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Kundenrezensionen

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am 25. März 2016
Das ist natürlich ein klassiker. Es ist kein Fehler wenn man ihn gelesen hat, man versteht dann besser wie unsere Politiker ticken, denn sie arbeiten nach dessen Prinzip.Sollte in der Politik von Menschlichkeit, Mitgefühl und ähnlichem die Rede sein, weiß man daß dies nur Feigenblätter sind um das Volk zu täuschen. Letztendlich geht es um den reinen Machterhalt. Leider. Wem dieses Buch zu langweilig ist, und das ist es wirklich, der kann auch auf verkürzte Abhandlungen von Professoren und Studenten im Internet zurückgreifen.
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am 28. März 2017
Ich studiere Politikwissenschaft und bin im Rahmen des Studiums auf Machiavelli gestoßen. Um mich weiter zu informieren, habe ich mir sein wichtigstes Werk zugelegt und muss sagen, dass ich begeistert bin. Viele seiner Aussagen sind auf die heutige Zeit übertragbar und man kann einige Parallelen feststellen, wenn man sich etwas mit der Politik heutzutage beschäftigt.
Die Übersetzung ist leicht verständlich, aber ich kann mir vorstellen, dass Leute, die nicht Feuer und Flamme für das Thema sind, sich schnell langweilen und Der Fürst nicht zu Ende lesen.

Das Buch ist gebunden und war nach Bestellung am nächsten Tag da. Bei dem Preis kann man nichts falsch machen.
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am 27. Mai 2016
Die Version ist leider nur ein Teil des Buches Der Fürst.
Das ist aber aus der Beschreibung nicht ersichtlich und somit bin ich enttäuscht über den kauf.
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am 23. Dezember 2014
Die Übersetzung ist grauenhaft und das suggestive Vorwort von Herfried Münkler hätte man besser weggelassen oder es zumindest als Nachwort platzieren sollen.
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am 19. Dezember 2011
Die vielen Schauergeschichten, die über ihn exestieren, werden nahezu komplett mit Hilfe seines Hauptwerkes zerstreut. Für mich wird daraus mal wieder deutlich, wieviele Leute eine historische Persönlichkeit aus Halbwissen denunzieren.

Machiavelli gelingt es anschaulich und historisch verifiziert, die Handlungen von Fürsten zu erklären, zu begründen und gleichzeitig Vorschläge zur Besserung zu unterbreiten. Hierbei verfällt er weder in langatmige Füllpassagen, noch in groteske logische Verzweigungen, wozu zahlreiche Philosophen zeitlebens tendierten. Es gelingt unserem Niccolo eine Verbindung zum Leser aufzubauen, da er mittels der Ich-Form eine besondere Form der Niederschrift erwählte, die das Verständnis erleichtert.

Gleichzeitig bewundere ich besonders, da ich selbst das eher selten vermag, in welcher hervorragenden Kürze (vorallem bzgl. der Kapitel) es dem cleveren Italiener gelingt, komplexe Gedankenstrukturen darzulegen. Besonders fasziniert jedoch die Übertragbarkeit seines Werkes in Jahrhunderte, als er schon lange unter der Erde lag. Dass sich Hitler, Lenin, Churchill etc. dieses Werk zu Gemüte führten, wirkt besonders einleuchtend, wenn ihre jeweiligen Charaktere dem Leser ebenfalls bekannt sein sollten.
Natürlich werden auch aus heutiger Sicht grausame Thesen formuliert (jedoch wenige), die allerdings immer aus dem historischen Hintergrund einer Zeit betrachtet werden müssen, als ein Menschenleben als solches kaum ein Wert beigemessen wurde.

Ansonsten liefert Machiavelli hervorragende Ansätze für Verbesserungen in Politik und Wirtschaft, um einen Staat effektiver zu gestalten. Allein aus seinen Ausführungen wird deutlich, was Machiavelli für ein Kenner jener bis dahin existierenden Literatur (vorallem der griechischen und römischen Antike) gewesen ist und wie geschickt es ihm gelingt, aufzuzeigen, wie signifikant der Rückgriff in die Geschichte für einen Menschen oder für einen Staatsdiener doch sein kann.

Die Abhebung von anderen Denkern gelingt ihm allein dadurch, dass er keine Idealvorstellungen von der Menschheit und der Welt zu Tage fördern möchte, sondern ein realitätsorientiertes und zielführendes Konstrukt eines Staates konzipiert. Er erklärt die Welt, wie sie wirklich funktioniert.

