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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
7
4,4 von 5 Sternen
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am 16. Juli 1999
Im Rückblick erscheint die DDR vielen als dysfunktional. Es sei ihr nicht gelungen, befriedigende Produktions- und Konsumstrukturen aufzubauen. Schuld sei die SED und deren egoistische Funktionäre. Landolf Scherzers Buch "Der Erste" vermag dieses Bild zu differenzieren. Obwohl Scherzers Text die Qualität einer literarischen Erzählung hat, ist es gleichzeitig ein sachlicher Bericht, der Bericht eines Journalisten, die Arbeit des ersten SED-Kreissekretärs von Bad Salzungen vier Wochen lang begleitet hat. Die Stärke des Textes ist die detailreiche Beschreibung, die gänzlich ohne die Argumentation in ideologischen Kategorien auskommt. Scherzers Ansinnen ist es nicht, die Überlegenheit des Sozialismus zu demonstrieren; genauso wenig fühlt er sich befleißigt, die Schwächen des Systems herauszustellen. Es handelt sich einfach um die Geschichte eines engagierten und cleveren Politikers, aber auch ohne zu sehr auf dessen Persönlichkeit zu zielen. Es wird vielmehr deutlich, welche Probleme und Möglichkeiten insbesondere die Organisation der Produktion in DDR bietet. Die politische Verantwortung des SED-Funktionärs für Arbeit, Produktion, Verteilung und Konsum ist groß, begründet aber einen positiven Gestaltungsspielraum, der im real-existierende Kapitalismus undenkbar ist. Absolute Kauf- und Leseempfehlung! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 7. Januar 2007
Landolf Scherzer hat den ersten SED-Kreissekretär von Bad Salzungen 1986 vier Wochen lang fast täglich begleitet. Dabei schildert er auf den einen Seite die Arbeit des ersten Kreissekretärs und auf der anderen Seite portraitiert er Persönlichkeiten, denen er während dieser Zeit begegnet ist. Der Autor ist gegenüber dem System der DDR sicherlich nicht sonderlich kritisch eingestellt und somit werden in diesem Buch eher Beobachtungen geschildert als bewertet oder kritisch hinterfragt. Dies ist der Qualität des Buches aber nicht abträglich, sondern eher förderlich, denn dadurch kann sich jeder sein eigenes Urteil über die DDR und die Funktionsweise des Parteiapparates bilden.
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am 9. August 2011
Das Protokoll der Begegnung mit dem ersten Sekretär einer Kreisleitung der Sozialistischen Einheitspartei ist noch vor dem Ende der DDR - 1988- erstmals erschienen. Das sollte man wissen, um den Einbruch in Tabuzonen eines untergegangenen Staates und seiner Partei zu würdigen. Und es ist eben kein ROMAN, sondern der authentische Report von vier Wochen, in denen Scherzer den Ersten des Kreises Bad Salzungen begleiten durfte. Sechs Jahren hatte es gedauert, bis das Projekt von den Parteioberen genehmigt wurde. Und diese ahnten nicht, welch schonungsloses Bild Scherzer zeichnen würde. Es ist keine Zertrümmerung eines Menschenbildes - enthüllt aber Macht- und Ohnmachtsstrukturen eines Landes und seines Parteiapparates. Eines Landes, in dem sich die Funktionäre zumeist mit Tagungen, Sitzungen, Berichten und Protokollen beschäftigen. Menschen gefangen in Ritualen und Täuschungen - und überall wird das Loblied des real existieren Sozialismus gesungen: Man lügt sich wider besseren Wissens die Taschen voll. Zumindest nutzt der Erste seine Beziehungen nicht zum persönlichen Vorteil aus. Der agile Parteiarbeiter? Nebenbei erfährt man von Nierenoperationen, zwei bis drei Schnäpse darf er nur noch trinken - und seine Frau hat sich das Leben auch anders vorgestellt. Der Sohn soll Berufsoffizier werden. Der Tag des Ersten ist voll gepackt. Doch man arbeitet mehr mit Papier als mit Technik - mit der ist es, wie anderswo in der DDR: Sie funktioniert meist nicht so richtig. Der Erste gebraucht gern die Schlagworte der SED: "Parteikontrolle", "Ich verlange...", "Sofort bestrafen...","Konsequenzen ziehen." Nebenbei erfährt man, dass die Partei seinem Staatsapparat nicht traut. Die Lüge steht in Verbindung mit der Sprache. Allerdings nicht bei Landolf Scherzer. Er hat sauber recherchiert und spannend erzählt - und dem Volk "aufs Maul geschaut". Erstaunlich, wie offen und ehrlich die Menschen die traurigen Wahrheiten des DDR-Alltags zu Protokoll geben. Und Scherzer hat sie bereit 1986 aufgeschrieben. Mutig!
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am 7. April 2000
Ich habe dieses Buch schon zu den DDR-Zeit beschaffen können und ich muss zugeben, dass ich dieses Buch schon mehrmals gelesen haben. Seine Beschreibung der Menschen in dem Buch, zeigt, dass trotz Sozialismus, die Leute sind halt Leute. Meine einzige Klage ist, dass seine alte Bücher von der DDR-Zeit nicht verfügbar sind, da sie nicht mehr gedrückt werden. Er war zu den DDR-Zeiten sogar in Afrika und Siberien, aber diese Bücher sind nicht zu haben. Ich kann leider nicht genug von seinen Büchern kriegen. Jedes von seinen Bücher sind höchst interessant und leicht lesbar.
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am 21. Oktober 2012
Ein interessantes Buch, in einigen Passagen fühlt man sich in diese beschriebene Zeit zurückversetzt.
Es werden Probleme des Alltags erörtert die Bevölkerung sowie Wirtschaft und Staat betrafen. Der Autor hat das gut beschrieben. Ich sage lesenswert!
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am 12. September 2016
Ein Geschichtsbuch der etwas anderen Art, welches einen hervorragenden Einblick in die DDR der 80er Jahre gibt. Das Buch bietet einen überraschend tiefen Blick hinter die Kulissen des real existierenden Sozialismus.
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am 16. Juli 2002
Der Roman Scherzers ist recht aufschlußreich, liest man ihn aus einer dokumentarischen Perspektive. Als literarisches Werk hingegen langweilt er nach etwa 100 Seiten, weil man neben der (beabsichtigten) Larmoyanz, dem Berichtsstil keinerlei Sprachwitz vorfindet. Es wäre vermutlich vom satirischen Standpunkt aus besser gewesen, gleich auf literarische Meriten zu verzichten und ein SED-Dokument zur wirtschaftlichen Entwicklung zu veröffentlichen. Das wäre die (sicher noch beißendere) Realsatire gewesen. Die Figuren Scherzers sind durchaus differenziert gezeichnet, aber ab und zu wünschte man sich schon einige literarische Kunstgriffe, die, dosiert angewandt, den Rapportstil nicht überlagert, das Lesen aber zu einem Vergnügen gemacht hätten. So hingegen muß man sich durch den Roman mitunter wie durch eine halbamtliche Verlautbarung in der Sprache eines Beamten hindurchlesen.
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