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TOP 500 REZENSENTam 1. September 2008
Ein Professor, dessen Name hier nichts zur Sache tut, lädt zu einem ungewöhnlichen Experiment ein. Seine Probanten sollen eine Krankenakte lesen, die man im Nachlass eines Psychiaters gefunden hat. Vier Männer und zwei Frauen entscheiden sich zunächst, an dem Experiment teilzunehmen, doch nach dem Lesen der Einführung bekommen einige von ihnen Angst und so bleiben nur Patrick und Lydia übrig, welche sich auf das psychologische Experiments des Professors einlassen.

Sie erhalten nun Einblick in die komplette Patientenakte, die, geschrieben wie ein Roman, die Vorkommnisse einer ungeheuerlichen Nacht vor zig Jahren beschreibt. In dieser Nacht herrschte der ,Seelenbrecher' über den Tod und das Leben von Patienten der Teufelsbergklinik.

Drei Frauen werden verschleppt und tauchen irgendwann wieder auf. Doch sind sie alles andere als normal. Sie sind nicht ansprechbar, reagieren aber dennoch auf gewisse Reize. Was ist mit ihnen geschehen? Was hat der Seelenbrecher mit ihnen getan? Aufgrund eines Schneesturms sind die Insassen der Klinik auf einmal von der Außenwelt abgeschlossen und eine Verfolgungsjagd der Superlative beginnt. Bei allen Opfern des Seelenbrechers werden kleine Zettel gefunden, auf denen Rätsel stehen, die es zu lösen gilt. Hauptanführer des Aufklärungskommandos wird Caspar, der eigentlich als Patient in der Klinik ist, weil er sein Gedächtnis verlor und eigentlich selber nicht weiß, wer er überhaupt ist. Er und die anderen Patienten versuchen, dem Seelenbrecher auf die Spur zu kommen. Werden sie es schaffen? Und was wird passieren, wenn sie ihm Auge in Auge gegenüberstehen?

Was Sebastian Fitzek in diesem Buch besonders gut geschafft hat, ist die Vermischung aus Fiktion und Realität. Während der Leser die Patientenakte liest, stellt dieser sich die gleichen Fragen, die sich auch Patrick und Lydia stellen, die diese Akte ja ebenfalls lesen. Zwischen den einzelnen Passagen der Akte beobachten wir also zeitgleich Patrick und Lydia beim Lesen derselbigen. Sie sind in dem Moment in der gleichen Position wie der Leser und können auch Hilfestellung geben, die man braucht, um die doch anfänglich sehr verworrenen Verhältnisse nach und nach zu entwirren.

Und was dieses Buch an einer gewissen Stelle bei mir verursacht hat, habe ich bisher noch NIE bei einem Buch erlebt! Mir stockte tatsächlich für einen kurzen Moment der Atem und mein Herz raste wild. Das ist kein Scherz! Der Autor hat es nicht nur geschafft, Fiktion mit Realität zu vermischen, sondern die Realität sogar zum Anfassen bereitgelegt. Ich kann und werde hier nicht mehr darüber verraten, aber ich wette, dass diesen ,Schock' auch andere Leser erleben werden. Eine grandiose Idee, die nicht besser umgesetzt werden könnte.

Zudem hat es mich gefreut, dass wir auch gute, alte Bekannte aus Sebastians Erstlingswerk wiedergetroffen haben. Auch hier werde ich nicht allzu viel verraten. Nur so viel, dass es sich bei diesem Protagonisten um einen meiner Lieblingsdarsteller handelt.

Alles in allem hat Sebastian Fitzek wieder einmal bewiesen, dass er sein Handwerk versteht. Er schreibt Psychothriller, bei denen dem Leser die pure Angst den Rücken hinunterläuft. Gleichzeitig sind seine Thriller zudem auf eine gewisse Art und Weise interaktiv und irgendwie auch persönlich. Der Autor ist durch seine Homepage sehr nahbar und genauso kommen seine Bücher auch beim Lesen rüber. Man fühlt sich in seinen Büchern zuhause, egal wie krank sie auch erscheinen mögen. Ich liebe diese Ausflüge in die psychischen Abgründe der Menschen und bin froh, dass Sebastian Fitzek seine Phantasien diesbezüglich lediglich beim Schreiben auslebt und nicht in der Realität.

