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am 3. April 2014
Der bekannte Theater-, Film- und Fernsehregisseur offeriert dem Leser ernste und heitere Episoden aus seinem bewegten Leben:
- Er erzählt z.B. wie es geschehen konnte, dass sein Vater (ein westdeutscher BASF-Angestellter) im tiefsten kalten Krieg und trotz höchster Geheimhaltungsstufe durch eine eigenwillige Verkettung von Umständen auf einem russischen Militärgelände in die gerade neu in Dienst gestellte MIG-21 einsteigen und mit dieser sogar ein paar Runden drehen konnte.
- Er vergleicht deutsche Politiker wie Erich Honecker & Richard von Weizsäcker. ( Der Eine habe während der Zeit des Faschismus als Widerstandskämpfer im Zuchthaus gesessen, während der Andere zum selben Zeitpunkt als Offizier der Wehrmacht fremde Völker massakriert habe. Dennoch werde der Letztgenannte heute geachtet und bewundert, der Erstgenannte eher nicht so.)
- Er bricht eine Lanze für die großartigen literarischen Werke von Johannes Tralow
- Er zitiert aus einem Brief, welchen ihm sein ehemaliger Schüler Eberhard Esche wenige Monate vor seinem Tod zukommen ließ.
- Er berichtet über einen gemeinsamen Saunabesuch mit Manfred von Brauchitsch, über Hans Teuschers Vater, die Haustiere von Heinz Behrens, die Exmatrikulation von Wolfgang Dehler, Ekkehard Schalls Zettelwirtschaft, Stefan Heyms Hustenbonbons, eine Busreise mit Lotte Ulbricht, wie Hannes Fischer ihm in den 50ern zu einer sowjetischen Bratpfanne verhalf und wie er bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Bertolt Brecht und Ruth Berlau mit dem Blut des großen Dichters bespritzt wurde.(Leider habe er das blutdurchtränkte Kleidungsstück...welches als Memorabilie inzwischen einen gewissen Wert haben dürfte...später verlegt.)
- Er zählt gewaltsam ums Leben gekommene Schauspieler auf (Marga Legal, Dean Reed, Wolfgang Luderer und Willy A. Kleinau) und erläutert die morbiden Details.
- Er bekundet seine Verachtung gegenüber Leuten wie Vera Int-Veen, Heinrich Lübke, Ernst Jünger, Edwin Dwinger, Hans Grimm, Himmler, Hitler und Göring sowie Theater- und Filmschaffenden, welche in Talkshows verabscheuungswürdige Äußerungen tätigten wie bspw. die, dass "die Schauspielerei ihnen großen Spaß mache...".
- Er plaudert aus dem Nähkästchen, die Brecht-Geliebte Käthe Rülicke habe dereinst eine Affäre mit Hedda Zinners Ehemann Fritz Erpenbeck gehabt, woraufhin Bertolt Brecht ihr den Laufpass gegeben und ein Verhältnis mit Käthe Reichel begonnen habe.
- Er erzählt von Hanjo Hasse, von dem er 3 Jahre nach dessen Tod überraschend noch einen letzten Brief erhielt.
Diese und viele andere spannende Fakten haben wir durch die Lektüre dieses Buches erfahren. Einen Stern Abzug gibt es für die mangelhafte Orthographie bei der Nennung von Namen. Auf Seite 324 bspw. dankt der Autor zwei Schauspielern namens "Günter Schoß" und "Mirijam Agischewa" und meint damit wahrscheinlich Gunter Schoß und Marijam Agischewa. Das Werk wurde schlecht (oder gar nicht?) lektoriert, einige Textpassagen treten doppelt auf, zwar in verschiedenen Kapiteln, aber mehrfach überrascht man sich bei der Frage: Hm, hat er das nicht schon ein paar Seiten vorher erzählt...?! Hat er. Das Buch enthält zahlreiche Fotos. Darauf zu sehen sind unter anderem: Günter Grabbert, Kaspar Eichel, Jürgen Zartmann, Horst Schulze, Erwin Geschonneck, Gojko Mitic, Alfred Struwe, Kurt Kiesbye, Gerhard Zorn, Axel Freiherr von Blomberg, Sergej Bondartschuk, Rolf Hoppe, Norbert Christian, Renate Blume, Joachim Tomaschewsky, Erik S. Klein, Ernst-Georg Schwill, Gerry Wolff, Annekathrin Bürger, Brigitte Krause, Louis Fürnberg, Angelika Domröse, Martin Ritzmann, Jürgen Frohriep und Marion van de Kamp.
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