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am 9. März 2010
"Der Fall des Imperiums" bildet den Auftakt zu einer Trilogie von Walter Jon Williams. (Der zweite Teil erscheint in Deutschland noch in diesem Jahr.) Ähnlichkeiten zu Isaak Asimovs "Foundation Trilogie", welche ebenfalls die Folgen des Zerfalls eines galaktischen Imperiums beschreibt, gibt es allerdings nicht.

Die Handlung trägt sich in der fernen Zukunft zu, in der die Menschheit Teil eines gewaltigen Imperiums verschiedener Rassen ist, errichtet von den Shaa, einer mächtigen Rasse, die seinerzeit in einem gigantischen Eroberungsfeldzug Planet um Planet niedergerungen und in das Imperium integriert hat. Anschließend zwangen die Shaa den Mitgliedern des Imperiums ihre Lebens- und Glaubensphilosophie - die so genannte 'Praxis' - auf.
Soweit die Vorgeschichte des Romans, der mit dem Tod des letzten Mitglieds der Rasse der Shaa beginnt, wodurch die Zukunft und die Stabilität des Imperiums in Frage gestellt wird.
Und tatsächlich kommt es, wie der Romantitel bereits verrät, schließlich zum Fall des Imperiums, als eine der anderen mächtigen Spezies die Herrschaft über das Imperium an sich zu reißen versucht. Von einer religiösen Sekte zu sprechen, wie es die Kurzbeschreibung tut, ist dabei nicht zutreffend. Zwar geht es der - militärisch starken - Gruppierung auch darum, die weitere Praktizierung der 'Praxis' sicherzustellen, aber vielmehr sind machtpolitische Interessen ausschlaggebend.

Bis die Handlung richtig in Gang kommt, vergeht allerdings über die Hälfte des Buches - und das ist das Problem, liest man den Roman für sich und nicht als ersten von drei Romanteilen.
Der Autor nimmt sich viel Zeit, um die beiden Hauptfiguren vorzustellen, den Offizier Martinez und die Pilotin Sula. Einblicke in die Jugend der Pilotin Sula werden mit einigen sehr langen Rückblenden geliefert, die immer wieder und zum Teil sehr unvermittelt in die sich gerade ereignende Handlung eingefügt werden. Am Schluss der letzten Rückblende steht eine interessante Wendung, die sich allerdings lange vorher andeutet und nicht sonderlich überrascht. Martinez ist die eigentliche Hauptfigur des Romans. Auch seine Familie und sein Berufsleben werden sehr ausführlich beleuchtet, allerdings ohne weiterreichende Rückblenden. Vielmehr erlebt man Martinez bei Empfängen, Familientreffen und Rendezvous, was alles nicht sonderlich spektakulär ist, aber dazu beiträgt, ein Gefühl für die fiktionale Romanwelt zu bekommen. (Bisweilen hat man dabei auch den Eindruck von Dekadenz, was zu dem Thema 'fallendes Imperium' passt, aber klar herausgearbeitet ist dies nicht.)
Die Exposition zieht sich auf diese Weise lange hin, muss vielleicht aber so umfangreich sein, um das angestrebte epische Ausmaß zu erreichen und auch um die machtpolitischen Verhältnisse des Imperiums zu schildern, die dann durch den beginnenden Aufstand ins Wanken geraten. Nach der Hälfte des Romans wird es dann auch richtig spannend, als sich die Ereignisse zu überschlagen beginnen und der große galaktische Konflikt beginnt.

Man muss "Der Fall des Imperiums" als das sehen, was es ist, nämlich als Auftakt zu einem großen Abenteuer, welches in zwei weiteren Büchern fortgesetzt wird. Das erklärt und entschuldigt zu einem Teil die streckenweise etwas lahme erste Hälfte des Buches. Es lohnt sich trotzdem weiterzulesen.
Ob der Roman (und die Trilogie) als Klassiker der Science-Fiction-Literatur in die Geschichte eingehen wird, ist eher zu bezweifeln. Gute Unterhaltung bietet der Roman aber allemal, und das Buch ist gut genug, um sich auf die Fortsetzung zu freuen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. November 2010
Walter Jon Williams' Buch "Der Fall des Imperiums" bildet den ersten Teil seiner Trilogie um das alte Imperium der Shaa. Sie sind eine hochintelligente Alienspezies, die vor zehntausenden von Jahren mehrere Spezies unterjocht hat und ihrem Imperium einverleibte. Dabei gelten letzten Endes die Grundsätze der sog. Praxis, d.h. eine Art Leitfaden, der sehr viel verbietet und strikt vorschreibt um die Ordnung der Shaa zur perfekten Ausrichtung des Universums zu zementieren. Die rätselhaften Shaa sterben jedoch aus, bevor ihr Plan vollendet werden kann. Die politische Ordnung (nach den Shaa kommen die Peers, sprich Adlige aus allen Völkern, die als Mittler zwischengeschaltet wurden und den Völkern übergeordnet sind) gerät ins Wanken. Rebellen aus dem Volk der Naxiden (vor den Menschen als erstes Volk unterjocht) beanspruchen die Führung im Imperium und wollen dies mit Gewalt durchsetzen. Die anderen Völker wehren sich demensprechend. Der Auftakt zu diesem großen Plot wird mit Band 1 dargelegt und aus Sicht des Provinzoffiziers Martinez (aus einer Peersfamilie) und der Pilotin Sula erzählt. Soweit so gut.

In der Praxis (man verzeihe mir das Wortspiel, hier meine ich das tatsächliche Gegenteil von Theorie) bedeutet dies, dass die Handlung noch vor dem Tod des letzten Oberherrschers langsam beginnt. Die Charaktere sind an sich gut ausgearbeitet, aber so manches Mal leidet Williams daran, die beiden zu perfekt und dadurch zu stereotyp machen zu wollen. Gerade Sula mit ihrem dunklen Geheimnis mag das auf den ersten Blick nicht bestätigen, aber ich meine, dass ihr und Martinez viel zuviel gelingt. Zumindest in Band 1 scheitern sie nicht und haben einfach irgendwie stets Glück. Das typische Superheldenschema lässt später ein Bisschen grüßen.
So manchen Leser stört der langsame Aufbau des Romans, aber ich konnte mich eigentlich gut einfinden. Die Welt hat mir gefallen, aber leider sind die Shaa nicht sehr gut beschrieben. Die Eroberung liegt ja schon lange in der Vergangenheit und es geht um den Zerfall des Imperiums, aber etwas mehr Aufklärung über die Beherrscher hätte notgetan. Gegen Ende des Buches gibt es übrigens eine Raumschlacht, bei der ich allerdings irgendwie fand, dass andere Autoren so etwas besser hinbekommen. Es war mein erstes Buch von Williams, weshalb ich keine Vergleiche mit anderen Werken von ihm ziehen kann, aber in jenem Buch liegt seine Stärke aus meiner Sicht eher in der Deskription und den großen Zusammenhängen als in der Kriegsbeschreibung.

Manches Mal konnte ich schmunzeln, weil die Sitten des Imperiums einfach grotesk anmuten (wenn auch mit ernstem Hintergrund, da die Menschheit einst ja unterworfen wurde). Als kleines undeutliches Beispiel sei angeführt, dass es eine sehr eigenwillige Art des Strammstehens und Salutierens gibt und Offiziere stets ein Messer bei sich tragen und damit auch dementsprechende Rechte ausüben dürfen.
Es sind solche kleinen Dinge, die bei mir neben der prinzipiell recht stimmigen Gesamtkomposition den größten Eindruck hinterlassen haben.
Der Stoff ist insgesamt nicht neu, aber das Buch war interessant zu verfolgen und über die eigenwilligen Schlachtbeschreibungen und das Glück der Protagonisten habe ich halt hinweg gelesen. Mein Fokus liegt da wohl etwas anders als derjenige anderer Leser. Ich fand es nicht langatmig, obwohl ich Sulas Geheimnis leider viel zu schnell durchschaut habe. Die langen Rückblenden waren teilweise leider auch nicht immer gänzlich passend gesetzt.

Als größter Negativpunkt gilt für mich das Verhältnis zwischen der materiellen Aufwendung und dem Erhaltenen. Das Buch ist zu teuer. Punkt.
Die Buchstaben sind sehr groß und der Preis sollte eindeutig auch durch große Seitenumrandungen und eine Papiermasse "gerechtfertigt" werden. Das geht aber leider nicht auf. Stattdessen wäre weniger mehr gewesen, anstatt dem Leser einen teuren "spärlich" bedruckten Backstein hinzuhauen, der viel Regalplatz wegnimmt und abends im Bett einfach zu schwer zu stemmen ist.

