Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos yuneec Learn More Sommerschlussverkauf Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16


Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 18. April 2014
Townes van Zandt (1944-1997) war ein amerikanischer Folk-Sänger, Gitarrist, Dichter und Komponist, der heute als einer der überragenden Neuschöpfer des Folk-Songs gilt. Eine ganze Menge Leute stellen ihn bereits über Bob Dylan, weil van Zandt weniger ideologisch ausgerichtet war.

Für van-Zandt-Neulinge: Wir reden hier nicht über einen Country-Sänger mit sirupartigem Nashville-Sound, der lügt, wenn er zu singen anfängt. Van Zandt singt und schreibt einen bluesigen American Folk, der vom Inhalt her tragisch und düster ist und von der Musik her schwarze und weiße Wurzeln hat Van Zandts kreative Phase dauerte nur fünf Jahre, während derer er fünf fantastische Alben aufgenommen hat. Danach waren Stimme, Hirn und Gesundheit von Alkohol, Heroin und Kokain, was er alles über Jahrzehnte konsumierte, fast vollkommen zerstört. Leider! Die beste Box mit seiner Musik, die alle wichtigen Alben enthält, ist diese hier: Texas Troubadour

Dies ist die bislang beste Biographie des Folk-Sängers: ruhig, faktenreich und sachlich. Der Autor hat nicht viel Ahnung von Musik, er kann van Zandts Musik weder in ihrer Zeit noch im Vergleich mit anderen richtig einordnen, geschweige denn sie analysieren, aber dieses Manko wird dadurch aufgewogen, daß der der Autor kreuz und quer durch die USA gefahren ist, um nach von Zandts viel zu frühem Tod (er starb mit 52) mit Freunden, Ex-Frauen, anderen Musikern, Promotern und Produzenten zu reden. Diese Interviews, aus denen der Autor umfangreich zitiert, sind der eigentliche Kern des Buches, und allein das ist das Geld mehr als wert.

Nach meinem Geschmack nimmt der Autor dabei allerdings zuviel Rücksicht auf van Zandts Familie und insbesondere seine Mutter, die van Zandt einmal ein halbes Jahr in eine psychiatrische Klinik einwiesen ließ, wo er dann so lange mit Elektroschocks und Psychopharmaka behandelt wurde, bis sein Gedächtnis ausgelöscht und er für den Rest seines Lebens ein anderer Mensch war. Da wäre weniger mitfühlendes Verständnis für die Mutter und mehr Kritik am Platz gewesen.

Ganz anderes jedoch bei van Zandts dritter und zum Glück letzter Frau, die sich in einem Handstreich von van Zandt, als der bereits todkrank und wie immer betrunken und im Drogenrausch war, von ihm sämtliche Rechte an allen seinen Liedern per Notarvertrag überschreiben ließ, worauf van Zandt für den Rest seines kurzen Lebens bettelarm war. Das ist alles klar, gut und kritisch dargestellt!

Fazit: Ein ausgesprochenes schönes, informatives und tief berührendes Buch! Townes van Zandt war ein wirklich großer Künstler!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden