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am 28. Dezember 2005
Als eingefleischter Cobain und Nirvana Fan gibt es eigentlich nur zwei echte Biographien auf die man zurückgreifen kann, "Come as you are" von Michael Azerrad und dieses Buch. Aus meiner Sicht ist "der Himmel über Nirvana" besser als "Come as you are" da er das gesamte Leben von Kurt Cobain von seiner frühesten Kindheit bis zu seinem Tod unter die Lupe nimmt, während "Come as you are" sich zu einem Großteil nur mit seinen Drogenproblemen 1992 beschäftigt und den Zeitraum kurz vor seinem Tod gar nicht mehr erfasst. Stilistisch ist es sehr gut geschrieben, manche Stellen bringen einen zum Lachen andere machen tieftraurig, zum größtenteil wurde auch sehr sorgfältig recherchiert, die meisten von Kurts ehemaligen Freunden kommen zu Wort und in der Mitte des Buches befinden sich einige sehr schöne und seltene Fotos von Kurt. Kurz: Auf den ersten Blick wirkt es wie die perfekte Biografie.
Aber:Das Buch hat einen entscheidenden Nachteil, es wurde von Courtney Love autorisiert, dass heißt der Inhalt wurde von ihr zensiert, alles negative, was ihr nicht in den Kram passte konnte nicht geschrieben werden, da der Autor sonst nicht die Erlaubnis dazu bekommen hätte. Im Gegenzug dafür bekam er umfangreiches Quellenmaterial, wie Kurts Lyrics, Tagebucheintragungen und Fotos. Auf diesen "Deal" wird mit keinem Wort hingewiesen, so dass der Nirvanafan, der über keine andere Literatur verfügt alles für bare Münze nehmen muss. Tatsache ist, dass besonders der letzte Teil des Buches, der das Zusammenleben von Kurt & Courtney und Kurts Tod im April 1994 schildert, ausgesprochen subjektiv gefärbt ist und viele Details verfälscht oder gleich ganz weggelassen werden. Am Schluss hat man den Eindruck Kurt habe sich nur wegen seiner Drogensucht umgebracht und Courtney wird fast wie eine Heilige dargestellt, die sich aufopfernd um ihn gekümmert hat. Dagegen sprechen Fakten aus anderen Quellen, wie z.B. dem BBC Dokumentarfilm "Kurt&Courtney" oder dem Buch "Mordfall Cobain" wo eindeutige Beweise gegen die Selbstmordtheorie erhoben werden. So sagt z.B. ein gewisser Eldon Hoke aus, Courtney habe ihm 50.000 Dollar geboten, wenn er Kurt umbringt, was durch einen Lügendetektor Test verifiziert wurde, weiter hatte Kurt eine 3fach tödliche Dosis Heroin in seinem Blut, so dass es medizinisch äußerst zweifelhaft ist, dass Kurt sich anschließend mit der Schrotflinte die Birne weggeschossen hat. Auch kleinere Details, wie z.B. die Eheprobleme der Cobains, Kurts Scheidungsgedanken und Courtneys Angst, er könnte sein Testament ändern werden mit keinem Wort erwähnt.
Wer sich näher mit Kurts Tod befassen möchte, dem empfehle ich die beiden oben genannten Quellen, alle Informationen in diesem Buch zu Kurts Tod und Courtney empfehle ich mit großer Vorsicht zu genießen, der restliche Inhalt, insbesondere Kurts musikalische Entwicklung ist sehr gut geschildert, daher die vier Sterne.
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am 17. Juli 2005
Ein Buch, das wehtut. Eines, das falsche Fährten legt.
Meine Motivation beim Kauf dieses Buches war es, besser nachvollziehen zu können, wie es dazu kommen konnte, dass Kurt Cobain so früh aus dem Leben schied.
