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Das wahre Gesicht von Scientology: Eine Dokumentation Taschenbuch – 9. April 2010
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Seitenzahl der Print-Ausgabe288 Seiten
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SpracheDeutsch
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HerausgeberMensch vs Scientology
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Erscheinungstermin9. April 2010
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Abmessungen14.8 x 1.8 x 21.4 cm
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ISBN-103200009829
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ISBN-13978-3200009820
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Produktinformation
- Herausgeber : Mensch vs Scientology; 1., Auflage (9. April 2010)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 288 Seiten
- ISBN-10 : 3200009829
- ISBN-13 : 978-3200009820
- Abmessungen : 14.8 x 1.8 x 21.4 cm
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Der Prolog (S. 9 - 26) beschäftigt sich zunächst mit der Frage, ob und inwiefern Scientology als "Kirche" betrachtet werden kann.
Obwohl der Gründer L. Ron Hubbard in seinen eigenen Schriften eindeutig festgestellt hat, dass Scientology "weder eine Psychotherapie, NOCH EINE RELIGION" ist ("Das Schaffen menschlicher Fähigkeiten"), blieb ihm infolge des vehementen Gegenwindes in den USA und im Ausland keine andere Lösung, als seine Lehre in eine Religion umzutaufen, um so die Religionsfreiheit für sich in Anspruch nehmen zu können, wobei es in den USA jedem erlaubt ist, als Kirche oder Religion aufzutreten. So gibt es neben der Church of Scientology beispielsweise auch die Church of Satan oder die Church of Euthanasia. Statt religiöser Ziele stehen bei Scientology, so zeigt Handl anschließend, vielmehr politische Ziele im Vordergrund: Es geht Hubbard letzten Endes um die Schaffung eines "International City" - unter der Führung von Scientology natürlich. Als vorrangige Ziele zählt er in einem Richtlinienbrief, der 1987 vom derzeitigen Führer, David Miscavige, bestätigt wurde, beispielsweise auf: "Den Feind bis zum Punkt der völligen Auslöschung der Popularität berauben", "Kontrollübernahme oder Ergebenheit der Leiter oder der Eigentümer aller Nachrichtenmedien", "Kontrollübernahme oder Ergebenheit wichtiger politischer Persönlichkeiten" usw.
Im ersten Kapitel (S. 27 - 76) geht Handl ausführlicher auf drei wichtigste Strategien der Scientology-Gruppierung ein.
Erstens gibt es die "Celebrity"-Strategie. Damit bezweckt Scientology mit Hilfe berühmter Persönlichkeiten wie Tom Cruise oder John Travolta das Image und die Attraktivität von Scientology aufzupolieren.
Zweitens versucht Scientology über zahlreiche Tarnorganisationen, die auf den ersten Blick gegen soziale Missstände vorgehen, gezielt bestimmte Bereiche der Gesellschaft zu unterwandern, denn die von diesen Organisationen initiierten Programme stellen letzten Endes ebenfalls nur eine reine Zunfahrt zum scientologischen Glauben dar. Hierzu zählen beispielsweise das Anti-Drogenprogramm Narconon, die Häftlingsinitiative Criminon und das Menschenrechtsprogramm Youth for Human Rights.
Drittens hat Scientology das Konzept der "Idealen Organisation" ausgearbeitet. Dies sind Scientology-Quartiere "an den Knotenpunkten des Planeten". Diese werden strategisch dermaßen geschickt platziert, z. B. in der Nähe des Regierungsviertels (Berlin) oder des Europäischen Parlaments (Brüssel), dass man alleine schon durch die bloße Anwesenheit gezielt wichtige Entscheidungsträger beeinflussen kann.
Das zweite Kapitel (S. 77 - 144) beschäftigt ausführlicher sich mit dem Scientology-Gründer L. Ron Hubbard.
Wenn man L. Ron Hubbards scientology-eigene Biographie mit den Recherche-Ergebnissen von Außenstehenden vergleicht, stellt man frappierende Unterschiede frst. So stellt sich indirekt heraus, dass der scientology-eigene Hubbard-Lebenslauf zwar nicht unbedingt "gelogen" sein muss, dass er allerdings nur gewisse positive Aspekte der "Wahrheit" hervorhebt, während die negativen Seiten komplett verschwiegen werden.
