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Das große Fressen

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Produktinformation

  • Darsteller: Marcello Mastroianni, Michel Piccoli, Philippe Noiret, Ugo Tognazzi, Andréa Ferréol
  • Komponist: Philippe Sarde
  • Künstler: Mario Vulpiani, Vincent Malle, Michel de Broin, Gitt Magrini, Marco Ferreri, Claudine Merlin, Gina Pignier, Rafael Azcona, Francis Blanche
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Französisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 20. September 2005
  • Produktionsjahr: 1974
  • Spieldauer: 124 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen 33 Kundenrezensionen
  • ASIN: B000A8R8ZW
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vier Freunde, der Gastronom Ugo, der Fernseh-Produzent Michel, der Pilot Marcello und der Richter Philippe treffen sich zum Wochenende in einem bizarren Schlößchen mit dem makabren Ziel, dieses nicht wieder lebend zu verlassen. Sie alle sind vom Sterben besessen und haben beschlossen, sich stilvoll totzufressen. Der beste Feinkosthändler der Stadt liefert die feinsten Delikatessen in Massen. Das Fressen beginnt, Ugo, der Gastronom, gibt sich alle Mühe. Die Menüs, werden wahre kulinarische Sensationen, und alle zusammen geben sich die größte Mühe, auch alles zu verschlingen. Aber die Herren haben noch andere Bedürfnisse: Frauen müssen her. Drei Freudenmädchen und eine zufällig vorbeikommende rundliche Lehrerin Andrea werden eingeladen. Man schwelgt abwechselnd in Pasteten und erotischen Genüssen, und Marcello bekennt: Ein gelungener Abend. Dreien der Mädchen wird es allerdings allmählich unheimlich, sie fliehen. Nur Andrea, die Lehrerin bleibt. Beschwerden stellen sich ein. Man ißt und ißt...
Nach einem "mißlungenen Abenteuer" mit Andrea wird Marcello wütend, meint, am Fressen könne man ja gar nicht sterben und steigt in sein Auto. Am nächsten Morgen ist Marcello tot. Die drei übrigen folgen, geleitet von Andrea, die sie zu Tode liebt und füttert.

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In Das grosse Fressen treffen sich vier honorige Bürger um ihrer Lust am Völlen nachzugehen, bis zur letzten Konsequenz. Skandalfilm mit Starbesetzung aus den 70er Jahren.

Vier verdiente Bürger der Gesellschaft treffen sich auf dem Anwesen eines der Herren um sich totzufressen. Alle vier sind Genussmenschen, beruflich erfolgreich und fianziell bestens ausgestattet. Der Jurist Philippe (Philippe Noiret), der als Gastgeber fungiert, ergeht sich in seiner anhaltenden Melancholie in der Begierde nach barocken, matronenhaften Weibern während Flugkapitän und Frauenheld Marcello (Marcello Mastroiani) die jungen Dinger regelrecht hinterherfliegen. Fernsehproduzent Michel (Michel Piccolli) hat ein Faible für Balletteinlagen und ist dem anderen Ufer nicht abgeneigt und Koch Ugo (Ugo Tognazzi) ist durch seinen Beruf per definitionem Schlemmerfetischist per se. Man zieht sich mit Wagenladungen voller Köstlichkeiten und einer handvoll williger Huren zurück und lässt es sich so richtig gut gehen. Aber dass ein Leben, in dem der sofortigen Bedürfnisbefriedigung die allerhöchste Priorität eingeräumt wird, öde und langweilig sein muss kommt den vier werten Herren nicht in den Sinn.

Man braucht nicht lange zu suchen um in dieser Geschichte die Metapher zu finden, auf die es Ferreri offensichtlich anlegte. Die Kapitalismuskritik ist unübersehbar und auch wenn die Zeit nicht spurlos an dem Werk vorüberging ist Das grosse Fressen ein bemerkenswerter Film geblieben. Zunächst einmal ist der gesellschaftkritische Ansatz heute aktueller denn ja. Mag ursprünglich die sexuelle Revolution und deren Einfluss auf das Bürgertum der Ausgangspunkt für Ferreris gnadenlose Satire gewesen sein, kann man heute die Folgen der Überflussgesellschaft und den damit einhergehenden Hedonismus als Ziel der zeitweise geschmacklosen Attacken empfinden. Das Ungewöhnliche war und ist nun die Überführung dieses Ansatzes in eine Metapher, die man direkter kaum ausformulieren kann und der man natürlich eine entsprechende Form verpassen musste. Ferreri gelang es vier absolute Superstars ihrer Zeit zu diesem doch recht waghalsigen Unternehmen zu überreden. So sehr der Film nämlich die Ignoranz des Bürgertums angreift, so selbstironisch geht er auch mit sich selbst ins Gericht. Überdeutlich auch hier der Hinweis über die Namensgebung der Protagonisten, deren Vornamen von den entsprechenden Schauspielern übernommen wurden. Das grosse Fressen wird heute sicher nicht mehr ähnlich polarisieren können wie das in den 70er Jahren der Fall war. Dennoch wird man sich je nach politischer Ausrichtung eher abgestoßen fühlen oder den Mut und die Radikalität des Ansatzes zu schätzen wissen.--Thomas Reuthebuch

