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Verkauft von Knut Harders
Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: angestoßen, nachgedunkelt,1.Auflage 2007
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Demian: Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 19. März 2007

4.5 von 5 Sternen 98 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ulrich Noethen ist der Mann für alle Stimmlagen." (Süddeutsche Zeitung)

"Ulrich Noethen lässt mit seiner sensiblen Lesung der klaren, hinreißend schönen Sprache des Autors genug Freiraum, sich frei zu entfalten." (Kultur-Artour) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD.

Rezension

"Demian. Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend" beschreibt den mühevollen Weg zu sich selbst. Dazu gehört die Suche nach einem geistigen Führer, die Macht der Träume und des Unterbewussten. Die Erzählung ist ein Appel an die Selbstfindung des Menschen (nicht nur in der Pubertät). Sie ist Forderung nach individuellen Rechten und gerade vor dem Hintergrund der Uniformität und Massenbegeisterung im Ersten Weltkrieg Absage an jegliche Fremdbestimmung. Die 1916 verfasste Geschichte, die heute in 28 Sprachen übersetzt ist, weist eine bemerkenswerte Entstehungsgeschichte auf: Sie wurde von Hesse pseudonym 1917 beim Fischer Verlag eingereicht und 1917 auch unter dem Namen Emil Sinclair, des Protagonisten, 1917 veröffentlicht. Sie wurde mit dem Fontane-Preis ausgezeichnet und schließlich von einem Journalisten als das Werk Hermann Hesses enthüllt. Hesse gab darauf den Preis zurück. Als Begründung für das Pseudonym nannte er unter anderem, dass er die Jugend nicht durch einen bekannten Namen eines alten Onkels abschrecken wollte, und dass er dieses Buch nicht als Hesse, sondern als neuer Mensch geschrieben habe.

Es gibt Gründe für diese Bemerkung: Hesse sah sich 1916 immer häufiger politischen Angriffen aus Deutschland ausgesetzt, die Arbeit in der Kriegsgefangenenfürsorge fraß ihn auf, sein Vater war verstorben und die Ehe mit seiner Frau Maria verschlechterte sich zusehends. Er begab sich in psychotherapeutische Behandlung, führte mit C. G. Jung, dem Schweizer Tiefenpsychologen, Gespräche über einen Traum, in dem eine Gestalt namens Demian auftauchte. Dass Hesse seine gleichnamige Erzählung innerhalb von kürzester Zeit niederschrieb, verwundert somit kaum.

Das Thema des "Demian" ist der Ausbruch des jungen Emil Sinclair aus seinem christlich geprägten Elternhaus. Es ist die Loslösung von Normen wie Kirche, Vaterland und Moral. Bei seiner Berührung mit der fremden Welt gerät Emil durch harmlose Prahlereien in Abhängigkeit von Franz Kromer. Von diesem wird er von Max Demian, einem neu zugezogenen Schüler, befreit. Emil durchläuft einen Emanzipationsprozess, in dem er mit dem Orgelspieler Pistorius über seine Träume spricht. Dabei hilft ihm der Gott Abraxas, der Gut und Böse, Göttliches und Teuflisches, Menschliches und Tierisches vereint, eine verantwortungsbewusste Einstellung zum eigenen Leben zu finden. In der Mutter von Demian, in Frau Eva, die gleich ihm und Demian das Kainsmal trägt, erkennt er schließlich die Geliebte aus seinem Traum. Er sieht sich in der Nähe der Frau zu Hause angekommen.

Das große Verdienst des "Demian" war, dass das Buch nach dem Ende des Kriegs, nach dem Zusammenbruch gesellschaftlicher Strukturen und dem Wandel der Werte Hilfestellung bei der Suche nach einem neuen Menschenbild bot. Die Erzählung ist aber auch heute noch durch die Einbindung von damals noch relativ unbekannten psychoanalytischen Momenten aktuell.

Das Hörspiel unter der Regie von Oliver Sturm inszeniert die Suche nach dem eigenen Selbst gekonnt in einem Wechsel von sinnlichem Darstellen der Gefühle und Befindlichkeiten und dem rückblenden Ich-Erzähler. Ulrich Matthes leiht seine immer etwas melancholisch klingende Stimme dem Erzähler, Valentin Stroh spricht den jungen Sinclair.

