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am 13. Mai 2010
Über die Story sag ich jetzt mal nichts, die ist ja allgemein bekannt.
Zu dieser Ausgabe: Die Aufmachung des Buches ist einfach wunderschön, sieht super aus in jedem Bücherregal. Der Preis ist meiner Meinung nach gerechtfertigt. Ich finde es nur schade, dass es die Carroux-Übersetzung nicht auch in einer günstigeren Version gibt, da viele Einsteiger sich sicherlich die Krege-Version anschaffen. Ich hab auch zuerst die Krege-Version gelesen und mich hat diese angeblich "modernere Sprache" extrem gestört. Wie schon gesagt: das Beispiel, dass Sam Frodo andauernd "Boss" oder "Chef" nennt. Oder als Frodo Aragorn zum ersten mal trifft:

Krege: "Hallo!", sagt Pippin. "Wer sind Sie denn und was wollen Sie?"
"Man nennt mich Streicher", antwortete er, "und Ihr Freund hat mir versprochen, es aber vielleicht vergessen, dass mir noch in aller Stille miteinander reden könnten."

Carroux: "Hallo!", sagte Pippin. "Wer seid Ihr denn und was wollt Ihr?"
"Ich werde Streicher genannt", antwortete er. "Und obwohl er es vergessen haben mag, hat Euer Freund
versprochen, sich in Ruhe mit mir zu unterhalten."

Mich stört es total, dass Aragorn mit "Sie" angeredet wird. Das passt einfach nicht in die Geschichte. Und auch vom Klang her gefällt mir Carroux eindeutig besser. Ich kann einfach nicht verstehen was der Verlag in der Krege-Übersetzung gesehen hat. Und es gibt noch viel schlimmere solcher Beispiele, die ich leider nicht alle aufzählen kann. Für alle die vorhaben das Buch zu lesen: Es lohnt sich wirklich sich diese Version anzuschaffen, denn sie ist eindeutig jeden Cent wert den man dafür mehr bezahlen muss! Ich hoffe der Verlag bleibt auch in Zukunft bei der Übersetzung von Margaret Carroux!
1919 Kommentare| 426 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Oktober 2008
Und ich habe das gute Stück genauer unter die Lupe genommen. Was taugt die Neuüberarbeitung in dieser neuen Prachtausgabe wirklich?

Zunächst zu den Äußerlichkeiten: Sie war zwar etwas kleiner, als erwartet, dies macht die prächtiger Sonderausstattung aber wieder gut. Der Einband aus Schafsleder ist nicht nur visuell ein Erlebnis, sondern fühlt sich auch gut an und riecht wie Leder riechen sollte. Die Fadenheftung und das dünne Bibelpapier sind wunderbar verarbeitet, Satz und Druck von guter Qualität. Das Buch besitzt zwei praktische Lesebändchen, kupferfarbenes Vorsatzpapier verleiht der Ausgabe etwas Edles. Highlight ist natürlich die Prägung auf dem Rücken und der Vorderseite in Echtgoldfolie. Vermisst habe ich nur einen Hinweis auf die Limitierung von 7.777 Stück. Sammler schätzen es immerhin zu wissen, dass sie beispielsweise Exemplar 250 von 7.777 besitzen.

