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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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am 7. Oktober 2014
Was soll ich sagen: ausserordentlicher, tiefgründiger Text, klare Erkenntnis, beste Dramarturgie, aufwühlend, Mut zur Konfontation mit hergebrachten Gedankengut. Immer wieder neue Erkenntnisse!
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am 20. November 2014
auf wenigen Seiten entlarvt Dostojewski hier die Unseligkeit von Religion. Dieses Buch zeigt, konzentriert auf einen Monolog eines "Herrschenden", wie viele Ängste die selbsternannten Mächtigen vor den freien Menschen haben.
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am 26. Mai 2005
Der Text von Dostojewskij ist natürlich Weltliteratur. Diese Aussgabe des Ammann-Verlages ist jedoch leider eine Katastrophe: Sie ist einfach schlecht lesbar.
Wohl, um den kurzen Text besser in einem "Geschenkbändchen" (das ja nicht zu dünn sein soll) vermarktbar zu machen, hat man sich bei Ammann entschieden, extrem gross zu drucken, breite Ränder zu verwenden und auf jede Seite nur 20 Zeilen und auf jede Zeile nur ca. 6 Worte zu setzen.
Die Folge: Man blättert viel zu schnell, verliert leichter die Übersicht, das Auge findet keinen Halt. Ich habe mich über diese Ausgabe geärgert.
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am 29. April 2006
Das Problem von Freiheit, Verbrechen, Schuld und Strafe, sowie die Polarität zwischen Gut und Böse bestimmen das Werk Dostojewskis. In "Die Brüder Karamasow" erfahren diese Themen ihre letzte vollendete literarische Gestaltung. Dostojewskis letzter und bedeutendster Roman erzählt von der Idee der absoluten Freiheit. Und hier im Fünften Kapitel des fünftes Buches dieses besten Romans aller Zeiten wird Iwan seinem Bruder Aljoscha ein prosaisches Gedicht erzählen, wo die Fragen an Jesus, sich zu offenbaren, nicht beantwortet werden, weil die Freiheit des Einzelnen über allem steht. "Nicht vom Brot allein lebt der Mensch" ist die hier dominierende Antwort und Feststellung, die das Handeln rechtfertigt, nämlich einen Stein nicht in Brot zu verwandeln.
Iwan nimmt diesen Punkt auf und transformiert ihn in das spanische Sevilla des 16. Jahrhunderts, wo die Fragen der Verbesserung der guten Nachricht nicht mehr gestellt werden bzw. auf dem Scheiterhaufen der Inquisition beantwortet werden. Jesus taucht auf und wird, bevor er zum neuen Aufstand aufrufen kann, in Gewahrsam genommen.
Die Unterhaltung, der Monolog des Großinquisitors mit dem vermeintlichen Jesus im Gefängnis zeigt deutlich, dass die Glaubengeschichte nicht nochmals aufgerollt, geschweige weitergeführt werden kann. Es ist ein abgeschlossenes Kapitel und die Freiheit, die Jesus in der Wüste gab, ist heute gewichen einer Freiheit, die übergeben wird an die (säkular oder kirchlich) Herrschenden, da der Mensch an sich geführt und losgelöst eigener notwendiger Entscheidungen erst zum geführten Glück kommen kann. Freiheit und Glück scheinen sich in dieser Philosophie aufzuheben. Der Mensch braucht einen Hirten und die Kirche konnte die Hirten nicht mehr stellen, da Jesus die Kirche und ihre Diener wissentlich zu Gunsten der Freiheit im Stich ließ.
Dostojewski lässt Iwan die Kritik an die damals aktuelle Kirchenmacht üben, lässt Aljoscha zuhören und später diskutieren. Iwan lässt den Großinquisitor als Monolog seine Kritik an der Kirche, an dem Handeln Jesus gegenüber den drei Versuchungen in der Wüste vollständig ausführen - aber er lässt in seiner Geschichte Jesus schweigen bis zum Ende. Alles ist gesagt, der Bibelgeschichte ist nichts hinzuzufügen. Wie Hamlets letzte Worte: „Der Rest ist Schweigen“ bleibt auch hier für alle Zeiten die Geschichte abgeschlossen, (weil sie die zukünftige bereits integriert hat.) Einzig eine Geste als letzte Antwort bleibt Jesus, ein Kuss auf die trockenen Lippen des 90jährigen Großinquisitors als er das Gefängnis verlässt. Als nochmaliger Beweis dafür, dass Freiheit des Denkens und des Vorwurfs an der Liebe Jesus zum Menschen trotz Kreuzigung und möglichem Scheiterhaufen nicht rütteln kann.

