen des Frühkapitalismus waren?
All diese Themen werdem im Detail mit viel Sorgfalt und Eingehen auf kritische Stimmen in Ulrike Herrmanns Buch beschrieben. Ich habe mich seit 40 Jahren viel mit Finanzen beschäftigt, oft unfreiwillig, und finde, dass dieses Buch immer noch viele Antworten liefert, die mir vorher nicht so klar waren. Vielleicht das beste erste Buch für Studenten der Ökonomie, besser als dicke Wälzer von Wirtschaftsprofs.
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am 28. Februar 2017
Ulrike Herrmann liefert in ihrem Buch zunächst eine knappe Übersicht über die Wirtschaftsgeschichte, die von den Anfängen der Zivilisation in Mesopotamien bis in die heutige Zeit reicht. Diese historische Perspektive verwendet sie zum einen um die Geschichte der Industrialisierung zu erklären: Warum fand sie ausgerechnet in England statt, einem nicht allzu reichen Land zu Beginn der Industrialisierung? Sie führt es auf hohe Lohnkosten (es lohnt sich, Arbeiter zu ersetzen) und die kaufmännische Mentalität der Engländer zurück. Im alten Rom etwa hätten auch schon viele Grundlagen einer Industrialisierung existiert, aber die reichen Römer waren schlicht zufrieden mit ihrem Reichtum. Ich finde diese Erklärung allerdings sehr dürftig. In diesem Fall hätte schon ein einziger römischer Kaufmann mit Akkumulationsdrang ausgereicht um Kapitalismus und Industrialisierung einige Jahrtausende vorzuverlegen. Darüber hinaus wird gar nicht die naheliegende Erklärung in Betracht gezogen, dass es schlicht das ausgedehnte Kolonialreich der Briten gewesen sein könnte, das das Zeitalter des Kapitalismus einläutete. Der andere Zweck der historischen Betrachtung besteht darin, mit einigen allzu verbreiteten Mythen aufzuräumen, etwa dass Globalisierung ein neues Phänomen und an heutigen Krisen und Problemen schuld sei. Später folgte eine sehr ausführliche Abhandlung über Wirtschafts- und Finanzkrisen der jüngsten Vergangenheit und im Schlusswort sogar ein bisschen echte Kapitalismuskritik und ein Ausblick auf die Postwachstumsdebatte. Durch das ganze Buch ziehen sich ausführliche und gut erklärte historische Beispiel, was es für geschichtsinteressierte Leser wie mich zu einer sehr angenehmen und gut verdaulichen Lektüre macht.

Wie bereits angemerkt, ist das Buch alles in allem nicht kapitalismuskritisch. Die Autorin ist meiner Meinung nach sehr deutlich dem Keynesianismus zuzuordnen und Keynes war nun wirklich alles andere als ein Kapitalismuskritiker auch wenn er heute teilweise ernsthaft als Linker betrachtet wird. Entsprechend findet man in dem Buch auch kaum andere Perspektiven als die keynesianische. So werden etwa Zinskritiker und Globalisierungsgegner sowie die Occupy-Bewegung eher spöttisch abgefertigt. Abgesehen vom mangelnden Pluralismus hat mich gestört, dass an einigen Stellen nicht sehr gründlich argumentiert wird, etwa bei der Behauptung, Finanzmärkte seien in Wahrheit gar keine Märkte. Wäre es ein dickeres Buch, würde ich auf Grund dieser Kritikpunkte sogar zwei Sterne abziehen. Da das Buch mit seinen unter 250 Seiten aber natürlich auch nicht zu sehr ins Detail gehen kann und offensichtlich auch eher einen Überblick liefern will, ziehe ich nur einen Stern ab.

Fazit: Trotz einiger Schwächen solide Empfehlung mit 4 Sternen. Allerdings: Nur ein grundsätzlicher Überblick. Wer sich schon sehr gut mit Wirtschaftsgeschichte auskennt und mit keynesianischen Positionen vertraut ist, wird wohl nicht viel neues finden.
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am 26. April 2014
„Warum noch ein Buch über das Kapital?“ Mit dieser Frage begann Ulrike Herrmann kürzlich eine Präsentation ihres Buches, der ich beiwohnte. Dieser Einstieg bestätigte meine ursprüngliche Skepsis, denn ich hatte schon meine Zweifel, ob es angesichts der Flut von Büchern über den Kapitalismus und seine Krisen noch irgendetwas Neues zu sagen gibt. Und in der Tat hat mich die Autorin in ihrem knapp 40-minütigen Vortrag auch weniger mit frischen Inhalten zum Kauf des Buches verleitet als vielmehr durch ihre Gabe, komplexe Sachverhalte einfach, aber im Kern richtig und prononciert darzustellen.