Das Buch enthält erstmals die kompletten Anhänge inklusive einem Kapitel zur Aussprache (übersetzt von Helmut W. Pesch). Vollständige Register-Angaben fehlen natürlich auch nicht. Und was wäre ein DER HERR DER RINGE ohne Karte? In einer Einstecktasche ganz am Ende des Buches steckt eine zweifarbige Karte von Mittelerde.
Außerdem wurde der gesamte Text mühevoll in die neue Rechtschreibung übertragen, ein Thema, das natürlich Geschmackssache ist. Ich persönlich bin kein Gegner der neuen Rechtschreibung und begrüße diesen Schritt.
Besonders interessant für Anhänger des Tolkienischen Werkes ist aber die Überarbeitung der alten Carroux-Übersetzung durch Tolkien-Expertin Lisa Kuppler. Denn Übersetzerin Margaret Carroux war auch nur ein Mensch und so wimmelt es in ihrer Übersetzung von Fehlern. Und an einigen Fehlern war sie nicht einmal schuld, sie hat nämlich auch unwissend Fehler der englischen Ausgabe übernommen. In der englischen Ausgabe wurden diese Fehler größtenteils erst 2004 in der "50th Anniversary Edition" von Christopher Tolkien beseitigt.
Nur ein Beispiel: Es gab in alten LORD OF THE RINGS Ausgaben im Kapitel "A Journey in the Dark" ("Eine Wanderung im Dunkeln") die Passage "...even their own Masters ..." Und Carroux hatte für die deutsche Version auch wortgetreu übersetzt "...selbst ihre Meister...". Aber der englische Text enthielt einen Fehler, weil man damals Tolkiens Handschrift nicht richtig entziffern konnte. Eigentlich sollte es nämlich heißen "even their own Makers ..." In der englischen Ausgabe wurde dies 2004 von Tolkiens Sohn korrigiert. Aber hat es diese Korrektur auch in die neue deutsche Ausgabe geschafft? Ein kurzes Blättern und tatsächlich!! "selbst diejenigen, die sie schufen ..." Wer hätte das gedacht! Ein Traum wird wahr für Buch-Pedanten! Die Stelle wurde von Tolkien-Expertin Lisa Kuppler tatsächlich korrigiert. Aber wie sieht es mit gewöhnlichen Übersetzungsfehlern von Margaret Carroux aus, wurden die auch alle entdeckt? Einige Stichproben ergeben, dass die meisten Fehler korrigiert wurden. Nicht alle, aber fast alle.
Und das Wichtigste am Schluss!! Für diese neue Prachtausgabe wurden einige Namen neu übersetzt! Im Kapitel "Ein Langerwartetes Fest" heißt es beispielsweise im Original: "And Mr. Drogo was staying at Brandy Hall with his father-in-law..." Früher lautete diese Stelle bei Carroux "Und Herr Drogo blieb im Brandyschloß bei seinem Schwiegervater". In der Prachtausgabe heißt es nun: "Und Herr Drogo war gerade im Brandygut bei seinem Schwiegervater" Aus "Brandy Hall" wird also passender "Brandygut" oder später auch "Gut Brandy". Aber dies ist nur einer von mehreren Namen, die geändert wurden. Das Gebiet mit dem Namen "Das Luch" (orig. "The Yale") wurde in "Die Hugel" geändert, "Buckelstadt" (orig. "Tuckborough") heißt jetzt "Tuckbergen".
Fazit: Eine prächtige Ausgabe, deren Text in mühevoller Kleinstarbeit und mit viel Liebe fürs Detail überarbeitet wurde. Es wäre zwar schön gewesen, wenn wirklich alle Fehler der alten Ausgabe korrigiert worden wären, aber bei 1.300 eng bedruckten Seiten ist dieser Anspruch vermutlich eher unrealistisch. Alles in allem die schönste und bisher perfekteste deutsche Ausgabe von J.R.R. Tolkiens Meisterwerk DER HERR DER RINGE. Und für Sammler ist diese Ausgabe sowieso ein Muss!
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TOP 500 REZENSENTam 25. August 2002