Was bleibt am Ende: Freiheit überwältigt, Brot und Hunger sind Machtinstrumente (Lieber Knecht und satt), die Kräfte gegen Freiheit überwiegen und der Wille, alles in der Welt zu einem Ganzen zu machen, schürt den Kampf zwischen den Religionen. "Nur die im Besitz ihrer Gewissen sind, beherrschen den Menschen."
Dostojewski hat eine Erzählung von hoher Aktualität geschaffen. Seiner Zeit voraus ist immer derjenige, der die menschlichen Abgründe sehr wohl wahrnimmt.
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am 5. Februar 2006
"Die Gebrüder Karamasoff ist der großartigste Roman der je geschrieben wurde,
die Episode des Großinquiastors eine Höchstleistung der Weltliteratur" (Sigmund Freud)
Und man möchte bzw. darf diesem Mann nicht wiedersprechen. Auch ist es äußerst schwer diese Art
der Literatur zu bewerten, vermag selbst die höchste Punktzahl diesem Werk nicht gerecht zu werden.
Erzählt wird eine kurze Geschichte, von Iwan (dem zweiten der drei Karamasoff-Brüder).
Sie spielt im Jahre 1500 n.Chr im Spanien zur Zeit der Verbrennungen und Ketzereien. Jesus, Gottes
Sohn kehrt auf die Erde, zu den Menschen, zurück und wird nach zwei vollbrachten Wundern vom ansässigen
Großinquisitor in gewahrsam genommen. Nun erst beginnt die wahre Handlung.
Der Großinquisitor, ein alter sterbender Mann, beginnt mit Jesus einen monologen Dialog.
Er stellt sowohl die Frage, und gibt sogleich eine Antwort. Er wirft Jesus vor sein Volk (die Menschen)
im Stich gelassen zu haben, als er NICHT auf die drei Versuchungen des Geistes, jener Zeit eingegangen war.
-Die Gott gegebene Freiheit des Einzelnen, die daraus resultierte, sei eine zu große Bürde für den Menschen,
der ansich lieber faul und unterwürfich, sei. Und nun ist es an der Kirche den Menschen ihre so gehasst Freiheit
wieder zu nehmen und dies dürfte ER (Jesus) nicht verhindern indem ER wieder auf Erden wandle.-
Jesus lässt den gesamten "Dialog" ohne ein Wort selbst zu sprechen an sich vorbei laufen und Antwortet,
als der Großinquisitor in dazu auffordert, mit einem KUSS
Dostojewskij erlaubt uns Einblicke in die "wahre" menschliche Natur und um die verworene Chaotic die sie umgibt.
Zudem wirken die Worte des "Großinquisitors" fasst schon prophetisch im Bezug auf Kommunismus und russische Revolution.
Fjodor Dostsojewskij war schon seit seinen frühen Jahren ein Mann der seiner Zeit weit vorraus war.
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am 9. November 2010
Zu allererst muss ich sagen, dass ich die Brüder Karamasov noch nicht gelesen habe, aber nach der Lektüre des Großinquisitors in meinem Vorhaben dies bald nachzuholen bestärkt wurde.

