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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
21
Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:11,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 8. August 2017
Dies ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher, und ein Muss für jeden Venedig Fan. Man kann mit dem Roman in der Hand diese herrliche Stadt erkunden, so präzise sind die Beschreibungen der Orte und Schauplätze. Die weitschweifige, verschachtelte Sprachweise ist bei allem Reiz etwas gewöhnungsbedürftig, passt aber wunderbar zur dieser Liebesgeschichte. Und die inneren Monologe sind spitzfindig und philosophisch. Vor allem wenn man endlich die völlig unerwartete Auflösung des Rätsels um Mr. Silvera kennt verspürt man den Drang das Buch gleich noch einmal zu lesen, unter dem neuen Aspekt.
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am 18. August 2013
Für einen Krimi zu sehr um Spannung bemüht, beginnt er als Liebesgeschichte und schlingert dann von Seite zu Seite ins Ungewisse.
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am 31. Mai 2017
Ich mag weder Krimis besonders gern und auch Liebesgeschichten fallen nicht unbedingt in mein literarisches Beuteschema. Dieses Buch ist beides und gleichzeitig nichts davon, denn es gibt keinen Kommissar, keine Leiche und schon gar kein Happy End und dennoch, oder vielleicht gerade deshalb ist es eines meiner Lieblingsbücher, eines jener, die ich alle paar Jahre wieder aus dem Regal nehme und mit wachsender Begeisterung lese.

Eine römische Principessa, verwöhnt, möndän, elegant, lernt in Venedig, wo sie eine Kunstsammlung für das Auktionshaus, für das sie arbeitet, begutachten soll, Mr. Silvera kennen, einen eher schäbig gekleideten Touristenführer, der eigentlich so gar nicht der gesellschaftlichen Klasse entspricht, in der sie sich sonst bewegt. Dennoch ist sie so spontan fasziniert von ihm wie er von ihr und so entspinnt sich eine ebenso feinsinnige wie leidenschaftliche Affäre, in deren kurzem Verlauf sich eine Frage immer stärker stellt: Wer ist dieser Mr. Silvera eigentlich, ein Mitarbeiter eines Geheimdienstes, ein Krimineller, ein Betrüger? Oder doch etwas ganz anderes?

Fruttero und Lucentini liefern hier aber nicht nur eine Kombination aus Liebes- und Kriminalgeschichte ab sondern das stimmungsvollste Bild Venedigs, das ich je gelesen habe. Ich habe die Lagunenstadt schon oft besucht, zu jeder Jahreszeit, und der späte Herbst und der Winter sind tatsächlich die Jahreszeiten, in denen man diese Stadt besuchen sollte: nicht nur sind dann doch etwas weniger andere Touristen unterwegs, vor allem unterstreicht diese Zeite den morbiden Charakter der Stadt. Genau im späten November, wenn die Tage kurz und das Licht gering ist in den schmalen Gässchen, wenn der Nebel über die Kanäle wabert, wenn Menschen in wenigen Metern Entfernung nur mehr als Schemen wahrgenommen werden können, ist die Geschichte zeitlich angesiedelt. Und Zeit ist das Schlüsselthema des Buches: Was bedeutet Zeit für einen Menschen, der anscheinend, wie man sagt, alle Zeit der Welt hat, gegenüber denen, die in das enge Korsett der Zeit, wie viele von uns das täglich erleben, eingeschnürt sind?

Ein lesenswertes Buch, auch wenn man, wie gesagt, nicht unbedingt in die Gruppe der Krimi- und Liebesgeschichten-LeserInnen fällt. Und auch wenn man es nicht unbedingt mysteriös haben will: Denn auch davon ist eine Menge enthalten.

Ich werde es mit Sicherheit in ein paar Jahren wieder aus dem Regal holen und lesen. Falls Sie das bisher noch nicht getan haben: dann tun Sie es. Schnell! Die Zeit vergeht!
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am 26. August 2017
... der sich wie der Titelheld schwerlich auf einen festen Platz festlegen lässt! Fans von Krimis und Lovestorys werden hier genauso angesprochen wie Liebhaber von Renaissancemalerei, Kunst, Geschichte, Italien im Allgemeinen und Venedig im Speziellen.

In abwechselnd Prosa und inneren Monolgoen werden Kennenlernen und Affaire einer mit Antiquitäten handelnden Prinzessin und eines mysteriösen Fremdenführers erzählt, ein Kunstbetrug aufgedeckt und zudem eine alt-christliche Sage aus dem 13. Jahrhundert aufgerollt.
Zudem erfährt man viel von der wunderbaren Lagunenstadt und entdeckt mit dem ungleichen Pärchen einige Schauplätze ganz neu.