Der Autor ist nur allzu bemüht, in Cobains Leben Aspekte hervorzuheben, die letztlich zum Suizid führen. Angefangen von der Scheidung seiner Eltern, deren Bedeutung Cross immer wieder strapaziert, über andere Tragödien in Cobains Familie bis hin zu seinen schlimmen Bauchschmerzen, gegen die ihm über Jahre hinweg kein Arzt helfen konnte.
Cross zimmert ein Bild, in dem es mit Cobain so unweigerlich bergab geht, dass es nur im Suizid enden konnte. Höhepunkt dessen ist die unsäglich kitschige fiktive Rekonstruktion der letzten Tage Cobains zwischen seinem Verschwinden und seinem angeblichen Freitod, der dann auch noch fast wie eine Erlösung daherkommt. Ein zähes Gemisch aus unerträglicher Schwermut, vorgeblicher Empathie und dem Ignorieren von allem, was nicht ins Bild des unweigerlichen Weges zum Selbstmord passt.
So wird zum Beispiel mit keine Silbe erwähnt, dass Cobain Anfang 1993, also ein Jahr vor seinem Tod, einen Arzt gefunden hatte, der ihm gegen seine Bauchschmerzen helfen konnte. Statt dessen wird der Leser im Glauben an das unverminderte Leiden Cobains gelassen. Es ist auch seltsam, wie unhinterfragt die Medikamentenüberdosis Cobains in Rom 1994 als Selbstmordversuch dargestellt wird, im medizinischen Bulletin stand nichts davon. Auch die Ungereimtheiten beim Tode Cobains werden nicht hinterfragt: In seinem Körper fanden sich Narkotika, die so hoch dosiert waren, dass er unmöglich noch selbst den Auslöser des Gewehrs drücken konnte.
Von alledem erfährt der Leser bei Cross nichts. Sein Buch wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Klebriger Brei, nach dem mir noch tagelang schlecht war. Als Gegengift kann ich Love & Death (an explosive investigation into the murder of Kurt Cobain) von Max Wallace / Ian Halperin empfehlen.
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am 11. Februar 2003
Auch wenn man Kurt Cobain erst wahrgenommen hat, als er mit Nirvana berühmt wurde - es ist nur ein kleiner Teil im Leben eines Menschen, der an seinem an Irrsinn grenzenden Intellekt bei gleichzeitiger Hypersensibilität zu Grunde geht. Der es nicht schafft, seinen widersprüchlichen Gefühlen Herr zu werden. Der nach Aufmerksamkeit giert, alles für den Erfolg tut - um dann genau davor Angst zu haben. Der immer den Anschein erweckt, es sei ihm scheißegal, was die Menschen über ihn denken - und den größten Teil seines Lebens damit zubringt, anderen gefallen zu wollen.Ein großartiges Buch über einen Menschen, der sich letztendlich entschieden hat, zu sterben, weil er es nicht ertragen konnte, dem Leben nicht gerecht werden zu können. Das Buch zieht einen wirklich in den Bann der Hauptperson - und ich war vorher kein bekennender Nirvana-Fan.
Nebenbei erfährt man übrigens sehr viel über die Plattenindustrie, Labels etc. - und nicht vom Einstieg abschrecken lassen: es beginnt nämlich tatsächlich mit der Geburt Cobains und ein paar "Kindergeschichten".
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am 3. Januar 2016
Vor diesem Buch habe ich schon zwei andere Biographien über Kurt gelesen und für mich ist "Der Himmel über Nirvana" doch das ausführlichste und detaillierste. Mit diesem Buch wurde sich sehr viel Mühe gegeben und es wurden viele interessante Infos zusammengetragen. Von Kurts Kindheit, seinen Anfängen mit der Musik, bis hin zum großen Erfolg mit Nirvana. Aber auch die Spannungen/ Auseinandersetzungen innerhalb der Band. Auch viele private Seiten werden hier beleuchtet, Kurts verrücktes Leben zusammen mit Courtney, ganz Rock `n `Roll eben.