Es wurde ohnehin schon viel über diese Geschichte und das Werk in dem sie eingebettet ist geschrieben, also nur ganz kurz zum Inhalt: Der Großinquisitor im Sevilla des 16. Jahrhunderts lässt, als einer der obersten Verteidiger und Bewahrer des christlichen Glaubens, den auf die Erde zurück gekehrten Jesus festnehmen und einkerkern. In der Nacht besucht er den Inhaftierten in seiner Zelle und beginnt einen Monolog, denn Jesus spricht in der ganzen Geschichte kein Wort. Er beklagt bei Jesus dessen infame Insubordination, in Zeiten der absoluten Kontrolle der westlichen Menschheit durch die katholische Kirche, auf die Erde zurück zu kehren und in deren Handwerk zu pfuschen, das er doch seinem Stellvertreter auf Erden Petrus seinerzeit übergeben habe. Die Kirche wisse nun besser über die Bedürfnisse ihrer Schäfchen bescheid als Gott selbst, der ihnen die Freiheit geben wollte, jedoch seien die Erdenbürger damit überfordert und unglücklich geworden und doch besser aufgehoben, wenn ihnen, wie einer Herde vorgegeben werde was zu tun und zu lassen sei, und dies zum Wohle der Allgemeinheit auch teils mit drastischen Mitteln an Einzelnen vorexerziert würde. Die Kirche - die Wissenden - hätte die Bürde der Führung auf sich genommen, wohlweislich den Weg des Herrn verlassen, und aus Menschenliebe die Bürde der Gewalt und Gottlosigkeit auf ihre Schultern geladen.

Soviel zum Inhalt ohne hoffentlich zu viel verraten zu haben. Die Ausgabe des Insel Verlags ist zur Orientierung mit einführenden Worten zum Werk versehen und enthält sehr wertvolle Hinweise zur Herkunft und Verwendung von Textzitaten aus der Bibel die im Monolog des Großinquisitors von ebendiesem zu seinem Nutzen missinterpretiert und missbraucht werden - dies trägt zum tieferen Verständnis von Dostojewskis Intention und kunstvoller Formulierung bei.

Die Kritik an der katholischen Kirche, den Glauben zu missbrauchen kann auf andere Institutionen dieser Art ausgedehnt werden, und auch die Vorwegnahme sozialistischer bzw. kommunistischer Regime und deren Funktion, Triebfeder und letztendlicher Perversion ist für etliche Machtapparate gültig und beschreibt tatsächlich die Psychologie der Massen als auch die der Führer.

Eine definitive Empfelung für ein Werk eines großen Künstlers und Denkers oder gar Visionärs.
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... auch wenn es so aussieht als ob nur einer spricht.
Der Großinquisitor ist und bleibt ein Kapitel aus Dostojewskijs Die Brüder Karamasow. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Werken der Literaturgeschichte vermag er für sich selbst zu stehen. Die Dichtung vom Großinquisitor ist im Grunde ein Dialog im Dialog der beiden Brüder Iwan und Alosha Karamasow. Iwan teilt seinem Bruder mit dass er sich eine Dichtung erdacht hat, die er ihm gerne vortragen möchte und diese Dichtung ist die Geschichte vom Großinquisitor.
Die Geschichte beginnt damit, dass Jesus unter die Menschen zurückgekehrt ist und das zur Zeit der spanischen Inquisition. Er trifft dort auf den greisen Großinquisitor, der ihn höchstpersönlich zu seinem Gefangenen macht und dem Scheiterhaufen überantworten möchte. Doch zuvor möchte der Großinquisitor den gefangenen Jesus noch verhören, wenn er ihn auch dabei kein Wort sprechen lässt, was auch nicht nötig ist, denn er hatte zu seiner Zeit bereits ja alles gesagt was wichtig ist, wie der Großinquisitor dies auch anführt. Er hält ihm vor, seine Kirche im Stich gelassen zu haben und dass es nun an ihm und den Klerus ist die Kirche und damit die Menschheit unter Kontrolle zu halten, denn ohne sie wäre der Mensch ja nicht fähig zu leben. Freiheit, so der alternde Mann, sei nicht in der Natur des Menschen verankert, sie würde nur Chaos verursachen. Menschen brauchen Hirten, denn sie sind wie Schafe und so müssen eben jene Kardinäle und Inquisitoren die schwere Bürde auf sich nehmen über die Menschen zu richten.
Dostojewskij erlaubt mit seiner Dichtung hierbei tiefe Einblicke in das menschliche Wesen und stellt unverblümt die dunkelsten Abgründe unserer Lebensphilosophie dar. Sein tiefgründiger Blick auf die chaotischen Grundlagen des Menschen mag ihm dann wohl auch den Titel des grausamen Philosophen eingebracht haben. Am Besten sollte man dieses Buch selbst lesen, denn nur dann wird man es gegebenenfalls verstehen und zu schätzen wissen oder auch nicht.
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am 18. August 2009
Die Zeit der Inquisition; das mittelalterliche Spanien lodert wie ein einziger großer Scheiterhaufen zum Ruhme der Kirche, da erscheint auf einmal ein Mann inmitten des leidgeplagten Volkes, der Hoffnung wie Licht ausstrahlt und tote Kinder zum Leben erweckt. Und gleich erkennt ihn der Mob: Es ist der Messias persönlich, der da stillschweigend durch den Pöbel watet, Gutes tut und daraufhin schnurstracks vom zufällig vorbeimarschierenden Großinquisitor in den Kerker geworfen wird.

