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TOP 1000 REZENSENTam 24. Mai 2012
Anthony Mann,einer der besten Westernregisseure,hat rund zehn hervorragende Westernfilme gedreht,allein fünf mit dem großartigen James Stewart.Seinen besten Western hob er sich für das Jahr 1958 auf:"Der Mann aus dem Westen".Diesmal war Gary Cooper sein Wunschdarsteller für die Hauptrolle und Cooper entäuschte ihn,drei Jahre vor seinem allzu frühen Tode nicht.Die Darstellung des früheren Outlaws "Link Jones",der vor seiner Vergangenheit flieht und doch wieder von ihr eingeholt wird,gestaltet Gary Cooper brilliant,fast so gut wie in seinem "Oscar"-Film "Zwölf Uhr mittags".Regisseur Mann und Darsteller Cooper-diese Zusammenarbeit war von Erfolg gekrönt! Der Regisseur arbeitete bekannterweise gern mit Leinwandidolen zusammen und entwickelte eine sonderbare Theorie über sie: "Es liegt alles in ihren Augen", erklärte er "Cahiers du Cinema" einmal, als er Coopers Darstellung in "Man of the West" analysierte. "Die Helden, alle Stars, die das Publikum liebt, haben sehr helle blaue oder grüne Augen. Man denke nur an Clark Gable, James Stewart, Burt Lancaster, John Wayne, Paul Newman und Peter O'Toole...die Augen reflektieren das innere Feuer, welches die Helden belebt. Die Männer mit dunklen Augen werden Charakterdarsteller oder spielen Nebenrollen".
Schön, daß man diesen alten "Edelwestern" jetzt in sehr guter, wenn auch nicht in überragender (wie z.B."Das war der Wilde Westen) Blu-ray Qualität sehen kann.
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am 17. April 2017
... schon geschrieben aber ich möchte meine drei Sterne für einen guten Western hier auch dazu geben -
die Rollenbesetzungen waren doch gut ausgewählt
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Basierend auf einem Drehbuch von Reginald Rose, der auch Autor des Klassikers "Die zwölf Geschworenen" ist, inszenierte Anthony Mann 1958 mit "Der Mann aus dem Westen" seinen 10. und letzten Western mit Gary Cooper in der Hauptrolle. Im von Koch Media beigefügten 12-Seitigen Booklet findet sich ein Essay zum Film vom berühmten französischen Filmemacher Jean-Luc Godard, aus dem ich nachfolgend zitiere. "Man sieht, dass "Der Mann aus dem Westen" auf den ersten Blick zu den "Über"-Wildwestfilmen gehört, wie Filmkritiker André Bassin sie nannte." Dies wiederum begründet Goddard wie folgt: "... gewinnen wir bei jeder Kameraeinstellung von "Der Mann aus dem Westen" den Eindruck, dass Anthony Mann den Wildwestfilm neu erfindet, ... Und übrigens ist es mehr als nur ein Eindruck, er erfindet es tatsächlich neu. Ich sage wirklich NEU erfinden, anders gesagt: zeigen und gleichzeitig aufzeigen, innovieren und gleichzeitig kopieren, kritisieren und gleichzeitig kreieren. In einem Wort ist "Der Mann aus dem Westen" eine Lehre, aber gleichzeitig eine Ansprache über die Schönheit der Landschaften und die Erklärung dieser Schönheit, das Mysterium von Feuerwaffen und gleichzeitig das Geheimnis dieses Mysteriums, Kunst und gleichzeitig die Theorie der Kunst ... Das heißt, um es aus dem Blickwinkel eines Regisseurs zu sagen, wenn Sie gestatten: Zu guter Letzt handelt es bei "Der Mann aus dem Westen" einfach um ein bewundernswertes Lehrstück des Kinos und sogar des modernen Kinos." (Beigefügtes Booklet Seite 4 + 6).

