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Das kurze Leben. SZ-Bibliothek Band 11 Gebundene Ausgabe – 29. Mai 2004

2.5 von 5 Sternen 31 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Juan Carlos Onetti wurde 1909 in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, geboren. Er zog später nach Argentinien, wo er als Journalist arbeitete und erste Kurzgeschichten veröffentlichte. Während des Zweiten Weltkriegs machte er sich als Herausgeber der angesehenen Zeitschrift Marcha einen Namen. Darin forderte er eine Abwendung von kitschig-romantischen Cowboygeschichten in der Literatur Südamerikas und eine Hinwendung zu Geschichten aus der modernen Stadt.

Sein erstes Werk Der Brunnen (1939) wurde von vielen Kritikern als der erste moderne Roman Lateinamerikas gefeiert. 1950 erschien mit Das kurze Leben der erste einer Reihe von Romanen, die in der imaginären Stadt Santa Maria spielen. 1957 wurde Onetti Leiter der städtischen Bibliotheken in Montevideo. In den Sechzigerjahren kam er zu internationalem Ruhm, doch auch der konnte nicht verhindern, dass er 1974 während der Diktatur in Uruguay zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, weil er einer Jury angehörte, die eine Kurzgeschichte Nelson Mandelas ausgezeichnet hatte, welche die Machthaber für pornografisch hielten.

1975 ließ sich Onetti in Spanien nieder, wo er als Kellner, Verkäufer und Türsteher arbeitete. Eine späte literarische Ehrung wurde ihm 1980 zuteil, als ihm die renommierteste Auszeichnung für spanischsprachige Literatur, der Cervantes-Preis, verliehen wurde. Onetti starb am 30. Mai 1994 in Madrid.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Santa Rosa
"Verrückte Welt", sagte noch einmal die Frau, als zitiere, als
übersetze sie.
Ich hörte sie durch die Wand. Ich stellte mir ihren Mund vor,
wie er sich vor dem nach gärenden Nahrungsmitteln riechenden
eisigen Atem des Kühlschrankes bewegte oder vor dem
braunen Holzperlenvorhang, der vermutlich steif zwischen
dem Abend und dem Schlafzimmer hing und die Unordnung
der jüngst eingetroffenen Möbel verdunkelte. Zerstreut lauschte
ich den abgehackten Sätzen der Frau, ohne an das zu glauben,
was sie sagte.
Als ihre Stimme, ihre Schritte, ihr Morgenrock und ihre
dicken Arme - so stellte ich sie mir vor - von der Küche ins
Schlafzimmer wanderten, wiederholte ein Mann einsilbige
Worte, stimmte zu, ohne sich völlig dem Spotten zu überlassen.
Die Hitze, welche die Frau im Gehen durch schnitt, schloß
sich wieder, füllte die Ritzen und legte sich schwer auf alle
Zimmer, auf die Hohlräume der Treppen, in die Ecken des
Gebäudes.
Die Frau ging in dem einzigen Raum der Wohnung nebenan
auf und ab, ich hörte sie vom Bad aus, den Kopf unter den fast
unhörbaren Regen der Dusche gebeugt.
"Auch wenn es mir das Herz in winzige Stücke zerreißt",
sagte die Stimme der Frau leicht singend, nach jedem Satz den
Atem anhaltend, als tauche jedes Mal ein hartnäckiges Hindernis
auf, um sie davon abzuhalten, etwas zu bekennen, "schwöre
ich, werde ich ihn nicht auf den Knien anflehen. Er hat es so
gewollt, und nun hat er es. Auch ich habe meinen Stolz. Auch
wenn es mir weher tut als ihm."
"Komm, komm", sagte der Mann versöhnlich. Kurze Zeit lauschte
ich der Stille in der Wohnung, in dessen Mitte jetzt Eisstückchen
in Gläsern quirlten. Der Mann war vermutlich in Hemdsärmeln,
vierschrötig und dicklippig; sie zog nervöse Grimassen, trübselig
wegen des Schweißes, der ihr von der Oberlippe und der Brust rann.
Und ich, auf der anderen Seite der dünnen Wand, stand nackt da,
von Wassertropfen berieselt, fühlte, wie sie verdampften, ohne mich
zu entschließen, das Handtuch zu nehmen, und blickte in das dämmrige
Zimmer jenseits der Tür, in dem die gestaute Hitze das saubere
Laken des Betts umstrich. Jetzt dachte ich absichtlich an
Gertrudis, an die liebe Gertrudis mit ihren langen Beinen, an
Gertrudis mit einer alten weißlichen Narbe auf dem Bauch, an
die wortkarge, blinzelnde Gertrudis, die ihren Groll mitunter
wie Speichel schluckte, Gertrudis mit dem goldenen Röschen
im Ausschnitt ihrer Abendkleider, Gertrudis, die ich auswendig
kenne.
Als die Stimme der Frau wiederkehrte, dachte ich an die Aufgabe,
ohne Mißfallen die neue Narbe anzusehen, die Gertrudis
auf der Brust tragen würde, rund und kompliziert, mit rotem
oder rosafarbenem Geäder, das die Zeit womöglich in das
bleiche Gewirr von der Farbe der anderen verwandeln würde,
zart und glatt, flink wie eine Unterschrift, die Gertrudis auf
dem Bauch trug und die ich so oft mit der Zungenspitze erkundet
hatte.
"Es kann mir das Herz zerreißen", sagte die Frau nebenan,
"und ich werde wahrscheinlich nie mehr die gleiche sein
wie vorher. Wie oft hat Ricardo mich in diesen drei Jahren dazu
gebracht, daß ich wie eine Wahnsinnige weinte. Es gibt vieles,
was Sie nicht wissen. Was er mir dies mal angetan hat, war
nicht schlimmer als was er mir vorher angetan hatte. Aber nun
ist Schluß."
Wahrscheinlich war sie in der Küche, hockte vor dem Eisschrank,
suchte nach etwas und kühlte sich mit der eisi gen Luft,
in der ölige Gemüsegerüche gerannen, Gesicht und Brust.
"Ich tue keinen Schritt, auch wenn es mir das Herz zerreißt.
Auch wenn er mich auf den Knien anfleht ..."
"Sagen Sie sowas nicht", sagte der Mann. Er war wohl
geräuschlos bis zur Küchentür gegangen und, einen behaarten
Arm an den Türrahmen gelehnt, mit dem anderen angewinkelten
sein Glas haltend, blickte er auf den kauernden Körper der Frau hinunter.
"Sagen Sie sowas nicht. Wir alle haben Fehler. Wenn er, sagen wir ...
Wenn Ricardo Sie bitten würde ..."


Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

am 26. Februar 2012
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 3. April 2016
Format: Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
TOP 1000 REZENSENTam 3. August 2015
Format: Gebundene Ausgabe
am 9. Juni 2017
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