Es sind einige Einträge aus Kurts Tagebüchern abgedruckt, was einen privaten Blick in Kurts oft sehr depressive Gedankenwelt erlaubt; Seine selbstgeschriebenen Notizen muss man sich mehrmals hintereinander durchlesen, weil sie so intensiv ehrlich sind, dass man erstmal durchatmen muss. Leute die oft und viel mit Kurt zusammen waren kommen zu Wort und beschreiben wie er war. Man bekommt ein Bild von Kurts Wesen und erfährt auch mal, was er selbst gern an Büchern gelesen hat. (Naked Lunch, Das Parfùm) Und das er den Journalisten gegenüber nicht immer ganz die Wahrheit erzählt hat. ^^ Das ist in diesem Buch gut recherchiert und gelungen. Die Überschriften der einzelnen Kapitel finde ich sehr treffend gewählt, dass man gleich lesen möchte.

Doch man wird den Eindruck nicht los, dass hier versucht wird Courtney Love besonders positiv darzustellen; Wie sie Kurt immer wieder "gerettet" hat... Wer weiß. In den hinteren Kapiteln wird etwas zu intensiv auf Kurts Dorgenprobleme eingegangen und es dreht sich fast nur noch darum.

Trotzdem, wer etwas über Kurt erfahren möchte, dem ist das Buch durchaus zu empfehlen.
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am 20. Juni 2011
Nirwana war DIE Band meiner Jugend! (unter vielen anderen guten Bands dieser ZEit!). Erst später erfasst man, was damals wirklich abging zu einer Zeit, als die meiner Meinung nach beste Musik gespielt wurde, die es jemals gab, und die dann - Peng! - mit einem Schlag beendet war. Ein ganzes Zeitalter ging auf diese Weise tragisch zu Ende, wie es mir heute vorkommt.

Ich habe das Buch gelesen, weil ich - erstens - mehr über Cobain's Leben erfahren wollte, und - zweitens - mir ein Bild darüber machen wollte, wie und warum Cobain so früh und gewaltsam zu Tode gekommen ist; denn ich war bis zu diesem Zeitpunkt - VOR dem Lesen dieses Buches - nach meinen bis dato vorhandenen Informationen der Meinung, dass Cobain eigentlich NICHT SELBSTMORD begangen hatte! (Ich hielt Courtney Love für die Drahtzieherin und Nutznießerin seines Todes) - Aber ganz sicher war ich mir da nicht.

Auf beide diese meine Fragen hat der Autor gut Antwort geben können. Denn zum Einen war er als Musikjournalist, der wohnhaft in Seatlle war, mit der ganzen Grunge- Bewegung von Anfang an bestens vertraut; zum Anderen konnte er viele Interviews führen mit Leuten, die Cobain wirklich nahe gestanden haben: seiner Familie, seinen Ex- Freundinnen, Freunden, und nicht zu vergessen Courtney Love!
Dabei ist dem Autor meiner Meinung nach ein relativ guter Eindruck gelungen, bei dem Versuch, Cobain's Persönlichkeit und Leben richtig zu deuten.
Besonders bemerkenswert finde ich die relative Neutralität, die der Autor dabei beweist; ohne zu viel Respekt vor dem "Gott" Cobain geht er wie ein investigativer Journalist für Kriminalfälle an die Sache heran, was ihm - meiner MEinung nach - relativ gut gelungen ist.