Es sei jedem Menschen ans Herz gelegt, der sich für Politik, Geschichte oder Philosophie interessiert und dem es ein Bedürfnis ist, große Werke von großen Denkern zu lesen, anstatt seine Zeit mit belangloser Gegenwartsliteratur zu verschwenden. Auch kann es im Alltagsleben nach meiner Ansicht von Nutzen sein, sich Machiavellis Haltung zu einem entsprechenden persönlichen Dilemma zu erschließen.

Ich werde mir zur Komplettierung seines Werkes noch die "discorsi" besorgen, in der er Republikverhalten analysiert. Weiterhin könnte dem Leser nützlich sein, eine Biographie dieses Mannes ebenfalls zu studieren, da die Lebensverhältnisse und Charakterzüge jede objektive Analyse beeinflussen (ich habe mich für jene von Ross King entschieden). Mit der berühmten Gegendarstellung Friedrichs des Großen gedenke ich, sein Werk abzuschließen.

Alles in allem eine klare Kaufempfehlung für dem Ideal der Allgemeinbildung verpflichtete deutsche Staatsbürger.
Sie erhalten beim Kauf dieses Buches ein Werk der Weltliteratur, das viel geistigen Ertrag liefert - und das zu einem mehr als geringern Preis.
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am 5. September 2010
"Von sich aus erhitzen, zeugen und beerben die Gedanken einer den anderen."
(Michel de Montaigne)

Wenn der gesellschaftspolitische Erregungspegel hoch schlägt, muss Besonderes an die Öffentlichkeit gelangt sein. Vor gut 500 Jahren gab es jenen Mann, Niccolò Machiavelli (1469-1527), ein italienischer Politiker, dem es gelang, mit seinem Buch "Der Fürst" dieses Erregungspotential in ein Land zu bringen, dass er retten wollte. Viel geschmäht für seine vermeintlich skrupellose und rücksichtslose Machtpolitik, wurde sein Name Inbegriff des Machiavellismus. Dieses Buch schreiben konnte er jedoch nur, weil er politisch gescheitert war. Fünfzehn Jahre verbrachte Machiavelli in Staatsdiensten und nach seiner Entlassung versuchte er mit neuem Weg den Wiedereinstieg zu schaffen. Sein Buch ist somit eine Bewerbungsschrift an die herrschenden Medici zur Wiedereinstellung.

Botschaft und Idee dieser Schrift sind es, nicht einer Utopie, nicht den diversen Möglichkeiten moderner und zukünftiger Staatsführung zu folgen wie es seine Vorgänger machten, sondern sich zu beziehen auf das, was schlechthin die Realität genannt wird. Damit beginnt Machiavelli mit einem Bruch gegenüber der bisherigen Politikberatung. Ihm gelang es, die Politik zu säkularisieren und sie somit wie es auch Aristoteles wollte, als wissenschaftliche Disziplin zu etablieren. Dass dadurch die Kirche ihren Machtanspruch verlor, führte eben dazu, dass die Jesuiten eine Gegen-Reform einführten. Wurde zunächst das Buch noch von der Kirche in Rom im Jahre 1513 gedruckt, erfolgte die Stilllegung bis zur Wiederauflage im Jahre 1532 nach dem Tode des Autors.

Machiavelli fordert im Fürsten ein klares Wort gegen die bisherige Haltung des weichen 'Sowohl - als auch' und bekräftigt in stetiger Forderung ein entscheidungsstarkes 'entweder-oder', damit es zu Entscheidungen auf politischer Ebene schneller kommen kann. Der weitere Punkt ist das bereits erwähnte Realitätsprinzip. Im Kapitel 15 formuliert er deutlich: "Da meine Absicht darauf gerichtet ist, etwas für den, der Verständnis hat, Nützliches zu schreiben, so scheint es mir, die Dinge so darzustellen, wie sie in Wirklichkeit liegen, als bloßen Phantasien über sie zu folgen. Gar viele haben ja Republiken und Monarchien erdacht, dergleichen niemals gesehen worden, oder in der Wirklichkeit begründet gewesen sind. Aber es besteht ein so großer Unterschied zwischen dem, was das Leben ist und dem, was es sein sollte, dass der, der das erste vernachlässigt und sich nur nach dem Letzteren richtet, sich eher den Untergang schafft als die Rettung. Jemand, der es darauf anlegt, in allen Dingen moralisch gut zu handeln, muß unter einem Haufen, der sich daran nicht kehrt, zugrunde gehen." Alles Handeln als Folge, so Machiavelli, unterliege nun dem Prinzip der "Notwendigkeit".