Ich liebe seine Bücher und hasse die Zeit dazwischen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. September 2008
Wie viele Vorbestellungen liegen einem Verlag vor, wenn bereits am Erscheinungstag der Thriller einen Aufkleber 'Bestseller' trägt? Fitzek katapultierte bereits ausnahmslos alle seiner bisherigen Veröffentlichungen in die Top-Positionen der Bestseller-Listen und auch 'Der Seelenbrecher' beweist das Potential, sich dort einzunisten, doch gestatten Sie mir vorab einige Worte zum Inhalt, da der offizielle Klappentext nur einen Teilbereich dieses fantastischen Thrillers erläutert:

im Rahmen eines Experiments lädt ein Universitäts-Professor einige Probanden - Psychologie-Studenten - in eine frühere Klinik ein. Die Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung, obwohl der Versuch nur darin besteht, in Begleitung des Professors eine Patienten-Akte zu lesen. Ebendiese Akte trägt merkwürdigerweise alle Züge eines unheimlichen Thrillers und liest sich wie ein Roman. Allen Probanden ist dieser Versuch suspekt, lediglich ein Pärchen bleibt über und beginnt, die Geschichte zu lesen. Die Geschichte des Seelenbrechers, der einige Menschen zu einem seelischen Wrack werden ließ und in einer nahezu verlassenen, aufgrund eines Sturms von der Aussenwelt abgeschnittenen, psychatrischen Klinik sein letztes Opfer sucht...

Fitzeks Art und Weise, wie er psychologische Thriller konstruiert, scheint einzigartig. Einerseits führt er erneut den geneigten Leser bis zu den letzten Seiten auf vollständig falsche Fährten, andererseits nutzt er die 'Geschichte in der Geschichte', um uns Lesern implizit und explizit, direkt und indirekt sogar gewissermassen Anweisungen zu geben, denn schnell entsteht das Gefühl, dass auch wir selbst zu den Probanden gehörten, die an diesem seltsamen Experiment teilnehmen und das Buch im Buch zu lesen scheinen. Glaube man, dass 'Das Amokspiel' schon temporeich war, so irrt man. 'Der Seelenbrecher' ist noch atemberaubender, noch spannender, noch verzwickter konstruiert und nicht zuletzt dank der etwas großzügigen Typografie des Taschenbuchs ist man sehr schnell geneigt, die Nacht zum Tag zu machen und diesen fantastischen, merkwürdigen und hoch-spannenden Thriller in einem Stück zu lesen. Fitzek spielt hervorragend mit unseren Ängsten und hat hier ein Meisterwerk der Psychothriller abgeliefert.

Sie kennen Fitzek wirklich noch nicht? Haben noch keinen seiner Thriller gelesen? Wenn Sie diese und die bis heute bereits veröffentlichten, gelungenen Rezensionen meiner Mit-Rezensenten gelesen haben, müsste Ihnen nun aber klar sein, dass an diesem Thriller kein Weg vorbeiführt. Welch andere Neuerscheinung wurde in weniger als 48 Stunden von so vielen Lesern verschlungen und hier mit der Höchstbewertung kritisiert? Trauen Sie sich, Fitzek macht süchtig. Aber vergewissern Sie sich zuvor, ob Sie wirklich über Nervenstärke verfügen. Denn bei Fitzek braucht man das. Ach, Sie kennen Fitzek bereits? Mögen seiner bisherigen Thriller? Dann sind Sie beruhigt, er war nie besser - "Der Seelenbrecher" ist bislang sein Meisterwerk.
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am 28. März 2016
Lang gefackelt wird hier ja nicht. Man beginnt das Buch und ist sofort mittendrin. Es geht gleich mit der Handlung los und man muss schon konzentriert sein beim Lesen, um alldem folgen zu können.

Ich erlebte die Handlung und auch das Geschriebene als sehr komplex.