Inhaltlich hat das Buch meine Bedürfnisse trotz mancher kleiner Mängel befriedigt, preislich bin ich lange Wochen drum herum gestrichen und konnte mich nicht entschließen. Ein klarer Fehler des Verlages und pure Geldschinderei, was mich immer noch ärgert. Womöglich gibt es ja irgendwann eine handlichere Zweitausgabe wie es bei anderen Science Fiction-Autoren (z.B. Alistair Reynolds) der Fall war. Jenes Format hätte ich aus mehreren Gründen sehr bevorzugt.
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"Der Fall des Imperiums" ist der erste Band einer Trilogie, die in Amerika bereits 2002 publiziert wurde. Mit ein wenig Verspätung hat Heyne sich des Stoffs angenommen und bringt ihn auf den deutschen Markt. Der Leser kann den Weg von Leutnant Gareth Martinez verfolgen, der von einem abgelegenen Planeten stammt und sich seinen Weg innerhalb der Flottenhierarchie nach oben erarbeiten muss. Trotz der guten Ausgangslage schafft der Autor es nicht, Sympathie für den Protagonisten zu wecken. Zu egoistisch und selbstherrlich ist das Gebaren des jungen Offiziers.

Auch bei der zweiten Hauptperson, Lady Sula, ist dies nicht anders. Zwar kann der Leser hier Charakterstärke und Freundlichkeit bewundern, was jedoch sehr schnell verpufft, als die Vergangenheit enthüllt wird. Da sich die gesamte Geschichte um diese beiden Charaktere entwickelt, ist dies ein deutliches Manko. Zudem entwickelt sich die Handlung äußerst langsam. Die erste Hälfte der Story wird darauf verwendet, die Charaktere einzuführen (und dies sind gerade mal zwei) sowie die gesellschaftliche Struktur und den Aufbau des Imperiums zu beschreiben. Diese Beschreibung ist natürlich eine Notwendigkeit, doch schaffen Autoren wie Peter F. Hamilton oder David Weber so etwas eingebettet in eine interessante Handlung, was in Vorliegendem leider nicht gelungen ist. Auch kommt die Geschichte ohne Überraschungen oder etwaige Twists daher. Der Leser kann zu jedem Zeitpunkt vorausahnen, wie es weitergeht und es gibt kaum einen fesselnden Moment. Dies macht ein Buch mit 620 Seiten sehr schwerfällig.

Fazit:
Ein sehr langsamer Roman, der sich Zeit nimmt die Charaktere vorzustellen und aufzubauen, die jedoch keinerlei Sympathie beim Leser zu wecken vermögen. Spannung baut sich kaum auf und erst ab der Mitte des Buches kommt die Handlung wirklich in Gang. Kein guter Start für die Trilogie.
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am 20. Januar 2011
Das Buch eröffnet eine Trilogie.

Es ist relativ schwach geschrieben; mach versteht nicht, wozu der Autor überhaupt die geheimnisvollen Shaas und die Praxis herein geschwafelt hatte. Es ist nämlich nichts von den beiden mehr zu lesen, außer dass sie eine Ordnung erschaffen hatten - aber welche? was zum Kuckuck hat diese Praxis gebracht? KEIN Wort darüber, außer: ...na ja, viele Bereiche der Wissenschaft wurden einfach so verboten, wie z. B. Raum/Zeit-Manipulation, Gentechnik, ... Dadurch erschafft der Autor künstlich eine fast schon mittelalterische Gesellschaft, welche leider Gottes nicht mit Segelschiffen, aber mit Raumschiffen zwischen den Sternen irgendwie quälend langsam mit Bruchteilen der Lichtgeschwindigkeit herum wandelt, ansonsten ist alles praktisch so wie zum Zeiten von 1712 A.D., nur im Weltall. Und, haha, was für ein Riesen Galaktisches Imperium - ich lese schon das 2. Band, und man gewinnt den Eindruck, es handelt sich höchstens um ein Dutzend Planeten. Was für 12 000 Jahre Ausbau des Imperiums mit dem Ziel, das Universum zu beherrschen und in es das Licht der Praxis zu bringen, ein wenig... na ja... bemitleidenswert erscheint.