In Teil I beschreibt Ulrike Herrmann warum der Kapitalismus gerade in England Ende des 18. Jahrhunderts entstand, nicht aber im römischen Reich, obwohl es dort auch schon Geld und Fernhandel gab. Das haben schon unzählige Historiker vor ihr getan, z.B. David Landes in „Wohlstand und Armut der Nationen“ und wer sein Buch gelesen hat, findet im ersten Teil von „Der Sieg des Kapitals“ wenig Neues. Auch dass Deutschland (ähnlich wie übrigens die USA) im 19. Jahrhundert plagiiert und kopiert hat wie ein Weltmeister, ist bekannt. Da dies die heute führenden Industrieländer aber nicht wahrhaben wollen und den Entwicklungsländern dieser Aufholweg vor allem durch das Patentrecht und Recht auf geistiges Eigentum verwehrt ist, schadet es angesichts des China-Bashings nichts, diesen Punkt zu betonen.

Die in Teil II beschrieben Irrtümer über das Kapital sind ebenfalls ein alter Hut. Ja: Märkte gab es Jahrtausende bevor der Kapitalismus entstand, die Globalisierung ist nicht neu und Kapitalismus ist nicht das Gegenstück zum Staat – ganz im Gegenteil, er benötigt ihn zu seiner Entfaltung. Wer nicht zum ersten Mal ein Buch über Wirtschaftsgeschichte zur Hand nimmt, erfährt in den ersten beiden Teilen wenig Neues. Alle anderen erhalten aber eine kurze, erhellende und wohlfundierte Einführung in den Kapitalismus.

In Teil III lernt man vieles über den Zusammenhang von Geld und Kapital, was durchaus nicht das Gleiche ist. Das wissen zwar die Ökonomen, die meisten Nichtökonomen tappen hier aber ziemlich im Dunklen. Der Autorin gelingt eine knappe und dennoch verständliche Darstellung dieser komplexen Zusammenhänge, auch wenn ich ihre Meinung nicht teile, dass das "Wunder von Wörgel" nichts mit dem in der Gemeinde verwendetet "Schwundgeld" zu tun hat. Denn die monatlich stattfindende automatische Abwertung der Geldscheine machte das Sparen unattraktiv und um sie zu verhindern, musste das Geld entweder ausgegeben werden (und so den Wirtschaftskreislauf ankurbeln) oder durch eine zu kaufende Wertmarke vor der Entwertung gerettet werden (was aber die Kosten der Geldhaltung erhöht).

Die immer wiederkehrenden Krisen des Kapitalismus und ihre Ursachen und Auslöser beschreibt Ulrike Herrmann in Teil IV. Mit Ausnahme des Kapitels 18 zur Eurokrise steht auch hier nichts, was nicht schon in anderen Büchern ausführlich erörtert wurde.
Interessant - und in dieser Form noch kaum verbreitet - ist ihre Interpretation der Eurokrise, die für die Autorin eigentlich aus vier Krisen besteht:
1. Die Staatsschuldenkrise, vor allem der Länder Griechenland, Portugal, Spanien Italien und Irland.
2. Die Ansteckungskrise, die sich aus der Fehlkonstruktion der Eurozone ergibt, eine Währung aber 17 verschiedene Staatsanleihen zu haben.
3. Die auf der Agenda 2010 basierende, von Deutschland ausgehende Wettbewerbskrise, das mit seiner Politik des Nullwachstums bei den Reallöhnen einen Wettbewerbsvorteil auf den Auslandsmärkten erreicht und somit durch seine Exportüberschüsse die Staatsverschuldung der anderen Eurostaaten mitverursacht.
4. Die Managementkrise des Euro, die darin besteht, dass die Politiker eine Reihe von dramatischen Fehlentscheidungen getroffen haben.

Nach so vielen Krisen muss sich der Ausblick natürlich mit der Frage beschäftigen, ob der Kapitalismus eine Überlebenschance hat und wenn ja, in welcher Form. Für Ulrike Herrmann ist es wahrscheinlich, „dass der Kapitalismus an den Umweltproblemen scheitert, die er selbst erzeugt.“ Was nach ihm kommt, weiß noch niemand. Denn: „Wo der Mensch ist, ist das Ende offen.“

Insgesamt ist „Der Sieg des Kapitals“ sicher kein innovatives Buch, sondern eine auch für Laien gut nachvollziehbare Geschichte der Entstehung des Kapitalismus, Irrtümer über ihn und die von ihm verursachten Krisen, was aus meiner Sicht vier Sterne rechtfertigt.
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am 14. Dezember 2016
Ich habe selten ein so spannendes und unterhaltsames Buch über Wirtschaft gelesen. Es erklärt sie grundsätzlichen Zusammenhänge für jedermann verständlich und hilft so auch ein wenig unsere heutige Welt besser zu verstehen. Für den Experten bleibt es vielleicht ein wenig oberflächlich.
In meinen Augen ein Buch, welches in jedes Bücherregal gehört!
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am 2. Januar 2017
Der Autorin gelingt es in ihrem Buch, auf sehr verständliche und erhellende Weise vieles zu erklären, was durch neoliberale Mythenbildung vernebelt wird und so das Urteilsvermögen über wirtschaftliche und politische Vorgänge beschränkt.
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