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am 6. April 2015
Hier handelt es sich um ein Produkt des Marix-Verlags. Herausgeberin ist Lenelotte Möller. Sie hat den Klassiker, wie sie sagt, neu ins Deutsche übertragen und mit einer Einleitung und Kommentaren versehen. Da Lenelotte nicht die erste ist, die sich an dem alten Pennäler-Stoff (Gallia est omnis usw.) versucht, darf man gespannt sein, was sie Neues bietet und warum man ihr Buch kaufen sollte. Die Latte liegt hoch, wie jeder weiß, der fürs Abi Caesar pauken mußte. Hand aufs Herz: Wer von euch hatte nicht auch die kleine vorzügliche Reclam-Ausgabe heimlich unter der Schulbank? Ich wurde damit in den 60ern erwischt, bekam sechs schmerzhafte Linealhiebe auf die rechte Hand und mußte so lange in der Ecke stehen, bis ich in die Hose machte. Es waren schauerliche Zeiten, aber die Reclam-Ausgabe war und blieb bis zum Großen Latinum mein heimlicher Freund und Verbündeter.

Um es vorweg zu sagen: Frau Lenelotte Möller bietet nichts, was den Kauf ihrer Ausgabe rechtfertigen könnte. Nicht einmal der Preis, da die Reclam-Ausgabe nur unwesentlich teurer ist, dafür aber mehr und vor allem Besseres bietet.

Im Einzelnen:

(1) Die Reclam-Ausgabe ist zweisprachig, die Marix-Ausgabe einsprachig.

(2) Die Reclam-Ausgabe enthält eine seriöse und relativ ausführliche Kommentierung (in Fußnoten), die Marix-Ausgabe enthält auch Hilfen (parenthetisch im Fließtext), aber die sind schlampig und enthalten zum Teil groben Unfug, wie gleich im zweiten Absatz, wo Frau Möller das Territorium der Helvetier mit einer 'Länge von 240.000 Schritt (ca. 36 km) und einer Breite von 180.000 Schritt (ca. 270 km)' angibt.

(3) Die Übersetzung ist kein Stück besser als die der Reclam-Ausgabe, aber auch nicht schlechter, was kein Wunder ist, da Lenelotte nichts anderes macht, als die Sätze umzustellen. Wenn es bei Reclam heißt: 'Orgetorix war bei den Helvetiern der weitaus vornehmste und reichste Mann', schreibt Frau Möller: 'Bei den Helvetierm war der bei Weitem vornehmste und reichste Mann Orgetorix.' - Ob Frau Möller wirklich übersetzt hat oder plagiiert, ist schwer zu beurteilen, ich vermute letzteres.

(4) Bei Reclam findet sich ein Nachwort, das zwar nichts Besonderes ist, aber akademischen Gepflogenheiten entspricht, bei Lenelotte Möller eine Einleitung, die in ihrer Banalität und Unwissenschaftlichkeit über Schulniveau nicht hinauskommt.

(5) Beide Ausgaben sind Bleiwüsten, aber bei Reclam findet sich wenigstens auf der letzten Seite eine Karte des Kriegsschauplatzes.

Wäre Lenelotte eine Schülerin, würde ich sagen: 'Sechs, setzen.' Für's Abschreiben bekäm der Schlingel sogar einen Blauen Brief an die Eltern.
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am 27. März 2014
Buch sehr spannend zu Empfehlen für Leute mit geschichtlichem Interesse. Lieferung sofort über Kindle paperwrite. Zahlung und Ausführung sehr gut
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