Apropo 12 000 Jahre in Zukunft: auf einem Schiff was "eine große Unterhaltungsbibliothek mit DVDs, CDs, ...". Na so was, nach 12 000 Jahren Fortschritt hätte ich zumindest einen Blu-Ray-Player erwartet, und zwar einen recht guten von Panasonic.

Der Rest ist teilweise aus mehr oder weniger minderwertigen Liebesromanen abgeschrieben oder erinnert sehr, sehr, sehr, sehr stark an "Honor Harrington". Wobei bei den Raumschiffen hat der Autor wieder arg gespart, sie haben nämlich die Aussenhülle aus... Trompeten... Kunstharz?!? Wieso denn nicht gleich aus Reispapier oder alten recycelten Tapeten? Wie sind so taff, dass wir die kosmische Strahlung und diverse Gamma-dingsda von den explodierenden Antimatierieraketen gar nicht führchten?

Na ja, was soll man dazu sagen...
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am 11. August 2010
Tausende von Jahren hat die Rasse der Shaa gebraucht um ihr galaxisweites Imperium, genannt Praxis, aufzubauen. Zahllose Völker wurden, teilweise mittels Gewalt, in ihr Imperium einverleibt und auf Linie gebracht. Abweichler wurden nicht geduldet und vernichtet. Zu den einverleibten Völkern gehören die Naxiden, die Terraner, die Torminel und zahlreiche andere.

Nachdem der nun letzte noch lebende Shaa auf Zanshaa, dem Regierungsplaneten der Praxis, amts- und lebensmüde wird und rituellen Selbstmord begeht, soll die Praxis gleichberechtigt von allen Völkern verwaltet werden. Das sehen die Naxiden jedoch anders. Sie sind der Meinung, das die Praxis unter der eisernen Knute und der Regierung von Naxia geleitet werden soll und planen den Verrat.

Bei der Tagung des Konvokats, also der Regierung auf Zanshaa, proklamieren die naxidischen Regierungsmitglieder die neue Praxis unter der Regierung von Naxia. Kurz darauf, werden sie von ihren terranischen, torminelischen und anderen Regierungskollegen des Verrats bezichtigt und getötet.

In der Zwischenzeit jedoch, hat die naxidische Raumflotte durch einen geschickten Bluff auf zahlreichen Planeten und Raumstationen das Kommando über die Flotte der Praxis ergriffen und ihre fremdrassigen Kollegen, einstmals Waffenbrüder, in Lagern interniert. Lediglich auf Zanshaa schlug der Bluff fehl.

Und so kommt es zum Ende des Buches zu einer riesigen Raumschlacht im Margaria Sektor zwischen der loyalen Regierungsflotte von Shanzaa und der rebellierenden Flotte von Naxia.

---

Auch für mich ist das Buch ein guter -Auftakter- für den dreiteiligen Zyklus. Hat Williams zu Anfang noch etwas gebraucht um auf Touren zu kommen, so endet das Buch doch in einem fulminanten Finale und weckt wirklich Lust auf Band 2.

Den Sternabzug gibt es für die doch etwas zu lange Vorgeschichte von Kadettin Lady Carolin Sula, die nicht die Person ist, die sie zu Anfang der Geschichte zu sein scheint. Das hätte man auch gut und gerne ein paar Seiten kürzer erzählen können. Diese Episoden nehmen der Geschichte dann doch ein bischen die Spannung und das Tempo. Auch der raketengleiche Aufstieg von Lord Leutnant Gareth Martinez ist etwas übertrieben.

Derweilen läßt einen der leichte Hauch von Monarchismus ab und an sehr schmunzeln. Herrschaftshäuser üben, mehr oder weniger, innerhalb der Praxis die Macht aus. Da wird dann auch mal eine völlige Fehlbesetzung auf einen Posten gehoben, weil der Onkel der Tante, die jemanden kennt der der Schwager des Neffen von einem Adeligen ist, sich davon einen Vorteil erhofft, oder weil derjenige einfach nur gut Fussball spielen kann. Diese deprimierende Erfahrung muss Leutnant Martinez auf seinem Schiff, der Corona, erfahren.

Revolutionäre Ideen oder Technikverliebtheit kann man Williams in diesem Buch nun wirklich nicht vorwerfen. Alles wirkt etwas altbacken und hätte vom Stil her auch ein Buch aus den fünfziger oder sechziger Jahren sein können. Das tut der interessanten und zum Schluß hin recht spannenden Geschichte aber keinen Abbruch.