Meines Erachtens drückt das obige Zitat nahezu alles aus, was es über diesen Film zu sagen gibt. Nahezu alle bedeutenden Stimmen zu diesem Western loben die psychologische Machart dieses Films, das Zusammenspiel der einzelnen Personen und die grandiosen landschaftlichen Aufnahmen. Mann erzählt vom bevorstehenden Schwanengesang des Wilden Westens und benutzt dazu mit Gary Cooper ("12 Uhr mittags") eine der größten Ikonen des Western Genres. Cooper spielt den gewandelten Ganoven Link Jones, der vor Jahren sich seines falschen Lebenswandels und Tuns bewusst wurde, und sich von seiner alten Bande davon gemacht hat, um ein neues Leben zu beginnen. Jahre später reist er nach Fort Worth, um dort einen Lehrer für seinen Heimatort anzuwerben, doch der Zug wird unterwegs von Banditen überfallen, als dieser anhält um Holz zu beladen. Zwar schafft es das Zugpersonal den Zug wieder zum Fahren zu bringen, doch Link, eine Frau (Julie London) und ein weiterer Mann bleiben allein in der Wildnis zurück. Link, der diese Gegend aus seiner früheren Zeit gut kennt, führt die kleine Schicksalsgemeinschaft zu einer einsamen Farm, wo sie auf Links ehemaligen Bandenführer treffen, und dessen neue Bande gerade den Zugüberfall vermasselt hat. Unbewaffnet muß Link nun versuchen sich und seine kleine Gruppe durch die brenzlige Situation zu manövrieren, um zu überleben.

Ab dem Moment des Zusammentreffens von Link mit seinem früheren Ziehvater (Lee J. Cobb) entwickelt sich dieser Western fast kammerspielartig, und überzeugt dabei durch durchwegs gelungene Schauspielleistungen. Viele Szenen brennen sich richtig gehend in den Kopf, wie z.B. als einer der Banditen Link ein Messer unter den Hals hält und droht Link den Hals aufzuschneiden, falls sich seine Begleiterin nicht für die Bande auszieht; oder auch, als Link später mit eben jenem Banditen einen brutalen Faustkampf bestreitet, an dessen Ende er diesen zur Strafe auszieht; oder schließlich noch der Tod des Stummen, der nach einem Bauchschuß mit gurgelnden Lauten davon läuft, nur um wenige Augenblicke später sterbend in den Staub fällt. Es ist Coopers eindringliche schauspielerische Leistung, die dieses Werk, neben seinem intelligenten Drehbuch und der herausragenden Regieleistung von Mann, zu einem zeitlosen Klassiker gemacht hat. Ich habe diesen Film im Verlauf der letzten 40 Jahre mehrmals gesehen und mir gefällt er immer wieder aufs Neue, da ich immer wieder Details in diesem Film entdecke, die mir vorher so gar nicht aufgefallen sind.

Die Blu-Ray Veröffentlichung von Koch Media ist auf einem sehr hohen Niveau, wenn man bedenkt wie alt dieser Streifen mittlerweile ist. Natürlich kommt das Bild nicht an die Qualität der Produktionen der letzten 10 Jahre heran, dennoch kann man mit der digitalen Bearbeitung sehr zufrieden sein. Das Bildformat ist 2.35:1, als Sprachoptionen gibt es Deutsch und Englisch im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0, was sehr gut verständlich ist. Untertitel stehen in Deutsch zur Verfügung. Für mich ist "Der Mann aus dem Westen" eine der besten Westenproduktionen aller Zeiten. Schön, daß es dieses Werk nun in solch guter Qualität gibt.
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am 19. November 2012
"Man of the West"beginnt mit einem Gemälde. Der Mann des Westens sitzt auf seinem Pferd. Ein Bild wie ein Monument.
Kurze Zeit später besteigt er eine Eisenbahn, ein schnaubendes, kochendes Ungetüm. Erste Rauchzeichen, einer neuen Zeit.
Der Zug wird überfallen. Die Banditen können zwar in die Flucht geschlagen werden, der Held Link Jones jedoch, und ein Man of the East mit dem Namen Sam Beasley und eine Bardame gespielt von Julie London, aber bleiben zurück, während der Zug seine Fahrt fortsetzt und die Banditen mit der Beute fliehen können. "You don't talk?" fragt Billie Ellis, das Bargirl Link Jones. Der Mann des Westens war noch nie ein Mann des Wortes, sondern einer der Tat. Der Easterner Beasley wiederum redet unaufhörlich und benimmt sich wie ein Trottel. Typische Exemplare des stoischen Westerners und des plapperhaften Mannes aus dem Osten.
