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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
16
Der Schläfer
Format: DVD|Ändern
Preis:11,99 €+ 3,00 € Versandkosten


am 20. April 2016
An jenem Tag, als sich Miles Monroe (Woody Allen) vor Schmerzen krümmte, ahnte er noch nicht, dass man ihn irrtümlicherweise falsch behandeln und infolgedessen auf Eis legen würde. Als die Ärzte sich 200 Jahre später von ihm Informationen über den roten Stalin und andere Koryphäen seines Jahrhunderts versprechen, ist Miles, soeben aus dem Tiefschlaf erwacht, noch benommen und kreiselt im Rollstuhl verlegen um die sterile neue Ärztewelt. Dem Zufall und einer Laune ist es zu verdanken, dass Miles plötzlich verkleidet das Meer der inzwischen zahlreicher gewordenen Dienstroboter betritt. Das kellnernde Maschinen- Imitat Miles stößt dabei zufällig auf Luna (Diane Keaton), die seine unverzichtbare Begleiterin wird. Wie konnten die Ärzte auch wissen, dass die beiden zur Zeit der Studentenunruhen eine flüchtige, wenn auch nur kameradschaftliche Freundschaft miteinander geschlossen hatten. Luna war damals eine Politische und Miles "nur" ein überaus tüchtiger Veganer. Inzwischen ist eine Schicksalsgemeinschaft daraus geworden. Luna sucht immer noch m i t nach politischen Lösungen, während es Miles längst zu ganz anderen Ufern hinzieht.... Zu Woody Allens Spezialitätenkabinett gehört es, die Filmwelt selbst abzusurfen und szenische Synkopien zu schaffen. Dabei packt der "Sleeper" ausschließlich den Slapstick in den Slapstick, und die Ikonen sind Harold Lloyd, Fatty Urbuckle, Buster Keaton und Charlie Chaplin.
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am 16. Juni 2015
...in einer wirren Abfolge von abstrusen Szenen, die sich angeblich 2173 abspielen werden. Der Schwerpunkt liegt diesmal nicht im üblichen Wortschwall irrsinnigen Wortwitzes, sondern auf Slapsticks, für die Allen offenbar keinen Moment die Ideen ausgingen. Die absurden Stolperer und Missgeschicke sind immer wieder überraschend und zwingen einen zu lachen. Dennoch spart Allen nicht an sarkastischen Bezeichnungen für Politik und Politiker, Wissenschaft und Wissenschaftler oder für andere für die neunzehnhundertsiebziger Jahre typische, soziale Erscheinungen. Diesmal erspart es uns der Regiemeister, seinem mickrigen Körper unglaubwürdige sexuelle Großtaten abzuringen. Wir brauchen ihm nur beim Küssen zuzuschauen und Luna braucht nicht in Ohnmacht zu fallen. Dennoch werden wir nicht um ein Happy End betrogen. Eine Erleichterung, wenn sie auch erst in zweihundert Jahren eintreten soll. Aber Allens Zuschauer sind geduldig, solange ihnen die Lacher nicht ausgehen.
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am 14. Juni 2012
So ein ärgerliches Missgeschick kann wirklich nur einem ängstlichen Hypochonder wie Woody Allen passieren: Wegen eines harmlosen Magengeschwürs lässt sich sein Alter Ego Miles Monroe, ein Jazz-Klarinettist aus New York, der normalerweise ein vegetarisches Restaurant mit dem spritzigen Namen "Zur glücklichen Karotte" am Broadway betreibt, vorsorglich in ein Krankenhaus einweisen, wo man ihn aus Versehen einfriert und in einem Kühlhaus vergisst. Ganze 200 Jahre später wacht Miles in einer schönen neuen Welt auf, die sich allerdings recht bald als kosmische Sauerei entpuppt. Denn er befindet sich nun in einem totalitären Staat, in dem es keinen Platz mehr für Lust und Leidenschaft gibt, weil Männer impotent und Frauen frigide sind, sodass man nur noch mit einem Libidomaten in Stimmung kommt und zum Sex in ein Orgasmatron geht, einer maschinenartigen Kapsel, in der man innerhalb von Sekunden zum Höhepunkt gelangt. Zu allem Überfluss will die Regierung auch noch sein Gehirn mit elektrischen Strömen simplifizieren. Ein Alptraum für Miles, weswegen er sich als Roboter verkleidet und ausgerechnet in die Arme der blasierten Luna flüchtet, einer Dichterin, die zur geistigen Elite des Landes gehört und einen Doktortitel in Oralsex hat. Als die überkandidelte Poesie-Koryphäe den wenig ästhetischen Kopf ihres frisch ausgelieferten Dienstboten in einer Werkstatt austauschen lassen möchte, fliegt die Tarnung von Miles auf. In seiner Verzweiflung nimmt er Luna als Geisel und entführt sie in die Wildnis. Nach einem regen Austausch von Giftpfeilen verliebt sich Miles in die zickige Diva, doch die Polizei spürt das ungleiche Paar auf. Luna kann noch rechtzeitig fliehen, Miles jedoch wird verhaftet und von den Sicherheitsbehörden in eine Anstalt eingeliefert, mit dem Zweck, ihn in monotonen Diskussionsrunden an die Gesellschaft anzupassen. In der Zwischenzeit mutiert Luna zur Guerillakämpferin und befreit den armen Kerl mit Hilfe ihres neuen Schwarms Erno. Trotz seiner Eifersucht auf den muskulösen Rebellenanführer schließt sich Miles dessen Untergrundarmee an und begibt sich mit Luna auf eine geheime Mission, um das mysteriöse Aires-Projekt der Regierung zu stoppen und den Diktator im wahrsten Sinne des Wortes an der Nase herumzuführen.