Die Handlung aus dem Grund, weil ich einfach sofort das Gefühl hatte, hier sollte ich nichts übersehen, hier ist einfach jedes Detail wichtig. Das ist keins der Bücher, bei dem man mal so eben ein paar Zeilen "blabla" überfliegen kann, wo es unnötige Wiederholungen oder Verzögerungen geben wird - hier hat jedes Wort seinen Sinn, seine Berechtigung und ist maßgeblich!
Langatmige Strecken gibt es hier nicht, hier bleibt man am Ball und genau so ist es mit der Spannung: man ist das ganze Buch über auf High Level! Umso weniger überraschte es mich, dass ich das Buch in 24Stunden beendet hatte, ich konnte es kaum aus den Händen legen, was sich ja auch mit einem Teil der Handlung überschneidet, man "soll" es ja möglichst "ohne Pausen lesen" ;-)

Fitzek's Sprache ist im Grunde Umgangssprache, ich habe keine großen Fremdwörter oder Begriffe entdeckt, die ich nicht verstanden hätte. Dennoch war sein Schreibstil für mich schon anspruchsvoll. Er verwendet oft Schachtel- bzw. allgemein längere Sätze und ich habe den Eindruck, durch das rasante Tempo des Buches wird die Konzentration bis aufs äußerste auf Trab gehalten, was alles schon auf eine höhere Ebene hebt. Für mich ein sehr gelungener Schachzug, den Leser so in den Bann zu ziehen, denn bei mir hat es gewirkt: ich war gefangen, konnte das Buch kaum weglegen, rätselte mit, war voll bei der Sache.

Die Protagonisten wurden für mich gut charakterisiert, doch blieben mir auch Fragen zurück zu manchen Figuren. Für die Handlung waren sie sehr gut ausgeklügelt und wirklich bestens eingesetzt. Allerdings muss ich sagen, dass einiges für mich schon sehr schnell vorhersehbar war, was mich etwas enttäuscht hat.

Wie bereits gesagt ein Buch, das für mich keine klassische Spannungskurve aufzeigt, sondern sehr hoch einsteigt, in jedem Kapitel aufdreht und sich wieder etwas beruhigt, dann im nächsten Kapitel wieder aufdreht, usw. Das Finale des Grauens ist leider für mich nicht gelungen, da ich es bereits ahnte und ich es auch so nicht besonders intensiv fand. Allerdings muss ich eben sagen: wie soll man so einen Spannungsverlauf und diesen Inhalt noch groß toppen?! Die Auflösung der Geschichte fand ich nur in einem winzigen Punkt richtig genial und genau das war sozusagen die Basis, wieso wir das Buch "zu lesen bekommen haben". Sehr clever! Aber wer-wie-wo war leider schon wieder vorher klar. Dafür ziehe ich einen Stern ab.

Für Thrillerfans aber eine wirklich Leseempfehlung und mit 4 Sternen ja auch wohl eine äußerst gute Wahl! ;-)
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am 28. Juli 2016
Sebastian Fitzek ist normalerweise ein solider Thriller-Handwerker, wenigstens ein bisschen spannend war das meiste von ihm, was ich bisher gelesen habe. Aber das hier ist einfach langweiliges und wirres Blablablub. Wahrscheinlich wollte er mal was "Spezielles" schreiben, ist aber nix geworden. Nervt. Tschüß.
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am 19. Januar 2014
Vorsicht, Spoiler!

Ich liebe Sebastian Fitzeks Bücher, aber dieses hier ist einfach nur ein ganz schwaches Geschreibsel. Erstens kam es mir so vor, als wollte der Autor künstlich Seiten füllen - für mich wäre z.B. bei der Szene vor dem Kamin, in der Bruck in die Spritze tritt, Schluss gewesen. Ich dachte schon, das wäre der Showdown, dann gings doch noch weiter, und das mehr als nur unnötigerweise. Zweitens fand ich die Auflösung einerseits extrem vorhersehbar (ich wusste irgendwie schon, dass Bruck nicht der Täter ist, als man Sophia gefunden hat, und hab sofort auf sie getippt - den Rest konnte ich mir denken), wie auch sehr konstruiert.
Der Gipfel ist jedoch die völlig fehlende Logik - eine Ärztin, die den Klinikleiter abmurkst und ihn dann nicht nur in den Keller der Klinik schleppt, sondern ihn auch noch schön in der Kühleinheit aufbahrt? Ist diese Frau amtierende Bodybuilding-Weltmeistern, dass sie geschätzte hundert Kilo mal so nebenbei stemmen kann?
Und die Szene, als der Protagonist Bruck nicht mit dem Skalpell außer Gefecht setzen kann, obwohl er zu 100% überzeugt ist, in ihm den Seelenbrecher gefunden zu haben, welcher garantiert noch weitermordet, sollte er entkommen - was sollte das denn? Bruck und Niclas liefern sich einen Kampf auf Leben und Tod, keiner schenkt dem anderen was, und eine halbe Stunde später hat Niclas die Oberhand über den bewusstlosen Bruck und schafft es nicht, ihn umzubringen, um ihn am Weitermorden zu hindern? Wie unlogisch ist denn das bitte? Wäre es nicht vielleicht noch besser gewesen, diesen zu ermorden und dann mit seinen Schuldgefühlen weiterleben zu müssen, da man den Falschen erwischt hat? Das wäre meiner Meinung nach sehr viel überzeugender gewesen.
Aus diesen Gründen vergebe ich leider nur zwei von fünf Sternen.