Er berichtet darüber, wie und wo Cobain in einem trostlosen Kaff im Nordwesten der USA aufgewachsen ist, wie er von Leuten, die ihn kannten, gesehen wurde; was er mochte; seine frühen Probleme mit seinen Mitmenschen und vor allem in der Schule. Wie er schon früh die Biografie eines typischen "Losers" begann, einzunehmen, statt der Rolle eines Helden. Wie er schon früh ein Einzelgänger wurde. WIe unglaublich ungeschickt er in seiner Zeit als Jugendlciher agierte. Seine große Ängstlichkeit, Schüchternheit, Zurückgezogenheit. Seine Schwächlichkeit. Wie er wenig Chancen bei den Mädchen hatte. Wie er schon früh unter psychischen Problemen litt (vor allem an ADHS). WIe sehr ihn die Scheidung seiner Eltern, und deren vorangegangenen Streitereien belasteten. Wie er schon relativ früh in den Kontakt mit Alkohol und Drogen kam. Wie ihn finanzille Probleme lange Zeit stark belasteten, die u.A. zu vorübergehender Obdachlosigkeit führten. Welche Abenteuer und welche Streiche er als junger Mensch ausheckte. Sein etwas schräger Humor (ich erinnere nur an seine Aufschrift auf ein Boot eines Nachbarn: "Boatpeople go home!"). Wie er nie richtigen Halt im Leben bekam, und wie schwer es ihm fiel, zu irgendjemandem oder irgendwas Vertrauen zu erlangen.
Faszinierend war vor allem, wie er schon sehr früh Zugang zur erst in zarten Anfängen stehenden Grunge- Bewegung fand, die ihm stärkster Lebensinhalt wurde, und in der er aufging, als alles andere in seinem Leben schon verloren zu sein schien. Wie er selbst am Anfang glühender Musik- Fan war, bis er selber zur absoluten Rock- Ikone seiner Zeit wurde, und von der Jugend z.T. mehr verehrt wurde, als ihm lieb war. Wie er schon früh in seiner Phantasie (und in seinen Tagebüchern) sich auf das LEben als Rockstar vorbereitete, das seinen Vorstellung so sehr entsprechen sollte.
Besonders erschreckend, aber in seiner Art auch die Persönlichkeit Cobain's sehr erhellend wirkt aber der Ausspruch vor einem Freund in seiner Schulzeit: "er wollte der größte Rockstar werden, und dann enden wie Jimi Hendrix!" Das soll er mit dem größten Ernst gesagt haben; und genau so ist es später eingetroffen!!!
Mit seiner Gesundheit und seinem Leben ging Cobain sehr verantwortungslos um, als ob ihm dieses nichts bedeuten würde.
Wegbegleiter berichten darüber (und auch Cobain's Tagebuch), wie früh sich Cobain mit dem Leben und der Verantwortung schwer tat, und wie sehr und früh sich seine Gedanken und Gespräche schon um das Thema Selbstmord drehten, dass Viele sich schon sehr früh um Cobain Sorgen machten.
Was ist doch Cobain, der wie der absolute Loser wirkt, und doch der größte Rockstar seiner Zeit war, für ein faszinierender Mensch! - Und wie bescheiden und liebenswürdig, wie natürlich er dabei wirkte! Und nicht zu vergessen seine Ehrlichkeit.
Andererseits wird durch das Buch auch klar, welch große Schwächen Cobain als Mensch hatte. Viele Weggefährten wissen nur wenig Positives über Cobain ALS MENSCH zu berichten; er scheint da geradezu mit Fehlern und negativen Eigenschaften nur so durchzogen gewesen zu sein! Ein "guter" Mensch - das wird dem Leser dieses Buches schnell klar - war Cobain sicherlich nicht. Und auch der Meister selbst schien von seinem Charakter nicht viel zu halten, seine unsoziale, launische, verantwortungslose und selbstzerstörerische Natur.
Aber das schien Cobain nicht wirklich wichtig zu sein: denn er lebte für seine Idee, die größte Musik zu machen, die die Menschen jemals angemacht hat. Und das ist ihm voll gelungen! Das gab dem sonst so unsicheren Mann Selbstbewusstsein. Das machte ihm zum Star.