Da "Der Fürst" auf dem Index der verbotenen Bücher stand, gilt sein Ruf bis heute als zwiespältig. Jedoch wird der damalige Vermerk auf der Liste, aus überhöht religiösem Eifer gefordert, wohl heute keine Bedeutung haben dürfen. Eine weitere Geringschätzung findet auch darin keinen Grund. Daher bleibt auch abzuwehren, was die Leser, allen voran Mussolini, den Generationen danach suggerierten. Man könnte meinen, dass der Leser eines Buches durch sein Verhalten, sein Denken, seiner Politik dem gelesenen Buch die allgemeine Wertung aufprägt. Wenn man, und gerade das letzte Kapitel mit der Forderung der Vereinigung Italiens, diese Schrift als nationales Dekret deutet, dann ist es falsch, diese Interpretation faschistisch zu führen, wenn heute unter gleichem Denken, eine Vereinigung Europas gefordert wird.

Machiavelli will in all seinem Realitätssinn der Politik eine neue Wahrnehmung der Probleme geben, wie auch einen erneuten und deutlichen Aufruf zur Problembearbeitung. So - und das kennen wir nur allzu genüge - haben seine Äußerungen durchaus etwas Schroffes, Polemischen und sicher auch Provokantes. Man muß als Leser ihn nehmen, wie es die Zeit erforderte und damit eine Gewichtung seiner Gedanken nehmen aus der Zeit, in der sie entstanden. Denn, so läßt die Historie erblicken, war Italien gesplittet, der Florentiner gescheitert, Italien ein Spielball fremder Mächte (französisch-spanischer Machtkampf) und Machiavelli sah in seiner Schrift die Möglichkeit einer Bewerbung bei den Medicis, wieder in Anstellung, Lohn und Brot zu kommen. Allerdings verfehlte er sein Ziel.

Betrachtet man den Vortrag von Max Weber: "Politik als Beruf", dann sieht man, das Max Weber den Gedanken Machiavellis in ein "verbessertes" Wort gebracht hat, was ohne Aufforderung zur Provokation gelesen werden kann. Die Unterscheidung zwischen Gesinnungs- und Verantwortungspolitik haben beide getroffen, so auch die These Webers und daher folgt er seiner Idee, Machiavelli als Begründer einer Verantwortungspolitik zu begreifen. Wenn dem so ist, dann scheint ein richtiges Wort zur falschen Zeit schwierig. Machiavelli betont in Kapitel 25, dass es "dem gut geht, der in seiner Handlungsweise mit dem Geiste der Zeit zusammentrifft, und andererseits der Mißerfolg haben muß, der mit den Zeiten in Widerspruch gerät". Das scheint aktuell.

Wichtig scheint für ihn festzustellen, dass analog den biblischen Gleichnissen durch Zeichen und Wunder dem Menschen geholfen wurde. "Alles hat sich vereinigt zu Eurer [des Menschen] Größe" und "alles andere müßt Ihr selbst tun". Um der Freiheit des Menschen Willen gibt es keine Vorgabe Gottes und vor allem deswegen, damit der "Teil des Ruhmes" beim handelnden Menschen bleibt.

Final betrachtet, ist Machiavellis Schrift zu einer Geschichtszäsur geworden. Sie hat dazu beigetragen, das Augenblickliche zu sehen und im Diskurs in notwendiger Veränderung zu beleben.
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am 19. Januar 2016
Wahrscheinlich hat mich das Thema doch nicht genug interessiert, um dieses langatmige Werk zu Ende zu lesen. Den Hype kann ich nicht ganz nachvollziehen.
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am 2. Januar 2003
Machiavelli - wohl jeder Politik-Interessierte verbindet mit diesem Namen zuerst einmal skrupellose Machtpolitik und gewissenlose Fürsten-Herrschaft. Doch wer sich die Zeit nimmt, dieses Buch zu lesen, der sieht Machiavelli (1469-1527) mit ganz neuen Augen. In einmaliger Klarheit und in einer Sprache und Denkweise, die heute genau so aktuell ist wie bei der Niederschrift vor fast 500 Jahren, beschreibt der Autor in 26 Kapiteln die Grundregeln des Regierens und Herrschens. Ganz in der Tradition der Fürstenspiegel - der Herrscherratgeber jener Zeit - liefert Machiavelli eine einfache Anleitung für den Umgang mit politischen Freunden, Gegnern, Schmeichlern und dem ach so launischen Volk. Doch der "Fürst" ist keine Anleitung für die Unterdrückung der Massen oder rücksichtslose Diktatoren. Das Buch entlarvt vielmehr kurzsichtige Politik und rät dem Herrscher (gemeint hat Machiavelli seinerzeit vor allem das Geschlecht der Medici) auch zu Mäßigung, Gerechtigkeit, Entschlossenheit und nicht zuletzt zur Wahl kluger Berater. Mit Erstaunen stellt der politisch interessierte Leser dabei fest, von welch unglaublicher Aktualität Machiavellis Regeln auch heute noch sind. Und so kann man auch heute nur sagen: Hüte Dich vor einem Gegner, der seinen Machiavelli gelesen hat. Denn er ist Dir in der Politik immer einen Schritt voraus.
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am 28. Juli 2011
"Il principe" gehört zweifelsohne in den Kanon der Politischen Theorie.
In einer Welt der "Hypermoral" ist die "machiavellistische" Art, speziell seine Amoral teilweise herrlich erfrischend, ein Beispiel:

"Vor allen Dingen aber enthalte er sich, das Vermögen der Untertanen anzutasten, denn die Menschen verschmerzen allenfalls noch eher den Tod des Vaters, als den Verlust des Vermögens."

M. E. n. hat das Buch, die Ideen Machiavellis, des gescheiterten Politikers, Anspruch auf Ewigkeit.

Zur Ausgabe an sich bleibt zu sagen, dass auch Menschen mit weniger gut sehenden Augen das Buch problemlos lesen werden können, da es in gefühlter Schriftgröße 18 abgedruckt wurde.
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am 20. Februar 2006
"Niccolo Machiavelli gilt manchen als der Inbegrif politischer Unmoral. Er ist aber auch der Ahnherr einer emprisch-pragmatischen Politikwissenschaft. Vor allem sein Buch über den Fürsten (Il principe) ist als eine Provokation empfunden worden und hat die Diskussion über das Verhältnis von Macht und Moral im Staat über die Zeiten stets wach gehalten. Der Principe ist nicht zuletzt deshalb so interessant, weil er auf knappem Raum die Grundzüge des Denkens enthält, die Machiavelli an anderer Stelle...behandelt hat."
Diese Sätze stehen in dem bis heute wichtigsten Forshcungsband über Machiavelli, "Demaskierung der Macht", der von Herfried Münkler und anderen herausgegeben ist. Die Worte beschreiben treffend, warum "Il principe" bis heute ein wegweisendes Buch des politischen Denkens geworden ist. Der Begriff des "Machiavellismus" ist bis heute ein wichtiger - wenn auch - und dies wird bei der Lektüre dieses Werkes deutlich - nicht hilfreicher Begriff, um das Werk Machiavellis zu begreifen. Niccolo Machiavelli war - und dies wird im "Fürsten" deutlich - ein faszinierender Kenner des menschlichen Verhaltens und der Machteroberung und -bewahrung. Nicht umsonst heißt es von modernen erfolgreichen Diktatoren, etwa Hitler und Stalin, sie hätten ihren "Machiavelli" gründlich gelesen. Während Hobbes seine Erkenntnisse als Ergebnisse streng naturwissenschaftlicher Untersuchungen betrachtet, die jederzeit empirisch nachprüfbar sind, beruft sich Machiavelli vor allem auf politische Erfahrung, politische Klugheit und seine Kenntnis der Geschichte. Er fragt nicht nach dem "warum", sondern nach dem "wie". Machiavelli ist ein uneingeschränkter Befürworter des "starken Staates", wie er sich im Absolutismus herausbildete, wobei Machiavelli klarstellte, dass sich ein solcher Staat auch in Form einer Republik - ebenso wie in einer Monarchie - realisieren lässt. Der "Fürst" zeigt, dass Machiavelli ein gnadenloser Realist ist, der als Begründer der "Wissenschaft der Politik" gelten kann. Ebenso wie Platon strebte Machiavelli nach allgemeingültigen Erkenntnissen und analysierte die Erfolgsbedingungen politischen Handelns vor dem Hintergrund der Geschichte. Anders als Platon stellte Machiavelli die politischen Verhältnisse jedoch so dar, wie er sie vorfand, ohne philosophische oder theologische Überhöhung. Dies zeigt sich schon im Vorwort an Lorenzo Medici, das im Jahre 1513, nach der Rückkehr der Medici an die Macht und der Verbannung Machiavellis, entstand: "Ich habe dies Werk nicht ausgeschmückt und überladen mit wohlgebauten Perioden, hochtragbenden und großartigen Worten oder anderem äußerlichen Zierat, womit viele ihre Schriften aufzuputzen pflegen. Denn ich wollte, dass nichts Äußeres ihm Ehre mache und dass allein die Mannigfaltigkeit des Inhalts und der Ernmst des Gegenstandes ihm Gunst erwerbe." Sein realistisches Menschenbild ist es, welches das Werk - den Klassiker der Machteroberung und -erhaltung, noch heute so wertvoll macht. Daher bleibt zu sagen: Wer sich für Macht und Prozesse von Machteroberung und Machterhaltung interessiert, dem sei dieses Werk als wichtige Lektüre empfohlen.
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