Fitzek-Neulingen kann ich nur von diesem Buch abraten; es wird dem Talent des Autors in keinster Weise gerecht! Als Einstieg empfiehlt sich sein Erstlingswerk "Die Therapie" nebst dem Bestseller "Das Kind" (Achtung, nichts für schwache Nerven!).
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am 27. Juli 2015
INHALT:
Ein Professor lädt zu einem außergewöhnlichen Experiment ein. Die zwei Studenten Lydia und Patrick sollen eine Patientenakte lesen, die von einem bekannten Psychiater geschrieben wurde. Diese ist wie ein Roman aufgebaut und erzählt die Geschichte von Caspar ' und der schlimmsten Nacht seines Lebens.

'Der Seelenbrecher' treibt sein Unwesen und hat bisher 3 junge Frauen angegriffen, die danach nie wieder die alten wurden. Wie leblose Hüllen vegetieren sie vor sich hin und stellen damit anerkannte Mediziner vor ein Rätsel. Wie hat der Seelenbrecher es geschafft, die Frauen derart zu brechen? Gibt es eine Möglichkeit, um ihnen zu helfen?
Kurz vor Weihnachten treibt der Seelenbrecher in einer Luxusklink sein Unwesen. Caspar, welcher an einer Amnesie leidet und dort selbst Patient ist, versucht sein Bestes um sich und seine Mitmenschen zu schützen. Dabei erfährt er immer mehr von seiner Vergangenheit und erkennt, dass ihn etwas mit dem Seelenbrecher verbindet'

AUFBAU:
Im Grunde nimmt der Leser die Position von Lydia und Patrick ein und liest die Akte. Ab und zu bekommt man einen Einblick von den beiden und es wird die gegenwärtige Situation geschildert, was die beiden denken, wie sie sich fühlen etc.
Die Kapitel sind recht kurz und werden in Zeiten definiert. Es beginnt z.B. mit '3 Stunden vor der Angst' und man arbeitet sich Minute für Minute vor. Wenn zwischendurch von Lydia und Patrick berichtet wird, wird das Kapitel mit 'Viele Jahre nach der Angst' gekennzeichnet.

MEINE MEINUNG:
Ich habe mich sehr auf 'Der Seelenbrecher' gefreut und kann jetzt nach dem Lesen sagen, dass diese Freude auch berechtigt war. Dennoch muss ich sagen, dass ich eine Weile gebraucht habe, um in die Geschichte zu finden. Zu Anfang fiel es mir schwer, die Charaktere auseinander zu halten. Immer wenn ich das Buch wieder aufgeschlagen habe musste ich mich neu orientieren. Die Frage 'Wer war das noch gleich?' ist öfter mal gefallen.
Doch mit Verlauf der Geschichte war das Problem zum Glück passé. Das Ende war sensationell und spannend bis zum Schluss. Die Auflösung ist sehr gut gelungen und ich habe das Buch wohlgesonnen schließen können. Wie immer hat es Herr Fitzek geschafft mich völlig zu überraschen!

DER LESER SOLLTE:
eventuell vorher 'Die Therapie' gelesen haben, denn es gibt da einen gewissen Zusammenhang. Allerdings ist dies nicht als MUSS zu verstehen. Man versteht die Geschichte auch so tadellos. Dennoch würde ich es empfehlen. Für das 'gewisse Extra' sozusagen.