Noch interessanter ist das ausführliche Unterkapitel über Hubbards "okkulte" Karriere, die sowohl anhand von Auszügen aus Scientology-Kursunterlagen als auch anhand von Notizen der Okkultisten Jack Parsons und Aleister Crowley dokumentiert werden, sowie über einige erstaunliche Parallelen zwischen Scientology und dem Okkultismus. Außerdem wird der scientologische Lügendetektor, das so genannte E-Meter, das Hubbard von einem anderen Wissenschaftler "geklaut" hat, genauer unter die Lupe genommen. Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist eine Auflistung der 100 Fragen aus dem "Johannesburg Security Check", einer Sicherheitsüberprüfung, die Scientologen über sich ergehen lassen müssen.
Direkt im Anschluss an die Ausführungen über diese "Security Checks" folgen vier erschreckende Kapitel über Scientologys Umgang mit Kritik und Kritikern.
Im dritten Kapitel (S. 145 - 170) steht der scientologische Geheimdienst "Office of Special Affairs" (OSA) im Mittelpunkt. Ausführlich und anhand von Originalen aus der üppigen Scientologyliteratur beschreibt Handl hier die Geschichte und die Methoden dieses Geheimdienstes: Für die Öffentlichkeit als PR-Dienst getarnt, dient das OSA letzten Endes in erster Linie dazu, aktiv und versteckt gegen scientology-kritische Stimmen vorzugehen. Dazu schreckt es auch nicht vor sehr unreligiösen Methoden wie beispielsweise "Black Propaganda" oder das Verfassen von vorsätzlich falschen Berichten zurück.
Das vierte Kapitel (S. 171 - 214) widmet sich ausführlich den "Fanatikern unter den Fanatikern", der so genannten Sea Org (See-Organisation).
In diesem Kapitel geht es einerseits um die Geschichte dieser scientologischen Elite-Truppe, deren heutiges Erscheinungsbild maßgeblich von dem Machtkampf in den Achtzigerjahren beeinflusst wurde. Andererseits werden aber auch Themen wie der berühmt-berüchtigte Richtlinienbrief "Fair Game" oder das scientology-eigene Straflager (RPF) angesprochen.
Nach dem Richtlinien "Fair Game", dem scientologischen Freiwild-Gesetz, hat jeder Scientologe das Recht, einen Menschen, der zum "Feind" der Scientology deklariert wurde, seines Eigentums zu berauben oder ihn zu verletzen, "ohne dass dies disziplinarische Folgen für den Scientologen hat". Scientology betont zwar immer wieder, dass dieses Freiwild-Gesetz durch einen weiteren Richtlinienbrief zurückgezogen wurde, doch wenn man genau hinschaut, stellt man fest, dass Hubbard mit dem zweiten Richtlinienbrief lediglich "[d]ie Praktik, Personen zu Freiwild zu erklären", eingestellt hat. Er fügt ganz ausdrücklich hinzu: "Dieser Richtlinienbrief ändert keine Vorschriften über die Behandlung oder den Umgang mit einer Unterdrückerischen Person", mit anderen Worten: Man darf nur das Wort "Freiwild" nicht mehr verwenden, weil es laut Hubbard "eine schlechte öffentliche Meinung" über Scientology verursacht. Alles Andere bleibt unverändert.
Im scientologischen Straflager "RPF" werden potentielle Aussteiger zum weiteren Verbleib innerhalb der Organisation "motiviert". Diese Motivation führt beispielsweise dazu, dass der Aussteiger nach tagelangem Umrunden eines Baumes bei brühender Hitze sein bisheriges Fehlverhalten der Gruppierung gegenüber einsieht und aktiv dagegen vorgehen kann. In diesem Zusammenhang ist die Geschichte von Lisa McPherson sicherlich nicht neu, aber sie ist nach wie vor erschreckend. Auch hier belegt Handl anhand von Ablichtungen aus bisher unveröffentlichten Scientology-Dokumenten die Tatsache, dass Scientology genau weiß, was mit Lisa McPherson passiert ist.