Völlig widersprüchlich ist manchmal das LEben Cobains: andererseits will er der größte Rockstar sein, andererseits fühlt er sich seiner bescheidenen und schüchternen Natur verpflichtet, und will einfach nur seine Ruhe haben, einfach tun und lassen können, was er will, ohne z.B. ständig von der Presse belagert zu werden. Doch das Eine geht nicht ohne das Andere! Cobain wurde zu einer Figur im öffentlichen Leben und in den Medien, auf die er selber nciht mehr viel Einfluss gehabt hat. So wurde es ihm ein immer größeres Bedürfnis, sich völlig zurückzuziehen.
Doch auch er selbst hatte immer weniger Kontrolle über sein LEben: seine Drogenabhängigkeit wurde immer schlimmer. Eine Magenkrankheit machte ihm zunehmends das LEben zur Hölle. Seine psychischen Probleme vertrugen sich nciht mit seinem Leben in der Öffentlichkeit, das von ihm erwartet wurde (und das er nciht spielen wollte und nicht konnte).
In gewisser Weise war er auch immer Kind geblieben, wenig selstständig und kaum Verantwortung übernehmen könnend. Er war nicht imstande, mit Anderen über seine Probleme zu sprechen. Er hasste sich selber (sein Ausspruch: "I hate myself and I want to die!"). Er war es gewohnt, vor seinen Problemen wegzurennen, anstatt sich ihnen zu stellen. Notfalls versuchte er es mit Drogen. Er war ein schwacher MEnsch. Ihm muss auch klar gewesen sein, wohin ihn dieses Leben führen würde.
Er schien auch daran zu verzweifeln, dass er niemals - selbst als größter Rockstar aller Zeiten - das Leben führen würde, der Mensch sein könnnte, von dem er immer geträumt hatte.
Es gefiel Cobain bestimmt auch nicht, dass er immer mehr zum seelischen und körperlichen Wrack wurde, und nicht mehr in der Lage sein würde, den künftigen Musikfans noch viel zu bedeuten. Tatsächlich war er zu einer Ikone der Drogenabhängigen geworden; ein Gedanke, den er so schrecklich fand, dass er am liebsten ganz raus aus dem Showbusiness wollte, und nur ncoh Privatmann werden wollte. Andererseits war es ihm wichtig, verehrt und geliebt zu werden.
Schließlich landete er - gegen seinen Willen - in einer Entzugsklinik. Doch es war ihm nciht möglich, sich seinem Leben zu stellen. Er flüchtete. Eine Zeit lang galt er als vermisst. Endlich fand man ihn durch Zufall in seinem neuen Haus auf dem Land im Raum über seiner Garage. Offiziell soll es Selbstmord mit dem Gewehr gewesen sein, das er sich vorher gekauft hatte.

Und ich glaube das! Nach diesen ganzen Beschreibungen war für mich eigentlich kein Zweifel mehr daran, dass Cobain SELBSTMORD BEGANGEN hatte. Ich hatte es vorher selber nicht geglaubt. Aber wenn JEmand in seinem kurzen Leben dauernd nur mit dem Gedanken an Selbstmord kokettiert, sich schließlich gesundheitlich am Ende fühlt, und außerstande sieht, seinen Beitrag dafür zu leisten, um wieder gesund werden zu können, dann macht es für mich durchaus Sinn, dass man dann Selbstmord macht. Cobain wollte einfach Schluss machen mit Allem. Er hat die Zukunft nicht mehr für ihn als erstrebenswert erachtet. Er hat den Abschiedsbrief geschrieben. Was er sonst noch so an Gründen gehabt haben mag, wird nciht ganz deutlich; es bleibt - wie immer - verschlossen in seinem Kopf. Aber man ahnt, dass er vermutlich eine ganze Reihe von Gründen gehabt hat, die ihn zu seiner Entscheidung brachten. Tatsächlich hat er ja nicht gelitten bei seinem Tod.