Endlich gibt es die 3 Herr der Ringe Bände in der alten Übersetzung wieder zusammen in einem Schuber. Warum aber so viel Geld ausgeben wenn es den Herrn der Ringe auch schon für weniger als die Hälfte gibt? Weil es sich lohnt! Die neue (billige) Übersetzung kommt bei weitem nicht an den sprachlichen Stil von Carroux' Übersetzung heran. Ich habe beide Übersetzungen gelesen und kann nur diese hier empfehlen. Aus "Herr" wird "Chef", aus "Taugenichts" wird "Penner" - grausig, ganz zu schweigen davon, dass die neue Übersetzung die Dialoge mindestens einer Dimension beraubt.
Der Herr der Ringe ist eine wunderbare ergreifende, wunderbar erzählte und tiefgängige Geschichte. Als wäre Tolkien nur ein Chronist, der die wirklichen Begebenheiten in allen Einzelheiten festgehalten hat, zweifelt man beim Lesen garnicht an der Existenz dieser Welt - Mittelerde. In jeder Begebenheit und jedem Dialog fühlt man, dass Mittelerde selbst schon eine sehr, sehr lange Geschichte erlebt hat. Die Handlung entstammt nicht dem Nichts, sondern ist das Resultat einer Jahrtausendelangen Entwicklung die in den 3 Bänden ihren Höhepunkt findet.
Im ganzen Buch finden sich durchgängig Andeutungen und Begebenheiten aus der "Altvorderenzeit" - jener Zeit weit vor den Geschehnissen des Herrn der Ringe, in der der Hintergrund dieser Geschichte seinen Ursprung hat. In zahlreichen Liedern und Gedichten werden geheimnisvolle Ereignisse besungen, die alle ihren Teil zur Geschichte Mittelerdes beigetragen haben.
Man muß aber keine Angst haben, die Geschichte nicht verstehen zu können. Es ist vor allem eine Geschichte von Freundschaft, Vertrauen, von Helden und Verrat, von Gut und Böse. Allein aus dieser "oberflächlichen" Sicht ist der Herr der Ringe das fesselnste Buch welches ich je gelesen habe. Die Anhänge, Register und Karten (die in dieser Ausgabe enthalten sind) geben Auskunft über die Vorgeschichte und was aus den Helden nach den Ringkriegen wird.
Wem dieses Buch gefallen hat und wer tiefer in Tolkiens Welt eintauchen will - wer die Hintergründe, Andeutungen, Lieder, Gedichte und die Geschichte Mittelerdes verstehen will - dem sei gesagt: Man darf Fragen stellen! Mittelerde ist nicht aus den Fingern gesogen, die Figuren, Geschehnisse und Geschichten nicht frei erfunden, sondern wurden "entdeckt" wie Tolkien selbst gesagt hat. Von der Entstehung der Welt, der Kreaturen, Personen, Geheimnissen und Geschichten bis hin zu den Ringkriegen gibt "Das Simarillion" Auskunft - eine unbedingte Leseempfehlung für alle die nach dem Herr der Ringe Mittelerde nicht verlassen wollen.
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TOP 500 REZENSENTam 3. September 2002
Viele Tolkien-Fans sind der Meinung, dass man den Herrn der Ringe am besten im englischen Original lesen sollte. Leider können nicht alle Bücherwürmer fließend englisch. Der Sinn einer Übersetzung liegt also darin, ein Werk - natürlich möglichst nah an der Vorlage - vielen Lesern in vielen Ländern zugänglich zu machen. Nachdem die neue Übertragung des "Herrn der Ringe" von Wolfgang Krege zu wilden, teilweise wütenden Diskussionen geführt hatte, machte auch ich mich an einen Vergleich der beiden Übersetzungsvarianten mit dem Original. Über Fehler oder ungeschickte Wortwahl will ich hier gar nicht schreiben, das haben bereits genügend andere Leser vor mir getan.

