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Das weiße Rauschen [VHS]

4.3 von 5 Sternen 75 Kundenrezensionen


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Produktinformation

  • Darsteller: Daniel Brühl, Anabelle Lachatte, Patrick Joswig, Michael Schütz, Katharina Schüttler
  • Regisseur(e): Hans Weingartner
  • Format: PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video
  • Erscheinungstermin: 12. Dezember 2002
  • Spieldauer: 100 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen 75 Kundenrezensionen
  • ASIN: B00007G7QO
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wer das weisse Rauschen sieht, der wird sofort wahnsinnig. Ausser wenn er schon wahnsinnig ist. Dann wird er normal! Lukas zieht mit 21 Jahren in die Großstadt, in die WG seiner Schwester. Er hat das sichere Gefühl: Jetzt fängt das Leben an. Sofort stürzt man sich ins Nachtleben. Es gibt Partys, Drogen und eigenlich eine Menge Spaß. Doch nach einem Drogentrip beginnt Lukas plötzlich Stimmen zu hören. Die Stimmen beschimpfen ihn und er fühlt sich verfolgt. Paranoide Schizophrenie lautet die Diagnose der Ärzte. Nun beginnt für Lukas der Kampf gegen das Chaos in seinem Kopf. Am Ende einer Reise, die ihn bis an die spanische Atlantikküste führt, scheint er etwas gefunden zu haben, das aus dem Wahnsinn herausführen könnte: Das weisse Rauschen.

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Wenn man Hans Weingartners Das weiße Rauschen, diesen Trip in die Innenwelten eines paranoiden Schizophrenen, zum ersten Mal sieht, ist man zunächst überrascht, vielleicht sogar etwas entnervt angesichts seiner Kompromisslosigkeit und Radikalität. Ein Debüt wie dieses -- Weingartner hat mit dem Film sein Studium an der Kölner Hochschule für Medien abgeschlossen -- passt irgendwie kaum in unsere Zeit und noch viel weniger in die momentane deutsche Filmlandschaft. Eher denkt man schon an die Anfänge des New Hollywood, an die frühen Filme Martin Scorseses und John Cassavetes'. Es sind die filmischen Techniken dieser damals unerbittlichen Kino-Erneuerer, die Weingartner hier konsequent anwendet und die er mittels der neuen DV-Kameras sogar noch weiter radikalisieren kann.

Wie im Kino der 60er-Jahre, in den Exploitation-Produktionen Roger Cormans oder Richard Rushs, ist es auch bei Weingartner ein psychedelischer Drogentrip, der alles Weitere ins Rollen bringt. Aber was dann folgt, ist eben kein sensationalistischer Thriller, sondern eine eindringliche Krankheitsstudie. Der junge, aus der Provinz nach Köln gekommene Student Lukas (Daniel Brühl) nimmt bei einem Ausflug ins Bergische eine Droge, die einen Schalter in seinem Bewusstsein umlegt. Von diesem Moment an kann er nicht mehr in die Wirklichkeit, den ganz normalen Alltag zurückkehren. Seine Wahrnehmung verzerrt sich; überall wird er von Stimmen verfolgt. Schließlich sieht er nur einen Ausweg: einen Sprung aus dem Fenster, der ihn in eine psychiatrische Anstalt bringt. Nach seiner Entlassung gewinnt er durch die Psychopharmaka, die er schlucken muss, zeitweilig die Kontrolle über sein Leben zurück. Doch irgendwann hört er auf, die Medikamente zu nehmen.

Nach Benjamin Quabecks Nichts bereuen ist Das weiße Rauschen der zweite Film, in dem Daniel Brühl an die Grenzen schauspielerischer Einfühlung zu gehen scheint. Die Eindringlichkeit, mit der er die Symptome von Lukas' paranoider Schizophrenie erfahrbar macht, hat fast etwas Unheimliches. Man ist entsetzt von diesem zunächst noch ganz normal erscheinenden, eher schüchternen jungen Mann, den Kleinigkeiten von einem Moment auf den anderen völlig ausrasten lassen. Aber zugleich wird man von Daniel Brühls Darstellung geradezu magnetisch angezogen. Obwohl man eigentlich -- schon um sich selbst zu schützen -- auf Distanz zu Lukas gehen will, involviert Brühl einen immer stärker. Die fast schon selbstzerstörerische Intensität seines Spiels gibt Hans Weingartners stilistisch eher kühler, sich selbst filmisch ständig reflektierender Studie die letztlich unerlässliche emotionale Dimension. --Sascha Westphal -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

am 27. April 2017
Format: DVD|Verifizierter Kauf
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am 22. September 2015
Format: DVD|Verifizierter Kauf
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Januar 2006
Format: DVD|Verifizierter Kauf
22 Kommentare| 87 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Dezember 2002
Format: DVD|Verifizierter Kauf
0Kommentar| 202 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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