Natürlich gab es bei Cobain's Tod einige Ungereimtheiten und große Schlampereien seitens der Polizei. Es ist ein Fehler dieses Buches, dass der Autor auf diese Problematiken, die alle Nirwana- Fans so brennend interessieren, praktisch überhaupt nicht eingeht, als würde es sie nicht geben.

Ich meine aber, dass die vielen Theorien der "Verschwörungstheoretiker" über Cobain's Ende als "Mord" zwar als Argumente durchaus Wichtigkeit haben; aber sie können genauso entkräftet werden; man kann sie glauben oder nicht. Ich glaube sie nicht (mehr).
WEnn cobain so angeblich nicht mehr in der Lage gewesen sein soll, sich den Todesschuss selber zu geben, aufgrund zu hoher Drogenkonzentration, dann kann man darauf antworten: wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! (man denke an die vielen willensstarken MEnschen, dennen der Arzt sagt, sie hätten nur noch ein paar Monate zu leben; schließlich aber doch noch viele Jahre leben!). Und Cobain scheint den Willen zu sterben gehabt zu haben! Es ist auch möglich, dass die Wirkung der Drogen erst später einsetzte. (Cobain kannte die Wirkung der Drogen auf sich!) (das meine ich - unabhängig vom Buch!). Und - das geht ja auch aus
dem Buch wieder hervor - soll Cobain ja vorher schon mehrfach Selbstmordversuche unternommen haben; war dem Tod dabei manches Mal näher als dem Leben!
Oft wird kritisiert, dass Courtney Love zu großen Einfluss auch das Buch gehabt hat. Andererseits: wer kannte Kurt mehr als sie?
Zwar hat C. Love viel Geld geerbt von Kurt. Aber würde sie wirklich in der Lage gewesen sein, ihn umzubringen (zu lassen)? WEnn man sich die Persönlichkeit dieser Frau genau ansieht, so glaube ich, ein solcher übler Mensch ist diese Frau nciht; wenn auch kein Engel! Ich glaube, sie hat hat Kurt wirklich gelebt, wenn sie auch von ihm teilweile schlecht behandelt wurde (soll Kurt ja nicht nur bei ihr so gehandhabt haben!). Ich kann mir sogar inzwischen vorstellen, dass Frau Love eine wichtige Stütze für Kurz in den letzten Jahren gewesen sein kann. Frau Love hat einfach das Problem, dass sie bei den Cobain- Fans (zu denen ich mich ja nach wie vor - im musikalischen Sinne - zähle) einfach unbeliebt ist. Das wird ihr aber nicht ganz gerecht. Ich halte zwar auch nicht viel von ihr (schon gar nciht von ihrer Musik, die nicht zu der Qualität der ihres Mannes zu vergleichen ist); aber ich glaube, dass ihr Ehemann ihr wichtig war, schon alleine wegen dem gemeinsamen Kind. Außerdem glaube ich nicht, dass Frau Love INTELLIGENT genug wäre, eine solche Tat durchzuführen, oder diese immer zu vertuschen; Presse und Polizei über Jahrzehnte hinweg hinter's Licht zu führen. Auch fehlt es ihr DAFÜR sicherlich am nötigen Schauspieltalent; eine so gute Schauspielerin ist sie ja auch wieder nciht, oder?!
Ihre Mitarbeit an dem Buch wird meines Erachtens meist FALSCH BEWERTET: die Leute denken, sie wollte sich mit diesem Buch reinwaschen, die Spur vertuschen, o.Ä.