Link Jones führt die beiden in ein kleines Häuschen, nicht unweit der Stelle, wo sie überfallen wurden. Dort treffen sie auf die Bande, und es stellt sich heraus, daß Link nicht nur einst mit Ihnen ritt, sondern, daß er der Neffe und angenommene Sohn ihres Anführers, dem wahnsinnigen Dock Tobin, ist. Dock ist der Onkel aller Bandenmitglieder und sie sind alle seine Söhne. Vater/Sohn Verhältnisse, ohneFruchtbarkeit, ohne Fortpflanzung (There Will Be Blood [Blu-ray]). Die Bande, die "Men of the West", sie sind keine prokreative Gemeinschaft, und deswegen zum Untergang schon längst verurteilt, bevor die erste Eisenbahn in Good Hope, einfuhr.
Es ist eine maßlose Gesellschaft. Billie Ellis beklagt sich beim alten Saloonbesitzer, daß er der einzige Mann gewesen sei, der sich anständig zu ihr verhalten hätte, alle anderen Männer hätten sich nur an ihr vergangen. Der antwortet, wenn er noch die Kraft dazu hätte, so hätte er sich genauso verhalten, wie alle Anderen. Exzess oder Enthaltsamkeit, sexuelle Gewalt oder Asexualität, das sind die Extreme an denen die Männer des Westens verortet sind.
Link wiederum, gibt Billie vor der Bande, als seine Frau aus, entzieht sich ihr aber trotz ihrer wachsenden Liebe zu ihm. Er hätte eine Frau zu Hause, meint er, aber, ob das wirklich stimmt, erfahren wir nie. In der Hütte setzt ihm einer der Cousins/Brüder das Messer an die Kehle und fordert, daß Billie sich auszieht. An den weiblichen Körper traut er sich nicht heran, er kann nur über Gewaltandrohung dem Mann gegenüber, Billies Demütigung fordern. Später rächt sich Link, und zieht ihn in einer Schlägerei aus, und macht ihn so zur "Frau".
Billie erzählt wiederholt, daß sie seit sie 14 war, von Männern nur misshandelt wurde. Link sei der Erste, der sich ihr gegenüber edel verhalten würde. Aber für die Beiden wird es kein Happy End geben, nicht mal einen Kuss. Der Westerner ist trotz seines Zivilisierungsprozess mit dem wilden Tier, das er einst war, noch nicht fertig. Das Verhältnis zu Billie zeigt, daß es für ihn in Bezug auf sie nur Selbstzüchtigung und Abstinenz gibt. Das wilde Tier darf nicht gefüttert werden. Denn die Decke zwischen Zivilisation und roher Natur ist zu dünn, die rohe, wilde Vergangenheit noch zu nah, der new-born citizen Link noch zu jung.
Zu Beginn, in der Szene mit der Eisenbahn sehen wir Coopers erschreckten Blick. Diesen Blick sehen wir später wieder, z. B. in der Totenstadt, in die er mit Einem von der Bande reingeritten ist. Es scheint, als würde die Welt, die Link um sich herum sieht, für ihn nicht mehr, als die Seine erkennbar sein. Genau in dem Punkt unterscheidet er sich von seinen Brüdern. Sie haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt, und Dock Tobin lebt schon längst nur in seiner eigenen Welt.

Anthony Mann gilt neben John Ford und Howard Hawks, sowie Bud Boetticher, als bedeutendster Westernregisseur der klassischen Ära und "Man of the West" als sein finales Westernopus. Die fünf Western-Filme, die er mit Jimmy Stewart zwischen 1950 und 1955 drehte (Winchester '73,Bend of the River,The Naked Spur- Die Nackte Gewalt- Western- James Stewart-EU Import- englische Tonspur,The Far Country,Der Mann aus Laramie) zählen vollkommen zurecht, zu den besten und einflußreichsten ihrer Art. Anders, als bei Ford, sind Manns Western keine Historien-Erzählung, sondern von Anfang an, mythisches Drama. Der aktuelle Zeitbezug, der sich bei einem Film, wie "High Noon" von Zinnemann aufdrängt, ist bei Mann nicht so deutlich zu erkennen. Trotzdem ist es auffällig, daß er mit Stewart einen aggressiven, zu Jähzorn und Rachsucht neigenden Held schuf, der aus dem Kanon der ruhigen, stillen Cowboys herausfällt. In einer Zeit, in der der Western seine produktivste Phase erlebte, den Fünfzigern. Beachtlich dabei ist, daß zur selben Zeit dem Film Noir, düsterer Stadt-Alptraum zur weiten, bunten Heldenerzählung des Westerns, bis Ende des Jahrzehnts, die wildesten Blüten wuchsen, bis mit "Touch of Evil" der Film Noir das Ende seiner klassischen Ära erfuhr. Die Fünfziger können in beiden Stil-und Genrerichtungen, als Jahrzehnt der Paranoia gelesen werden. Mann, der vor seinen Western-Filmen im Film Noir reüssierte, blieb sich selber treu, indem er die Düsternis seiner vierziger Jahre Films Noir in die CinemaScope-Western mit Stewart übertrug. In all diesen Filmen sticht heraus, wie sehr Protagonist und Antagonist miteinander verwandt sind. Entweder sind sie blutsverwandt, wie die Brüder in "Winchester 73", oder die Cousins aus "Man of the West", oder sie ähneln sich in der Art ihrer Besessenheit. So kann es schon mal vorkommen, daß der alte Waggoman aus "The Man from Laramie",, den Fremden aus seinem Traum in der Realität verwechselt und Stewart für den Bösen hält, dabei ist es der fremde, angenommene Sohn, den Arthur Kennedy gibt.