FAZIT:
Ein spannendes Buch, das ich auf jeden Fall empfehlen kann. Ein typischer 'Fitzek' eben ;)
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am 17. Dezember 2011
Weihnachten in einer berliner Luxuspsychiatrie.
Ein Mann, den alle Caspar nennen, hat sein Gedächtnis verloren. Wie ist sein richtiger Name? Wie kommt er in diese Klinik?
Er beschließt die Klinik zu verlassen und sich eigenständig auf die Suche nach seiner Identität zu begeben, doch dann kommt es zu einem Unfall auf dem Hof der Klinik und Sophia (seine Krankenschwester) wird psychisch gebrochen - genauso wie die anderen drei Opfer des Seelenbrechers zuvor - aufgefunden.
Alle Ausgänge werden verriegelt, doch schnell wird klar, dass sich der Seelenbrecher immernoch im Gebäude befindet ....

Fitzeck schmeißt dem Leser zu Beginn - wie typisch für seine Romane - mehrere Handlungsstränge zu, die am Ende wieder zu einer Einheit zusammengefügt werden.
Ich finde es interessant wie diese optisch voneinander getrennt wurden. Zum einen werden unterschiedliche Schriftarten verwendet, zum anderen ist ein Teil in Form einer Patientenakte gestaltet worden.

Die Kapitel sind kurz und werden durch Zeitangaben eingeleitet. Es wird deutlich, dass auf etwas hingezählt wird. So wartet man gespannt mit jeder Seite darauf, was letztendlich passieren wird.
Fitzek kann sehr gut Geräusche (die hier doch eine große Rolle spielen) beschreiben. Er benutzt sehr gute Vergleiche, so dass ich mir beim Lesen alles sehr gut vorstellen konnte.

Der Inhalt selbst, konnte mich nicht ganz überzeugen.
Der größte Teil spielt in der Psychiatrie. In der Zeit gibt es kaum Zeitsprünge und man läuft die ganze Zeit mit Caspar mit. Obwohl die Story an sich wirklich spannend ist, habe ich mich an manchen Stellen ein bisschen gelangweilt, weil manchmal nicht nachvollziehbar war, warum jetzt gerade dies oder jenes passiert.
Sehr früh erfährt man, wer der Seelenbrecher ist. Das habe ich an Fitzek-Romanen bisher geschätzt, weil man so auch in die Psyche des Täters eintauchen konnte, aber hier wird nichts erzählt, so dass ich mir diesen immer nur als grauen Schatten vorstellen konnte.
Am Ende wird klar, warum das so ist, allerdings rast Fitzek dann wieder so mit der Geschichte los, dass ich einige Stellen nochmal lesen musste, um noch folgen zu können.

Die Auflösung des Ganzen ist wie immer sehr überraschend, wenn auch nicht ganz schlüssig. Auch jetzt ist mir immer noch nicht klar, wie manches funktioniert haben soll.

Trotz Allem habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Der Roman ist nicht der beste Roman Fitzeks, aber ein netter Thriller für zwischendurch.
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am 5. Juni 2015
Meine Meinung:
Durch diesen Thriller rauscht man von der ersten bis zur letzten Seite, in einem immens hohen Tempo. Man ist mit ein paar Leuten zusammen in einer mysteriösen alten Villa und stellt sich einem Experiment.
Schon auf den ersten Seiten hatte ich das Gefühl zu dieser Gruppe zu gehören und gemeinsam mit ihnen die Akte zu lesen. Und diese hat es in sich:
Es wird der Fall vom Seelenbrecher beschrieben. Er tötet seine Opfer nicht, nein, er sorgt dafür, dass sie am Leben bleiben, sich allerdings wünschen, es wäre anders ausgegangen. Die Opfer, drei Frauen, vegetieren vor sich hin. Sie können sich nicht mehr artikulieren, geschweige denn sich bewegen. Niemand weiß, was mit ihnen passiert ist und wie man ihnen helfen kann.
Zusätzlich zu diesem Handlungsstrang begleiten wir in der Akte "Casper", einem Mann, der sein Gedächtnis verloren hat und sich nur manchmal, bruchstückhaft an einzelne Dinge aus seinem vorherigen Leben erinnern kann. Er lebt momentan in einem Krankenhaus und wird von verschiedenen Ärzten und Psychologen umsorgt.
Sebastian Fitzek schreibt immer mal wieder von der Gegenwart. Wie es den beiden Teilnehmern des Experimentes ergeht, was sie für Gedanken zu den Ereignissen haben. Nach ein paar Seiten findet man sich schließlich erneut in der Klinik wieder und ist wirklich so gepackt, dass man immer weiter lesen muss.