Hörspiel, Spieldauer: ca. 110 Minuten, 2 MC. Auch als CD erhältlich. Mit ausführlichem Booklet. -- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format: Audio CD
Emil Sinclair ist in "Demian" Ich-Erzähler, und dies ist zugleich der Name, unter dem Hesse den Roman 1917 veröffentlicht hat. Die Geschichte befasst sich mit der Frage, wie ein Mensch zu dem wird, was er ist. Entscheidend ist dabei, dass jeder Mensch auch eine dunkle Seite mit dunklen Gedanken hat. Dem jungen Emil Sinclair war der Zugang zu dieser Seite versperrt, weil in seinem Elternhaus alles rein und perfekt sein musste. Und dennoch weiß er, dass das Leben so rein und perfekt gar nicht sein kann. Er hat Bedienstete beobachtet und belauscht und auch sonst manches mitbekommen. Eines Tages ist er mit anderen Jungen unterwegs, die Geschichten erzählen über kleinere Diebstähle, die sie begangen hätten. Emil Sinclair hat solche "Erlebnisse" nicht zu bieten, also erfindet er eine Geschichte. Diese Lüge führt dazu, dass er erpresst wird. Nun lernt er die dunkle Seite des Lebens kennen. Und dann trifft er einen Jungen, durch den alles anders wird: Max Demian.
Hermann Hesse, der lange Zeit Psychotherapien gemacht hat, hat einmal in einem Traum einen Demian getroffen, der ihn auf seine dunkle Seite aufmerksam gemacht hat. Unter anderem hat die Deutung dieses Traums in der Therapie dazu geführt, dass er lernte, sich selbst mehr anzunehmen. So wie er war. Auch wenn er von Normen abwich. Dieser Prozess der Persönlichkeitsentwicklung wird in "Demian", eingebettet in eine unterhaltsame und sehr nachdenkliche Geschichte, reflektiert. Außerdem ist die während des ersten Weltkriegs entstandene Geschichte ein Plädoyer gegen den Krieg. Ich halte dieses Werk Hesses für überaus empfehlenswert, insbesondere für ältere Jugendliche und junge Erwachsene, aber nicht nur.
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Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT am 15. Dezember 2006
Format: Taschenbuch
Eine ganze Generation von jungen Männern ist in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges umgekommen, verstümmelt oder traumatisiert worden. In Großbritannien spricht man daher noch heute von einer "lost generation". 1917, kurz nach den blutigen Schlachte von Verdun und an der Somme mit nahezu einer Millionen Todesopfern, schrieb Hermann Hesse seinen Roman "Demian", eine Ode an den Wert eines jeden Individuums und an den Mut, sich gegen den Strom zu stellen, um seine Wünsche zu realisieren. Solche Gedanken waren am Ende des wilhelminischen Deutschlands nicht ganz ungefährlich, so dass der Roman erst 1919 unter dem Pseudonym Emil Sinclair veröffentlicht wurde.

Emil Sinclair, aufgewachsen in einem gutbürgerlichen Elternhaus, ist gleich von seinem neuen Mitschüler Max Demian fasziniert. Er scheint so viel reifer und selbstbewusster als all die anderen. Durch ihn beginnt er, seine anerzogenen Wertmaßstäbe in Frage zu stellen. Ist Gott nur eine Wunschprojektion des Menschen so wie er gern wäre, aber niemals sein kann? Ist es wünschenswert, das Böse, den Kain in uns allen, zu dämonisieren und zu verleugnen? Gibt es für jeden Menschen ein Schicksal? Und wie kann man dieses Schicksal erkennen?

"Es gab keine, keine, keine Pflicht für erwachte Menschen als die eine: sich selber zu suchen. In sich fest zu werden, den eigenen Weg vorwärts zu tasten, einerlei wohin er führt" (150).
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Format: Taschenbuch
Mir hat dieses Buch viel Kraft und Mut gegeben. Ich las es das erste Mal in der Schule und war sofort berührt und mitgerissen. Auf eine gewisse Weise hat es mir Dinge erklärt oder fühlbar gemacht, die vorher nicht zu begreifen waren und vor allem: es hat mir gezeigt, daß alles richtig ist, wie es ist. Es wurde mir klar, wieso manche Menschen anders auf mich reagieren als andere, wieso Verbundenheit zwischen Fremden bestehen kann und welche Kraft wir in uns haben, wenn wir daraus schöpfen können. Mir gibt dieses Buch heute noch Kraft,- 10 Jahre nach dem ersten Lesen und mein Glaube an Schicksal und Welt stehen weiterhin fest. Gerade starke Außenseiter mit einem hohen Hang zum Individualismus werden sich darin wiederfinden und daraus schöpfen können. Wir erkennen einander
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Format: Taschenbuch
Macht aus ihnen keine Abziehbilder eurer Selbst. Lasst ihnen Flügel wachsen. Brecht nicht ihre Eigenart, sondern seit stolz auf sie. Sagt ihnen aber auch, dass das Eigene immer auch das Einzelne bedeutet.
Hesse wirkt in Sprache und Stil nicht mehr zeitgemäß, aber das Thema ist es noch immer. Wie viel Individualität verträgt eine Gesellschaft eigentlich? Hesse`s Hauptfigur Emil Sinclair wächst in einer Zeit heran, in der der Zeitgeist ein kollektiver Untertan ist. Treue, Anpassung, freudige Unterwerfung an ein autokratisches Herrschaftssystem, das keinen Widerspruch und kein gegenläufiges Eigenleben duldet, geschweige denn solche eine Subversion auch noch liebt. Der Ausbruch aus dem Elternhaus ist die Emanzipation aus der Zwangseingliederung in die wilhelminische, uniformierte Gesellschaft. Emil streift diese Zwangsjacke mit Hilfe seines mysteriösen Freundes Demian und dessen Allmutter langsam ab. Er macht alle Metamorphosen eines Jugendlichen durch, hofft auf Erkenntnis und Erlösung, Liebe und Freiheit. Er will beides sein, gut und böse, und will dafür geliebt werden. Dem gebürtigen Calwer gelingt glaubhaft das ewige Misslingen der Jugend, die Liebe und Anerkennung der Alten zu erringen und gleichzeitig deren Weltbild gänzlich zu zerstören. In welche Richtung man solche Versuche missbrauchen kann, zeigt das Ende des Buches.
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