So eröffnet der studierte Iwan seinem Bruder Alexej (Aloscha genannt) einen Auszug aus einer Dichtung, an der er gerade arbeitet. Aloscha, selbst durchaus gläubig und stets mit dem Herzen dabei, ereifert sich über die scheinbar wirren Fantasien Iwans derart, dass die beiden beinahe ins Streiten geraten.

Indessen hat sich der greise Großinquisitor in Iwans Erzählung hinab in das dunkle Verlies begeben, in das er Jesus gesperrt, um sich in einem augenscheinlichen Monolog etwas von der Seele zu reden. Überzeugt davon, es besser zu wissen und gleichwohl sich dessen bewusst, dass sein schweigender Gesprächsparter selbstverständlich schon weiß, was er nun sagen werde, erläutert er diesem, weshalb er ihn schon am nächsten Morgen auf dem Scheiterhaufen verbrennen wolle und warum das Volk gar das Holz dafür herbeischaffen werde.

"Der Großinquisitor" ist nur ein kurzer Auszug aus Fjodor Dostojewskis letztem Roman "Die Brüder Karamasow", der inzwischen zum Kanon der großen Werke gehört. Mit beinahe märchenhaft russischem Charme gelingt es Dostojewski, eine romantische Atmosphäre in diesem Café, in dem die Brüder sitzen, zu schaffen. Klare Worte in Richtung römisch-katholischer Kirche bleiben im fünften Kapitel, das in sich einer Rahmenerzählung gleicht, deshalb nicht aus. Dabei lässt er gänzlich offen, ob der Protagonist des Auszugs ein derart hartes Urteil über die Menschen und den just inhaftierten Jesus fällt, weil er infolge seines hohen Alters senil geworden ist oder weil er den Lauf der Welt glasklar begriffen hat.

Mich jedenfalls hatte er schon während der Lektüre fast überzeugt, ...