Für mich ist die Carroux-Übersetzung die gelungenere Variante. Die Übersetzerin hält sich eng an die Vorlage und verwendet eine altertümliche, elegante Sprache. Tolkien entführt uns mit dem "Herrn der Ringe" in eine andere Welt: Hobbits, Elben und Zwerge, Orks und Zauberer. Fremde Wesen mit unterschiedlichen Gebräuchen und Gewohnheiten. Für mich drückt sich der Charme von Mittelerde auch in einer Sprache aus, die von unserem alltäglichen Sprachgebrauch abweicht.

Doch Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Zum Glück für alle Fans (und solche, die es werden wollen) sind momentan beide Übersetzungsvarianten verfügbar. So kann also jeder seine ganz persönliche Lieblingsversion dieses Bestsellers finden. Zwar gibt es die Carroux-Übersetzung nur noch in der (nicht ganz preiswerten) gebundenen Version, dafür halten die Bücher dann aber auch mehrmaliges Lesen aus...
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am 14. Januar 2003
Da zum Inhalt schon genug gesagt ist, möchte ich hier nur noch auf die Frage nach der besseren Übersetzung eingehen.
Es ist erstaunlich: Gelegentlich findet sich immer wieder jemand, der eine Lanze für die Krege-Übersetzung bricht. Man hört oder liest dann sogenannte Argumente wie
"Schließlich ist die alte Übersetzung 50 Jahre alt und nicht mehr zeitgemäß"
oder
"Durch eine modernere Sprache soll das Werk neuen Leserschichten zugänglich gemacht werden"
Lassen Sie sich nicht durch solchen Unsinn blenden. Das Original wird auch nicht neu geschrieben. Mir ist auch nicht bekannt, daß die Werke Goethes oder Shakespeares alle 50 Jahre den jeweiligen Sprachmoden angepaßt werden. Und wer ein so gestörtes Verhältnis zu seiner Muttersprache hat, daß er mit der Carroux-Übersetzung nicht klar kommt, der sollte ohnehin besser die Finger vom Herrn der Ringe lassen. Die eher vulgärsprachlich orientierte Action-Comic-Generation erreicht übrigens auch Wolfgang Krege nicht.
Margaret Carroux hat die erste, in vielen Bereichen noch mit Tolkien selbst besprochene deutsche Übersetzung vorgelegt. Ihre Sprache ist athmosphärisch stimmig, sie ist angemessen. Für eine Neuübersetzung gab und gibt es keinen Bedarf. Die vorliegende Ausgabe kann also mit Fug und Recht als "Originalübersetzung" angesehen werden. Für mich ist es jedenfalls die einzig "gültige" Übersetzung, an der alle anderen Versuche sich messen lassen müssen.
Die Preisgestaltung zeigt die wahren Absichten des Verlages: Kasse machen! Leider ist dieses Konzept aufgegangen. Wie ich, so dürften viele HdR-begeisterte sich die neue Übersetzung gekauft haben - die meisten sicher nicht zu ihrer Freude. Alle von Krege enttäuschten, die sich die Carroux-Übersetzung neu anschaffen möchten, müssen nun sehr tief in die Tasche greifen (siehe oben)!
Aber dennoch: Alle, die HdR zum erstenmal lesen wollen, sollten (sofern sie nicht ohnehin der englischen Originalausgabe den Vorzug geben) DIESE UND NUR DIESE AUSGABE KAUFEN!
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am 27. August 2009
Diese neue Ausgabe mit altbekanntem und allseits beliebtem Inhalt ist zweifellos perfekt gelungen!
Da bleibt kein Wunsch offen: wunderschöner Leineneinband, zweifarbiger Druck, zwei Lesebändchen, gut zu handhabendes Papier, sehr liebevolles Design (innen wie außen), sowie zwei wirklich tolle Karten (eine von Mittelerde und eine Detailkarte von Gondor und Mordor).

Den Höhepunkt dieser Ausgabe bildet jedoch die alte/neue Übersetzung von Margaret Carroux. Schon seit Langem wurden Stimmen laut, die sich über die etwas zu "modern" geratene Übersetzung von Wolfgang Krege beschwert haben - und das mit Recht. Diesem Ruf ist nun auch endlich der Klett-Cotta-Verlag gefolgt und hat endlich wieder die altbewerte Übersetzung von Margaret Carroux zum Einsatz gebracht. Carroux hat seinerzeit den "Herr der Ringe" noch mit J.R.R. Tolkien persönlich ins Deutsche übersetzt und nun wurde der alte Text auf den neusten Stand der Tolkien-Forschung und der deutsche Sprache, sowie Rechtschreibung gebracht.