Es mag sein, dass dieser grobe Abriss etwas konfus, wirr, durcheinander, verrückt, zotig oder gar geschmacklos klingt, aber so ist eben auch dieser Film, dem es zwar ein wenig an Tiefgang mangelt, der aber dennoch Woody Allens schreiend komisches Talent jederzeit zum Vorschein bringt. Die Figuren, die er in den 70er Jahren verkörperte, zeichnen sich allesamt durch bestimmte Stereotypen aus, die auch Miles Monroe besitzt. Egal, was sich Miles auch vornimmt, ständig scheitert er in seinem Handeln, aber genau das ist wiederum sein Erfolg, weil er sich dadurch von allen anderen Männern in seiner Umgebung unterscheidet. Eine feste Beziehung zu Diane Keatons Rolle kommt auch hier nicht zustande, weil Luna stark an der Monogamie zweifelt, was für Miles jedoch nicht weiter schlimm ist, denn die Integration in das Liebesglück würde letztendlich nur seine von Selbstzweifeln durchsetzte Persönlichkeit zerstören. Natürlich ist er sexuell besessen und versucht krampfhaft seine Neurosen zu besänftigen, ohne jedoch dabei sein träumerisches Liebesideal preiszugeben, weshalb es Miles auch arg irritiert, als Luna ihn ohne große Umschweife fragt, ob er denn gern mit ihr sexuell verkehren möchte, was dem ansonsten verkehrswütigen Romantiker die Schamesröte ins Gesicht treibt. Mit Luna verliebt er sich in jenen Typ Frau, der akademischen Intellektuellen stark ähnelt, deren Laster und Schwächen Woody Allen so eindrucksvoll durchschaut und parodiert. Der Knackpunkt besteht darin, dass die dominante Luna trotz aller Liebe ihren Verehrer in mindestens einem Charakterzug abgrundtief hasst, weswegen sie ihm auch so viele Probleme bereitet. Was wiederum ein willkommener Anlass für den verzweifelten Miles ist, launige Spitzen gegen den Feminismus abzufeuern. Trägt Woody Allen etwa gar ein paar linkische Züge in sich? Zumindest pfeift er in dieser originellen Posse im Stile eines Konterrevolutionärs auf politische Korrektheit, indem er außerdem die kollektiv verordnete Beglückung totalitärer Gutmenschlichkeit mit Hohn und Spott überzieht und das ignorante Künstlermilieu in grenzenloser Selbstverliebtheit versinken lässt, während sich die Dogmen von technikgläubigen Pragmatikern in Schall und Rauch auflösen. Denn ein existenzieller Universalist, wie Miles einer sein will, wird hier mit äußerst seltsamen Phänomenen konfrontiert, die ihm die Nackenhaare gewaltig zu Berge stehen lassen. So schlägt er sich mit Backpulver herum, das auf wunderliche Weise Töpfe zum Überlaufen bringt, wird von einem aufblasbaren Hydrovac-Anzug verschlungen, versucht vergeblich mit einem japanischen Flugtornister seinen Verfolgern zu entkommen, blickt beim Rasieren in einen mysteriösen Drehspiegel, der einfach nicht das zeigt, was er zeigen soll, und verrenkt sich beim Verzehr von obskurem Riesengemüse fast den Hals. Solche Situationen sind natürlich eine ideale Steilvorlage, um in Anlehnung an alte Stummfilmklassiker das gesamte Repertoire der Komik abzurufen. Von Ironie, Wortwitz, Slapstick, pantomimischen Grimassenschneiden, der Übertreibung ins Absurde, der Irreversibilität von unangenehmen Zuständen, bis zur Degradierung seiner selbst zu einem Roboter, dessen mechanische Bewegungen im völligen Gegenkontrast zur exaltierten Eleganz der Menschen aus Lunas bizarrer Upper-Class-Boheme stehen, sind hier alle Zutaten dabei, mit der man eine solche Persiflage in flamboyanter Schärfe würzen kann. Der sterilen Perfektion des Futurismus dieses Science-Fiction-Sets setzt Woody Allen seine humane Trotteligkeit entgegen und inszeniert eine originelle Verfolgungsjagd, die musikalisch mit locker-leichten Ragtimes unterlegt wird, die er eigenhändig mit seiner Preservation Hall Jazz Band eingespielt hat.