"Man of the West" ist Manns letzter Western gewesen und es ist eine wunderbare Fügung des Schicksals, daß der melancholische Gary Cooper sein Hauptdarsteller wurde, und nicht der etwas temperamentvollere Stewart, mit dem sich Mann vorger zerstritten hatte. Cooper gibt seiner Figur eine Lethargie, die am Schluß des Films, den Gedanken nahe legt, daß auch Links Zeit bald vorbei sein wird, so wie die seiner Brüder. Er, der "Vater"-Mörder, wird entweder, jetzt da die Schatten der Vergangenheit verbannt worden sind, endlich in seiner neuen Heimat Good Hope ein beschauliches Leben führen mit seiner Frau. Oder er wird sich nicht so wirklich zurechtfinden in dieser neuen Welt. Coopers Blick, voller Angst und Unverständnis scheint uns dies zu erzählen.

Mann drehte, das nur, als Ergänzung, neben den Stewart-Western, noch den vielbeachteten "The Furies" nach Dostojewski, "Devil's Doorway" und "The Tin Star". Das sind insgesamt 9 Western. Ein beachtlicher Beitrag.

Wem "Man of the West" gefällt, der sollte natürlich alle anderen Mann-Western schauen. Aber auch Peckinpahs Ride the High Country von 1962. Auch da geht es um alternde Westmänner, die mit den Zeichen der Zeit kämpfen.

ZUR BLU-RAY: hervorragendes Bild. Der Film "erleuchtet" in dieser Ausgabe und es ist ein wahrer Genuss. Als Extra gibt es einen Essay von Jean-Luc Godard, der eine Hymne auf den Film singt. Das ersetzt ein making-of sicherlich, oder so manchen geschwätzigen Off-Kommentar. Kaufen, kaufen, kaufen.
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am 23. September 2016
Drei Jahre vor seinem Tod drehte Gary Cooper "Der Mann aus dem Westen", einen starken, teils kammerspielartigen Western, in dem sich Coop und Lee J. Cobb ein interessantes Psychoduell liefern. Anthony Manns Genreklassiker leidet darunter, dass der 57jährige Cooper den Ziehsohn des 47jährigen Cobb darstellen muss, was reichlich absurd wirkt, zumal der bereits krebskranke Coop auch noch zehn Jahre älter aussieht, als er war. Wer darüber hinwegsieht, bekommt ein spannendes Westerndrama mit interessanten Figurenkonstellationen und überraschenden Wendungen geboten. Hier reitet der Held am Ende nicht mit der schönen Frau in den Sonnenuntergang, und der nervige Schwätzer, für den man nur Verachtung übrig hatte, gibt selbstlos sein Leben, um das von Cooper zu retten. Das sind interessante Verschiebungen im gängigen emotionalen Koordinatensystem solcher Filme, die zeigen, dass die Macher daran interessiert waren, die üblichen Erzählmuster zu vermeiden.