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: DVD
Welch ein unglaublicher, herrlich grotesker, frech subversiver Klassiker.
Wie viele wunderschöne Anekdoten reihen sich um diesen Film.
Publikum, das sich während der Kinovorstellung in die Sessel erbrach.
Michel Piccoli, der für seine sehr authentische Darstellung auf öffentlicher Strasse angespuckt wurde.
Proteststürme ohnegleichen. Ja wo gibt es sowas noch in der heutigen Kinolandschaft.
Die Story um vier hochkultivierte ältere Herren, die in ihrer Dekadenz, in ihrem Lebensüberdruss sich in eine aristokratische Villa zurückziehen um sich übers Wochenende mit erlesensten Köstlichkeiten, hemmungslosen Sex mit einigen Gespielinnen ins Jenseits zu befördern ist so einfach, dreist wie absolut genial.
Je länger gefressen wird, desto eklatanter werden allerdings auch die auftretenden Beschwerden, ja innerlich organischen Verwesungsprozesse erkennbar.
Zu tiefschürfenden, kulturellen Exkursen wird kopuliert, gemästet, geschlungen, gerülpst, gefurzt.
Am Ende explodiert die Toilette in einem Schwall von Fäkalien.
Und irgendwann ist die letzte Hähnchenkeule verköstigt, der letzte Wackelpudding verdrückt, der letzte aufgestaute Orgasmus verpufft, das letzte Klavierliedchen gespielt und es geht ans Sterben.
"Furze ruhig weiter wir sind ja dran gewöhnt", doch dies sollte Piccolis letzte Körperaufwallung sein.
Wie ein Heissluftballon entweichen ihm sämtliche Gase, stirbt er in seinen Exkrementen, ein Anderer erfriert, und die beiden letzten erleiden Herzversagen.
Oh du fröhliche, sinnliche Zeit!
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Format: DVD
Im Jahre 1973 drehte der Regisseur Marco Ferreri "La grande bouffe" ("Das grosse Fressen") und landete gerade damit in Frankreich (bekanntlich DEM Land des Genusses und des Gaumenschmauses schlechthin) einen der grössten Skandalfilm Erfolge aller Zeiten...
"Das grosse Fressen" bietet im Grunde eigentlich keine wirkliche Story, wenn man so will: weit über ein dreiviertel der insgesamt 125 Minuten Laufzeit wird lediglich wirklich nur (um es mal passend im Kontakt des Filmes zu sagen) "gefressen, gesoffen, gerülpst, rumgehurt, gefurzt, und Obszönitäten von sich gegeben" bis ein Darsteller nach dem anderen (wortwörtlich) "den Löffel abgibt".
Aber was macht den Film nun zu so einem Klassiker seiner (und auch noch der heutigen) Zeit? Ganz einfach:
Diese ganze extrem überspitzt dargestellte "Schlemmerorgie des Todes", stellt einen zynischen und gnadenlosen Seitenhieb auf unsere extreme Konsumgesellschaft dar und ist ebenso ein "Zerrbild" des menschlichen Verfalls (in Körper und Geiste), bedingt durch seine unermessliche Dekadenz, Arroganz und "Übersättigung".
Bezeichnend ist auch die Tatsache das gerade die 4 männlichen Protagonisten alle in diesem Film aus der gesellschaftlichen Oberschicht kommen (je ein Richter, Pilot, Gourmet-Koch und Fernsehmoderator) und sozusagen alle persönlichen und individuellen "Grenzen" für sich schon "ausgelotet und genossen" haben... doch was kommt danach? Richtig: die grosse, tiefe und alles umfassende Leere! Jene Leere, keinen (aber auch gar keinen) Sinn mehr in seinem Leben zu sehen und zu finden...
Also: warum sich dann nicht kollektiv zusammenschließen und sich dann genau SO aus dem Leben wieder verabschieden?
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Format: DVD
Anfang der 70er Jahre war der Film ein Skandal und heute ist diese Groteske über den Konsum als Todesursache immer noch für viele ziemlich gewagt. Der animalische Drang zum Essen des Tierwesens Mensch wird auf einer Ebene mit der sexuellen Gier gezeigt, der totale Genuss von Sex und Speisen als ultimatives Prinzip. Dabei folgt der Film formal einem strengen Aufbau.
Im ersten Teil werden die vier Freunde vorgestellt: Michel, Marcello, Philippe und Ugo. Nie wieder standen diese Leinwandlegenden zusammen vor der Kamera. Hier stehen sie für den Balletomanen und Kunstliebhaber, den Autofreak und Frauenhelden, das Muttersöhnchen und natürlich den Koch.
Im zweiten Teil werden die Nahrungsmittel und ihre Herkunft kurz eingeführt.
Teil drei, der anfangs noch lustig und frivol daherkommt, enthält das Kernstück der Aussage mit allen Steigerungen und Entartungen. Man mästet sich! Wir hören das Entweichen der Gase aus dem Mund und aus der gegenüberliegenden Körperöffnung. Man treibt es querbeet, jeder mit jedem. Die Mutter der Kompanie ist die Rubensfrau Andrea Ferreol. Eine für alle.
Im vierten Teil sehen wir das Ende der Helden. Und es gibt jede Menge geistreicher Jokes und philosophische Überlegungen über den Vanitas-Gedanken.
Und dann reicht Ferreri noch einen Epilog nach. Philippe, der einzig Ehrbare, ist noch übrig und darf an Andreas Busen entschlafen.
Die zweite Lieferung von Frischfleisch wird im Garten deponiert. Vielleicht für die Hunde!? Großartig fotografierte Idee, von grandiosen Akteuren dargestellt, mit tödlicher Konsequenz.
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