Im fünften Kapitel (S. 215 - 226), das sich ebenfalls mit Scientologys Umgang mit Kritikern beschäftigt, geht es um die Herkunft der Geldmittel, die Scientology zur Verfügung hat, um ihren unaufhörlichen Feldzug gegen Kritiker zu finanzieren.
Das sechste und letzte Kapitel (S. 227 - 244) illustriert die erschreckende Effektivität des scientologischen Umgangs mit Andersdenkenden: die Geschichte des Einknickens des IRS, der amerikanischen Steuerbehörde, die bereits zu Hubbards Lebzeiten aktiv gegen Scientologys Steuerbefreiung agiert hatte und letzten Endes die stolze Summe von einer Milliarde Dollar forderte. In diesem Kapitel werden die perfiden Tricks (Einschüchterung, Überhäufung mit Klagen usw.), mit der die Scientology-Organisation, die sich selbst als Religion verstanden haben möchte, ihre Steuerbefreiung durchsetzen konnte, erläutert.
Abgerundet wird das Buch mit einem vorläufigen Fazit und einer Kopie der 33 Seiten langen Richtlinie "Keep Scientology Working". Wenn man bedenkt, was Scientology in ihrem Sonderheft "Nur ein Auditor kann etwas dagegen tun" schreibt, nämlich: "Wir haben vor, alles aus dem Weg zu räumen, was nötig ist, egal wie groß", und wenn man überlegt, wie Scientology es geschafft hat, ihren bisher größten Gegner, die amerikanische Steuerbehörde, tatsächlich aus dem Weg zu räumen, dann muss jedem klar sein, dass man nicht einfach tatenlos zuschauen kann, wie unsere demokratischen Werte hier unter dem Deckmantel der Religion schrittweise vernichtet werden.
Er beweist anhand von Originaldokumenten der Organisation: Scientology strebt tatsächlich nach totaler politischer Macht, wobei alle Gegner ausgeschaltet werden sollen. Scientology unterwandert die Gesellschaften, beutet seine Mitglieder aus, versklavt ihre Seelen und betrachtet Abtrünnige als Freiwild, gegen die jedes Mittel erlaubt ist.
Als Methoden werden benutzt: eine scheinbare "Wissenschaft", die aber viel mehr Schaden als Nutzen stiftet ... Lügendetektoren ... stundenlange Verhöre und Fragen über die intimsten Dinge des Menschen ... Wer einmal in die Fänge dieser Sekte geraten ist, wird immer wieder genötigt, Seminare zu besuchen, teures Propagandamaterial zu kaufen und somit seine eigene Gehirnwäsche zu finanzieren. Und wer es etwa wagt, Kritik zu üben, könnte leicht in einem der Straflager landen, die man ohne Übertreibung als Konzentrationslager bezeichnen kann.
Wer Scientology nach den Enthüllungen der letzten Jahre immer noch als Kirche betrachtet, sollte dieses Buch lesen. In zahlreichen Abbildungen - Fotos, Originalbriefe, vertrauliche Mitteilungen, Fragebögen, Anweisungen an die Führungsmannschaft - wird klar, welche menschenverachtende Ideologie hier am Werk ist.
Ein sehr mutiges Buch. Ich wünsche dem Autor viel Kraft und Gottes Schutz und Segen.
Sehr deutlich wird von Handl in diesem Buch die antidemokratische und menschenverachtende Grundgesinnung des Systems Scientology skizziert und durch zahlreiche Originaldokumente belegt, welche von ihm auch noch ins Deutsche übersetzt wurden.
Weitere sehr gut dokumentierte Themen sind die See-Organisation ("Sea Org") mit ihrem Straf- und Umerziehungslager RPF ("Rehabilitation Project Force") und dem berüchtigten "Introspection Rundown", der in etwa der Psychiatrie des 19ten Jahrhunderts entspricht, und das ausgerechnet von einer Organisation, die in der Öffentlichkeit die Psychiatrie attackiert.
Abgerundet wird das Ganze durch die Beschreibung der Methoden, mit denen sich Scientology in den USA 1993 die Steuerbefreiung erschlich.
Das Buch ist recht flüssig und übersichtlich geschrieben, und die Scientology-eigenen Fremdwörter werden immer erklärt. Handls Argumente wirken nicht durch Lautstärke, sondern durch Inhalt und Substanz.