Der Schreibstil ist sehr speziell und oftmals verwirrend - daher auf jeden Fall nichts für Unkonzentrierte!

Jedenfalls ein sehr, spannendes, eindrucksvolles Buch, das man wohl am besten auf einer Venedigreise als Urlaubslektüre lesen sollte!
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Oktober 2008
Das Autorenteam Carlo Fruttero und Franco Lucentini hat mit "Der Liebhaber ohne Wohnsitz", möglicherweise eine der schönsten Liebesgeschichten verfasst, die je geschrieben wurden.

Die Geschichte spielt im winterlichen Venedig. Hauptfigur ist der polyglotte Reiseführer David Ashver Silvera. Er hat keinen festen Wohnsitz, dafür kann er alle gängigen Sprachen und scheint alle Menschen aus allen Jahrhunderten zu kennen. Ferner ist er ein ausgezeichneter Fachmann was Geschichte und Kunst Venedigs betrifft. Hier in der Lagunenstadt trifft er auf die Ich-Erzählerin, eine römische Principessa, die im Kunsthandel tätig ist. Für ein Auktionshaus soll sie in Venedig eine Gemäldesammlung expertisieren. Sie deckt dabei einen ausgeklügelten Kunstschwindel auf. Die Spur zu den Tätern möchte sie am liebsten unter Mithilfe des geheimnisvollen Mr. Silvera finden, der unter anderem auch erstaunlich viel von Fresken und Gemälden versteht. Am liebsten aber würde die Aristrokatin, in den engen, dunklen und verschlungenen Gassen Venedigs, mit dem geheimnisvollen Fremden schmusen, denn sie hat sich in ihn verliebt. In ihn verlieben sich die Frauen, er aber lässt keine Liebe zu, entzieht sich jeder engen Verbindung. Wer ist der mysteriöse Fremde?

Dieser Roman ist einerseits ein fesselnder Krimi, obwohl es weder Leiche noch Kommissar gibt, er ist andererseits aber auch eine, in Melancholie eingerahmte wunderbare Liebesgeschichte und natürlich last not least eine Liebeserklärung an Venedig, einen Ort, der wie geschaffen ist für diese Geschichte. Ein faszinierendes Buch, außerordentlich gut geschrieben, derart packend und atmosphärisch dicht geschrieben, dass man keine Seite davon missen möchte.

Dieser Roman wird ungekürzt und kongenial von einer so großartigen Sprecherin wie Sophie Roi, der Österreicherin mit der markant rauen Stimme, auf CD vorgelesen. Ein Hörbuch bei dem auch die Intonation optimal ist. Ein spannendes und gut gelungenes Hörbuch.
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am 10. Juni 2013
kurzweilig erzählt mit gut erforschtem Hintergrund. Ein typischer Fruttero & Lucentini beste Wortwahl, ein Stich ins Herz aller Frauen, die sich doch als Touristinnen ein wenig mit Venedig und "Mann" beschäftigen.

Letztendlich die Geschichte, die einen Traum für jede weibliche Kunstliebhaberin und Venedig-Kennerin darstellt...

Schade, dass uns aufgrund des Absterbens beider Autoren solcher Vergnügen in Hinkunft nicht mehr anheim fallen werden.

Sehr schade.
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am 23. Oktober 2000
Ein Roman: Das Buch beginnt wie ein Venedig-Krimi um Kunstsammlungen, Schmuggel, konkurrierende Auktionshäuser. Dann ist aber doch eine Liebesgeschichte, besser eine leidenschaftliche Affäre zwischen der Ich- Erzählerin und dem "mystery man" im Vordergrund. Und gegen Ende, um die Verzauberung und Verwirrung des Lesers perfekt zu machen bekommt das Buch philosophisch, theologische Aspekte und endet mit einem großen Fragezeichen. Spannung, einfühlsame Beschreibung von Venedig,Personen und Stimmungen kennzeichnen dieses Buch des italienischen Autorenpaares. Nach der "Sonntagsfrau", die ich auch sehr gerne gelesen habe, und zwei abgebrochenen Lektüren (Geheimnis der Pineta, Wie weit ist die Nacht) hat mich dieses Buch wieder überzeugt, die beiden anderen noch einmal hervorzuholen.
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VINE-PRODUKTTESTERTOP 500 REZENSENTam 4. Juni 2008
In Venedig, auf Zeitreise mit Sophie Rois - und dazu eine fantastische Geschichte, die sich über viele Jahrhunderte hinzieht. Kurzweilig meistens, spannend auch. Natürlich trägt das (zentrale) Geheimnis dieses Buches nicht über die gesamte Länge der CD-Box, aber das macht nichts. Man kann der Stimme von Frau Rois wunderbar zuhören, muss nicht immer auf den Inhalt achten. Ich habe dieses Hörbuch primär wegen der Vorleserin, der österreichischen Schauspielerin Sophie Rois (Burgtheater Wien und Volksbühne Berlin) gekauft, am Inhalt war ich weniger interessiert. Sophie Rois beherrscht alle emotionalen Tonlagen, gerade dann, wenn sie grenzenlose Verwunderung spielt (spricht), gefällt sie mir am besten........

