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Demokratietheorien: Eine Einführung (Uni-Taschenbücher) (German Edition) (UTB, Band 1887) Taschenbuch – 1. Januar 1995

4.5 von 5 Sternen 4 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Manfred Schmidt is Professor in Political Science at the University of Heidelberg. He was previously Professor in Political Science at the Centre for Social Policy Research in Bremen. He has written widely on comparative public policy and politics in Germany and was the winner of the Leibniz-Preis
of the German Research Foundation in 1995.


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Die "Demokratietheorien" sind aus der Perspektive eines Anhängers der empirisch-analytischen Schule der Politikwissenschaften verfasst. Beim Lesen des informativen Bandes wird das mit jeder Seite umso klarer: In den ersten beiden Kapiteln wendet sich Schmidt klassischen und modernen Theoretikern der politischen Philosophie zu. Seine dort angebotene Kurzdarstellung erweist sich als zwiespältig: Zwar informiert er holzschnittartig über die einzelnen Autoren, was gerade für den unerfahrenen Leser von Vorteil ist; jedoch seine zum Teil überhebliche, faktisch und argumentativ zweifelhafte Art und Weise, diese Theorien im Nachhinein, man möchte fast sagen, vom hohen Ross der historischen Distanz und des Erkenntniszuwachses zu "verunglimpfen" und mit Prädikaten wie "wenig bis gar nicht brauchbar" zu versehen, erachte ich als wenig hilfreich und überzogen populär. Schmidts vergleichender Aspekt ist äußerst interessant, dennoch sollte man auch in diesem Themenkomplex Sachlichkeit bewahren und komplexe Theoriegebilde aus ihrem historischen Kontext erläutern, auch und gerade wenn diese unter heutigen Gesichtspunkten deutlich unterschiedliche Perspektiven bereithalten. Leider lässt Manfred G. Schmidt diese Sachlichkeit gelegentlich in den ersten beiden Kapiteln deutlich vermissen: Zeitweise neigt er zur mehr oder minder groben, fast plakativen Verkürzung und Schematisierung von theoretischen Ansätzen. Anfügen könnte man noch, dass einige wichtigen Theoretiker, wahrscheinlich aufgrund ihrer geringen "Ergebigkeit" (Schmidt) für die (moderne) Demokratieforschung, glattweg unter den Tisch fallen: Vergebens sucht man beispielsweise politische Theoretiker des sogenannten "Mittelalters".Lesen Sie weiter... ›
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Der vorliegende Band ist eine rundum gelungene Einführung in die verschiedenen Aspekte der Demokratietheorie. Zunähst werden die Klassiker des Genres dargestellt: Von den Anfängen bei Aristoteles, über Montesquieu, Rousseau, de Tocqueville bis hin zu John Stuart Mill und schließlich Karl Marx. Dieser Abschnitt referiert also grundlegende Argumente für die Demokratie: Warum Freiheit und Gleichheit die Grundprinzipien des Staates sein sollten und wie dieser am besten zu organisieren ist, um diesen Idealen gerecht zu werden. Der zweite Teil wendet sich dann modernen Theorien zu. Ansätze der elitistischen, ökonomischen und pluralistischen Demokratietheorie werden ebenso behandelt wie aktuelle Kritikpunkte. Schmidt bezieht dabei alle grundlegenden Arbeiten zu diesen Themen ein, so daß man gleichzeitig einen guten Überblick über die Positionen der modernen Klassiker erhält. Schließlich widmet sich der dritte Teil der vergleichenden Demokratieforschung. Dazu werden zunächst gängige Typologien - parlamentarische, präsidentielle, Konkurrenz-, Konkordanz-, Mehrheits-, Konsens- und direkte Demokratie - erläutert, dann mögliche Operationalisierungen vorgeschlagen, wie Demokratie vergleichend zu messen ist. Weitere Abschnitte widmen sich den Fragen der sozio-ökonomischen Voraussetzungen von Demokratie und dem Übergang von der Diktatur zur Demokratie. Das Buch deckt also alle Aspekte des Themas ab, verfährt dabei sehr systematisch und klar strukturiert - und ist zudem auch noch leichtverständlich. Als Einführung in das Thema ist es wohl die beste Wahl, zumal es mit dem üblichen Kanon von Seminaren zu Demokratietheorie und -formen gut harmoniert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Von Ein Kunde am 10. Oktober 2000
Die ersten beiden Teile, in denen klassische und moderne Demokratietheorien dargestellt werden, sind eine kurze erste Einführung in das Thema Demokratietheorie, die sich locker leicht als Bettlektüre lesen läßt, mehr aber nicht. Die einzelnen Kapitel erscheinen wenig strukturiert und systematisch. Es war wohl ein Gebot der Kürze, daß über manche schwierige Punkte salopp und undifferenziert hinweggegangen wird, so daß der in politischer Theorie schon bewanderte Leser damit nicht zufriedenzustellen sein dürfte. Für den Anfänger allerdings bieten die ersten beiden Teile einen verständlichen Einstieg ins Thema und dank der ausführlichen Literaturangaben auch einen Anknüpfungspunkt für das weitere Selbststudium.
Das wesentliche Verdienst des Buches, das es für den Studenten der Politikwissenschaft zur Pflichtlektüre werden läßt, ist der dritte Teil. Hier wird das theoretische Rüstzeug vermittelt, das insbesondere für den empirischen Demokratievergleich unabdingbar ist. Die wichtigsten politikwissenschaftlichen Konzepte zur Beschreibung, Einordnung und allgemeinen Erforschung von Demokratien und vor allem für deren Vergleich werden verständlich erläutert, wobei allerdings manchmal statistische Grundkenntnisse vorausgesetzt werden. Wer sich kompakt über den Stand der modernen Politikwissenschaft in puncto Demokratieforschung und -vergleich informieren möchte, wird hier fündig werden - dieses Buch ist also keineswegs nur etwas für Theoretiker, wie der Titel vielleicht manchem suggeriert. Kritisch anzumerken ist allerdings, daß auch den letzten beiden Teilen etwas mehr Systematik und Ordnung gut zu Gesicht gestanden hätte.
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