Neu ist an dieser Wiederveröffentlichung eigentlich nur das Cover. Die Tonspur liegt in mehreren Sprachen lediglich in Mono vor. Da viele Gags in der deutschen Synchronisation auf das hiesige Publikum zugeschnitten wurden, lohnt es sich durchaus den Film noch einmal in Englisch anzusehen (deutsche Untertitel sind vorhanden) Bildformat: 16:9 Widescreen.
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Dies ist ein echtes Slapstick Feuerwerk von Woody Allen und vielleicht einer seiner besten Filme.
Entdeckt habe ich in zufällig Nachts, als ich so durch die Kanäle zappte. Erst habe ich gedacht, was ist das denn für ein Unsinn, doch dann konnte ich mich nicht mehr halten vor Lachen.
Später sah ich dann auch andere Filme von ihm wie z.B "Was sie schon immer über Sex wissen wollten" oder "Schmalspurganoven", welcher auch sehr zu empfehlen ist. Doch diese Science-Fiction Satire hat mich bisher, am meisten zum Lachen gebracht.

Ob er die Mehrheit der heutige Generation, zu der ich auch gehöre, noch zum Lachen animiert, weiß ich nicht genau. Ein echter Comedy-Tip ist "der Schläfer" aber auf jedenfall.
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am 20. Mai 2015
Dieser Klassiker von Woody Allen ist immer wieder lustig anzuschauen. Obwohl "nur" DVD ist der Film von der Bildqualität her absolut super. Sehr zu empfehlen.
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am 3. Februar 2018
Gesellschaftskritisch wie immer und im Stil der 70`er mit einem Humor, bei dem er sich noch nicht so ERNST nahm. Wundervoll!!!
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am 22. Januar 2011
Mit Der Schläfer ist Woody Allen ein weiterer aberwitziger Geniestreich gelungen. Wie schon in Die Letzte Nacht Des Boris Gruschenko schert er auch diesmal wieder sämtliche menschlichen Belange - ob nun gegenwärtig oder zukünftig, ob Moral und Partnerschaft oder Wissenschaft und Politik - über einen Kamm und reduziert auf ebenso tiefgreifende wie alberne Weise sämtliche Themen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: Sex und Tod.