Ach..............!
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. August 2009
Geschildert wird hier eine Episode im Leben von Mr. Silvera, der in Venedig eine Liebschaft mit der Ich-Erzählerin des Buches beginnt. Die Ich-Erzählerin arbeitet für ein Auktionshaus und kauft Kunstgegenstände auf. Mr. Silvera und sie laufen sich in Venedig über den Weg und sang- und klanglos landen sie zusammen im Beet, obwohl sie verheiratet ist. Mr. Silvera ist mysteriös. Er spricht unendlich viele Sprachen, weiß viel, was ein normaler Mensch gar nicht wissen kann, vor allem aus vergangenen Zeiten. Dieses Wissen hilft, um einem Kunstschmuggel auf die Spur zu kommen. So kommt zu der Liebesgeschichte noch ein Touch Krimi dazu. Er spricht nebulös über Zeit und so langsam keimt der Verdacht auf, dass er vielleicht in allen Zeiten gelebt hat. Ein Geist ist er aber nicht. Am Ende entpuppt er sich als der ewige Jude. Es kommt, wie es kommen muss, er kann nicht bleiben und verschwindet wieder. Dramatisches Ende.

Im Buch gibt es viele Anspielungen auf Kunst, Literatur und Geschichte, die mir persönlich stellenweise zu viel war. Der Erzählstil des Buches wechselt von Kapitel zu Kapitel. Einmal spricht die Ich-Erzählerin, dann wird über Silvera berichtet. Ich fand es etwas beschwerlich zu lesen, aber trotzdem interessant und spannend. Man will endlich wissen, was es mit dem Geheimnis um Silvera auf sich hat.
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Dezember 2003
Was war das denn? Das Buch, das unter "Krimi" in der Buchhandlung und der Bücherei einsortiert ist, beginnt mit einer kurzen Begegnung zwischen dem Herrn Silvera und einer Italienerin im Flugzeug. Wenig später entpuppt die Italienerin sich als Ich-Erzählerin der Geschichte, die als Expertin eine scheinbar wertlose Kunstsammlung begutachten soll.
(Der Leser denkt: Aha, ein Krimi mit Bilderfälschung, Kunstschmuggel, gekauften Expertisen.) Daneben werden aber auch, abweichend von der Erzählperspektive, die Erlebnisse des Herrn Silvera geschildert bis zum Zusammentreffen mit der Kunstexpertin.
(Der Leser denkt: Aha, Liebesgeschichte verwoben mit der Krimierzählung.)
Hat man sich durch die etwas verwirrenden ersten 50 Seiten gekämpft, beginnt das Buch zu gefallen, v.a. wenn man Venedig ein wenig kennt. In einem ironischen bis boshaften Ton lassen die Autoren das gesellschaftliche Leben der venezianischen Schickeria erstehen und die Kunstszene mit der übertriebenen Höflichkeit zueinander einerseits und dem Konkurrenzkampf hinter der Fassade andererseits. Vergnüglicher Höhepunkt ist die Schilderung des feierlichen Abendessens bei Cosima, einer Gesellschaftsdame, an dem Herr Silvera in die illustren Kreise eingeführt wird und der Gastgeberin mehr Beachtung schenkt als seiner Geliebten, der Kunstexpertin.
Spannend wird das Buch v.a. durch die Frage, wer Herr Silvera ist und welches Geheimnis er verbirgt. Aber wenn dies offenbar wird, wundert sich der Leser nur noch: Fantasy? Und diese Geschichte mit der Kunstsammlung hatte nur den einen Sinn, der Herkunft des Herrn Silvera auf die Schliche zu kommen?
Ab hier verliert das Buch leider auch seinen ironischen Ton und wird leicht tragisch. Und schööön traurig.
Ich habe es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben, auch wenn es mich etwas verwirrt zurückließ. Auf der andern Seite: Muss sich für jedes Buch eine Gattungs-Schublade finden lassen? Glücklicherweise nicht, denn dieser Roman ist ein Beispiel dafür.
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