Der fatalistische Grundton des Films hebt ihn heraus aus der Masse der Dutzendwestern, die unaufdringliche "Moral von der Geschichte" besagt, dass man seiner Vergangenheit nicht entkommen kann und sich ihr irgendwann stellen muss. Darin gleicht der Film dem ikonischen Cooper-Klassiker "Zwölf Uhr mittags", auch wenn er nicht dessen künstlerische Qualitäten erreicht. Mann ist eben nur Mann - und nicht Zinnemann. :-) Cooper selbst umgibt bei Zinnemann wie bei Mann eine Aura der Melancholie und inneren Zerrissenheit, in den zerfurchten Zügen des gealterten Westerners sind die bitteren Niederlagen der Vergangenheit zu sehen. Der späte Cooper ist kein unbeirrbarer Raubautz wie Genre-Kollege John Wayne, den anscheinend innerlich nichts angreifen konnte. Coop wirkt seltsam rastlos und unbeheimatet, im Revolverduell bleibt er zwar siegreich, empfindet aber offensichtlich keine Freude oder Genugtuung darüber. Die charismatische Darstellung dieses legendären "Underplayers" trägt den Film und degradiert fast die gesamte Rest-Besetzung zur Statisterie.
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am 3. August 2015
Ödipus im Wilden Westen - Gary Cooper holt nicht nur seine Vergangenheit ein, er muß eine Vaterfigur töten, den hybriden, größenwahnsinnigen Doc Tobin, der Cooper früher wie einen eigenen Sohn behandelt hat. Vor allem Coopers Leistung macht aus der Geschichte, die man in ähnlicher Form schon desöfteren gesehen hat, eine Odyssee in die dunken Seiten der Seele eines ehemaligen Outlaws, der gegen die verdrängten Dämonen seiner Vergangenheit kämpfen muß. Gary Cooper ist - wie wohl nur Clint Eastwood - in seinen späteren Jahren ein Meister des Underacting: nur mit wenigen sparsamen Gesten, mit einer langsamen Körpersprache gelingt es ihm Desillusioniertheit, Verzweiflung, aber auch Entschlossenheit auszudrücken, er spielt hier ähnlich gut wie in seiner Oscar-Rolle des Marshals Will Kane aus High Noon. Aus einer scheinbar simplen Geschichte schafft es Anthony Mann eine tiefsinnige Tragödie zu machen, und Coopers Partnerin Julie London - als hervorragende Jazzsängerin hier in einer ihrer seltenen Filmrollen zu sehen - überzeugt durch ihre packende Sinnlichkeit. Einer der letzten großen Western der 50er Jahre bevor Hollywood dem Genre kaum noch etwas abgewinnen konnte und das Terrain dem Italo-Western überlassen mußte.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. Februar 2005
Ich bin Fan alter Western. Ganz faszinierend fand ich immer die drei Ikonen dieser Filme...Jimmy Stewart, der "good guy", John Wayne, der cholerische Übervater und eben Gary Cooper, der schweigsame, nachdenkliche Einzelgänger.
"Der Mann aus dem Westen" ist gleich nach "High Noon" seine beste Vorstellung in diesem Genre.
Eine Zugfahrt wird unterbrochen - und schon wird der inzwischen bürgerlich gewordene Gary mit seiner Vergangenheit als Bandit konfrontiert. Die ehemalige Bande betritt die Szene. Noch dazu ist eine schöne Frau mit dabei. Herrliche Dramaturgie.
Gute Western zeichnen sich vor allem aber auch durch einen guten Bösewicht aus. Hier ist es Lee J. Cobb, ein unvergessener Darsteller von guten Nebenrollen.
Sicherlich sehr konventionell, das Wechselspiel von Gut von Böse. Aber Gary Cooper ist ein nachdenklicher Held, ein Held mit Ecken und Kanten, mit Schwächen und Stärken.
Auch der Showdown darf nicht fehlen - ist alles dabei, was der Westernfan gerne sieht. Inklusive vorzüglicher Kamera-Arbeit.
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am 3. Februar 2016
Ich bin ein großer Western Fan und habe einige in meiner Sammlung,
Als ich mir diesen bestellte hatte ich mir doch mehr davon versprochen.
Den teils sehr guten Bewertungen kann ich ich nicht anschließen, finde in sehr langweilig.
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am 20. März 2016
Ich muss sagen das dieser Western wirklich toll ist und damit zurecht ein Klassiker ist und er gehört in jede gute DVD Sammlung
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am 24. Dezember 2015
Zeitloser Klassiker - in der Bluray auf jeden Fall besseres Bild als die alte DVD - und der Film ist einfach toll.
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