Da bleiben nun wirklich absolut keine Wünsche mehr offen. Diese neue Edition des "Herr der Ringe" ist seit Langem die beste und perfekteste Ausgabe (vorallem, wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis bedenkt!). Ich kann dieses Buch wirklich jedem Tolkien-Fan und jenen, die es noch werden wollen, wärmstens empfehlen!
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am 2. Mai 2007
Nein, Tolkien hat die Fantasy nicht erfunden.

Nein, Tolkiens literarische Qualität übertrifft nicht alles bisher dagewesene.

Nein, Frauen kommen hier nicht zu kurz.

ABER sowohl die unglaublich fesselnde Handlung, als auch die Liebe zum kleinsten farbenprächtigen Detail und die mythische Tiefe machen es zum mächtigsten Werk der Fantasy bisher. Für dieses Werk sind 5 Sterne zu wenig.

Man sieht die Kraft von Tolkiens Schöpfung u.a. daran, dass ein Großteil aller späteren Werke sich an seine Motive, Charaktere und Sagen anlehnen. Der Herr der Ringe ist ein seltenes Beispiel dafür, wie auch in unserer Zeit Mythen entstehen können, die uns mit unseren Ursprüngen verbinden.

Im übrigen kommen die Frauen m.E. keineswegs zu kurz. Ohne Galadriel, Melian, Luthien Tinuviel (im Silmarillion) oder Eowyn wäre Mittelerde nicht vorstellbar. Man mag beklagen, dass ihr Erscheinen und Verhalten mehr der mittelalterlichen Minne entlehnt wird als der modernen Lara-Croft-Rolle, doch trägt das nicht gerade deswegen zum Zauber der Geschichte bei?

Auch der Kampf "Gut gegen Böse" ist nicht so banal wie häufig bemängelt. Hat man erstmal die wirkliche Komplexität von Tolkiens Welt gesehen, die sich im Silmarillion entfaltet, so erscheint der Kampf eher wie ein Schattenspiel. Sauron ist nicht mehr als ein Diener Morgoths, der eine Ring nur ein Schatten der Silmaril, die Elfen bereits schwach und müde gegen die Schönheiten des ersten Zeitalters. Wer dem Herrn der Ringe vorwirft, alles Böse käme aus dem Osten, der hat übersehen, dass im ersten Zeitalter alles Böse aus dem Norden kam, womit die krampfhaften politischen Bezüge eher zum Schmunzeln verleiten.

Speziell zu dieser Übersetzung: In diesem Buch findet man eine (sehr seltene) kongeniale Übersetzung, die auch dem wundervollen Original noch neue Seiten entlocken kann. Alle Englishfanatics seien hier daran erinnert, dass auch Tolkien sich von "Tollkühn" herleitet und er darauf stolz war. Wer die brillante Übersetzung von M. Carroux und Tolkien gegenüber dem Original abwertet, den frage ich, ob er sich mit neudeutscher Englischverliebtheit oder mit mangelhaftem Verständnis für die Schönheit der eigenen Sprache hervortun möchte.

Insgesamt gesehen wünsche ich dem neuen Leser:

Viel Zeit mitbringen, die lange Einleitung durchstehen und nach der ersten Lektüre des Herrn der Ringe sich ans Silmarillion wagen. Wer dann das Buch im Banne des Silmarillions erneut liest, erlebt eine zweite Offenbarung.

Auch nach 40 Jahren Fantasy, nach George R. Martin, Ende, Rowling, Jordan und wie sie alle heissen, kenne ich kein besseres Buch!
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am 7. April 2007
Als ich den Herrn der Ringe zum ersten Mal gelesen habe, war ich elf Jahre alt. ..und ich war begeistert. Auch die folgenden Jahre habe ich das Buch liebend gerne und immer wieder, mal auf englisch, mal auf deutsch gelesen. Einfach traumhaft.