Der Schläfer landet nach einem missglückten medizinischen Eingriff in der 200 Jahre entfernten Zukunft und muss feststellen, dass sich die Technik zwar weiterentwickelt hat, dabei jedoch die Einsicht und das Verantwortungsgefühl der Menschen sowie ihre moralische Integrität und die Fähigkeit zu selbstständigem Denken irgendwo auf der Strecke geblieben sind. So bewegt sich der Protagonist auf der Suche nach Gleichgesinnten zwischen Rebellion und Flucht und gerät schließlich mitten in einen Putschversuch.

Eine absolut empfehlenswerte Komödie mit einem gnadenlos satirischen Hintergrund in einem futuristisch-grotesken Ambiente.
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am 3. Februar 2006
.... die sich nicht jedem auf Anhieb erschließt. Manchmal gibt es Tage, da sehe ich auch einen Allen-Film. Knochentrocken und sehr tiefsinnig erschließt sich so mancher Gag erst, nachdem man mal eine Nacht drüber geschlafen hat. Für Woody Allen Fans ein Muß, für jüngere Zuschauer interessant wie man früher Filme machte. Besonders nadenken lies mich, ob das häufige ins Bild gleiten des Mikrofonsbaumes von oben, oder das deutlich sichtbare Brett mit Seil bei der Gleitfahrt im Luftanzug über's Wasser, und ähnliche Pannen dieser Art, aus Versehen passierte oder ob es zum Gag gehörte. Auch die sehr schlechte Bild- und Tonqualität läßt über sowas nachdenken. Aber bei Woody Allen muß man auf alles gefasst sein. Alleine als ein Stück Filmgeschichte gehört in jeden Sammlerschrank ein Woody Allen Film. Man sollte den Film mal gesehen habe .... und dann schnell in den Schrank stellen (Nicht so ganz Ernst gemeint, dieser Ratschlag).
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am 25. Februar 2007
Nach "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten" kam Woody Allen 1973 mit dieser Science Fiction Komödie, die eine Huldigung an die Komik der Stummfilmära sein sollte.

So bietet "Der Schläfer" ungewohnt viel Slapstick für Woody Allen Verhältnisse, die ausschließlich von Jazz untermalt werden. Dies übrigens einer der besten Witze des ganzen Films: Science Fiction mit 20er Jahre Jazz? Auf sowas geniales kommt nur Woody Allen.

Doch eben wegen der vielen Stummfilm Reminizenzen kommt Allens üblicher Wortwitz ein bißchen zu kurz, und klingt meist auch ungewohnt üblich nach "Komödie". In "Der Schläfer" darf Woody einfach mal Grimassen ziehen und eine ganz andere Form von Komödie ausprobieren. Doch ab und an finden wir typischen Woody Allen Humor: So in einer Szene, als man ihm die Aufzeichnung einer "Sportschau" zeigt, weil man vermutete, das in seiner Zeit Menschen zum Ansehen von soetwas verurteilt wurden, um sie zu foltern.

So ist "Der Schläfer" wohl der Film in Woody Allens Schaffen, der sich am meisten auf visuelle Komik beschränkt. Aber beim Ansehen ist einem natürlich trotzdem von der ersten Sekunde an klar, das man es mit einem Woody Allen Film zu tun hat. Wer sonst konnte auf die Idee kommen, solch eine abstrakte Science Fiction Kömödie zu drehen. Ein Jahr später sollte er mit "Die letzte Nacht des Boris Gruschenko" seinem anarchistischen Frühwerk die Krone aufsetzen.

Ach, und in "Der Schläfer" verwendet Woody Allen erstmals die Anfangstitel, die er bis heute in jedem seiner Filme verwendet. Jene schlichten weißen Buchstaben auf schwarzem Hintergrund.
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am 9. Januar 2004
Miles Monroe wacht nach einer Narkose erst 200 Jahre später wieder auf und versucht sich verzweifelt mit dem Leben im 22. Jahrhundert zu recht zu finden. Wer Woody Allen Filme kennt wird sich denken können, dass jenes Miles gar nicht so leicht fällt.
Der Film ist super. Woody Allens Sprüche sind einmalig und wirklich lustig. Meiner Meinung nach ist "Schläfer" der beste Film mit Woody Allen und man sollte ihn auf jeden Fall gesehen haben.
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