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Denn wir sind anders: Die Geschichte des Felix S. Taschenbuch – 1. September 2003

4.0 von 5 Sternen 25 Kundenrezensionen

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Für die Staatsanwaltschaft war er ein genauso brutales, aggressives und unkontrolliertes Subjekt, vor dem die Gesellschaft geschützt werden musste, wie seine Mitangeklagten: Felix S., aktenkundiger Hooligan und hauptberuflicher Türsteher, wurde im August 2000 in einem Aufsehen erregenden Prozess wegen Rauschgifthandels zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der Richterspruch war unangemessen streng: Allen Prozessbeobachtern wurde schnell klar, dass hier nicht nur die angeklagte Straftat verhandelt wurde, sondern eine ganze Szene in ihren Grundfesten erschüttert und sogar ausgemerzt werden sollte: Das Ostberliner "Hooligan-Kartell", eine Gruppierung von kampfsporterprobten Schlägern, die nicht nur durch ihre Hooligan-Auftritte bei Fußballspielen aufgefallen waren (unter anderen waren sie auch 1998 in Frankreich dabei gewesen, als der Polizist David Nivel zum Krüppel geprügelt wurde), sondern die auch die Türen zahlloser Diskotheken im Berliner Umland "bewachten" und so den dortigen Drogenhandel kontrollierten.

Felix S. -- begeisterter, fast schon manischer Kickboxer, fasziniert von körperlicher Gewalt, beteiligt an zahllosen verabredeten Schlägereien mit rivalisierenden Hooligangangs und jahrelang als Türsteher beschäftigt -- gehörte zweifellos dieser Szene an. Und dennoch war er anders: ein sensibler, intelligenter junger Mann, der am liebsten Bach hörte, Gedichte von Erich Fried las und in Dogma-Filme ging. Er führte ein richtiggehendes Doppelleben -- auf der einen Seite überzeugter Hooligan, der stolz in seinem Tagebuch notierte, wie vielen Diskobesuchern er heute wieder die Rippen gebrochen oder die Zähne eingeschlagen hatte; auf der anderen Seite war er der Quasiintellektuelle, der Psychologie studieren wollte und mit seinen Großeltern über Apartheid diskutierte.

Der Journalistin Jana Simon, die in diesem ihrem ersten Buch die traurige Geschichte von Felix' Leben erzählt, das einen so unschönen Verlauf nahm und nach nur 30 Jahren jäh endete, gelingt es gut, diese gespaltene Persönlichkeit darzustellen und die Untiefen seines Wesens glaubhaft auszuloten. Sie weiß, wovon sie spricht: Jana Simon war Felix' erste große Liebe, sie kannte ihn seit seinem 16. Lebensjahr und traf ihn -- trotz evidenten Auseinanderlebens -- über die Jahre hinweg immer wieder. So kam und blieb sie ihm immer nah und konnte mitverfolgen, wie es so weit kommen konnte mit ihrem Freund, der es als Farbiger schon zu DDR-Zeiten schwer hatte und der sich nach dem Mauerfall seiner Identität beraubt und um seine Vergangenheit betrogen sah. Ihr Bericht ist das nachdenkliche, sensible und äußerst packende Porträt eines Getriebenen, das auch davon handelt, was Entwurzelung und das Gefühl des Andersseins mit einem anstellen können. --Christoph Nettersheim -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

«Denn wir sind anders» fängt da an, wo Thomas Brussigs «Am kürzeren Ende der Sonnenallee» aufhört. (Der Spiegel)

Spannend bis zur letzten Seite. (Frankfurter Rundschau)

Jana Simon, die faszinierend gut schreibt, recherchiert und denkt, nimmt den Leser mit in ihre Wendezeit-Jugend und in die Gegenwart der Ostberliner Türsteher-, Hooligan- und Drogendealer-Szene. Es ist die wahre Geschichte von Felix, der Jana Simons erster Freund gewesen ist. (Süddeutsche Zeitung)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
...wird er als Hooligan und im Rahmen deswegen wohl auch verurteilt. Jedoch wird in dem Buch eher sein Leben als Mitglied der Türsteherszene und immer wieder das Leben seiner Großeltern beschrieben. Auf seine Hooliganaktivitäten wird nur kurzweilig eingegangen.