Irgendwann blaettere ich also 2002 um die Weihnachtszeit wieder in einem Herr der Ringe Buch in einem Laden und mich trifft schier der Schlag. Was war passiert? Grauenhafte Woerter, merkwuerdige Saetze... Sam spricht Frodo als "Chef" an. Mhm. Irgendwas war gehoerig faul. Ja, ich hatte diese Neuuebersetzung in der Hand, von Krege. Bitte um alles in der Welt, wenn Sie jemandem einen Gefallen tun wollen, so suchen sie diese schoene alte Carroux Uebersetzung. Sie ist es einfach wert gelesen zu werden, immer und immer wieder.

Ich moechte jedem nur empfehlen sich den Herr der Ringe von Carroux zuzulegen, -der uebrigens im Einvernehmen und Dialog mit Tolkien von ihr uebersetzt worden ist-

Dann ist es einfach das absolute MUSS und ein Buch, dass man aehnlich wie "die Unendliche Geschichte" niemals wieder hergeben moechte. -allenfalls vielleicht einer Person, die man sehr liebt.

Eine der schoensten Welten, liebevoll beschrieben und aus dem Herzen gelebt. An manchen Stellen im Deutschen sogar schoener als im Englischen.

Uebersetzung von Margaret Carroux - ein MUSS!
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am 21. Januar 2003
Mal vorneweg, ich habe das Buch 1982 gelesen (als ich 14Jahre alt war) später nocheinmal und nachdem nun die Movie-Hysterie ausbrach, habe ich es nocheinmal zur Hand genommen: Es ist schlichtweg eines der besten Bücher (wenn nicht das Beste) die ich je gelesen habe.
Die Handlung ist extrem komplex und kompakt, dass man (endgegen manchen Kritikern hier) das Gefühl hat, kein einziger Satz könnte ausgelassen werden. Jedes einzelne Kapitel hat an sich Stoff für komplette Geschichten und ich stimme mit Tolkins Vorwort überein: das Buch ist zu kurz!
Und damit zum eigentlichen Anlass meiner Kritik: Das Buch ist ein Märchen, aber nicht wie es aus der Übersetzung Wolfgang Krenges hervorgegangen ist, eines in banaler Comicsprache. Es ist unglaublich wie jemand ein Buch ruinieren kann. Die etwas altmodische dafür aber der Geschichte angemessene Sprache Magret Carroux's gibt der Geschichte etwas feierliches und den handelnden Personen etwas Würdevolles. (Grimms-Märchen in der Sprache von Clever&Smart o.ä. würden auch deutlich an Charme verlieren).
Krenge hat aus dem Herrn der Ringe ein banales Kinderbuch gemacht. Wenn sich trotzdem noch jemand an der Geschichte begeistern kann, dann spricht das nur für die Stärke der Geschichte.
Fazit: Auf die "richtige" Übersetzung achten!!! Nur wo Margret Carroux draufsteht ist auch "Herr der Ringe" drin!!!!
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am 30. Juli 2002
Nachdem man jahrelang von Wolfgang Kreges Interpretation des Herrn der Ringe (O-Ton Krege: "Die neue Fassung maßt sich einen Versuch an, die Geschichte so vorzutragen, wie Tolkien es tun würde, wenn er heute, 1999, schriebe.") gequält wurde, gibt es nun wieder die einzig wahre deutsche Übersetzung des Herrn der Ringe in einem Schuber. Zum Buch selbst: der Herr der Ringe ist das schönste Buch, daß ich je gelesen habe, es ist absolut spannend und die beschriebene Welt ist sehr komplex und hat eine unheimliche Tiefe. Man hat den Eindruck, daß sich hinter jedem Satz viele weitere Geschichten verbergen. Das, sowie dem einmaligen Sprachstiel von Tolkien, machen den Herrn der Ringe zu einem wunderbaren Erlebnis, besonders beim ersten Lesen. Was würde ich dafür geben, mein Gedächtnis löschen zu können und das Buch dann nochmal lesen zu dürfen!
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