Für mich ein klarer Lesetipp.
© Detlef Vallenton
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am 16. Mai 2011
Langgggweilig - diese Wort trifft meine Eindrücke bei der Lektüre wohl am besten. Aber ich habe immerhin bis zum Schluss durchgehalten. Dafür vergebe ich - großzügig wie ich bin - den zweiten Punkt.

Der Autor ist US-Amerikaner und das Werk erschien im Original im Jahr 2002 also ein Jahr nach 9/11. Militär und strammer Patriotismus sind also Pflicht. Soweit so - so gu... äh... schlecht.

Das Ding spielt in fernster Zukunft und das von der "Master-Rasse" der Shaa geschaffene Sternenimperium (zu dem auch die Menschheit gehört) droht zu zerfallen nachdem der letzte Meister freiwillig dahingeschieden ist. In der Tat ist es um das Imperium alles andere als gut bestellt. Es wird regiert von snobistischen Adligen, die per se alle Normalos für Abschaum halten. Und da der Adel aus Tradition nur zwei Optionen hat - Politik oder Militär - ist natürlich auch die Flotte etwas offizierslastig. Mangels Krieg sind die ahnungslosen Offizierschargen entweder den halben Tag besoffen oder frönen tumben Sportarten wie Fussball!!! Auch CDs und DVDs sind im 10. Jahrtausend (oder so) noch usus!!!

Als dann tatsächlich ein Aufstand ausbricht gibt es nur einen - ich wiederhole - EINEN jungen Offizier, der rechtzeitig Lunte riecht und natürlich die Zentralwelt rettet und dafür mit dem höchsten Orden ausgezeichnet wird (nein kein Purple Heart, sondern einer goldenen Kugel). Selbstverständlich ist die Rettung nur vorläufig, denn die Trilogie hat ja noch zwei weitere Teile. Die leider ohne mich stattfinden müssen ...

Wer auf Militär steht und sich mit Anhängern abstrusester, sozialdarwinistischer Pseudoreligionen (im Buch "Praxis" genannt - wie passend) identifizieren kann, ist mit "Der Fall des Imperiums" bestens bedient.

Auf dem Buchrücken steht ein (Werbe-)Zitat von Venor Vinge nämlich "Ein Epos, das die Grenzen von Raum und Zeit sprengt (...)" - wie der Mann zu diesem Urteil kommen konnte ist mir ein Rätsel. Der Roman ist 100%ig ideenlos - alles ist schon mal dagewesen.

Der Schreibstil ist gradlinig, ohne jede Überaschungen/Wendungen, so dass sich das Buch auch lesen lässt, wenn man nebenher Musik hört, im Internet surft und sich dazu auch noch einen Film anschaut. Es ist nahezu unmöglich etwas zu verpassen und Verständnisprobleme (oder gar Spannung) sind ganz und gar ausgeschlossen. Ein vom Autor runtergefetztes Routine-Buch also. Wem's gefällt ...
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am 27. Februar 2014
Der Fall des Imperiums: Roman Walter Jon Williams
Vielleicht das Beste Buch der Trilogie, nicht ganz so langatmig wie die beiden anderen Teile, nur der Schluss hat mich enttäuscht.
aber wer wissen will warum, sollte es selbst lesen.
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am 6. Mai 2011
Hallo,

meine Rezesion bezieht sich auf die gesamte Trilogie (Der Fall des Imperiume, Sternendämmerung, Die letzte Galaxis).

Ich finde alle drei Bände sehr unterhaltsam. Der Schreibstil ist gut verständlich und leicht und flüssig zu lesen. Auch sind viele Dinge nicht ganz so an den Haaren herbei gezogen und wissenschaftlich belegbar bzw. nachvollziehbar.

Die beschriebenen Regeln der Gesellschaft und das restliche Universum sind auch sehr umfangreich und schön beschrieben. Man findet sich recht schnell in dieser Welt zurecht.

Einzige Kritik ist, dass einige Zusammenhänge zu oft beschrieben werden und sich somit wiederholen (vgl. Sulas Formel zur Koordination der Flottenschiffe im Kampf)

Alles in Allem aber absolut lesenswert.

Markus
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