Trotzdem sehr fesselnde und irgendwie auch mitreißende Geschichte über einen Menschen, der zuhören konnte, selber aber wenig erzählte. Der eine Heimat (Berlin hatte), jedoch irgendwie heimatlos war.
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Von Ein Kunde am 19. August 2004
Format: Taschenbuch
Dieses Buch ist innerhalb von zwei Tagen gelesen. Man legt es nicht mehr aus der Hand, weil man immer wissen will, wie es weiter bzw. aus geht.
Jana Simon, die Jugendliebe des Protagonisten, erzählt im Grunde zwei (wahre) Geschichten:
Zum einen die Geschichte der Generation der Anfang der Siebziger im Osten Geborenen. Die nicht lang genug in der DDR lebten, um ein Teil von ihr zu werden, aber zur Wendezeit schon zu alt waren, um das neue System BRD kompromißlos zu akzeptieren und somit auch nie Teil der BRD wurden.
Zum anderen erzählt sie die Geschichte ihres Freundes Felix. Eine Geschichte von inneren Konflikten und Widersprüchen, vom Streben nach Anerkennung und Zuneigung und von Kampf und Gewalt gegen andere aber auch gegen sich selbst.
Dabei gelingt es der Autorin Einblick in eine Szene zu geben, die der Öffentlichkeit sonst fest verschlossen bleibt. Die Türsteher- und Hooliganszene mit ihren eigenen Gesetzen, Pflichten und Ritualen. Sie tut das völlig zwanglos ohne moralische Verurteilung, ohne Verherrlichung. Auch aus diesem Grund ist dieses Buch eine lobenswerte Ausnahme: Es akzeptiert andere Menschen, wie sie sind und will den Leser NICHT in eine bestimmte Richtung drängen.
Der Titel „Denn wir sind anders" ist zum kleinsten Teil rechtfertigend. Er ist sicher auch provozierend, aber auch erklärend und entschuldigend.
Fünf Sterne für ein wirklich gutes Buch!
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Von Rome am 9. Oktober 2012
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Packendes Buch, manchmal etwas sprunghaft in der Erzählung, aber dennoch nachvollziehbar. Eigentlich geht es um Felix und daher ist der Umfang von der afrikanischen Vergangenheit seiner Großeltern etwas zu ausführlich. Erst als ich auf den letzten 50 Seiten des Buches war, habe ich gemerkt, dass mit "sie" die Autorin selbst gemeint ist und sie die Freundin von Felix war. Das "sie" ist auch manchmal verwirrend, wenn im Satz zuvor eine (Ex-)Freundin von Felix beschrieben wurde, aber in der Regel ist es eindeutig zu unterscheiden.
Das Ende ist tragisch, im Verlauf des Buches kann man es sich zwar sehr schnell denken, aber es wird nie explizit erwähnt und so bleibt der Spannungsbogen erhalten.
Auch wenn Felix Leben ein tragisches Ende gefunden hat, die Geschichte ist auf jeden Fall erzählenswert. Interessant wäre auch gewesen, wie sein Leben alternativ weiter gegangen wäre. Wieder Szene und Knast oder hätte Felix die Kurve gekriegt?
Auf jeden Fall ein interessantes Buch.
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Format: Gebundene Ausgabe
Die Autorin ist Journalistin, man merkt es. Sie schreibt gefällig wie deutsche Journalisten halt so schreiben. Salopp, unterhaltsam, aber stereotyp und sprachlich einfallslos. Das liest sich zunächst flüssig runter, wird aber schnell eintönig.
Das Buch lebt von seiner Einseitigkeit und der Perspektive des braven Mädchens, das den Gangster verehrt, weil es glaubt, ihn gezähmt, seine sensible Seite geweckt oder wenigstens entdeckt zu haben. Das ist wenig originell, Zuhälter leben von diesem häufigen weiblichen Irrtum. Manche Zuhälterbräute sind genauso intelligent wie Jana Simon und meinen, den Kuschelbär hinter dem Tiger gefunden zu haben... Als Sicht einer Liebenden auf die Wirklichkeit ist das möglich - erhellend ist es allenfalls psychopathologisch und gesellschaftskritisch. Denn Jana Simons verharmlosende Sicht auf das Verbrecher und ihre Taten ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Natürlich gibt es unter brutalen Schlägern auch mal einen sensiblen, sanften Blümchenpflücker. Mag sein, in einer anderen Umgebung hätte er diese Anlagen besser nutzen können - aber es ist bedenklich, wenn diese Sichtweise als Rechtfertigung herangezogen wird. Wie so viele Frauen mit emotionaler Bindung an Verbrecher verweigert auch Simon eine echte Auseinandersetzung mit den Taten des Felix S. Sie werden weitgehend verschwiegen, die Opfer spielen keine Rolle. Sensible, gedichteschreibende Verbrecher gibt es zuhauf (man spreche mal mit Frauen, die Strafgefangenen Brieffreundschaften führen!) Schon Wolfgang Borchert beschrieb den blumengießenden, rührend um seine Familie sorgenden Mann, der draußen zum skrupellosen Mörder wird.
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Format: Taschenbuch
'...so hieß der Ort, an dem ich war - diese Zeile aus einem Onkelz-Song passt wie keine andere auf den hier rezensierten Roman. "Denn wir sind anders" ist die Geschichte des Felix S., erzählt von seiner Jugendliebe Jana Simon. Aber auch eine Geschichte über die Generation der "Wendekinder". Deren Vergangenheit im "real existierenden Sozialismus" mit einem Schlag ausradiert wurde. Die weder im Westen noch Osten sich richtig heimisch fühlen. Eine Geschichte über die Suche nach Identität und Anerkennung, aber auch über unzureichende Klischees. Über Gewalt und die Sehnsucht nach einem Zuhause.

Denn Felix S. ist eine zwiegespaltene Gestalt. Kickboxer, aktiver BFC-Hooligan, brutaler Türsteher, tief im Milieu verwurzelt, aber auch kulturinteressiert und eine sensible Seele. Einer, der für anderejederzeit ein offenes Ohr hat, jedoch selbst nicht über seine Gefühle sprechen kann. Jemand, der einen Hass auf die "Kanacken", die im Westen Berlins die "Türen kontrollierten", hatte, aber durch seine südafrikanischen Wurzeln selbst nicht aussah, wie der typische Deutsche. Ein Mensch, der sich außer in Ostberlin nirgendwo so richtig zuhause fühlte. Jana Simon beschreibt die Lebensgeschichte des Felix S., die so voller scheinbarer Widersprüche steckte, mit einer beeindruckenden Auffassungsgabe und geschliffenen Formulierungen. Im Laufe des Romans taucht der Leser immer mehr in Felix' Welt ein, immer aus der Sicht seiner Freundin Jana, die ihn seit dem 16.Lebensjahr kannte und nun sein Wirken nachrecherchiert. Ein Freundschaftsdienst lässt den jungen Ostberliner dann endgültig aus der Bahn geraten. 4 1/2 Jahre wegen Rauschgifthandels. Der Knast sollte das letzte bleiben, was er sehen sollte.
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