Meine Empfehlung: Pflicht für jedermann, der sich interessiert mit Glaubensfragen, dem Weg der Kirche und der Natur des einfachen Volkes auseinandersetzen möchte. Da es sich nur um ein Kapitel handelt, gibt es nicht viel zu sehen. Die wenigen Seiten wiederum lesen sich ruck zuck, weil Dostojewski eingängig zu erzählen vermochte. Ich für meinen Teil spiele mit dem Gedanken, mir nun das ganze Werk zu beschaffen.
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am 1. Juli 2005
Diese Kurzgeschichte von Dostojewski, die eigentlich ein Kapitel seines Spätwerkes "Die Brüder Karamasov" ist und deswegen sehr schmal und gut an einem Nachmittag zu lesen, erzählt die Geschichte, in der Jesus um das Jahr 1500 noch einmal auf die Welt und unter die Menschen kommt. Nachdem er einige Wunder vollbracht hat, wird die Inquisition auf ihn aufmerksam und verhaftet ihn. Die ganze restliche Geschichte besteht nun aus einem Gespräch des Grossinquisitors, der genau weiss, wen er vor sich hat, mit Jesus. Jesus schweigt, der Grossinquisitor spricht, er antwortet auf die Antworten, die er meint, dass Jesus sie ihm geben würde, erklärt dem Schweigenden, warum er jetzt hier in die Welt nicht mehr hineinpasst.
Im Grunde macht er Jesus sogar Vorwürfe: Du hast eine Erlösungslehre für eine kleine Gruppe geschaffen, wirft er Jesus vor. Für eine Elite, die so stark ist wie Du, für Auserwählte. Was aber ist mit dem einfachen Volk, das Wunder braucht, Geheimnisse und einfache Regeln, um ein gutes Leben zu führen? Die hast Du doch überfordert, die hast Du mit Deiner Lehre nicht abgeholt, die hast Du vergessen. Die Auserwählten, die brauchen Deine Hilfe doch nicht, die kleinen Leute sind es, die Menge, die Dich braucht. Und für sie, so der Grossinquisitor, haben wir Deine Regeln interpretiert, haben wir die Beichte erfunden und die Dinge so verändert, dass alle etwas davon haben können.
Jesus schweigt zu allen Vorwürfen, Dostojewski, der Jesus sehr verehrte, lässt Jesus nicht ein Wort zur Schrift hinzufügen.
Zuletzt wird es ein interessantes Ende geben zwischen dem Grossinquisitor und Jesus.
Dostojewski stellt mit seiner Kurzgeschichte natürlich seine Kritik an der Kirche vor. Und dies verpackt als eine Geschichte zweiten Grades, denn in dem Kapitel wird die Geschichte des Großinquisitors selbst erzählt von Iwan, einem der Brüder Karamasov, der seinem jüngeren Bruder Aljoscha seine erste selbstverfasste Geschichte vorträgt und mit seinem Bruder auch gleich darüber diskutiert.
Eine wunderbare Kurzgeschichte, sehr lesenswert, will man Dostojewskis Werk besser kennenlernen und eine interessante Kritik an der Kirche lesen.
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am 21. Mai 2001
Dieses gerade mal aus ca. 40 Seiten bestehende Büchlein ist einfach faszinierend.
Jesus kommt erneut auf unsere Erde zur Zeit des 15. Jahrhunderts in Spanien nur um sogleich von einem 90 Jährigen Großinquisitor gefangen genommen zu werden. Was folgt ist ein reiner Monolog des Großinquisitors mit Jesu in der Zelle über die Rollen und Aufgaben der Kirch im Vergleich zu Jesu Christis Lehren. Eine Rechtfertigungsrede des Großinquisitors am Ende seines Lebens über all die Greultaten seiner Inquisitionsherrschaft.
Doch im Unterschied zur allgemeinen Meinung über die Kirche im Mittelalter kristallisiert sich bald heraus, dass sowohl Jesu als auch der Großinquisitor, als Vertreter der Kirche, nur aus LIEBE zu den Menschen handeln.
Um zu erfahren wie es möglich ist, dass die Inquisition mit ihren hunderttausenden von Verbrennungen und Tötungen nur aus LIEBE zu den Menschen gehandelt hat, muß man das Buch schon selbst lesen :-)
Nur eins sei noch gesagt: Es ist kurz aber sehr gehaltvoll und man sollte eine Bibel zuhause haben, denn viele Andeutungen muß man einfach mal nachschlagen. Es sei denn man ist Bibelfest. Aber wer ist das schon ?
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