Natürlich wird sie großen Einfluss auf das Buch gehabt haben. Aber könnte sie nicht auch ein Recht darauf haben? Könnte es nicht auch gut sein, dass Frau Love diesen Autor und dieses Buch in "positivem Sinne benutzen" wollte, um nicht nur ihr Interesse, sondern auch die Wahrheit zu fördern? Stellt Euch doch bitte mal vor, Ihr wäred an ihrer Stelle! Die arme Frau wird nun von allen Seiten gehetzt und verdächtigt und bekommt keine Ruhe mehr. Wie häufig werden Menschen zu Unrecht verdächtigt, eine schlimme Tat begangen zu haben, obwohl das Gegenteil der Fall gewesen ist! Stellt Euch vor: Ihr liebt einen Menschen mehr als alles Andere; und dann werdet Ihr für dessen Tod, wegen dem ihr in Wirklichkeit mehr trauert als jeder Andere, verantwortlich gemacht! Könnt Ihr dann nciht verstehen, dass Frau Love dann über dieses Buch an die Öffentlichkeit gehen will, und sagt: Hier sind seine Tagebücher, usw.; das möge den Sachverhalt erhellen!; seht, was für ein Mensch er war, welche Probleme er hatte; seht FAKTEN! Ich meine, diese Frau kann allen Grund dazu haben, durch den Hass, der ihr ständig entgegenschlägt, verzweifelt zu sein, und mit diesem Buch Licht in das Dunkle zu bringen.
Ich finde jedenfalls, dass die Inhalte dieses Buches zu einleutenderen Schlüssen führen, als die Theorien der ganzen Verschwörungstheoretiker, die die Selbstmord- Theorie in Frage stellen!

Cobain war sicherlich musikalisch ein absolutes Genie; als Mensch war er aber vermutlich kein Vorbild, sondern nur außerordentlich zu bemitleiden und tragisch.
Nichtsdestotrotz höre ich Cobain's Musik noch heute gerne, und ich muss ihn einfach bewundern, mit welcher Hartnäckigkeit er seine genialen musikal. Ideen Wirklichkeit lassen hat. Und diese Sounds, die Einen immer so mitnehmen und auf Einen so stark wirken, dass man kaum dabei auf andere Dinge achten kann - ganz im Gegensatz zu der meisten anderen Musik!
Aber ich bin auch immer nachdenklich und traurig, wenn mir mal wieder das Düstere dieser Musik auffällt, vor allem die oft noch düsteren Texte dazu, wohlwissend, dass Cobain's Texte meist nciht nur ernst, sondern auch sehr persönlich waren.

Ruhe in Frieden, Kurt! Deine Musik wird unsterblich bleiben!

PS: Das Buch besticht nicht nur auf die Verweise auf die Quellen, die zu den Aussagen des Buches geführt haben; es hat auch z.B. einen sehr interessanten Bildteil!
Einfach mal lesen, wer sich für die Thematik interessiert. Das Buch ist meines Erachtens besser geschrieben, und hat mehr Fakten und logische Schlüsse zu bieten als das meiste Andere auf dem Markt!
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am 22. August 2005
Also ich verschlinge fast alle Bücher zu diesen Thema und dieses ist eines dass nur so schreit vor Courtney!Michael Cross hat es mit Ihr zusammen geschrieben und das merkt man an sehr vielen Stellen, besonders am Schluss. Woher will er wissen was Kurt in den letzten Stunden vor seinen Tod gemacht hat? Und dann auch noch so genau? Es sind echt viele Lügen in den Buch, als Fan erkennt man sie, aber wenn es jemand liest der keine ahnunhg hat, was soll der denn denken?!
ich empfehl euch das Buch " Come as you are", dort hat Kurt zwar teilweise gelogen aber das ist nicht so schlimm wie Courtney..Lest auch das Buch " Mordfall Kurt Cobain", das ist wirklich aufschlussreich!Ich möchte jetzt nicht gegen " der himmel über nirvana" wettern, das buch ist ganz gut, aber diese vielen lügen sind einfach nur peinlich!
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am 11. April 2014
Irgendwie kommt die Witwe hier doch zu gut weg, was ich nicht so recht glauben mag.
Die Selbstmordszene ist ja auch reine Fiktion.
Um kein allzu einseitiges Bild von dem "Fall" zu bekommen habe ich mir noch Love & Death von Max Wallace und Ian Halperin durchgelesen. Das ergibt zusammen eine ganz andere Sicht auf die Dinge.