»Die Kälte reißt die Blätter vom Baum der Wahrheit und lässt uns die Dinge dahinter erkennen.«
Zitat aus: "Der Seelenbrecher"

Ich habe die gesamte Zeit über im Dunkeln getappt, und hatte absolut keine Ahnung, was da überhaupt ab geht. Die temporeiche, spannende Schreibweise von Fitzek haben mich dazu gebracht, das Buch innerhalb weniger Stunden regelrecht zu inhalieren. Ich konnte nicht mehr aufhören, aber das wollte ich auch gar nicht. Es hat mich geschockt und sprachlos gemacht, was in dieser Akte ge-, beschrieben wurde und zugegebener Maßen hatte ich an einigen Stellen auch schon mal eine ziemliche Gänsehaut. Ich bin begeistert, wie der Autor es geschafft hat, mich zu einem Teil von dieser Geschichte zu machen. Außerdem bin ich tief beeindruckt über die Art und Weise, wie er die dunkle Stimmung in Worte fassen und für den Leser greifbar machen kann. Stets hatte ich dieses düstere Gebäude vor mir, wie ich flüchte, mich an Casper halte, aber dabei überhaupt nicht sicher sein kann, ob er nicht selbst Der Seelenbrecher ist. Wer die Thriller von Fitzek kennt, weiß: Nichts ist so, wie es zu sein scheint. Und doch falle ich immer wieder aufs Neue auf ihn herein.
Kurz vor Ende habe ich das Buch vor Schreck mal eben weggeworfen. Wer es kennt, wird sicherlich wissen, was der Grund dafür gewesen ist. Für alle, die es nicht wissen: Lest es! Es ist spannend, unvorhersehbar und ein absoluter Pageturner.

Fazit:
Der Seelenbrecher hat mich so sehr gefesselt, dass ich es in einem Zug durchgelesen habe. Die vielen Überraschungen haben mich sprachlos gemacht und auch mit dem Ende hätte ich jetzt so nicht gerechnet. Besonders toll gefällt es mir, dass Sebastian Fitzek stets eine "Überraschung der besonderen Art" für seine Leser mit in die Geschichten einbaut.
Bester Fitzek Thriller bisher!
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am 6. Oktober 2015
Oft nachdem ich Bücher von Herrn Fitzek gelesen hab, lass ich die Bücher danach Revue passieren. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass mich die Geschichten auf faszinierende Art und Weise packen und fesseln und dass ich das Buch nicht aus der Hand legen kann. Dann wird mir klar, wie schräg, muss ich sein, dass mir diese Psychothriller so gefallen? Dann fällt mir aber auf, nicht nur ich bin scheinbar so schräg, sondern auch Herr Fitzek, dass er solche Bücher schreibt, die nicht nur mich sondern die Breite Masse fesseln und in ihren Bann ziehen.

Der Seelenbrecher ist eines dieser Bücher, die ich nicht aus der Hand legen konnte und beinahe fast betrauert habe als ich es durchgelesen hatte. Ich bin immer wieder fasziniert, dass die Bücher soviele Wendungen haben aber nie ihren Reiz verlieren! Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.
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am 24. Juni 2015
Am Seelenbrecher gibt es eigentlich nichts auszusetzen, die Story ist spitze und perfekt durchstrukturiert. Jedes Wörtchen über den Inhalt würde die Freude am Lesen lindern, daher bleiben meine Lippen verschlossen. Nur so viel: der Ort des Geschehens, der auch in der Vorschau erwähnt wird, hält was er verspricht.
Der Stil ist stimmig und passt zum Genre - das für mich kein(!) Krimi ist-, er ist straight wie es so schön heißt.
Die Figuren erwecken die seltene Lust, mehr von ihnen lesen zu wollen.
Es gibt auch keine Längen im Buch, was auf 350 Seiten sehr erfreulich ist.
Ich kann dieses Buch allen sehr empfehlen, die auf intelligente(!) Thriller stehen, die vor allem auch 2 mal lesbar sind. Fitzek erinnert mich irgendwie an John Grisham, und das ist definitiv als Kompliment gedacht.
Die 5 Sterne gibt es einzig und allein deshalb nicht, weil ich mir Platz nach oben für Geniestreiche behalten möchte.
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