Ruhe in Frieden, Kurt, 20 Jahre nach deinem Weggehen bist du immer noch in unseren Herzen!
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am 1. Mai 2003
Ich habe beide Bücher über Nirvana gelesen, dieses und "come as you are" und kann nur sagen, dass dieses Buch wirklich das bessere der beiden ist. obwohl in "Come as you are" weitaus mehr Zitate von Kurt, Familie und Freunden vorhanden sind, sind durch Kurts ab und zu eher lockere Einstellung zur Wahrheit einige Tatsachen verdreht oder ganz ung gar erfunden. In diesem Buch werden eben diese Wharheitsverdrehungen wieder richtig gebogen und durch Tatsachen widerlegt. Kurt kann als Beispiel gar nicht "underneath the bridge" geschlafen haben, weil der Bereich unter Brücke zu dieser Zeit überflutet gewesen ist. Auch von der schreibweise gefällt mir dieses Buch um einiges besser. Trotzdem ist auch "Come as you are" lesenswert und manchen gefällt es sicher auch besser, als dieses, jedoch hat "Der Himmer über Nirvana" meiner Meinung nach eher die volle Sternenzahl verdient!
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am 25. Oktober 2003
Ich habe bisher nur das englische Original (US$14,95) gelesen - und es fängt mit 3 seiten guten Kritiken an! Es ist nicht nur die Beste Biographie, die ich je gelesen habe, sondern auch eins der besten Bücher überhaupt, die ich bis jetzt gelesen habe. Di egeschichte liest sich wie ein Roman. Sie hat mir Angst gemacht, micht zum lachen gebracht und mich zum weinen gebracht. Einmal angefangen, kann man das Buch nicht lange aus der Hand legen. Die Quellangaben am ende lassen es sehr ehrlich und unverfälscht erscheinen. Die Schilderungen aus Kindheitstagen sind erschütternd und der Epilog ist packend und beruhigend zugleich. Das Buch ist packend von der ersten bis zur letzten Seite! Eine empfehlenswerte Ergänzung sind die Tagebücher von Kurt Cobain, wobei die original version (Natürlich ohne übersetzung) doppelt so groß ist, wie die Deutsche und nur aus Kopien der eigentlichen Tagebücher besteht...
Auch für nicht Fans ist 'Heavier than Heaven' empfehlenswert, da es einige Abgründe der menschlichen Psyche aufreisst - definitiv eine Abendfüllende Lektüre! Ein 'Must Read' für Psychologen, Fans und solche, die es werden wollen!
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am 30. November 2004
Zuerst die positiven Dinge über dieses Buch: Es ist sehr ausführlich, erwähnt wichtige und in anderen Büchern oft nicht erwähnte Details aus Kurts Leben. Es liest sich flüssig, ist in keinster Weise zäh, wie es vielleicht andere Biographien sind, und geschrieben wie ein Roman.
Nun die negativen Aspekte: Courtney Love kommt in diesem Buch sehr gut weg, es gibt keine Infragestellung des "Selbstmordes"... Um der Sache eine Krone aufzusetzen, beschreibt Charles R. Cross im Kapitel, das Kurts Tod thematisiert, wie er "Seine Camel lights angezündet hat", seinen genauen Gedankengang... viele Details werden erwähnt, die schlicht geraten und ausgedacht sind. Das ist wirklich überflüssig. Und: Dieses Buch ist ein Buch für den Mainstream-Leser, soll heißen: Für einen Fan, der Nirvana / Kurt mag, weil sie eben "angesagt" sind. Es sollte in einer Biographie um Tatsachen gehen, nicht um Spekulationen und sich schon gar nicht wie die BILD-XXXXX lesen (-> eben erwähntes Kapitel). also: Das Buch ist gut, es liest sich gut, es macht Spaß; aber "Come As You Are" ist in jedem Fall vorzuziehen.
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